Denervierung der Facettengelenke Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 03. Dezember 2009 um 00:00 Uhr


Denervierung der Facettengelenke

Unter Denervierung versteht man in der Medizin, das Trennen eines Körperteils
(hier die Facetten) von den Nerven.

Man unterscheidet:


  • chemisch, z.B. mit Botulinum – Toxin

  • durch Vereisung (Kryotherapie)

  • durch Hitze (Thermokoagulation)

  • chirurgisch durch Trennung der Schmerzfasern

 

Bei der Facettenarthrose wird, nach vorheriger erfolgreicher Blockade der Facetten mit Lokalanästhetikum und Cortison, meist eine Kryotherapie oder eine Thermokoagulation durchgeführt.

 

Kryotherapie:


Ziel der Kryotherapie ist es, die Weiterleitung des Gelenkkapselschmerzes zu unterbrechen, indem Schmerzfasern ausgeschaltet werden.

 

Mit einer Kryosonde wird Kälte an die peripheren Nerven der Gelenkkapseln geführt (-50°C an der Sondenspitze). Dabei wird nicht das Bindegewebe des Nervs, sondern nur die Myolinhülle des Nervs vereist und somit dauerhaft betäubt. Vereiste Nervenfasern regenerieren sich, wodurch die Wirkungsdauer auf ca. 6–18 Monate begrenzt ist. Bei Bedarf kann die Kryotherapie mehrfach angewendet werden.

 

In der Regel erfolgt die Kryotherapie an mehreren Stellen, weil meist diverse Wirbelgelenke betroffen sind.

Die Kryotherapie zeichnet sich durch gute Verträglichkeit aus, da keine weiteren Medikamente benötigt werden. Darüber hinaus ist die Behandlung äußerst komplikations- und schmerzarm. Bei optimalen Bedingungen kann eine Schmerzlinderung von bis zu 90% erreicht werden.

 

Thermokoagulation:


Ziel der Thermokoagulation ist wie bei der Kryotherapie, die Weiterleitung des Schmerzes zu unterbrechen und so zu einer Schmerzfreiheit oder zumindest Schmerzarmut zu kommen.

 

Nach einer örtlichen Betäubung wird an das zuvor ermittelte Facettengelenk eine nadelförmige Thermosonde herangeführt. Nun kann die Sondenspitze kontrolliert auf bis 80°C erhitzt werden. Es kommt dadurch zu einer lokalen Denervierung, es wird also eine anhaltende örtliche Betäubung erzielt.

 

Laut Literatur kann mit einer Schmerzfreiheit/armut von 6 – 18 Monaten gerechnet werden.

 

Die Thermokoagulation kann wiederholt werden.

 

Wie bei allen konservativen Verfahren setzt auch die Denervierung die Mitarbeit des Patienten voraus. Eine weitere tägliche Absolvierung des Muskelaufbau/ Rückenprogramms sind unabdingbar.

 

Quelle: Patienten-Informationen; Quellennachweis
Autor: joggeli; diebandscheibe.de

 

 

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 23. Januar 2010 um 12:37 Uhr