Newsletter vom 24.02.2006, 07:18:59

Betreff:

Newsletter Februar

Deutschlandweit gibt es 341 Medizinische Versorgungszentren

Berlin, 27. Januar 2006 – Medizinische Versorgungszentren (MVZs) sind in Deutschland auf dem Vormarsch. Dies belegen neueste Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Im vierten Quartal 2005 stieg die Zahl der MVZs auf 341 im gesamten Bundesgebiet. Ein Quartal zuvor waren es 270. Das bedeutet einen Zuwachs um 26,3 Prozent innerhalb von drei Monaten. Die Zahl der in MVZs tätigen Ärzte erhöhte sich von 971 auf 1295. Davon sind gut die Hälfte, nämlich 667, als Angestellte beschäftigt. Auch die Größe der Zentren nimmt zu: Waren im dritten Quartal 2005 im Durchschnitt drei Ärzte an einem MVZ tätig, sind es mittlerweile vier. Hausärzte, Internisten und diagnostisch tätige Radiologen sind nach wie vor die am stärksten vertretenen Facharztgruppen. Die wichtigsten Träger von MVZs sind Vertragsärzte und Krankenhäuser. Dabei konnten die Vertragsärzte ihren Anteil von 71 auf 75 Prozent ausbauen.

Der gesamte Text ist nachzulesen: http://www.kbv.de/presse/7548.html

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Zu wenig junge Ärzte

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung meldet, daß der Nachwuchs an jungen Ärzten bald fehlt, um die ausscheidenden Mediziner zu ersetzen. Laut der jüngsten Studie wird die Zahl der Allgemeinmediziner bereits in diesem Jahr sinken.

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Nicht zu alt für Umschulung

Eine Umschulung darf nicht allein mit dem Verweis auf das Lebensalter und den damit verbundenen geringen Chancen auf dem Arbeitsmarkt verweigert werden.
Das entschied das Sozialgericht Koblenz in einem Urteil.

Der gesetzliche Rentenversicherungsträger müsse vielmehr in jedem Einzelfall prüfen, für welche Berufe sich eine Umschulung des Arbeitnehmers noch anbiete.Das Gericht gab mit seinem Urteil der Klage eines 45-jährigen Arbeitnehmers statt. (Az.: S 3 RI 131/04)

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Rauchen fördert Schmerzen

Wer sich als Schmerzpatient von der Zigarette verabschiedet, kann damit rechnen, dass sich seine Beschwerden bessern, berichtet das Apothekenmagazin "SEnioren Ratgeber". Laut Winfried Häuser vom Zentrum für Schmerztherapie am Klinikum Saarbrücken kann der Rauchverzicht manchmal ebenso gut wirken wie Medikamente. Die Entwöhnung, so sagt er, ist nicht nur effektiv, sondern im Vergleich zur medikamentösen Behandlung kostengünstig und hat weniger Nebenwirkungen.

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Tomaten gegen Falten

Dermatologen der Mount Sinai School of Medicine (new York) fanden heraus: Lycopin kann, wenn es auf die Haut aufgetragen wird, vor durch die ultravioletten Strahlen der Sonne verursachte Hautschäden schützen, das gilt für etwa 80% aller sichtbaren Hautalterungsprozesse im Gesicht.
Deutsche Biotechnologen und Kosmetikfachleute haben im Zusammenarbeit mit dem Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven eine neue Gesichtscreme (Lypa/Apotheke) entwickelt.
Sie soll die Haut vor Austrocknung und Erschlaffung, damit vor der Bildung von Falten schützen. Zentraler Wirkstoff in der neuartigen Gesichtscreme ist Lycopin- die Substanz. die den Tomaten ihre rote Frabe gibt.
Biotechnologin Caroline Mähr: "Der Tomatenextrakt enthält zudem einen hohen Fettanteil, bestehend aus 75 - 80 % ungesättigter, zum Teil mehrfach ungesättigter Fettsäuren, sie unterstützen den natürlichen Schutz- und Reperaturmechanismus der Haut."

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Mietspiegel zählt für Wohngeld

Wer Arbeitslosengeld II bekommt, hat Anspruch auf Mietkosten von der Bundesagentur für Arbeit. Als Grundlage für die Berechnung der Höhe zählt der örtliche Mietspiegel, nicht die Regelung im Wohngeldgesetz. Darauf weist die Rechtschutzversicherung Arag unter Verweis auf eine Entscheidung des Sozialgerichts Aurich hin.

Ein AlgII-Empfänger hatte gegen die Reduzierung der Leistung geklagt. Seine Wohnungsmiete sei dem örtlichen Wohnungsmarkt angemessen und nicht überhöht. Das sah das Sozialgericht ebenso. (Az.: S 15 AS 159/05)

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Nicht gleich Antibiotika verlangen!

Die Allzweckwaffe "Antibiotikum" wird stumpf.
Ein häufiger und bedenkenloser Einsatz von Antibiotika führt dazu, dass sie keine Wirkung mehr entfalten können, weil die Bakterien resistent, also unempfindlich, gegen die Medikamente werden.

Antibotika wirken gegen Bakterien, aber nicht gegen Viren. Untersuchungen zeigen, dass beispielsweise in 80 Prozent der Erkältungsfälle Antibiotika verschrieben werden, obwohl diese Erkrankungen durch Viren verursacht wurden. Auch eine Grippe, ebenfalls viral bedingt, kann nicht durch Antibiotika geheilt werden. Dennoch steigen die Antibiotika-Verschreibungen alljährlich mit der Grippewelle regelmäßig an. Bei der Antibiotika-Behandlung sollte immer die Regel gelten: so wenig wie nötig und so gezielt wie möglich. Nur so kann sicher gestellt werden, dass die Antibiotika auch künftig noch wirken.

Durch die häufige Anwendung von Antibiotika, auch schon bei Kindern, werden die gefährlichen Erreger unempfindlich. Eine große Rolle spielt auch der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast. So können ebenfalls resistente Bakterienstämme entstehen, die über die Lebensmittel auch in den menschlichen Organismus gelangen.

Wer ein Antibiotikum einnehmen muss, sollte folgendes beachten: Je nach Erkrankung und Verordnung werden Antibiotika geschluckt, gespritzt oder äußerlich angewendet als Salben, Cremes oder Augentropfen. Wer Antibiotika in Tablettenform einnimmt, sollte dies mit viel Wasser tun, denn Wasser verträgt sich mit den Wirkstoffen am besten. Nicht geeignet sind Fruchtsäfte und Milch. Nur auf Anweisung des Arztes dürfen Antibiotika eingenommen werden. Auch wenn sich der Patient nach kurzer Zeit besser fühlt, muss der Packungsinhalt der Schachtel aufgebraucht werden. Sonst vermehren sich die überlebenden Bakterien. Es kann zu einer erneuten Erkrankung kommen und Resistenzen werden durch überlebende Bakterien begünstigt.

Patienten sollten ihren Arzt fragen, ob sie unbedingt Antibiotika nehmen müssen oder ob er ihnen auch eine andere Behandlung anbieten kann. Bei Atemwegsinfektionen sind Antibiotika nur sinnvoll, wenn es sich um eine bakterielle Infektion handelt. Bei Erkältungen, Schnupfen, akuter Bronchitis oder Halsschmerzen nutzen Antibiotika oft nichts.

Dagegen hilft es den meisten Menschen, wenn sie sich bei einer Erkältung ausruhen, und bei Husten viel trinken, etwa Tee oder Fruchtsaftschorlen, insbesondere wenn die Körpertemperatur erhöht ist. Halsschmerzen können durch zuckerfreie Lutschbonbons gelindert werden. Bei Schnupfen können lokal wirkende Nasentropfen die Atmung erleichtern. Bei Fieber und Gliederschmerzen helfen fieber- und schmerzlindernde Mittel.

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Man(n) spricht nicht gerne darüber

Kaum andere Beschwerden sind beim Manne so tabuisiert wie Beeinträchtigungen der sexuellen Funktion. Dabei sind sie ein häufig auftretendes Phänomen. Doch damit muss man(n) sich nicht abfinden!

In jedem Alter können Männer von vorübergehender oder anhaltender „erektiler Dysfunktion“ betroffen sein. So lautet der medizinische Fachbegriff für die Impotenz oder das Unvermögen, den Beischlaf auszuführen.

Praxisbeobachtungen zeigen, dass Männer das Thema Erektionsstörungen von sich aus kaum ansprechen. Gründe für das Schweigen: Viele schämen sich, darüber zu sprechen, oder geben an, dass ihnen Sex nicht mehr so wichtig sei. Unkenntnis und Unsicherheit im Zusammenhang mit Potenzmitteln oder die Befürchtung, dass diese gefährlich sein könnten, sind weitere Gründe für das Schweigen der Männer.

Doch das Thema ist brisant! Denn ab dem 40. Lebensjahr nehmen beim Mann Potenzstörungen zu. Etwa jeder Zweite in diesem Alter macht zumindest zeitweise Erfahrungen mit einer vorübergehenden Einschränkung seiner Erektionsfähigkeit. Schätzungen zufolge ist bei Männern über 60 sogar jeder Zehnte von einer dauerhaften Impotenz betroffen. In etwa zwei Drittel aller Fälle liegen organische Störungen vor, und nur bei jedem vierten Mann sind psychische Probleme der Grund für einen Mangel an sexueller Spannkraft.

Organische Ursachen sind beispielsweise ein chronisch arterieller Bluthochdruck, Arteriosklerose, Fettstoffwechsel- Störungen, Schilddrüsenüber- und unterfunktion, Testosteronmangel, der Verlust der Nieren- und Nebennierenfunktion und nicht zuletzt eine länger bestehende Blutzuckererkrankung .
Eine wichtige Rolle können auch seelische Faktoren spielen. Berufsbedingter Stress, Drogenkonsum, Versagensängste, ein Mangel an körperlicher Stimulation, Verneinung der eigenen Geschlechtsrolle, Partnerkonflikte sowie eine chronische Depressionen sind eventuelle Gründe für das Ausbleiben einer vollständigen, anhaltenden Erektion.

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Immunsystem stärken

Auch die als „grippaler Infekt“ oder „banale Erkältung“ bezeichneten viralen Infektionen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Selbst wenn sie oft nicht so schwer verlaufen wie eine echte Grippe, belasten sie den Organismus oft stark. Deswegen ist Schonung dringend zu empfehlen, vor allem im Akutstadium. Und das unterscheidet sich deutlich von der echten Grippe.

Denn der banale Infekt kündigt sich dezent mit einem leichten Kratzen im Hals an. Dann steigt das unangenehme Gefühl in die Nase, Schnupfen stellt sich ein und ein Frösteln macht sich breit. Manchmal tritt sogar Fieber auf und der Husten kommt oft erst später. Der ganze Spuk dauert etwa eine Woche. Der Husten kann noch Wochen anhalten.

Im Gegensatz dazu beginnt eine echte Grippe ganz plötzlich mit Fieber, heftigen Kopfschmerzen, aber kaum Schnupfen oder Halsweh. Dafür schmerzen alle Glieder, Muskeln und Knochen im Körper und man fühlt sich von einer Stunde auf die andere hundeelend. Dann sollte man sofort einen Arzt aufsuchen.

Wen eine Erkältung erwischt hat, der sollte sich schonen, viel trinken und ruhig auch ein oder zwei Tage das Bett hüten. Mit rezeptfreien Präparaten aus der Apotheke können die lästigen Erkältungssymptome schnell gelindert werden.

Den Viren auszuweichen und nicht in die Erkältungsfalle zu tappen, ist ein Kunststück, das nur mit einem starken Immunsystem gelingen kann. Übrigens: Stärken kann man es durch Küssen, denn dadurch wird die körpereigene Abwehr angeregt!

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Warnung: Gefährliche Öko-Matratzen

Dresden (ddp). Forscher der Universitätsklinik Dresden warnen nach Tests im Schlaflabor vor Öko-Babymatratzen. Diese könnten den plötzlichen Kindstod fördern, berichtet das Nachrichtenmagazin «Spiegel» am Samstag vorab.

Die Matratzen mit Kautschukmilchkern, Kokosfasern und Baumwollmantel ließen nur rund 20 Prozent des vom Säugling ausgeatmeten Kohlendioxids durch. Bei handelsüblichen Schaumstoffmatratzen liege dieser Wert dagegen bei 92 Prozent. Diese Durchlässigkeit ist laut Magazin wichtig, weil das Baby in Bauchlage sonst einen Großteil seines ausgeatmeten Kohlendioxids wieder einatmet - ein Grund für den plötzlichen Kindstod. «Wir raten Eltern, sehr genau auf die Inhaltsstoffe der Babymatratzen zu achten», sagte der Chef des Dresdner Kinderschlaflabors, Ekkehart Paditz.

Im vergangenen Jahr starben in Deutschland 323 Babys am plötzlichen Kindstod.

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"Binge-Drinking": Jugendliche trinken bis zum Umfallen

Stuttgart (ddp). Gesundheitsexperten haben auf den Besorgnis erregend hohen Alkoholkonsum vieler Kinder und Jugendlichen in Deutschland hingewiesen. Bei knapp jedem fünften (19 Prozent) Heranwachsenden zwischen 12 und 17 Jahren lag das letzte Rauschtrinken oder «Binge-Drinking» erst einen Monat zurück, zitierte das Magazin «Reader's Digest» am Montag eine Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Experten bewerten dieses exzessive Kampftrinken als besonders gesundheitsgefährdend. Fünf kleine Gläser Bier reichten aus, um eine Verschlechterung der Koordinationsfähigkeiten und bleibende Hirnschäden herbeizuführen, sagte Suchtforscher Michael Klein von der Katholischen Fachhochschule in Köln. Besonders alarmierend sei die Art des Alkoholkonsums. Demnach würden die betroffenen Jugendlichen unmäßige Mengen, schnell und buchstäblich bis zum Umfallen trinken.

Fachleute hatten durch die Sondersteuer auf Alcopos einen Rückgang des jugendlichen Alkoholkonsums erwartet. Der Verkauf der Mixgetränke sei zwar durch den Preisanstieg zurückgegangen, aber das bedeute nicht das Ende des Rauschtrinkens. «Wir können keine Entwarnung geben», sagte BZgA-Direktorin Elisabeth Pott. 12- bis 17-Jährige trinken pro Woche durchschnittlich 35,7 Gramm reinen Alkohol. Diese Menge entspreche fast einem Liter Bier oder einem halben Liter Wein.

Untersuchungen hätten ergeben, dass 34 Prozent der Heranwachsenden in ihrem Leben schon einmal einen Alkoholrausch hatten. Langeweile, das Rebellieren gegen Verbote der Eltern oder der Druck, in der Clique zu imponieren seien die Ursachen des Rauschtrinkens. Aus Sicht des Suchtforschers Klein komme den Eltern deshalb eine wachsende Bedeutung zu. Mit Problemen in der Familie, Depressionen, Ängsten oder Selbstzweifeln werde die Basis für einen regelmäßigen Alkoholkonsum gelegt.

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Allergiker: Alte Apfelsorten sind besser

Baierbrunn (ots) - Wie stark ein Apfel-Allergiker auf das Obst reagiert, hängt auch von der Sorte ab, hat der Lebensmittelchemiker Professor Hans Steinhart von der Universität Hamburg herausgefunden.

Wie das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" berichtet, sind alte Sorten wie der "Freiherr von Berlepsch" oder der "Weiße Klarapfel" für Überempfindliche besser verträglich.

Menschen mit einer leichten Apfel-Allergie können sie roh essen. Allen anderen Betroffenen rät Steinhart: "Kochen Sie die Äpfel vor dem Verzehr zu Mus." Dadurch würden die für den allergischen Anfall verantwortlichen Eiweißbausteine in dem Obst zerstört.

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Medikamente: Lebensmittel beeinflussen Wirkung

München (ots) - Rollmops, Joghurt, manche Obstarten und andere Lebensmittel können die Wirkung von Medikamenten beeinflussen – und zwar verstärken oder auch vermindern. Das berichtet die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer Februarausgabe.

Vorsichtig sollten Patienten vor allem bei Grapefruitsaft sein. Pampelmusen enthalten Stoffe, die mit mehr als der Hälfte aller Arzneimittel reagieren. Dazu gehören Blutdrucksenker, Psychopharmaka, HIV- und Epilepsiemittel oder immunsuppressive Medikamente, wie sie Allergiker oder Organtransplantierte bekommen. Sogar die verhütende Wirkung der Antibabypille wird durch den sauren Saft beeinträchtigt.

Auch der unscheinbare Camembert, eingelegte Heringe, überreife Avocados oder Dauerwurst können in Kombination mit Arzneien zur Gefahr werden. Sie enthalten nämlich die Aminosäure Tyramin, deren Abbau durch manche Antidepressiva gehemmt wird, wodurch der Körper mehr Noradrenalin freisetzt. Dieses Hormon treibt den Blutdruck hoch und kann Herzrhythmusstörungen, im Extremfall sogar Gehirnblutungen auslösen.

Milch, Quark, Joghurt und Käse stören Antibiotika aus der Gruppe der Tetracycline bei der Arbeit, und die sonst als supergesund angesehenen Ballaststoffe in Brot oder Müsli können die Aufnahme von Wirkstoffen aus Medikamenten im Dünndarm verzögern. Das gilt für Schmerzmittel, Antidepressiva und manche Antibiotika.

In jedem Fall empfehlen Experten einen genauen Blick auf den Beipackzettel der Medikamente, denn Pharmafirmen sind verpflichtet alle bekannten Wechselwirkungen auch mit Nahrungsmitteln aufzulisten.

Darüber hinaus sollte man vor allem auf den richtigen Zeitpunkt der Einnahme achten. Häufig wird die Angabe "vor" oder "nach" dem Essen missverstanden. Sie empfiehlt einen zeitlicher Abstand von ein bis zwei Stunden zum Essen und nicht kurz bevor oder danach, wie oft vermutet.

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Gefährliche Pillen: Warnung vor chinesischen Schlankheitskapseln

München (ddp). Bayerns Gesundheitsminister Werner Schnappauf (CSU) warnt vor der Einnahme der chinesischen Schlankheitskapseln QingQing. Die im Internet erhältlichen Pillen könnten die Gesundheit schädigen, sagte der Minister am Montag den 23.01.2006 in München.

Nach Untersuchungen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit enthalten die Schlankheitskapseln nicht nur die vom Hersteller deklarierten pflanzlichen Inhaltsstoffe. In den Kapseln seien auch Sibutramin-ähnliche Substanzen erhalten. Der Wirkstoff Sibutramin wird gegen Fettleibigkeit eingesetzt. Schnappauf riet von einer Einnahme des Präparats ohne ärztliche Aufsicht ab. Die Substanz könne gefährliche Blutdruckerhöhungen und Herzerkrankungen auslösen und dürfe während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Bei gleichzeitiger Einnahme von Psychopharmaka drohen Ministeriumsangaben zufolge gefährliche Wechselwirkungen.

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Ungeeignet: Erdnüsse für Kinder

Göppingen (ddp). Kinder können sich an Erdnüssen besonders leicht verschlucken. Denn aufgrund seiner Form passt das Naschwerk perfekt in die Luftröhre. «Etwa 95 Prozent aller Fremdkörper, die bei Kindern über die Luftröhre in die Bronchien und die Lunge geraten, sind Erdnüsse», sagt Michael Jaumann, Vorsitzender des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte.

Ist dem Nachwuchs eine Nuss in die Luftröhre gerutscht, reagiert das Kind mit heftigem Husten. «Dieser lässt allerdings nach 30 Minuten nach. Deshalb wird das Problem oft übersehen», betont Jaumann.

Doch in den Bronchien und der Lunge richtet die Nuss mitunter schwere Schäden an, die sich allerdings oft erst nach einigen Tagen bemerkbar machen. «Der Fremdkörper kann sogar eine Lungenentzündung auslösen», warnt der Fachmann.

Besteht der Verdacht, dass eine Erdnuss in die Luftröhre gerutscht ist, sollte umgehend ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden. Er kann Lunge und Bronchien untersuchen und den Fremdkörper mithilfe eines Endoskops entfernen. Aufgrund der engen Luftröhre bei Kindern könne dies unter Umständen länger als eine Stunde dauern.

«Damit es gar nicht erst soweit kommt, sollten Kinder unter zehn Jahren am besten noch gar keine Erdnüsse essen», rät der Arzt.

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Frauen sind die klügeren Freizeitsportler

Etwa 41 Millionen Bundesbürger treiben in ihrer Freizeit Sport. Immerhin 28 Prozent davon wollen so auch Schmerzen bekämpfen oder vorbeugen, vor allem Frauen. Jeder vierte sportlich Aktive gibt an, sich schon einmal länger anhaltende schmerzhafte Beschwerden eingehandelt zu haben. Ein Drittel davon, also rund 3,7 Millionen Erwachsene, leidet noch heute an den Folgen. Allerdings nutzen zu wenige dieser Patienten Bewegung als Therapie. Dies belegt eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Deutschen Schmerztages.

Mehr als die Hälfte der erwachsenen Bundesbürger, 66 Prozent, treibt in der Freizeit regelmäßig oder gelegentlich Sport. Männer sind vor allem in jungen Jahren sportlich aktiv, von den unter 3ojährigen 73 Prozent. Nach dem 60. Lebensjahr sinkt der Anteil auf 48 Prozent. Anders die Frauen: Im jungen Alter treiben 79 Prozent Sport und auch nach dem 60. Lebensjahr hatten sich noch 62 Prozent durch Gymnastik und Sport fit. Ein Grund dafür: Frauen wollen - häufiger als Männer -Schmerzen durch körperliche Aktivität lindern oder vorbeugen.

,,Die wichtige Botschaft, daß Bewegung etwa Kopf- und Rückenschmerzen verhüten und lindern kann, scheint demnach bei den Frauen besser angekommen zu sein als bei Männern", folgert der Frankfurter Schmerztherapeut Dr. Thomas Flöter, Presse-sprecher des Schmerztherapeutischen Kolloquiums. Das Motiv ,,Schmerzbekämpfung und -prophylaxe" wird von 17 Prozent der Frauen, aber nur von sieben Prozent der Männer genannt.

Die Erfahrung vieler Schmerzexperten belegt, daß vor allem moderate Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen und Radfahren sich beispielsweise günstig auf die Häufigkeit und Schwierigkeit von Migräneattacken auswirken kann. Auch bei Spannungskopfschmerzen haben diese Sportarten sowie gezielte Gymnastik einen positiven Einfluß. Körperliche Aktivität beugt auch Rücken- und Gelenkschmerzen vor.

Ein Viertel der Freizeitsportler hat sich bei seinen Aktivitäten schon einmal so verletzt oder überanstrengt, daß die Betroffenen über längere Zeit unter Schmerzen litten. Ganz offensichtlich treiben Männer Sportarten mit höherem Verletzungsrisiko oder sind weniger vorsichtig: Mehr als ein Drittel (37 Prozent aber nur 18 Prozent der Frauen berichten über schmerzhafte Sportschäden. Jeder zehnte Freizeitsportler, bzw. jeder dritte, der sich schon einmal verletzt hat, leidet noch heute unter den Folgen. In absoluten Zahlen sind dies rund 3,7 Millionen Erwachsene
Sport als Therapie wird zu selten genutzt.

Allerdings versucht nur jeder dritte Sportler, dem seine Aktivitäten schon einmal schmerzhafte Beschwerden eingetragen haben, diese gezielt durch Bewegung zu lindern und weiteren Schäden vorzubeugen. Frauen sind auch hier deutlich aktiver als das männliche Geschlecht. ,,Vor allem dieses Umfrageergebnis", so Thomas Flöter, ,,macht uns Sorgen. Denn Schonung ist kein gutes Rezept zur Schmerzbehandlung. ,,Vielmehr kommt es darauf an", so Flöter, ,,akute Schmerzen zunächst mit Medikamenten und nicht-medikamentösen Methoden zu lindern, um dann auf dem schnellsten Weg wieder körperlich aktiv zu werden und ein gezieltes Training zu beginnen." Nur so kann verhindert werden, daß sich die Pein dauerhaft einnistet. Eine gezielte Bewegungstherapie nutzt selbst noch dann, wenn die Beschwerden bereits chronisch geworden sind: Rückenschmerzkranke beispielsweise, die schon monatelang arbeitsunfähig waren, konnten nach einem speziellen sportlichen Trainingsprogramm wieder in ihren Beruf zurückkehren.

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Sonnen, aber richtig!

Licht und Wärme tun gut. Doch dass das Wohlbefinden durch verlängerte Sonnenbäder steigerbar ist, ist ein Trugschluss mit oft schmerzhaften Konsequenzen.

Die wohl positivste Wirkung der im Sonnenlicht enthaltenen UV-Strahlung ist die Produktion von Vitamin D in der Haut. Vitamin D ist nicht nur wichtig für den Erhalt gesunder Knochen, es lindert auch Depressionen und beugt Herzschwäche vor. Doch um genügend Vitamin D freizusetzen, genügt im Prinzip ein täglicher viertelstündiger Spaziergang, bei dem man Gesicht, Arme und Hände der Sonne aussetzt.

Auch wer von „gesunder Bräune“ spricht, unterliegt einem Irrtum. Denn Bräune ist nichts anderes als eine begrenzte Schutzfunktion in der Haut. Braune Haut ist besonnte Haut – und altert besonders schnell. Und sie ist anfällig für Hautkrebs.

An der bösartigsten Form, dem Melanom, erkranken jährlich in Deutschland rund 20 000 Menschen. Über 2000 sterben im gleichen Zeitraum an dieser Krankheit. Die Zahl der Melanom-Patienten verdoppelt sich derzeit alle zehn Jahre.

Zu den Hauptauslösern der Erkrankung zählt die intensive UV-Belastung. Von diesem Lichtanteil kommt seit Jahren mehr am Boden an, weil die schützende Ozonschicht durch Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) geschwächt wurde.

Damit hat der für die Haut besonders schädliche UV-B-Anteil, der die genetischen Baupläne der Hautzellen zerstört, nahezu freie Bahn. Durch UV-Strahlung verursachte Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend erhöhen das Hautkrebsrisiko bis um das Dreifache.

Nach einem solchen Sonnenbrand können sich Pigmentmale in der Haut bilden, die sich auch ohne weitere Sonnenbrände vermehren. „Die Anzahl der Pigmentmale ist ein wichtiger Faktor für das individuelle Hautkrebs-Risiko“, sagt Prof. Eckhard Breitbart von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention.

Menschen mit mehr als 40 Pigmentmalen haben ein bis zu fünfzehnfach erhöhtes Risiko am Melanom zu erkranken. Kommen Risikofaktoren hinzu wie heller Hauttyp, rötliche oder blonde Haare, Sommersprossen und Sonnenflecken, kann sich die Anfälligkeit für schwarzen Hautkrebs sogar verhundertfachen.

Vorbeugung ist reine Vernunftsache und läuft deshalb dem entgegen, was dem gängigen Schönheitsideal und den Verlockungen der Freizeitindustrie entspricht. Sonnenschutz besteht aus zwei simplen Grundbausteinen: Schatten und locker sitzende dunkle Kleidung aus dichtem, UV-sicherem Gewebe.

Es gibt inzwischen Hersteller, die in spezielle Schutz-Textilien Mikropigmente, Farben und chemische Filter einarbeiten. Das Textilforschungsinstitut Hohenstein empfiehlt, sich an dem neuen UV-Standard 801 zu orientieren.

Auch werden Waschmittel und Feinspüler angeboten, die durch wiederholtes Waschen Kleidungsstücken eine Schutzschicht verleihen sollen. Ob das tatsächlich funktioniert, darüber streiten derzeit noch die Experten. Ein für Nase, Stirn und Nacken Schatten spendender Hut ist jedenfalls keinerlei Luxus.

Ebenso nützlich ist eine Sonnenbrille. Eine lediglich dunkle Brille ist jedoch ungeeignet: Durch die Verdunkelung erweitern sich die Pupillen, mehr UV-Strahlung gelangt auf die Netzhaut. Eine gute Sonnenschutzbrille sollte imstande sein, die UV-Strahlung herauszufiltern.

Ratsam ist in jedem Falle das Auftragen einer Sonnenschutzcreme. Sie erlaubt den längeren Aufenthalt in der Sonne. Die Zeitdauer variiert allerdings von Mensch zu Mensch. Sie ist unter anderem abhängig vom Hauttyp, von der geographischen Lage und von der Tageszeit.

Als Faustregel gilt: Wer immer Sonnenbrand bekommt, aber nie oder nur schwach braun wird, sollte grundsätzlich auf Produkte ab Lichtschutzfaktor 15 zurückgreifen. Bei Menschen die zu leichtem Sonnenbrand und guter Bräunung neigen empfiehlt sich Lichtschutzfaktor 8, während den immerbraunen Sonnenmenschen Lichtschutzfaktor 2 bis 4 genügen dürfte.

Sonnenschutzprodukte sind mindestens eine Viertelstunde vor dem Gang ins Freie aufzutragen. Da die Schutzschicht durch Schweiß und Wasser löcherig wird, sollte sie regelmäßig durch Nachcremen erneuert werden.

Allerdings verlängert Nachcremen die Zeitdauer der Schutzwirkung nicht. Generell sollte die Zeit zwischen elf und 15 Uhr für lange Aufenthalte im Freien tabu sein. Viel Trinken schützt zwar nicht vor Sonnenbrand, hält aber den Flüssigkeitspegel stark verdunstender Körper aufrecht. Übrigens: „Vorbräunung“ der Haut per Solarium bietet keinerlei Schutz vor Hautschäden.

Quelle: Wolfgang Kappler
20.7.2005, Darmstädter Echo

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Rückenschmerzen - Prävention erreicht die Falschen

Ein Rückenschulkurs oder Wirbelsäulentraining wird vor allem von sozial starken und relativ gesund lebenden Bürgern genutzt. Menschen mit nachgewiesenem hohem Rückenschmerzrisiko, etwa Vollzeitbeschäftigte und sozial Schwache, werden dagegen vergleichsweise seltener von Präventionsprogrammen erreicht, so das Ergebnis einer Repräsentativstudie im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums.

Man predige sozusagen bereits Bekehrten, wenn es um die Vorbeugung von Rückenschmerzen geht, klagen Dr. Sven Schneider und Professor Marcus Schiltenwolf von der Orthopädischen Uniklinik Heidelberg (Schmerz 19, 2005, 477).
Und sie deuten an, daß es hier einiger Korrekturen bedarf, nicht zuletzt, wenn man sich die volkswirtschaftliche Bedeutung von Rückenschmerz vor Augen führt.
Erstmals konnten im Zusammenhang mit dem "Bundesgesundheitssurvey für die BRD" detaillierte Erkenntnisse zur Prävalenz von Rückenschmerzen sowie zu Teilnehmerraten an Rückenschulkursen gewonnen werden.
Dazu waren in Deutschland von 1997 bis 1999 in 130 Städten mehr als 7000 Bürger befragt worden. Die Daten von 6235 Personen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren waren vollständig auswertbar.

Demnach gab jeder dritte Befragte an, in den vergangenen sieben Tagen Schmerzen im Rücken gehabt zu haben. Wenig überraschend war, daß die Rückenschmerz-Prävalenz mit etwa 40 Prozent bei alten Menschen, Frauen, Nichtsportlern und Rauchern am höchsten war. Einen deutlichen und signifikanten Unterschied gab es aber auch je nach Sozialstatus: Bei Bürgern, die der sozialen Unterschicht angehören (bestimmt mit einem Index), lag die Rückenschmerzprävalenz fast genau zehn Prozentpunkte über der der sozialen Oberschicht (39,4 versus 29,6 Prozent). Sieben Prozent der Deutschen hatten innerhalb des Jahres vor der Befragung an einer Rückenschule teilgenommen.
Die typischen Teilnehmer waren Frauen, teilzeitbeschäftigt, privat krankenversichert und sozial gut situiert.
"Aufklärungskampagnen und Gesundheitsförderungsmaßnahmen werden vor allem von jenen Bevölkerungsgruppen in Anspruch genommen, die ohnehin bereits einen gesunden Lebensstil und eine geringe Risikobelastung aufweisen", so Schneider und Schiltenwolf. Dagegen meiden ausgerechnet jene Personen gesundheitsfördernde Angebote, die am stärksten davon profitieren würden: Nichtsportler, sozial Schwache, Senioren und Vollzeitbeschäftigte. Dieser Tatsache sei durch politische Entscheidungen Vorschub geleistet worden, kritisieren die Orthopäden. Nämlich mit der gesetzlichen Neuordnung der Krankenkassenleistungen Ende der 1990er Jahre, wonach die Finanzierung von Präventionsprogrammen weitgehend entfiel. Jetzt konkurrieren Krankenkassen, Volkshochschulen, Vereine und Fitneßstudios um zahlende Kundschaft.

Man müsse berücksichtigen, daß es nicht nur von der subjektiven Krankheitsbelastung abhängt, ob Präventionsangebote angenommen werden, so Schneider und Schiltenwolf. Voraussetzung seien zunächst ein intellektuelles Verständnis sowie Vertrauen in die Vorsorgemaßnahmen.
Notwendig seien zudem bedarfsgerechte Angebote, die sich zum Beispiel an der Arbeitszeit und an der Entfernung zum Veranstaltungsort ausrichten müßten.

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Osteoporose: Unbemerkt, bis der Knochen bricht

Allein in Deutschland leiden vier bis sechs Millionen Menschen unter Osteoporose. Jede dritte Frau nach der Menopause und jeder fünfte Mann über 50 Jahren sind davon betroffen. Die Zahlen sprechen für sich.
Dennoch werden die schweren Schicksale der Betroffenen in der Öffentlichkeit kaum beachtet. Die wenigsten Menschen wissen, unter welch starken Schmerzen Erkrankte leiden und wie rapide ihre Lebensqualität abnimmt. Das mangelnde Bewusstsein in der Bevölkerung hat dramatische Folgen: Wer an Osteoporose erkrankt, bemerkt den schleichenden Knochenabbau zunächst nicht - bis der erste Knochen bricht.
Vor diesem Hintergrund wurde die Initiative gegen Knochenschwund gegründet. Sie will über Osteoporose aufklären und informieren sowie betroffene Menschen ermutigen. Zu den Verbündeten der Initiative, die mit Irrtümern über Osteoporose aufräumen will, gehört Professor Dr. Helmut Minne, Arzt für Innere Medizin (Endokrinologie) in Bad Pyrmont.

1. Irrtum: Osteoporose tut nicht weh.
"Das ist absolut verkehrt", sagt Professor Minne. Osteoporosepatienten hätten unvorstellbare Schmerzen, die jeden Tag zur Qual machten. Selbst die einfachsten Tätigkeiten im Haushalt wie Staubsaugen oder Bettenmachen würden ohne Hilfe zu einem unlösbaren Problem.

2. Irrtum: Nicht bewegen, sonst brechen die Knochen.
"Wer so denkt, der begeht einen fatalen Fehler", meint Minne. Regelmäßige Bewegung trage dazu bei, dass der Knochen stark bleibt. Chronischer Bewegungsmangel hingegen habe einen großen Einfluss auf die Entstehung der meisten Osteoporosefälle. Deshalb seien Sport und Gymnastik gerade für Osteoporose- Betroffene ein absolutes Muss. Doch der Arzt rät zur Vorsicht: "Sich bewegen reicht alleine nicht aus, um Osteoporose zu bekämpfen. Stoppen lässt sich die Krankheit nur durch wirksame Medikamente wie zum Beispiel ein Bisphosphonat mit dem Wirkstoff Alendronat."

3. Irrtum: Dicke Frauen haben geplagte Knochen.
"Diese Aussage ist nicht ganz richtig", sagt Professor Minne. Im Gegensatz zu untergewichtigen Frauen blieben Übergewichtige häufig von Osteoporose verschont.
Sie würden durch eine höhere Östrogenproduktion in den Fettzellen vor der Erkrankung geschützt.
Frauen unterhalb des Normalgewichts hätten hingegen ein hohes Risiko für Knochenfrakturen.
"Trotzdem ist Übergewicht natürlich keine Lösung, vor allem nicht bei einer bestehenden Osteoporose", sagt Minne. Jedes Gramm zu viel stelle eine gefährliche Zusatzbelastung für die Wirbelsäule und die Knochen dar.

4. Irrtum: Männer kriegen keine Osteoporose.
"Das ist falsch. Osteoporose ist keine reine Frauenkrankheit", stellt Helmut Minne klar. In Deutschland sei sogar jeder fünfte Mann über 50 Jahre betroffen.
Der Grund: Auch Männer müssten bei steigendem Alter mit einem sinkenden Hormonspiegel rechnen, der sich nachteilig auf die Knochenstruktur auswirkt.

5. Irrtum: Osteoporose muss erst nach dem ersten Bruch behandelt werden.
"Das ist ein lebensgefährlicher Trugschluss", sagt Minne. Schon der erste Bruch könne für die Betroffenen schlimme Folgen haben und im Falle eines Oberschenkelhalsbruches sogar zum Tode führen. Deshalb sollten besonders Betroffene mit erhöhtem Osteoporoserisiko - das sind vor allem untergewichtige Frauen nach der Menopause - rechtzeitig zum Arzt gehen und eine Knochendichtemessung machen lassen.
Hier gilt nach den Worten des Professors das DXAVerfahren (Dual Energy X-ray Absorptiometry) zurzeit als sicherste und beste Methode.

6. Irrtum: Ein Glas Milch am Tag reicht als Therapie.
"Das stimmt nicht", betont Minne. Milch enthalte zwar viel Kalzium - ein wichtiger Knochenbestandteil, der gerade bei Osteoporosekranken ausreichend in der Nahrung enthalten sein sollte. Doch bei einer diagnostizierten Osteoporose könne das alleine nicht viel gegen die Krankheit ausrichten. Für eine erfolgreiche Therapie seien Bisphosphonate in Tablettenform geeignet. Sie hemmten die Knochen abbauenden Zellen und regten den Knochenaufbau an.

7. Irrtum: Osteoporose ist reine Vererbungssache.
"Ein verbreiteter Irrtum", erklärt Minne. Die genetische Veranlagung spiele bei Osteoporose zwar eine Rolle, aber sie sei nur einer von vielen Faktoren. Großen Einfluss hätten zum Beispiel auch die Lebensgewohnheiten. Starke Raucher, die über 20 Jahre mehr als 20 Zigaretten täglich geraucht haben, müssten mit einem deutlich erhöhten Osteoporoserisiko rechnen. "Rauchen führt zu Durchblutungsstörungen, und das schädigt den Knochen", sagt der Arzt. Eine weitere Risikogruppe seien Kaffeetrinker, die regelmäßig drei bis vier Tassen am Tag zu sich nehmen. Sie schieden verstärkt Wasser aus und damit gleichzeitig auch viel wertvolles Kalzium.
Die Experten der Initiative gegen Knochenschwund werben besonders im Winter um Aufmerksamkeit für Osteoporose. Denn Stürze sind bei Glätte programmiert. Mit einfachen Tests lasse sich das Sturzrisiko von älteren Menschen ermitteln. So könne zum Beispiel mit dem "Tandemstand" das Gleichgewichtsgefühl überprüft werden. Dafür setzt der Betroffene einen Fuß vor den anderen. Wer in dieser Haltung nicht zehn Sekunden lang zu stehen vermag, sei vermehrt sturzgefährdet, schreibt die Fachzeitung "Ärztliche Praxis". Beim "Up-and-go-Test" steht der Betroffene von einem Stuhl mit Armlehne auf, geht eine Strecke von drei Metern, dreht sich um, kehrt zum Stuhl zurück und setzt sich wieder hin. Werden dafür mehr als 20 Sekunden benötigt, ist die Gefährdung der Zeitung zufolge erhöht.
Um Stürze zu vermeiden und die Folgen zu mindern, wird geraten, das Bett nachts nur bei ausreichender Beleuchtung zu verlassen und stets Schuhe zu tragen, die festen Halt bieten. Auch sollten sich Betroffene nicht schämen, Hilfsmittel wie Gehstützen, Hüftprotektoren oder auch Notrufsysteme einzusetzen.

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Moorbäder: Entspannendes Naturheilmittel

Rostock (ddp). Das Moorbad sieht nicht besonders einladend aus: Ein zäher dunkler Brei füllt die Wanne. Doch das Naturheilmittel hat es in sich. «Moorbäder wirken entspannend und schmerzlindernd», sagt Karin Kraft, Professorin für Naturheilkunde an der Universität Rostock. Die wichtigste Eigenschaft des Torf-Wasser-Gemischs ist seine besondere thermische Wirkung.

«Die Wärme aus dem Moor geht langsamer als bei einem Wasserbad auf den Körper über», erklärt die Fachfrau. Die Folge: Im Moorbad sind so genannte Überwärmungsbäder mit Temperaturen bis zu 46 Grad Celsius möglich. Ein 30minütiges Moorbad lässt die Körpertemperatur um bis zu zwei Grad Celsius in die Höhe steigen. Das künstlich erzeugte Fieber bringt das Immunsystem auf Touren. Die Abwehrkräfte werden gestärkt. Darüber hinaus ist im schlammigen Bad die Schwerkraft weitgehend aufgehoben. «Dadurch können sich die Muskeln besonders gut entspannen, und die Beweglichkeit in den Gelenken nimmt zu», erklärt die Professorin. Ein weiteres Plus des besonderen Bades: Es enthält Mengen entzündungshemmender Substanzen wie Huminsäuren. «Diese Wirkung ist allerdings bislang noch nicht besonders gut erforscht», sagt Kraft.

Doch wie lange halten die positiven Badeeffekte vor? Arthrosepatienten können der Expertin zufolge bis zu einem halben Jahr von den positiven Wirkungen einer Moorbadkur profitieren. Empfohlen wird eine Serie aus sechs Bädern, wobei maximal zwei bis drei pro Woche durchgeführt werden sollten.

Auch bei Rückenschmerzen, Osteoporose, (nicht akuter) rheumatoider Arthritis, Morbus Bechterew, dem besonders unter Frauen verbreitetem Weichteilrheumatismus sowie typischen Wechseljahrsbeschwerden sind Kraft zufolge Moorbäder ein gutes Therapeutikum. Bei manchen Frauen mit unerwünschtem Kinderwunsch soll die stärkere Durchblutung der Eierstöcke im Moorbad sogar schon geholfen haben, Sterilitätsprobleme zu beheben, berichtet die Professorin.

Allerdings warnt sie zugleich vor überzogenen Erwartungen: «Egal bei welchem Krankheitsbild das Moorbad eingesetzt wird, es ist stets nur ein Element im Gesamtbehandlungskonzept.» Die gleichsam abgespeckte Version in Form spezieller Moorbadzusätze für das Wannenbad zu Hause bewertet die Expertin eher zurückhaltend. Besser sei es, sich nach Angeboten von Moorbreibädern in der näheren Umgebung umzuschauen oder eine freie Badekur durchzuführen. Häufig übernehme die Krankenkasse zumindest teilweise die Kosten. Nachfragen lohne sich.

Eine ärztliche Betreuung ist mit Blick auf die Nebenwirkungen der Moorbäder erforderlich. Denn längst nicht jeder verträgt das insbesondere für den Kreislauf anstrengende Bad im zähen Schlamm. Bei akuten Schüben von chronisch entzündlichen Krankheiten, sehr starken Krampfadern und fortgeschrittener Herzschwäche sind Moorbäder tabu. Gleiches gilt für Krebspatienten und Schwangere.

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Buchtipp: Slow-Motion Fitness - Langsam macht fitter

München (ddp). In der Ruhe liegt der Kraft: Dieses Sprichwort kann als Grundsatz für ein neues Fitness-Konzept aus den USA herhalten. Denn «Slow-Motion» setzt auf Training im Zeitlupentempo. Wie jeder die Übungen einfach erlernen kann, erläutert Thorsten Dargatz in dem Buch «Slow-Motion-Fitness - Langsam macht fitter». Das Trainingsprogramm kann zu Hause und im Fitnesscenter absolviert werden. Es baue auf einem leichten Muskeltraining auf und sei auch für Ungeübte leicht umsetzbar, verspricht der Autor. Dazu erläutert der Leistungssportler und Sportwissenschaftler Übungen vom Nackendrücken mit der Kurzhantel über Liegestütze bis hin zu Armbeugen, die alle im Schneckentempo ausgeführt werden. Benötigt werden lediglich eine Matte, Handtuch, Hanteln, Stuhl und eine Treppenstufe. Damit der Erfolg von Anfang an einsetzt, enthält das Buch einen Fitnesstest, der hilft, sich richtig einzuschätzen. Dazu gibt es Tipps zur gesunden Ernährung. Außerdem erläutert der Autor, wie Alltagsstress am besten zu meistern ist.

Thorsten Dargatz: «Slow-Motion-Fitness - Langsam macht fitter», BLV Buchverlag, 2006, ISBN 3-8354-0004-5, 14,95 Euro

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Alzheimer: Gehirnjogging verlangsamt Prozess

Münster (ddp). Eine Mischung aus sportlicher Aktivität und intellektueller Betätigung kann das Auftreten und den Verlauf von Alzheimer mindern. Das haben Wissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster jetzt durch Experimente bestätigt.

Ihre Studie hätte gezeigt, dass bei regelmäßiger körperlicher und kognitiver Herausforderung die Zahl und Ausdehnung der bei Alzheimer charakteristischen Eiweißablagerungen im Gehirn (Plaques) deutlich geringer seien, teilt die Hochschule mit. Dass physische und intellektuelle Aktivität das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung reduziert, wurde bereits in Studien beobachtet. Warum das so ist, war aber unbekannt.

Um dies herauszufinden, beobachteten die Wissenschaftler Mäuse in einer «angereicherten» Umgebung. Dabei konnten sie nachweisen, dass eine Umwelt, in der es viel zu spielen und zu entdecken gibt, eine Art Vitaminstoß für die geistige Leistungskraft auslöst. So war das Gedächtnis der Tiere signifikant besser als das von Artgenossen, die in einer schlichten Umgebung gehalten wurden.

Anschließend analysierten die Forscher biologische Veränderungen der Tiere. Dabei stellten sie fest, dass zum einen die Zahl der für Alzheimer charakteristischen Plaques in den Gehirnen der Tiere, die in den angereicherten Käfigen gehalten wurden, um fast ein Drittel reduziert war. Auch seien die einzelnen Plaques im Schnitt nur halb so groß gewesen. Noch auffälliger sei der Unterschied bei entsprechenden Protein-Ablagerungen in den Gefäßwänden gewesen, schreiben die Forscher. Hier lag die Reduktion bei 60 Prozent. Die Eiweißablagerungen sind deshalb so gefährlich, weil sie dafür sorgen, dass neben der Brüchigkeit der Gefäßwände und dem erhöhten Risiko für Hirnblutungen auch der Sauerstofftransport im Gehirn beeinträchtigt wird. Dies wiederum verstärkt die bei Alzheimer typischen Symptome wie Gedächtnisstörungen, Verhaltensveränderungen und schlechte Orientierung.

In weiteren Untersuchungen haben die Forscher zudem herausgefunden, dass bei kognitiver Herausforderung bestimmte Gengruppen anders funktionieren. Dadurch werde sehr wahrscheinlich einerseits das Zusammenklumpen einzelner Protein-Bruchstücke zu Plaques erschwert. Auf der anderen Seite würde dies den Abbau der Plaques ankurbeln, vermuten die Wissenschaftler.

Nächstes Ziel der Wissenschaftler ist es, die dabei ablaufenden Vorgänge genau zu identifizieren, um sie gezielt durch Aktivität beeinflussen zu können. Dadurch könnte das Auftreten von Alzheimer weiter hinausgeschoben und der Verlauf verlangsamt werden.

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Bandscheiben: Neues OP-Verfahren entwickelt

Bochum (ddp). Wenn nach einem Bandscheibenvorfall Schmerztherapie nicht hilft, muss operiert werden. Da die Halswirbelsäule dabei extrem beansprucht wird, suchen Mediziner nach schonenden Methoden. Eine neue Technik wenden jetzt die Ärzte an der Neurochirurgischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum an: Die Chirurgen fräsen einen kleinen Kanal durch den Wirbel, durch den sie vorgefallenes Bandscheibengewebe oder knöcherne Engstellen beseitigen können, so dass der Nerv befreit ist. Die Bandscheibe selbst bleibe funktionstüchtig, teilt die Hochschule mit.

Bislang entfernen die Ärzte bei Halswirbelproblemen die betroffene Bandscheibe meist komplett. An ihre Stelle setzen sie einen starren Platzhalter, den der Körper mit der Zeit von selbst knöchern überbaut. So verwachsen die beiden benachbarten Wirbel miteinander. Dadurch werden allerdings die Bandscheiben darüber und darunter umso mehr beansprucht, so dass sie später ebenfalls Probleme machen könnten.

Alternativ werden Prothesen entwickelt, die anstelle der eigenen Bandscheibe zwischen die Wirbel gesetzt werden und deren Funktion übernehmen sollen. Allerdings sind die Anforderungen an das Material sehr hoch - und auch bei Prothesen kann es passieren, dass die betroffenen Wirbel zusammenwachsen.

Die Bochumer Ärzte setzen jetzt auf ein Bandscheiben erhaltendes Verfahren. Der Operateur bohrt dazu ein Loch durch den Wirbelkörper, bis er zum Nervenaustrittsloch gelangt. Dort kann er knöchernes Material oder Bandscheibenstücke, die den Nerv einengen, entfernen. Die Bandscheibe selbst bleibt unangetastet. Erste Untersuchungen zeigen den Angaben nach viel versprechende Ergebnisse: Die Beschwerden verschwinden meist sofort, die Halswirbelsäule bleibt stabil und die Bandscheibe funktionstüchtig.

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Sexualität und Alkohol

Hat Alkoholkonsum einen Einfluss auf die Sexualität?

Die Sexualität wird vom Alkohol sehr wohl beeinflusst. Wie sich der Alkohol auswirkt, hängt jedoch stark von der Dosis ab.

Der Blutalkoholspiegel ist abhängig von:

* der Alkoholmenge
* der Art des Alkohols (z. B. Schnaps oder Wein)
* in welchem Zeitraum getrunken wurde
* ob auch gegessen wurde
* Alter
* Geschlecht
* Gewicht

Wie wirkt der Alkohol abhängig von der Dosis?

Kleine Mengen an Alkohol wirken sexuell anregend. Bekanntlich hat Alkohol einen enthemmenden Effekt und steigert dadurch die Lust. In einem Bericht in "Sexualmedizin" wird beschrieben, dass kleine Mengen an Alkohol bei Frauen den Testosteronspiegel ansteigen lassen, was mit einer Verstärkung des Lustgefühls einhergeht.

Wer die "positiven" Effekte des Alkohols nutzen möchte, zugleich aber nichts von der sexuellen Energie einbüßen will, sollte den Konsum auf etwa 0,5 Gramm Alkohol pro Kilogramm Körpergewicht beschränken. Das bedeutet z. B. für einen 75 Kilogramm schweren Mann, er sollte nicht ganz zwei Viertel Weißwein trinken.

Bei einer größeren Alkoholmenge wird die Aussprache "nuschelig". Es treten leichte Störungen in der Koordination auf. Die Sexualität kann aggressiver und rücksichtsloser werden. Um den Orgasmus zu erreichen, braucht es eine stärkere Stimulation. Manchmal wird man auch nur müde und schläft vorzeitig ein.

Durch große Mengen Alkohol werden die Bewegungen unbeholfen und taumelig. Frauen und auch Männer haben in diesem Stadium der Trunkenheit Probleme, den Orgasmus zu erreichen. Auch die Erektionsfähigkeit kann leiden. Es gilt: Der Geist ist willig, aber der Körper macht schlapp.

Wird extrem viel Alkohol getrunken, ist man nicht mehr in der Lage, zusammenhängend zu denken und gezielt aktiv zu sein. Die Sexualität wird unmöglich, die Erektion zu halten ist meistens unmöglich und ein Orgasmus wird nicht erreicht.

Wenn man über einen längeren Zeitraum große Mengen Alkohol konsumiert oder die krankhafte Form, also den Alkoholismus, erreicht hat, verringert sich das Verlangen nach Sex. Die sexuelle Leistungsfähigkeit kann sogar dauerhaft beeinträchtigt sein.

Weshalb führt der Alkohol unter anderem zu sexuellen Problemen?

Bei nicht regelmäßigem Alkoholgenuss sind die sexuellen Störungen und die allgemeinen körperlichen Veränderungen nach Abnahme des Blutalkoholspiegels wieder rückläufig.

Bei stetigem Alkoholkonsum entstehen im Körper Veränderungen, die zu dauerhaften Schäden führen. Es kommt zu Persönlichkeits-, Gehirn- und Nervenveränderungen sowie zu den bekannten Leberschäden (Zirrhose), Erkrankungen des Herzens etc.

Die Sexualität wird zur Nebensache, und die körperliche Leistungsfähigkeit in der Sexualität ist reduziert oder überhaupt nicht mehr vorhanden.

Alkohol wirkt als Nervengift und greift das Gehirn an. Der körperliche Stoffwechsel verändert sich durch die Leberschäden, das Zusammenspiel der Sexualhormone kommt aus dem Gleichgewicht.

Auch die dem Alkoholismus zugrunde liegende seelische Störung kann sich auf die Lust bzw. Potenz auswirken.

Wie kann sich die Sexualität wieder normalisieren?

Im Falle der Alkoholkrankheit ist die gestörte Sexualität nur ein Symptom. Es reicht nicht, diese Funktionsstörung zu behandeln, sondern vordringlich das Alkoholproblem. Dies erfolgt in der schwierigen und sehr lange dauernden Therapie des Alkoholismus. An erster Stelle steht hier die Einsicht des Betroffenen, alkoholkrank zu sein.

Informationen zur Therapie erhält man bei den Anonymen Alkoholikern bzw. beim Hausarzt. Alkohol ist eine Droge, die nicht nur den Geist süchtig macht, sondern auch den Körper. Es ist daher ratsam, eine Entziehungskur nach der Entgiftung des Körpers durchzuführen. Die Entzugserscheinungen können durch Medikamente gelindert werden. Eine psychologische Betreuung, die auch die Partnerin/den Partner einschließen muss, ist die Basis für jede andere Therapie. Häufig lösen sich auch die sexuellen Probleme, wenn die Sucht erfolgreich behandelt wird.

Hinweis: Die Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt von NetDoktor.de kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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Ärzte befürchten Versorgungsnotstand bei Heilmitteln

Seit Jahresbeginn gelten in einigen Teilen der Republik Richtgrößen für Heilmittel. Besonders in Nordrhein, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg wird den Ärzten unmissverständlich erläutert, dass sie Regresse bei Überschreitungen zu erwarten haben. Vor allem in Nordrhein ist die Verunsicherung groß, da hier die Kassenärztliche Vereinigung (KV) sehr offensiv die vereinbarten Richtgrößen einfordert. Auch Ärzte lehnen sich gegen diesen Zustand auf und bemängeln, dass sie in einen unethischen Konflikt getrieben werden. In dieser Zeit der Verunsicherung ist jede Aufklärung wichtig und willkommen. Leider bewirken unwahre Behauptungen genau das Gegenteil. So enthält die Patienteninfo des ZVK Baden-Württemberg nach wie vor groben Unfug. Dort wird wider besseres Wissen geschrieben, dass
Verordnungen, die den Heilmittelrichtlinien entsprechen, vom Regress ausgenommen würden. Die ersten entrüsteten Briefe von wütenden Ärzten sind bereits eingegangen...

Ärzte befürchten Versorgungsnotstand bei Heilmitteln
http://www.physio.de/php/meldung.php3?id=5934

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Heilfasten - gesund oder gefährlich?

Ernährungsexperten warnen vor schädlichen Folgen
Am Aschermittwoch ist alles vorbei: Karneval, Kölsch und Krapfen adé. Jetzt beginnt die Fastenzeit in der christlichen Kirche. Viele nehmen den Brauch sogar zum Anlass, eine Heilfasten-Woche einzulegen. Experten warnen jedoch vor den gefährlichen Folgen des Nahrungsverzichts.

Nach Karneval: Verzicht auf Alkohol

Nach den ausschweifenden Karnevalstagen möchten viele Menschen ihrer Seele und ihrem Körper etwas Gutes tun. Bis Ostern wollen sie dem Alkohol, Nikotin oder Süßigkeiten entsagen. Manche verzichten sogar völlig auf feste Nahrung. Doch die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Aachen steht dieser Form von Askese kritisch gegenüber: Fasten bewirke keine Selbstreinigung und Erholung, sondern einen extremen Stoffwechselstress, warnt Sprecher Sven-David Müller-Nothmann. Unkontrolliertes Fasten und "Nulldiäten" könnten den Organismus sogar schädigen.

Nur Gesunde sollten fasten

Nach Ansicht der Ernährungsexperten führt das Heil- oder Saftfasten zu einem Vitamin- und Mineralstoffmangel. Dieses Defizit könne durch eine vorherige Darmentleerung mit Glaubersalz oder intensiver körperlicher Bewegung verstärkt werden. Aus medizinischen Gründen sei lediglich eine kurzzeitige Kur für vollständig gesunde Menschen unter ärztlicher Kontrolle ratsam. Alles andere könne gefährlich werden. Für Übergewichtige, die durch eine Radikalkur lästige Pfunde loswerden wollen, sei Heilfasten zudem vollkommen ungeeignet. Denn während des kompletten Energieentzugs greife der Körper weniger auf Fettreserven zurück, sondern entziehe der Muskulatur Eiweiße. Dies führe nach dem Ende der Kur unweigerlich zu einem Jo-Jo-Effekt. "Wer abnehmen möchte, muss dauerhaft sein Ernährungsverhalten in Richtung kohlenhydrat- und ballaststoffreicher, aber fettarmer Kost umstellen, aber nicht fasten", erklärt Müller-Nothmann.

Entgiftende Wirkung in Frage gestellt

Experten: Heilfasten zum Abnehmen ungeeignet
Aus wissenschaftlicher Sicht sei auch die entschlackende Wirkung des Heilfastens umstritten. Abbauprodukte und giftige Stoffe würden normalerweise vom Körper wieder ausgeschieden, behauptet die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik. Eine Ansammlung im Körper sei nicht nachzuweisen. Peter Dreizler, Heilpraktiker und Leiter des Fasten-Kollegs in Erlangen sieht das anders. Die Klinikerfahrungen von Fastenärzten wie Dr. Otto Buchinger hätten das Gegenteil bewiesen. Schadstoffbelastungen, Umweltgifte oder Stoffwechselrückstände würden sich im Körper anlagern. Beim Fasten würden diese Stoffe jedoch verbraucht beziehungsweise ausgeschieden. "Natürlich müssen auch die Risiken beachtet werden", räumt Dreizler ein. So müssten bei einer längeren Fastenzeit, die mehr als fünf bis sieben Tage dauert, Vitamine und Mineralstoffe zugeführt werden. Auch körperliche Bewegung gehöre zum Fasten, aber möglichst ohne Übertreibung. Auf diese Weise werde der Abbau von Muskeleiweiß verhindert.

Befürworter: Fasten aktiviert das innere Heilen
Grundsätzlich sei das Fasten eine individuell abzuklärende Entscheidung. Dreizler: "Es kommt darauf an, ob man fasten möchte, um abzunehmen oder um sich mental und emotional Klarheit zu verschaffen." Gerade in der heutigen, hektischen Zeit biete das Fasten eine Rückzugsmöglichkeit, um sich wie bei einer religiösen Übung auf das Wesentliche zu besinnen. Dreizler: "Der Alltag beruhigt sich. Man kann versuchen, zum innersten Selbst wieder Kontakt aufzunehmen." Die Beschäftigung mit sich könne darüber hinaus ein positiver Anreiz sein, Ess- oder Lebensgewohnheiten zu überdenken. Das innere Heilen werde so aktiviert. "Deshalb eignet sich das Fasten auch als Therapie bei typischen Zivilisationskrankheiten wie Rheuma, Hautleiden oder Stoffwechselstörungen", ist der Heilpraktiker überzeugt.

http://www.wdr.de/themen/gesundheit/koerper/heilfasten/index.jhtml

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Warmes Bier bei Erkältungen

Warmes Bier ist bei Erkältungen tatsächlich empfehlenswert. Das alte Hausmittel lindert nicht nur den Schnupfen,sondern enthält auch ätherische Öle und Bitterstoffe, die einen stark beruhigenden und Schlaf fördernden Effekt haben, wie die Techniker Krankenkasse berichtet. Die Bitterstoffe wirkten antibakteriell und bekämpften Krankheitserreger.

Der Körper beginne zu schwitzen und scheide Schlacken und Giftstoffe schneller aus. Doch dürfe das Bier nicht über 40°C erwärmt werden, da zu viel Hitze die Inhaltsstoffe zerstöre.

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Freigestellte ohne Schutz

Wer einen Aufhebungsvertrag mit Freistellung bis zum Ende der Kündigungsfrist unterschreibt, riskiert seinen Sozialversicherungsschutz. Darauf weist die Stiftung Warentest hin. Seit Juli 2005 sei es die Meinung der Spitzenverbände der Krankenkassen, Rentenversicherungsträger und der Bundesagentur für Arbeit, dass derjenige, der nicht mehr arbeite, weil er freigestellt sei, auch nicht mehr sozialversichert sei.
Der Arbeitnehmer sei einen Monat nach Beginn der Freistellung nicht mehr pflichtversichert und müsse sich freiwillig krankenversichern.

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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat Februar alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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