Die Bandscheibe Drucken E-Mail
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Sonntag, den 03. Mai 2009 um 09:29 Uhr

 

Die Bandscheibe (lateinisch: Discus intervertebralis) ist das Bindeglied zwischen zwei Wirbelkörpern innerhalb der Wirbelsäule. Ohne Bandscheibe würde unsere Wirbelsäule steif sein und wir wären nicht in der Lage, eine Rotation oder Beugung durchzuführen. Die Bandscheibe wirkt als Gelenk und gleichzeitig als Puffer, um Stöße auf die Wirbelsäule abzufangen.

Unsere Wirbelsäule hat 23 Bandscheiben. Jedoch gibt es Menschen, die in der Lendenwirbelsäule 6 statt 5 Wirbelkörper haben, wovon der 6. Wirbelkörper in der Regel nicht vollständig vorhanden ist. Auch die Bandscheibe ist dabei meistens nicht vollständig ausgeprägt. Zwischen dem Schädel und dem ersten Halswirbel (Atlas), sowie  zwischen dem ersten und zweiten Halswirbel (Axis) sind keine Bandscheiben vorhanden.

Halswirbelsäule

Eine Bandscheibe besteht aus zwei Teilen, dem äußeren Faserring (Anulus fibrosus) und dem wasserreichen inneren Gallertkern (Nucleus pulposus).

Der äußere Faserring besteht aus Bindegewebsfasern und umschließt den Gallertkern (ähnlich erkalteter Gelatine) und hält ihn in der Bandscheibe. Die Bindegewebsfasern gehen eine Verbindung mit den Wirbelkörpern ein und fixieren so die Bandscheibe. Reißt nun dieser Faserring, so kann der Gallertkern ungehindert austreten. Diesen Prozess bezeichnet man als Bandscheibenvorfall ( Nucleus pulposus Prolaps).

Die Bandscheibe selbst hat keine externe Versorgung (Blutgefäße), sondern ernährt sich durch die kontinuierliche Wasserabgabe (tagsüber, während der Belastung der Wirbelsäule (im Stehen, Sitzen, Gehen)) und Wasseraufnahme (nachts, während die Wirbelsäule entlastet wird (in der Liegeposition)) Mit zunehmendem Alter wird dieser Wasseraustausch immer weniger, da der Gallertkern mit der Zeit verhärtet. Hier spricht man von einer Dehydration.

Eine lange Zeit ging man davon aus, dass die Bandscheibe selbst bei einem Bandscheibenvorfall nicht schmerzen kann, da keine Schmerzfasern in der Bandscheibe zu finden sind. Erst in jüngster Zeit hat man entdeckt, dass bei einer Schädigung der Bandscheibe sehr wohl Schmerzfasern in die Bandscheibe einwachsen und so Schmerzen melden können.

Weitere Informationen zu diesem Thema hier:

Forscher entdecken den intradiskalen Schmerz

 

Quellen: Pschyrembel; Lexikon Medizin und Gesundheit; Quellennachweis
Autor: diebandscheibe.de

 





Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 29. Januar 2010 um 01:19 Uhr