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Montag, den 09. Dezember 2002 um 00:00 Uhr

Das Projekt „Die Bandscheibe“

Was ist die Bandscheibe?

Zunächst einmal nichts weiter als eine knorpelige Verbindung zwischen den Wirbelkörpern. Innerhalb des komplizierten Systems der Wirbelsäule hat sie damit jedoch eine zentrale und sensible Funktion, welche uns erst bei deren Störung augenblicklich bewusst wird. Durch eine Vielzahl an Ursachen wie Überlastungen, einseitigen Belastungen, Fehlhaltungen und Fehlstellungen, aber auch psychischen und stoffwechselbedingten Problemen kommt es häufig zu schweren Erkrankungen. Von den unter dem Oberbegriff „Rückenleiden“ subsummierten Problemen ist ein großer Teil der Bevölkerung betroffen, Termini wie Volks- oder Wohlstandskrankheit werden bemüht. In der Tat sind die unverändert steigenden Krankenzahlen besorgniserregend.

Was kann man tun?

Eine konsequente und zielgruppengerechte Aufklärung und Information ist notwendig, um rückengerechtes Verhalten zu vermitteln und somit der Entstehung dieser Krankheiten vorzubeugen. Ist eine Schädigung eingetreten, sind die Krankheitsbilder noch vielfältiger als die Ursachen. Von Verspannungen im Nacken mit leichtem Kopfschmerz über latente Rückenschmerzen bis zu starken Lähmungserscheinungen in den Armen, Beinen und Füssen mit bleibenden Störungen der Blasen- und Mastdarmentleerung. In diesen Situationen ist eine sachkundige Diagnostik durch einen Hausarzt, Orthopäden, Neurologen oder auch Neurochirurgen von entscheidender Bedeutung für die weitere Behandlung. Zur Auswahl steht eine schier unübersichtliche Menge an Behandlungskonzepten. Allein die möglichen Operationsmethoden sind für den Laien schwer differenzierbar, so auch die unzähligen physiotherapeutischen und krankengymnastischen Modelle zur Therapie und Rehabilitation. Die Dauer einer solchen Behandlung kann wenige Wochen aber auch Monate und Jahre dauern, was für eine Vielzahl der Patienten mit dann eingeschränkter Arbeitsfähigkeit zu arbeits-, versicherungs- und versorgungsrechtlichen Problemen führt. Resultierend daraus sind Patienten mit Rückenerkrankungen auch erheblich von Budgetproblemen der Ärzte und Sparzwängen der Krankenkassen betroffen. Folgen daraus sind unzureichende Diagnosen auf Grund mangelnder Untersuchung, unvollständige Beratung, oftmals falsche, unangepasste oder unzweckmäßige Therapien. Fazit: Der Patient mit der Diagnose eines Rückenleidens ist auf sich gestellt, oftmals von der Fülle der Problemstellungen in hohem Maße überfordert!

Welche Ziele verfolgt das Projekt „Die Bandscheibe“?

„Die Bandscheibe“ versteht sich als ein Netzwerk von Betroffenen für Betroffene. Besonderer Wert wird dabei auf den offenen Charakter und die freie Diskussion gelegt. Um diesem Anliegen Rechnung zu tragen, ist das Portal offen für jedermann ohne Zugangsbeschränkung und Zensur und vor allem ohne kommerzielle Interessen. Es ist rein problemorientiert auf die Hilfe. Selbstverständlich ist das Portal auch offen für Ärzte und Therapeuten, die ebenso ihre Sichten und Erfahrungen darlegen und bei Bedarf Hilfestellungen anbieten. Das Netzwerk hat dabei insbesondere den Schwerpunkt, die oben ansatzweise beschriebenen Problemfelder der Anamnese, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten übergreifend und komplex aufzugreifen und zu diskutieren. Diese Verfahrensweise bietet den Vorteil, dass durch die – oftmals notwendige – Spezialisierung in der medizinischen Betreuung auftretenden Bruchstellen durch gegenseitigen Erfahrungsaustausch überbrückt werden. Im Klartext kann sich ein neuer „Bandi“, wie die Betroffenen sich scherzhafter Weise nennen, seine ärztliche Diagnose erläutern, über Therapiemöglichkeiten und dazugehörige Einrichtungen informieren lassen, Tipps für den Arbeitsalltag, den Umgang mit Krankenversicherung, Berufsgenossenschaft, Rentenversicherung etc., alternative Medikamentierungen und häusliche Behandlung oder richtige Ernährung einholen oder einfach seine Sorgen mitteilen. Das „Füreinander-Dasein“ ist ein weiterer, nicht minder wichtiger Schwerpunkt. Oftmals geht die beschriebene Ratlosigkeit bei Rückenleidenden noch mit starken Schmerzen, häufigen Rückschlägen und Depressionen einher. Jeder Betroffene kennt diese Phasen und versucht aus seinen Erfahrungen Hilfs- oder einfach nur Gesprächsangebote zu machen, die den Patienten wieder Halt und Zuversicht geben. Das sich daraus entwickelnde Gemeinschaftsgefühl erzeugt eine freundschaftliche Atmosphäre und lässt auch den Humor nicht zu kurz kommen, ein besonderer Vorteil eines solchen Netzwerkes Gleichgesinnter. Die Informationen dieses Netzwerkes sind von Laien für Laien und können und sollen in keinem Fall eine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.

Welche Möglichkeiten bietet das Projekt „Die Bandscheibe“?

Bereits auf der Homepage „Die Bandscheibe“ stehen dem Interessierten ein Fülle von Informationen zur Verfügung. So unter anderem ein Lexikon der wichtigsten Fachbegriffe, Darstellungen zur Anatomie und Neurologie, Presse-Informationen zu einschlägigen Themen, ein ausgezeichneter Leitfaden zur Wirbelsäule, in dem die meisten Erstinformationen für einen Patienten professionell zusammengefasst sind, bis hin zu erläuterten Bildern von MRT-Aufnahmen, die die Problemzonen der Wirbelsäule erkennen lassen. Herzstück des Projektes sind jedoch die interaktiven Angebote. Insbesondere das Bandscheiben - Forum ist ein für jedermann offenes Gesprächsportal, in welchem alle Fragen rund um die Krankheit –systematisch geordnet– diskutiert und erörtert werden. Dabei wird, wie bereits beschrieben, dem komplexen Ansatz der Probleme Rechnung getragen. Es finden sich Bereiche, die sich direkt mit der Krankheit auseinander setzen, Behandlungsmöglichkeiten für zu Hause, begleitende Krankheitsbilder, Themenkreise für Angehörige der Betroffenen, sowie Linksammlungen zu Kliniken, Ämtern und Behörden, Buchvorstellungen, technischen Hilfen und vieles andere mehr. Die einzelnen Bereiche werden jeweils moderiert, so dass eine schnelle und zielgerichtete Information gesichert ist. Zweiter interaktiver Schwerpunkt ist der Chat, ein beliebter Treffpunkt zum virtuellen Gespräch der Bandis über ihre Sorgen und Probleme, der schnellen Hilfe für Betroffene aber auch dem zwanglosen Plaudern oder Spaß miteinander.

Wer ist das Projekt „Die Bandscheibe“?

Ein derart lebendiges Forum hat natürlich auch Eltern. Heidi und Ralf Scholz aus Castrop-Rauxel, welche keine Mediziner, sondern wie Du Leidgeplagte sind, tragen als Webmaster die Hauptarbeit und Gesamtverantwortung. Gemeinsam mit einigen engagierten Mitstreitern wurde "das Kind" am 13.Oktober 2002 aus der Taufe gehoben und konzeptionell sowie inhaltlich ausgestaltet. Noch immer sind das Engagement und die Initiative ungebremst, die Webmaster werden von Betreuern und Moderatoren unterstützt, die im Neue Seite 1 Januar 2017 bereits Neue Seite 1 15591 Mitglieder, auch aus dem Ausland, betreuen. Wie hoch das Informationsbedürfnis tatsächlich ist, beweisen quantitativ die Neue Seite 1 397979 Beiträge zu Neue Seite 1 44639 Themen. Qualitativ sprechen vielfaches Lob und der Dank für erhaltene Hilfe von Betroffenen ihre eigene Sprache.

Sie finden das Projekt „Die Bandscheibe“ sinnvoll und gut?

Dann helfen und unterstützen sie uns! Wie? Ganz einfach. Wie bereits erwähnt werden wir unsere Ziele sowie die Mitglieder nicht unter einen kommerziellen Zwang stellen. Offenheit, Toleranz und Vielfalt sind uns sehr wichtig. Ohne Mitgliedsbeiträge und sonstige Einnahmen fehlen uns natürlich die Mittel für weitere Projekte und großzügige Werbestrategien. Das ist der Platz für ihre Unterstützung. Sie haben die Mittel oder das Publikum? Wir sind für ihre Hilfe oder die Veröffentlichung des Projektes „Die Bandscheibe“ dankbar. Unserem Anliegen entsprechend stehen wir bei Bedarf auch gern mit Beiträgen zu speziellen Themen oder Schwerpunkten zur Verfügung.

 

Spende

 

Eines ist Ihnen sicher:
Der Dank aller, deren Krankheit oder Beschwerden durch Ihre Hilfe gelindert werden konnte!



Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 12. Februar 2010 um 05:02 Uhr