Bandscheiben-Forum

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> Dein Schmerzmanager bist Du selbst !, Hier gibt es Tipps zum umsetzen !
Hermine
  Geschrieben am: 02 Jul 2007, 16:45


sci vias - so gut es geht
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Hallo ihr Lieben,

das finde ich ja wohl mehr als gut und jeder Schmerzi sollte es sich zu Herzen nehmen :z

Code
So werden Sie zu Ihrem eigenen Schmerzmanager

Übernehmen Sie Verantwortung

Vertrauen in Ärzte und Therapeuten ist gut. Doch Sie selbst können viel zu Ihrem Schmerzmanagement beitragen, wenn Sie aktiv und zum Experten in eigener Sache zu werden.

Setzen Sie sich Ziele

Identifizieren Sie Ihre Sorgen und Probleme und setzen Sie sich Ziele, wie Sie diese nacheinander bearbeiten können

Beobachten Sie Ihre Fortschritte

Halten Sie fest, was Ihre Schmerzen lindert. So können Sie auch überprüfen, ob Sie Ihren Zielen näher kommen.

Werden Sie körperlich aktiv

Dabei geht es nicht um Höchstleistung, sondern um Regelmäßigkeit. Jede Art von Bewegung nutzt nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele, und trägt zur Schmerzkontrolle bei.

Lassen Sie sich anregen

So wie Bewegung den Körper fit hält, muss auch der Geist trainiert werden. Wenn Sie sich von Neuem inspirieren lassen, lenkt dies von den Schmerzen ab.

Finden Sie Ihre Balance

Eine gesunde Balance zwischen Aktivität, Hobbys, Familienleben, Entspannung und Ruhe ist wichtig. Wenn Sie zu stark belastet oder gelangweilt sind, kann der Schmerz die Oberhand gewinnen.

Suchen und akzeptieren Sie Unterstützung

Freunde und Angehörige können Sie ermutigen, Ihre Ziele zu verfolgen. Sie können Ihnen auch beistehen, wenn es Ihnen einmal schlechter geht.

Tun Sie, was Ihnen Spaß macht

Wenn Sie merken, dass eine bestimmte Aktivität Ihnen Spaß macht und gut tut, geben Sie ihr mehr Raum in Ihrem Leben.

Investieren Sie in Beziehungen

Kapseln Sie sich nicht ab. Der Kontakt zu anderen Menschen ist mindestens ebenso wichtig wie gesunde Ernährung und körperliche Aktivität. Auch die Mitarbeit in einer Selbsthilfegruppe hilft, die Isolation zu durchbrechen.

Wappnen Sie sich für Rückschläge

Rückschläge können immer wieder auftreten. Überlegen Sie darum in guten Tagen, wie Sie reagieren könnten, wenn es Ihnen einmal nicht so gut geht.

Belohnen Sie sich

Jedes Mal, wenn Sie Ihren Zielen einen Schritt näher gekommen sind oder erfolgreich eine bestimmte Strategie angewendet haben, sollten Sie sich eine kleine Belohnung gönnen. Dies verstärkt Ihre positive Entwicklung.


Quelle: Schmerzliga

LG Grüsse
PM
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Metallicat
Geschrieben am: 02 Jul 2007, 18:12


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Hallo Hermine! :;

Das ist wohl was dran! :kinn
Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber wenn ich mich mit Dingen beschäftige, die mir Spaß machen, kann ich die Schmerzen manchmal sogar vergessen.
Ich hatte vor kurzem einen richtigen "Mädelstag" und jede Menge Fun dabei. Abends konnte ich das erste Mal seit langem im meinem Schmerztagebuch bei 'Dauerschmerzen' nein ankreuzen! Das sind so die Momente wo ich denke, ich bilde mir den ganzen Scheiß nur ein und ich bräuchte eher einen Psychiater! :traurig2

LG Metallicat
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Hermine
Geschrieben am: 02 Jul 2007, 19:16


sci vias - so gut es geht
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Hallöli,

nein - einbilden würde ich mal ganz weit wegschieben ..... schau, das ist genauso wenn man z.B. Sorgen oder Kummer hat - durch gezielte Ablenkungsmannöver geraten diese dann auch für eine kurze oder auch längere Zeit (je nach dem wie man Abgelenkt oder anderwertig beschäftigt ist bzw. der Kopf mit anderen Sachen beschäftigt ist) in Vergessenheit - sobald dann wieder "Ruhe" einkehrt geht es meist wieder los und weil die Konzentration dann gleich wieder auf die Sorgen/Kummer bzw. Schmerzen zurückgehen ....

Ich habe diese "Regeln" eigentlich schon sehr, sehr lange bei mir an der Pinnwand hängen sodass ich sie immer und immer wieder sehe und ich halte mich auch daran so gut es geht und es klappt sogar sehr gut !

Kann es wirklich nur jedem empfehlen so ein Manament durchzuführen und auch beizubehalten .... und dann mal in sich reinhorchen oder hinterher mal darüber nachdenken was in der Zeit passiert ist.

LG

PM
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Metallicat
Geschrieben am: 02 Jul 2007, 19:41


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Hey!

Danke für's moralische Aufrichten!
Ich werde mir die "Regeln" auch ausdrucken und an die Pinnwand hängen, besser noch im Bad am Spiegel, um mich gleich morgens dran zu erinnern!

LG Metallicat
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Ralf
Geschrieben am: 03 Jul 2007, 12:32


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Hallo Hermine,

unterschreibe ich voll und ganz!

Liebe Grüße

Ralf :winke
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Hermine
Geschrieben am: 03 Jul 2007, 13:47


sci vias - so gut es geht
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:; ..... schön dass damit schon einige angesprochen werden konnten und auch das Thema schon Zuspruch gefunden hat - wie gesagt aus eigener jahrelanger Erfahrung kann ich wirklich nur raten sein eigener Schmerzmanager anhand dieser "Regeln" zu werden.

Ich finde es sehr, sehr wichtig und jeder Schmerzpatient sollte sich ernsthaft mal Gedanken darüber machen und aktiv werden und so sich selbst helfen (natürlich auch die eigene innere Einstellung zum weiteren Leben mit den Schmerzen und den Beschwerden und Symptomen die vielleicht nicht wirklich ganz weg zu bekommen sind durch Medis und Co ändern - Hilfestellungen gibt es hier wirklich genug und sollten unbedingt beachtet und auch begleitend durchgeführt werden :up - jeder hat die Chance selbst weiter so nach vorne zu kommen und zwar auch durch seine positive Einstellung !!

LG

@ Ralf : Danke dass ihr das Thema unter "Wichtig" abgelegt habt :streichel mir persönlich ist es wirklich sehr wichtig dass es viele, viele lesen und auch beherzigen sollten !
PM
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hoppelhase
Geschrieben am: 04 Jul 2007, 09:20


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Hallo hermine, finde dein Thema auch super.
Ablenkung, das hat schon meine Oma immer geraten.
Ich merke es ja selber auch bei mir. Wenn ich regelmäßig Sport mache, ich formulier lieber : mich bewege, Sport klingt immer so wild , dann gehts mir richtig einwandfrei. Wenn dann auch noch der Kopf mit dem Vorbereiten von Lesungen oder der Idee für ein neues Buch beschäftigt ist, dann läuft es bestens.

Dass das nicht bei jedem funktioniert, allein schon wegen der Schmerzintensität, das ist ja klar. Aber kleinere Probleme kann man da gut im Griff behalten.

Ab und an geht es aber einfach nicht, da ist man einfach nicht gut drauf, niedergeschlagen, beruflich oder privat gibts Ärger und Sorgen. Dann ziehts auch gleich mal an der OP-Stelle, das ISG spielt wieder verrückt und der große Zeh kribbelt.
Ich hab inzwischen gemerkt, dass es dann das Beste ist dazu zu stehen, auch mal laut zu sagen: "Mir gehts nicht gut. - Ich hab es satt" Am besten natürlich zu einem Ansprechpartner, notfalls auch zu sich selber.

Gruß Ines
PM
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Metallicat
Geschrieben am: 04 Jul 2007, 10:47


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Hallo Ihr Lieben!
Das mit dem 'dazu stehen' ist doch gut - was bleibt einem auch anderes übrig! Und einem selbst zu sagen "mir gehts nicht gut" - auch ok. Aber die Sache mit dem Ansprechpartner ist da schon wesentlich schwieriger! Nicht, das meine Familie oder Freunde kein offenes Ohr für mich haben. Das wollte ich damit nicht sagen (kein Mitleid an falscher Stelle) - bloß nicht, das wäre ungerecht! Aber mal ganz ehrlich: Verständnis kann uns doch letztendlich nur derjenige entgegenbringen, der sowas schon am eigenen Leibe erfahren hat! (darum sind wir hier)
Ich merke das oft in meinem Umfeld, wenn denn mal wieder der Spruch kommt: "warum läßt Du Dich nicht endlich operiern? Wie lange soll das denn noch so gehen!" Niemand setzt sich als Außenstehender so mit der Materie auseinander wie wir es tun und sind m. E. deshalb nicht kompetent genug ein vernünftiges Urteil zu fällen. Schon gar nicht, worauf wir hören könnten oder sollten.
Entschuldigt, dies sind die Gedanken einer im Moment wirklich schmerzgeplagten frisch Nerveninfiltrierten. :traurig2 Krieg ich jetzt mildernde Umstände? Danke, das Ihr mir Beachtung schenkt (heul)!

LG Metallicat
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Hermine
Geschrieben am: 04 Jul 2007, 16:19


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Hallo Ihr lieben,

ich meine dass es jedem trotz allem auch mal zusteht sich hängen zu lassen und auch mal nicht stark zu sein - das gehört natürlich genauso dazu wie alles andere auch - nur dsa hängenlassen und auch mal jammern darf nicht zum Dauerzustand werden und da kommt man manchmal schneller hin als einem lieb ist.

Also - immer das richtige Maß behalten :z

Auch sollte man sich ruhig mal zurückziehen wenn es einem nicht so gut geht - sich eien Auszeit nehmen von allem ....ich sage immer gerne ...... einfach mal richtig vor sich hinleiden (tut manchmal auch gut) - aber auch hier heisst es ..... auch schnell wieder daraus kommen und sich an sein Schmermanagment halten - auch wenn es mal schwer fällt - Schwächen zu lassen gehören auch dazu ..... aber immer im Rahmen :z

Naja und Schmerzen, Psyche und Beschwerden unter einen Hut kriegen - oft nicht einfach - hier sollte man auch Hilfe annehmen wenn es alleine nicht mehr geht.

Ich weiss selbst wie schlimm es ist wenn die Psyche nicht mehr mitspielt und der ganze Körper fängt bei Ärger und Stress an sich zu wehren - er schickt seine Warnsignale und auf die sollte man achten ...... hier gehört allerdings auch zu dass man sich selbst sehr kritisch beobachtet und in sich hineinhört warum es jetzt "so dolle Schmerzt" ....... sind es die organischen Beschwerden oder spielt die Seele mir einen Streich weil ich mich z.B. so geärgert habe oder enttäuscht wurde oder einfach mit mir selber nicht wirklich zufrieden bin. :kinn (ich mache das oft so und meist stellt sich heraus dass meine Psyche Druck macht)

Liebe Grüsse
PM
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kreuzweise
Geschrieben am: 04 Jul 2007, 22:21


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Hallo Hermine,
finde auch gut, dass Du die Liste eingestellt hast. Kann wirklich eine gute Orientierung sein. Hoffe das sie noch mehr lesen. Einiges davon versuche ich schon umzusetzen. Doch so ein kompakter Katalog ist was ganz anderes. Besonders finde ich die Vordenken wichtig, also was werde ich tun, wenn es mir mal nicht so gut geht. :r
Viele Grüsse von kreuzweise.
PM
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