Newsletter vom 23.01.2006, 06:24:53

Betreff:

Newsletter Januar

Warum Bandscheiben degenerieren

14.11.2003 - (idw) Universität Ulm

Warum Bandscheiben degenerieren
EURODISC - ein Forschungsverbund zur Bandscheibendegeneration

Rückenschmerzen gehören weltweit zu den kostspieligsten Krankheiten in der arbeitenden Bevölkerung. Häufig stehen sie in Zusammenhang mit Problemen, die auf degenerierte Bandscheiben zurückzuführen sind. Warum Bandscheiben degenerieren, ob es dazu eine erbliche Veranlagung gibt und welche Rolle dabei die körperliche Belastung und Beanspruchung spielt, ist noch weitgehend unbekannt.

Seit Januar 2003 ist das Institut für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik (Leiter Prof. Dr. Lutz Claes) der Universität Ulm Mitglied in eines europäischen Forschungsverbunds, der sich mit dem Thema Bandscheibendegeneration befaßt ("Intervertebral disc degeneration: interplay of ageing, environmental and genetic factors - EURODISC"). Das Projekt untersucht die Bandscheibendegeneration im Zusammenhang mit dem Einfluß mechanischer Belastung, Alterung, genetischer Faktoren und Umgebungseinflüssen. Der Verbund setzt sich interdisziplinär aus zwei britischen Forschergruppen (Universität Oxford), einer griechischen (Athen), einer finnischen (Helsinki), einer niederländischen (Eindhoven) einer israelischen (Technion, Haifa) sowie der deutschen Gruppe an der Universität Ulm zusammen. Die Europäische Union fördert das Projekt mit 2,4 Mio. Euro über einen Zeitraum von drei Jahren. Der Beitrag der Ulmer Gruppe, die von Dr. Cornelia Neidlinger-Wilke koordiniert wird, besteht in der Untersuchung mechanischer Einflüsse auf die Differenzierung von Bandscheibenzellen.

Den gesamten Text könnt Ihr hier nachlesen: http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/25538/
Weitere Infos in englischer Sprache hier: http://www.physiol.ox.ac.uk/EURODISC/

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Elastischer Bandscheiben-Dübel erfolgreich eingesetzt

Zwei junge Patientinnen erhalten im Universitätsklinikum Göttingen erstmals dynamische Bandscheibendübel mit elastischem Silikonkern.

(ukg) Zwei Patientinnen haben im Rahmen einer Studie im Universitätsklinikum Göttingen neuartige künstliche Bandscheiben erhalten. Mit den „dynamischen Bandscheibendübeln“ wurden bei den jungen Frauen frühe Bandscheibenschäden in der unteren Lendenwirbelsäule behandelt. Weitere Operationen im Rahmen der klinischen Studie sind geplant. Die Operationen führte Dr. Thorsten Ernstberger aus der Abteilung Orthopädie (Direktor: Prof. Dr. Wolfgang Schultz) am Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen durch. Dr. Ernstberger kooperiert in der Studie mit Prof. Dr. Wolf Arnold, Chefarzt am Zentrum für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie im Zentralklinikum Suhl. „Beide Patientinnen konnten schon ein beziehungsweise zwei Tage nach der Operation wieder umhergehen“, sagt Ernstberger. Wenige Tage zuvor hatten Dr. Ernstberger und Prof. Arnold den Bandscheibendübel zum ersten Mal einer Patientin in Suhl eingesetzt. Alle Patientinnen haben die Krankenhäuser bereits wieder verlassen. Die erste Nachuntersuchung im Göttinger Universitätsklinikum ist für Januar 2006 geplant.

Die 41-jährige Patientin Angelika Standke hatte drei Jahre lang unter Rückenschmerzen gelitten: „Am Ende lag ich wie eine Schildkröte auf dem Rücken. Am Tag nach der Operation habe ich mir gedacht: ‚Ich spüre nur die Narbe. Warum merke ich hinten nichts?’“, so Standke. Auch die 21-jährige Nadine Lösch hatte über viele Jahre Bandscheibenprobleme. „Bei mir wurde schon mit etwa zehn Jahren ein Wirbelgleiten festgestellt. Im letzten Jahr hatte ich dann durchgehend Rückenschmerzen“, sagt sie.

Zufällig hatte sie dann von dem neuen Bandscheibendübel gehört und Dr. Ernstberger angerufen. „Zurzeit habe ich nur Schmerzen, wenn ich lachen muss: wegen der Narbe.“

Mit seinem elastischen Kern aus Silikon erhält der neuartige Bandscheibendübel teilweise die Beweglichkeit und die Federfunktion der Wirbelsäule. Der raue Metall-Mantel verankert die künstliche Bandscheibe fest in den benachbarten Wirbelkörpern. Die Silikonscheibe im Bandscheibendübel soll die Federfunktion einer Zwischenwirbelscheibe teilweise ersetzen.

„Üblicherweise werden Bandscheibenschäden in der unteren Lendenwirbelsäule behandelt, indem der geschädigte Bereich komplett versteift wird. Die benachbarten Wirbelkörper nutzen sich dann aber stärker ab, und die Schmerzen können erneut auftreten.

Der neue, elastische Bandscheiben-Spacer könnte eine echte Alternative zu bisherigen Verfahren werden“, sagt Dr. Ernstberger. „Mir war wichtig, dass meine Wirbelsäule eine gewisse Mobilität behält. Eine Vollversteifung wollte ich nicht“, sagt die Patientin Nadine Ösch, die sich wenige Tage nach der Operation „fast wieder normal bewegen“ konnte.

Eine Vollmetall-Version des neuen Bandscheiben-Dübels wurde bereits 1997 von Prof. Arnold zusammen mit der Firma ESKA-Implants GmbH & Co, Lübeck, entwickelt. Später ergänzten die Partner den zunächst massiven Metallbolzen durch eine Scheibe aus elastischem Silikon. Die Tauglichkeit des Dübels wurde in biomechanischen Labortests bestätigt. Im Rahmen der klinischen Studie sollen über zwei Jahre etwa 30 Patienten behandelt werden, bevor eine abschließende Beurteilung des Verfahrens möglich ist.

Bandscheiben bestehen aus Bindegewebs-Scheiben mit weichem Kern. Zwischen den Wirbelkörpern der Wirbelsäule positioniert, puffern sie Stöße ab und ermöglichen die Beweglichkeit des Rückens. Ist der äußere Bindegewebsring einer Bandscheibe geschwächt, kann sich der weiche Kern verschieben und Nerven einklemmen. Starke Rückenschmerzen können die Folge sein.

Bandscheibenvorfälle entstehen häufig bei Fehl- oder Überbelastung der Wirbelsäule. Durch den Bandscheibenvorfall nähern sich die Wirbelkörper einander an, und die Wirbelsäule verliert im betroffenen Bereich ihre Festigkeit.

Informationen für Patienten sind unter der Telefonnummer 0551/39-69 04 zu erhalten.

Weitere Informationen:
Bereich Humanmedizin – Universität Göttingen
Abteilung Orthopädie
Dr. Thorsten Ernstberger
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen
Tel.: 0551/39-26 56, -69 04
E-Mail: ternstberger@med.uni-goettingen.de

Bereich Humanmedizin - Georg-August-Universität Göttingen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – Stefan Weller
Robert-Koch-Str. 42 - 37075 Göttingen
Tel.: 0551/39 – 99 59 - Fax: 0551/39 – 99 57
E-Mail: presse.medizin@med.uni-goettingen.de

Auch können bei uns auf der Homepage weitere Infos dazu abgerufen werden:
http://www.diebandscheibe.de/bandscheibenduebel.php

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Qualitätssiegel für Sport-Angebote

Wer mit Bewegung etwas für seine Gesundheit tun will, hat die Qual der Wahl. Der Deutsche Sportbund will in Kooperation mit der Bundesärztekammer eine Entscheidungshilfe für die Angebote von Vereinen geben: Das Siegel "Sport Pro Gesundheit" soll durch verbindliche Qualitätskriterien speziell Neu- und Wiedereinsteigern den Weg zu gesundheitsfördernden Angeboten weisen.

Inzwischen haben viele Krankenkassen das Siegel als Maßnahme zur Prävention anerkannt. Mitglieder können sich Kurskosten zum Teil erstatten lassen.
Infos unter: www.sportgesundheit.de

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Nach Erkältung Zahnbürste wechseln

Zahnbürsten entwickeln sich mit der Zeit zu einem wahren Sammelbecken für Bakterien. Damit die Mundhygiene nicht zur Gesundheitsgefahr wird, sollten die Bürsten alle drei Monate gewechselt werden.

"Aber auch nach starken Erkältungen, einer schweren Infektion oder einer Angina ist eine neue Zahnbürste ratsam", sagt Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass die Borsten immer eine gerade Form haben und sich nicht dauerhaft durchbiegen.

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Magnesium fördert Knochendichte

Regelmäßiger Konsum von Magnesium wirkt sich vor allem bei Senioren positiv auf die Knochendichte aus. Mit einer zusätzlichen Einnahme von 100 Milligramm des Minerals nimmt die Knochendichte laut einer US-Studie um ein Prozent zu. Dies scheine zwar wenig, habe jedoch bezogen auf eine Gesamtbevölkerung großen Einfluss, schreiben Experten im "Journal of the American Geriatrics Society".

In den USA liegt die empfohlene tägliche Magnesium-Dosis für ältere Frauen bei 320 Milligramm, für ältere Männer bei 420 Milligramm.

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Kindergesundheit: Künftig aus Steuermitteln bezahlen?

Berlin (ddp). Gesundheitsexperten der Koalition plädieren dafür, dass die Kindermitversicherung künftig aus Steuermitteln finanziert wird. Der SPD-Politiker Karl Lauterbach forderte am Wochenende zudem eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze, um den Wechsel in private Krankenkassen zu erschweren.

Der frühere Gesundheits- und heutige Verbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) verlangte ferner ein Einfrieren der Arbeitgeberbeiträge. Für die kostenlose Mitversicherung von Kindern werden Schätzungen zufolge rund 15 Milliarden Euro veranschlagt. Lauterbach schlug vor, die notwendigen Mittel sollten unter anderem durch die Weiterführung der Tabaksteuer und
die Streichung von Steuervergünstigungen für Unternehmen finanziert werden. Seehofer sagte, die haushaltsfinanzierte Kinderleistung würde zu einer Beitragssenkung um 1,5 Beitragspunkte führen. «Das wäre die beste Botschaft für den Sozialstaat und für den Arbeitsmarkt seit langem», fügte der CSU-Vizechef hinzu. Lauterbach will außerdem den Wechsel von Gutverdienern in die private Krankenversicherung erschweren. Deshalb müsse die Beitragsbemessungsgrenze von 3562 Euro pro Monat auf 5250 Euro angehoben werden. Auch müssten Beamte und Selbstständige zur Finanzierung des Gesundheitssystems herangezogen werden.

Dies entspricht dem Konzept der Bürgerversicherung, das die SPD vertritt. Seehofer sieht auf der Ausgabenseite im Arzneimittelbereich Handlungsbedarf. Die Kostenentwicklung der jüngsten Zeit belege, «dass wir bei den Arzneikosten fast so etwas wie einen Selbstbedienungsladen haben». Da gehöre dringend mehr Wettbewerb hinein.

Seehofer forderte eine Festschreibung der Arbeitgeberbeiträge, «um die Arbeit nicht weiter zu verteuern». Auch müssten Versicherte die Krankenkasse leichter wechseln können. Union und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag lediglich darauf verständigt, im Jahr 2006 eine gemeinsame Lösung für die unterschiedlichen Reformkonzepte zu finden. Die SPD tritt für eine Bürgerversicherung ein, die Union hingegen für eine Gesundheitsprämie.

Lauterbach sieht die Koalition unter einem gewissen Zeitdruck. «Die große Koalition muss die Reform bis Ende 2006 beschlossen haben, sonst fährt das System an die Wand, die Beiträge müssten deutlich erhöht werden», betonte der SPD-Gesundheitsexperte.

2006 seien «von einzelnen Ausnahmen abgesehen» keine Beitragserhöhungen notwendig. Aus Sicht von Seehofer ist bei der nächsten Reform eine weitere Belastung der Patienten «nicht denkbar». «Die wurden bei der letzten Reform spürbar zur Kasse gebeten», betonte der CSU-Vize. Jetzt müssten die Strukturen so verändert werden, dass die Finanzmittel «von den Akteuren im Gesundheitswesen wirtschaftlich erbracht werden».

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BKK-Verband: Sparanreize für Patienten schaffen

Berlin (ddp). Durch Anreize für Patienten zur Einnahme von preiswerten, aber wirkungsgleichen Medikamenten lässt sich nach Ansicht der Krankenkassen weit mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr sparen. Wie die «Berliner Zeitung» (07.01.2006) vorab berichtete, sieht ein Konzept des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen vor, dass Patienten für Arzneimittel, die deutlich unter dem Preis liegen, den die Krankenkassen höchstens erstatten, in Zukunft keine Zuzahlungen mehr leisten sollen.

«Bei Umsetzung des Vorschlages können Krankenkassen und Patienten jährlich um rund 1,4 Milliarden Euro bei gleichbleibender Versorgungsqualität entlastet werden», sagte BKK-Verbandschef Wolfgang Schmeinck dem Blatt. Wie die Zeitung weiter berichtete, sparen die Patienten nach den Berechnungen der Betriebskrankenkassen durch den Wegfall der Zuzahlungen für viele Medikamente etwa 600 Millionen Euro im Jahr. Die Krankenkassen würden zugleich wegen der geringeren Erstattungsbeträge um rund 800 Millionen Euro entlastet. Auch die Ärzte profitierten von der neuen Regelung, da sie bei der Verschreibung preiswerterer Mittel ihre Budgets besser einhalten und somit keine Regressansprüche fürchten müssten.

Außerdem stärke die Maßnahme kleinere Pharmaunternehmen, die besonders viele preiswerte Präparate im Angebot haben. Bereits heute gebe es viele Medikamente, die erheblich unter den Erstattungsgrenzen der Krankenkassen liegen - den so genannten Festbeträgen, schrieb das Blatt. «Verordnet werden solche günstigen Produkte allerdings noch viel zu selten», zitierte die Zeitung aus dem Papier der Betriebskrankenkassen. Die Experten führten das unter anderem auf die umfassenden Marketingmaßnahmen der großen Arzneimittelhersteller zurück.

Schmeinck unterstrich die Notwendigkeit, den rasanten Kostenanstieg bei Medikamenten zu stoppen. «Die Krankenkassen brauchen dringend Entlastungen bei den Arzneimittelausgaben, sonst ist die Beitragssatzstabilität in Gefahr», sagte er. Im vergangenen Jahr mussten die Krankenkassen der Zeitung zufolge 24,6 Milliarden Euro für Medikamente aufwenden. Das sind 17,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Zecken: Zahl der Infektionen auf Rekordwert

München (ddp). Die Zahl der Zeckeninfektionen in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen Rekordwert erreicht. Wie das Nachrichtenmagazin «Focus» am Sonntag den 08.01.2006 vorab berichtet, registrierte das Robert-Koch-Institut in Berlin bis Weihnachten 417 Fälle von Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME).

Im gesamten Jahr 2004 seien es 274 gewesen, zuvor sei die Zahl der Infektionen nie über 300 im Jahr gestiegen. Wenig verändert hätten sich hingegen die Risikogebiete, die vor allem in Bayern und in Baden-Württemberg liegen. «Die Gefahr steigt, weil es Zecken - bedingt durch die globale Erwärmung - bei uns immer besser geht», sagte Zeckenexperte Jochen Süss dem Magazin.

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Gesundheitsreform: Kritik von privaten Versicherern

Berlin (ddp). Die privaten Krankenversicherer befürchten durch die bisher diskutierten Ansätze für die Gesundheitsreform eine Verschlechterung der medizinischen Versorgung.

«Sowohl die Bürgerversicherung als auch die Bürgerprämie oder Mischformen von beiden werden zu einer Verschlechterung des medizinischen Versorgungsniveaus in Deutschland führen», sagte der Direktor des Verbandes der privaten Krankenversicherung (PKV), Volker Leienbach, der «Berliner Zeitung» (09.01.2006). Er betonte: «Dann ist der Zwei-Klassen-Medizin tatsächlich Tür und Tor geöffnet.» Nach Aussage von Leienbach könnte die Abkehr vom bisherigen Finanzierungssystem zu einer Schädigung oder letztlich sogar zum Verschwinden der privaten Krankenversicherung führen, die heute das gesetzliche System mit jährlich fast zehn Milliarden Euro subventioniere.

«Das wird vor allem die große Masse der heutigen Kassenpatienten treffen», sagte er. Für die, die auf die Solidarität anderer angewiesen seien, sei es besser, «dass es einen kanalisierten Ausgleich gibt, wie er heute zwischen Kassen- und Privatsystem stattfindet».

Rund 90 Prozent der Bevölkerung sind heute über das gesetzliche System, die anderen privat abgesichert.

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Rückenschmerzen? Bewegung hilft!

Aachen (ddp). Wer sich wenig bewegt, leidet schnell unter Rückenschmerzen. «Generell kann man sagen, dass viele Menschen den Tag über zu wenig Positionswechsel vornehmen», sagt Christoph Eichhorn, Leiter des Qualitätszirkels Rückenschmerz und Orthopäde aus Aachen.

Eine Möglichkeit, den quälenden Schmerz zu bekämpfen, ist Sport. Generell sei jede Art von Bewegung geeignet, etwas gegen die Verspannung im Rücken zu tun. «Wichtig ist aber, dass die Dehnung vor Beginn der Übungen nicht zu kurz kommt», sagt Eichhorn.

Er empfiehlt ein regelmäßiges Krafttraining im Fitness-Studio. Bereits ein Training pro Woche würde Wirkung zeigen. «Wer ungeübt ist, sollte sich aber unbedingt vom Personal anleiten lassen», betont der Orthopäde.

Allen, die sich lieber in der Gruppe sportlich betätigen möchten, empfiehlt der Fachmann Rehabilitationssport, der mittlerweile von vielen Fitness-Studios und Reha-Centern angeboten wird. «Bei dem Angebot steht für die Gruppe ein wechselndes Programm an. Dazu gehört Nordic-Walking, Geräteturnen oder Wassergymnastik», erzählt der Arzt. Oft werde diese Art der Betätigung sogar von der Krankenkasse unterstützt.

Wer sich hingegen lieber bei Tennis oder Squash bewegen will, und lange sportlich abstinent war, sollte sich vor dem ersten Training untersuchen lassen. «Wenn es keine Vorschädigungen gibt, sind die Sportarten ohne Einschränkungen zu empfehlen. Wer aber beispielsweise unter Bandscheiben-Problemen leidet, sollte diese Ballsportarten nur in Absprache mit dem Arzt ausüben», rät Eichhorn.

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Cannabis: Neue Waffe im Kampf gegen Osteoporose

Bonn (ddp). Mediziner der Universität Bonn haben gemeinsam mit Kollegen aus Israel, den USA und Großbritannien einen bisher unbekannten Regulationsmechanismus für das Knochenwachstum entdeckt. Demnach sind die knochenbildenden Zellen mit einem besonderen Rezeptor ausgestattet, der auf spezielle Signalmoleküle reagiert und über den die Knochenbildung gesteuert wird.

Die Entdeckung könnte neue Wege zur Behandlung von Osteoporose eröffnen, bei der es zu einem unkontrollierten Abbau von Knochensubstanz kommt. Das teilt die Universität Bonn mit. Bei dem Rezeptor handelt es sich um einen so genannten Cannabinoidrezeptor, von denen heute zwei Typen bekannt sind: Der eine Typ wird von den Nervenzellen gebildet und ist beispielsweise für die psychische Wirkung von Cannabis verantwortlich. Der zweite kommt hingegen nicht in Nervenzellen vor.

Seine Funktion war bisher unbekannt. Die Wissenschaftler um den Bonner Hirnforscher Andreas Zimmer veränderten nun Mäuse gentechnisch so, dass dieser Rezeptor nicht mehr funktionierte. Die Tiere verloren daraufhin nach und nach die stabilisierenden Knochenbälkchen. Zudem war die Zahl der so genannten Osteoklasten drastisch erhöht. Diese Zellen können Knochengewebe abbauen. Sowohl die Osteoklasten als auch ihre Gegenspieler, die knochenbildenden Osteoblasten, tragen auf ihrer Oberfläche Cannabinoidrezeptoren, fanden die Forscher heraus. Die Rezeptoren reagieren auf bestimmte Signalmoleküle, über die das Knochenwachstum gesteuert wird. Mit diesem Wirkmechanismus könnte künftig einmal Osteoporose behandelt werden, konnten die Forscher in weiteren Tests mit Mäusen zeigen, die an Knochenschwund litten. Als die Forscher die Tiere mit einem Wirkstoff behandelten, der sich an die Rezeptoren band, verlangsamte sich der Abbau von Knochenmasse.

Auch beim Menschen spielen die Cannabinoidrezeptoren eine Rolle: Frauen mit einer bestimmten Variante des für die Funktion des Rezeptors verantwortlichen Gens haben ein um etwa das dreifache erhöhtes Risiko für Osteoporose, zeigten Gentests an rund 400 Frauen aus Frankreich. Bei Frauen mit dieser Genvariante könnte die Krankheit daher künftig schneller und zuverlässiger diagnostiziert werden. Auch könnte der Rezeptor bei Frauen mit Osteoporose gezielt stimuliert werden, um damit den Knochenverlust zu bremsen.
Netdoktor 2006

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Verbraucherrecht: Sonderkündigung bei Beitragserhöhung

Halle (ddp). Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt verweist auf das Sonderkündigungsrecht bei Beitragssatzerhöhungen. Die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen seien zum Jahreswechsel nicht stabil geblieben. Auch Versicherte in Sachsen-Anhalt seien betroffen. Die Verbraucherzentrale geht von mindestens vier Betriebskrankenkassen aus, die ihre Beiträge erhöht haben, teilten die Verbraucherschützer am 17.01.2005 mit.

Bei Beitragserhöhungen könnten Versicherte von ihrem Recht auf Sonderkündigung Gebrauch machen und in eine günstigere Kasse wechseln. Das gelte auch dann, wenn sie erst kürzlich Mitglied in dieser Kasse geworden sind. Die 18-monatige Mindestbindung gelte bei Beitragserhöhungen nicht. Die Kündigung müsse bis zum Ende des auf die Erhöhung folgenden Kalendermonats vorliegen.

Hat die Kasse den Beitragssatz zum 1. Januar erhöht, müsse die Kündigung bis spätestens 28. Februar 2006 bei der Kasse eingehen. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende. Die gekündigte Kasse sei verpflichtet, dem Betroffenen innerhalb von 14 Tagen nach Eingang der Kündigung eine Bestätigung zur Vorlage bei der neuen Kasse zukommen zu lassen.

Bei einem Wechsel sollte jedoch nicht nur die Beitragshöhe zum Maßstab gemacht werden, riet die Verbraucherzentrale. In einigen Punkten böten auch die gesetzlichen Kassen unterschiedliche Leistungen an.

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Gesundheitswesen: Arbeitgeber fordern Prämienmodell

Berlin (ddp). Die Arbeitgeber fordern für die Reform des Gesundheitswesens die Umstellung auf ein Prämienmodell. «Ein beschäftigungsfreundliches Gesundheitssystem setzt zwingend die Abkopplung der Krankheitskosten vom Arbeitsverhältnis voraus», sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt, am 12.01.2006 in Berlin. Zugleich müsse ernst damit gemacht werden, die Sozialbeiträge wieder unter die 40-Prozent-Marke zu senken.

Das BDA-Modell entlastet vor allem Arbeitnehmer und belastet Rentner stärker mit Kosten für die Gesundheit. Das BDA-Modell sieht für jeden Erwachsenen eine Prämie von durchschnittlich 180 Euro im Monat vor, Kinder bleiben beitragsfrei. Der Arbeitgeberanteil wird an den Arbeitnehmer ausgezahlt. Zugleich sollen nicht mehr als 12,5 Prozent des Gehaltes für den Beitrag aufgewendet werden, so dass bei Alleinverdienern für Einkommen unter 1440 Euro ein Sozialausgleich über Steuern stattfinden soll.

Über die Höhe der Prämie kann jede Kasse frei entscheiden. Die Kassen haben zudem die Freiheit, mit Ärzten oder Krankenhäusern eigene Verträge abzuschießen. Der Arzneimittelvertrieb soll liberalisiert und Apothekenketten sollen erlaubt werden.

Für die Patienten soll die Obergrenze für die Eigenbeteiligung von zwei auf drei Prozent des Bruttoeinkommens angehoben werden, auch soll je Arztbesuch eine Praxisgebühr von fünf statt derzeit zehn Euro fällig werden.

Der Krankengeldbezug soll von 78 Wochen auf maximal 52 Wochen begrenzt werden, versicherungsfremde Leistungen wollen die Arbeitgeber aus der Beitragsfinanzierung herausnehmen.

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Gemeinsam lachen: Paartherapie mit Augenzwinkern

Hamburg (ddp). Überhöhte Ansprüche, falsche Kommunikation und fehlender Humor sind oft Dinge, die in einer Paarbeziehung oftmals zu schweren Streitigkeiten. Oft seien die Betroffenen so in ihre Schwierigkeiten verstrickt, dass ihnen nicht nur sprichwörtlich das Lachen im Hals stecken bleibe.

Gerade der Humor helfe aber oftmals über Partnerschafts-Klippen hinweg. «Wenn man gemeinsam eine Situation oder ein Problem auf die Schippe nimmt, sind die Chancen gut, dass man wieder ins Gespräch miteinander kommt», sagt der Experte. Und mangelnde Kommunikation sei oft die Hauptursache für Partnerschaftsprobleme. Hilfreich sei es auch, in alten Erinnerungen zu schwelgen.

Denn gerade die Anfangsphase einer Beziehung sei meistens von viel Humor gekennzeichnet. Gemeinsames Lachen schweiße zusammen, zähle zu den wichtigen Übereinstimmungen und sei generell mit positiven Gefühlen für den anderen verbunden. Die wieder zu reaktivieren sei ein wichtiges Element einer erfolgreichen privaten Paartherapie.

Wenn die jedoch recht schnell an ihre Grenzen stößt, empfiehlt es sich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. «Hierbei geht es auch in erster Linie darum, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen», sagt der Hamburger Psychologe Tom Diesbrock.

Das Hauptproblem in vielen Beziehungen: «Man hört sich nicht mehr zu.» Beim therapeutischen Zwiegespräch hingegen räume jeder dem anderen feste Redezeiten ein. «Oft sind es ganz einfache Dinge, die Partner aneinander stören. Nur ausgesprochen haben sie es vorher nie», so die Erfahrung des Coaches. Umso größer sei meistens die Erleichterung auf beiden Seiten, wenn Sachen einmal angesprochen werden.

Wie lange man die Leistungen eines Coaches in Anspruch nehme, sei individuell verschieden. «Bei einigen ist der Erfolg nach wenigen Sitzungen sichtbar, andere brauchen Wochen oder Monate», erklärt Friedrich Schwiderski.

Nicht immer münde die Paartherapie jedoch in einer glücklicheren Beziehung. Für einige heiße die Lösung ihrer Probleme auch schlicht: Trennung. «Einige Paare machen sich gegenseitig das Leben zur Hölle. Wenn es dann nur noch ums Durchhalten geht, macht eine Beziehung keinen Sinn mehr», sagt Schwiderski. Dann werde aus der Paartherapie nahtlos eine Trennungsberatung, bei der es darum gehe, die Beziehung möglichst gut und ohne Scherbenhaufen zu Ende zu bringen. Seine positive Bilanz: «Rund 70 Prozent aller Betroffenen bleiben nach einer Paartherapie zusammen». Männer und Frauen, die wieder gemeinsame leben und lachen können.

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Zusatzstoffe in Tabakerzeugnissen

Wer einmal wissen will, welche Zusatzstoffe in seiner Zigarettenmarke sind, wird beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz fündig:
http://www.verbraucherministerium.de/index-0006B4416C301284A4626521C0A8D816.html

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ICD Diagnoseauskunft

Das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebene Diagnose-Schlüsselverzeichnis ICD-10 wird weltweit zur Klassifikation von medizinischen Diagnosen eingesetzt. Mit diesem einheitlichen Standard soll die weltweite Forschung und die Erstellung von ländervergleichenden Statistiken auf dem Gebiet der Krankheiten erleichtert werden. ICD-10-Schlüssel befinden sich auch auf den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von Ärzten oder Zahnärzten. Dadurch wissen Sie selbst als Versicherter nur noch selten, was genau der Arzt bescheinigt hat. Der ICD-Schlüssel besteht nur aus aneinander gereihten Zahlen und Buchstaben, z. B. steht „S86.0” für eine Verletzung der Achillessehne. Der Klartext für den Grund Ihrer Erkrankung ist für den Laien nicht mehr ersichtlich.

Aber Sie möchten wissen, was dieser Code bedeutet? Das ist mit Hilfe der ICD-Diagnoseauskunft der AOK kein Problem mehr.
http://www.aok.de/bund/tools/medicity/icd_suche.php

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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat Januar
alles Gute, Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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