Newsletter vom 16.04.2006, 19:17:30

Betreff:

Newsletter April

Allen Bandis ein frohes Osterfest

Liebe Mitglieder,

auch wenn einige von Euch die Ostereier besser nicht färben, da man sie im Schnee dann gut verstecken könnte ;-), wünschen wir Euch ein schönes Osterfest im Kreise Eurer Lieben.

Solche Feste haben ja nicht nur den religiösen Hintergrund, sondern sind auch willkommener Anlass, Verwandte von weit und nah um sich zu versammeln.

Wir wünschen Euch viel Spaß und möglichst keine Schmerzen.

Das Team von www.diebandscheibe.de

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Banditreffen in Berlin vom 29.09. bis 01.10. 2006

Unser diesjähriges Banditreffen findet in Berlin statt und es haben sich schon viele Mitglieder angemeldet. Wir würden uns freuen, auch Euch in Berlin begrüßen zu können. Das persönliche Kennenlernen und viel Spaß stehen im Vordergrund. Alle Infos zum Treffen findet Ihr im Stammtisch.

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=13400

Also, los geht´s, wir warten auf Eure Anmeldung:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=13401

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Winziger Biss mit oft schweren Folgen

Alle Jahre wieder startet mit den ersten warmen Sonnenstrahlen eine Kampagne mit dem Ziel, die Bevölkerung zur Impfung gegen die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (kurz FSME, oder auch TBE aus dem englischen tick-borne encephalitis) zu motivieren. Diese spezielle Form der Hirnhautentzündung wird durch den Biss mit Viren infizierter Zecken übertragen (im Volksmund Holz- oder Waldbock genannt; meist Ixodes ricinus, inzwischen kommen in Deutschland aber auch weitere Arten vor).

Nach dem Biss kommt es zu einer fieberhaften Vorkrankheit, die zwei bis sieben Tage dauert, von einem fieberfreien Intervall und dann neuerlichen Fieberschüben gefolgt wird. Dazu kommen schwere Sprach- und Schluckstörungen, Verwirrtheit und epileptische Anfälle, Atemstörungen bis zu Koma und Tod. Ärzte sprechen von fleckförmiger Polioencephalomyelitis, geschädigt werden dabei das Hals- und Rückenmark und Teile des Gehirns.

Davon schwer betroffen sind besonders ältere Menschen, aber auch Kinder. Gegen die FSME/TBE gibt es eine Impfung, die von Fachleuten empfohlen wird für Personen, die sich in betroffenen Gebieten aufhalten und dort Aktivitäten in der Natur nachgehen. Wobei man sich einen Zeckenbiss auch bei der kurzen Rast am Waldrand oder beim Radeln entlang von über den Weg hängendem Grünzeug einhandeln kann.

Als allgemeine Vorbeugung wird neben Repellents (chemischen Insektenvergrämungsmitteln) das möglichst nahtlose Bedecken des Körpers mit hellen Textilien empfohlen (man sieht auf der Khakihose Zecken besser als auf der dunklen Jeans). Wer durchs Unterholz streifen will oder muss, kann sich mit Moskitonetz-Hut und Gamaschen zusätzlich schützen. Nach dem Entkleiden sollte man seinen Körper inspizieren, die Kleidung waschen oder im Trockner erhitzen.

Die FSME/TBE wird in Europa seit 1927 beobachtet, damals in Österreich, offenbar breitet sich das FSM-Virus seitdem unaufhaltsam aus. Besonders in Polen und dem Baltikum haben die gemeldeten FSME-Fälle seit den neunziger Jahren sprunghaft zugenommen, berichtete Sarah Randolph, Zoologie-Professsorin an der Universität Oxford, vergangenen Freitag bei einer Fachtagung zur TBE in München. In Ungarn und auf dem Balkan sei dagegen seit 1997 ein Rückgang zu verzeichnen.

Randolph ist Zecken-Spezialistin mit über 130 Fachpublikationen, sie zitierte hierzu auch die Statistik des EU-Projekts Eden (im Internet: http://eden.cirad.fr.), zu der 16 Partner in 14 Nationen Daten geliefert haben.

Nach der Eden-Statistik werden insgesamt jährlich rund 4500 FSME-Infektionen gemeldet, von denen ein Prozent tödlich ausgehen. Weniger tödlich, aber rund zehnmal häufiger sind laut Randolph inzwischen Fälle von Lyme-Borreliose (kurz LB), die ebenfalls durch Zeckenbiss übertragen wird.

Ute Fischer (Reinheim), Borreliose-Betroffene und früher Pressesprecherin beim Borreliose Bund Deutschland e.V., und Bernhard Siegmund haben ein „Borreliose-Jahrbuch 2006“ herausgegeben (ISBN-Nr. 3-833443-06-5, für 16,80 Euro im Buchhandel). Nach dort zitierten Statistiken des nationalen Referenzzentrums Borrelien (München) und des Robert Koch-Instituts (München) gibt es in Deutschland jährlich 60 000 bis 100 000 LB-Fälle. Diese Krankheit sei damit nach Salmonellose hierzulande die zweithäufigste Infektionskrankheit. Obwohl in den neuen Bundesländern Meldepflicht bestehe, seien diese Zahlen höchst unsicher. Dies liegt offenbar vor allem an mangelnder Information auch der Mediziner und an der unübersichtlichen, wenig ausgeprägten Symptomatik.

An Borreliose-Anzeichen nennt Fischer voran die „Wanderröte“, die sich „nach frühestens sieben Tagen, auch noch Wochen und Monate nach dem Zeckenstich“ einstellen kann. (Da die Zecken über bohrende Mundwerkzeuge Blut saugen, ziehen wir im Gegensatz zu Fischer und im Einklang mit Fachlexika hier die Bezeichnung „Biss“ vor).

An weiteren Symptomen im ersten Stadium nennt Fischer Erytheme (Rötungen an verschiedenen Körperstellen) sowie Lymphozytome (Ansammlung weißer Blutkörperchen in Ohrläppchen, Brustwarzen, Hoden und Körperbeugen), sowie Schmerzen in Bauch, Kopf und Rücken, in Gelenken, Muskeln und Bändern, Schluckbeschwerden und Heiserkeit, Schweißausbrüche und Übelkeit bis zum Erbrechen. Höchst wertvoll, aber die klare Erkennung der Infektion weiter erschwerend ist der Hinweis, dass die Symptome der verschiedenen Stadien keineswegs genau zeitlich abgegrenzt sind – sie können oft in anderer Abfolge und mitunter erst Jahre nach der Infektion auftreten.

Zu den Spätfolgen zählen neben den genannten, oft auch diffusen Beschwerden und Schmerzen besonders Entzündungen in den Gelenken, den Augen, die verschiedensten Sinnesstörungen, Gelenksteife, Symptome wie bei Parkinson und Epilepsie, psychische Störungen und vieles andere.

Um diese verwirrende Vielfalt von Anzeichen einigermaßen zu systematisieren, enthält das Büchlein auf 52 seiner 152 Seiten einen Kalender, in den der Borreliose-Patient seine Symptome täglich mittels Kürzeln eintragen kann, daneben Aktivitäten und auch genommene Medikamente im Blick behalten kann.

Zahlreiche Seiten widmet Fischer der Diagnostik. Diese ist nach ihrem Bericht vom 5. Kasseler Borreliose-Symposium (Oktober 2005) selbst im Labor aus Blut- sowie Liquorproben (aus dem Rückenmark gezogener Körperflüssigkeit) keineswegs gesichert. Ebensowenig stichhaltig seien Borrelien-Tests an eingesandten Zecken.

Im Hinblick auf mögliche gravierende Langzeitfolgen (Gelenks- und Herzbeschwerden) sei nach ersten Anzeichen eine Doxycyclin-Therapie anzuraten. In diesem Jahr will ein Pharmakonzern einen ersten Borreliose-Impfstoff für Menschen testen, bis zur Markteinführung kann auch danach noch einige Zeit vergehen.

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Gesundheitsreform im Überblick

Unter der Webadresse http://www.die-gesundheitsreform.de/index.4ml gibt das Bundesministerium für Gesundheit einen Überblick über den aktuellen Zustand unseres Gesundheitssystems. Hier findet man auch Informationen zu der geplanten, neu einzuführenden Gesundheitskarte mit der Möglichkeit des Downloads von Broschüren.

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Rank und schlank

Dauerhaft rank und schlank…wie nehme ich gesund ab?
Der Frühling kommt und die Winterpfunde sind meist noch nicht runter. Viele Zeitungen bieten gerade in dieser Zeit unterschiedliche Diäten an, neben Brigitte Diät, Kohlsuppendiät und anderen Crash-Diäten findet man Berichte von Schlankmacherpillen, die die Gewichtsabnahme beschleunigen sollen. Für die Diätwilligen ist es natürlich schwer zu beurteilen, welche Diät und welches Produkt wirklich die erfolgreiche Gewichtsabnahme verspricht, die auch dauerhaft zu halten ist. Wir haben für sie einige Kriterien zusammengestellt, die für eine effektive und dauerhafte Gewichtsreduktion wichtig sind.

Abnehmen durch sinnvolle Ernährungsumstellung

Eine geplante Gewichtsabnahme über 5 kg ist nur zu erreichen mit einem langfristig angelegten Programm, das neben einer Ernährungsumstellung auch Sport bzw. ein Bewegungsprogramm mit einbezieht. Sinnvoll wäre eine Ernährung mit hohem Gehalt an Obst und Gemüse. Es empfiehlt sich die Reduktion von tierischem Fett und leeren Kohlenhydraten, wie z.B. in Weißmehlprodukten, Kuchen und Süßigkeiten. Denn diese Art von Kohlenhydraten hat außer Kalorien meist keine für den Körper wichtigen Nährstoffe und kann dank eines schnellen Blutzuckeranstieges und darauf folgender Insulinausschüttung den Heißhunger schüren.
Die Gesamtkalorien sollten dabei nicht zu stark reduziert werden, es empfiehlt sich bei längeren Diäten zwischen 1200-1500 kcal, um eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen zu gewährleisten. Übergangsweise wäre auch eine Substitution von Vitaminen und Mineralstoffen bei längerer Diät über 2 Wochen sinnvoll. Die Gewichtsabnahme erfolgt häufig etwas langsamer als bei kurzfristigen Diäten, ist aber von längerer Dauer, da nicht nur Wasser und Muskelmasse verloren gehen, sondern auch das lästige Körperfett verbrannt wird.
Empfohlen ist eine Gewichtsabnahme von bis zu einem Kilogramm pro Woche. Diäten wie Glyxx Diät oder Logi Methode bevorzugen Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index und können helfen, die Ernährung dauerhaft umzustellen.

Sport strafft den Körper und belebt die Psyche
Regelmäßige körperliche Bewegung und besonders Sport sind wichtig, um den Grundumsatz zu erhöhen und den Muskelaufbau sowie Fettabbau zu fördern. Neben einer Umstellung der täglichen Gewohnheiten wie Treppensteigen statt Aufzug fahren, mit dem Fahrrad zur Arbeit, Mittags einen Spaziergang machen anstatt in der Kantine zu sitzen, unterstützt Ausdauersport wie Joggen, Nordic-Walking, Schwimmen, Fahrradfahren die Fettverbrennung. Anfänger sollten 2-3-mal pro Woche 30-45 min. Sport treiben und langsam steigern. Gerade Joggen und Walken hat auch einen positiven Effekt für die Psyche. Zur Straffung von Bauch, Beine, Po und Busen sollten Sie 2-3 mal pro Woche ein 10-15 min Gymnastikprogramm einlegen oder spezielle Kurse im Fitnesscenter besuchen.

Vorsicht vor Crash Diäten und Co

Auch wenn der Wunsch nach einer schnellen Gewichtsabnahme groß ist und Sie nur 2 bis 5 kg Gewicht verlieren wollen, sollten Sie nicht eine "Crashdiät" einlegen, die eine schnelle Gewichtsabnahme innerhalb weniger Tage verspricht. Meist verlieren Sie bei solchen Diäten überwiegend Wasser und wenig Fett und es kann deswegen zu einer ebenso schnellen Gewichtszunahme nach der Diät kommen, dem so genannten Jojo Effekt.
Die Gruppe der eiweißreichen Diäten wie Aktins-, Hollywood- oder South Beach Diät versprechen schnelles Abnehmen durch viel Protein und wenig Kohlenhydrate. Studien zeigen, dass die Gewichtsabnahme am Anfang etwas schneller erfolgt als bei eher Kohlenhydrat betonten Diäten, aber langfristig jedoch sich wenig Unterschiede zeigen. Dafür können die proteinreichen und fettreichen Diäten aber den Stoffwechsel und Säure-Basen-Haushalt belasten durch Erhöhung der Harnsäureproduktion und des Cholesterinspiegels. Auch sind Fastenkuren in diesem Sinn keine Diät, da der Sinn und Zweck die Entgiftung des Körpers ist und nicht das Abnehmen an sich.

Formuladiäten und Diätprogramme

Es gibt eine Vielzahl von anderen Diätprogrammen, wie zum Beispiel Weight-Watchers und die so genannten Formula-Diäten wie z.B. Slimfast, die langfristige Abnehmprogramme anbieten. Auch Ärzte bieten zunehmend Diätkonzepte an, wie z.B. von Precon oder Formmed, die gerade für stark übergewichtige Personen mit Erkrankungen, die einer ärztlichen Überwachung bedürfen, geeignet sind. Welches Programm für Sie das richtige ist, besprechen Sie am besten mit ihrem Hausarzt.

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Chronische Schmerzen mindern Lust

Chronische Rückenschmerzen beeinträchtigen das Sexualleben der Betroffenen massiv. Bei zwei österreichischen Studien unter je 1.000 befragten Frauen und Männern mit Lendenwirbelsyndrom klagten 91 Prozent der Frauen und 81 Prozent der Männer über ein gesunkenes Lustgefühl.

Die Leiterinnen der Studie kritisierten scharf die zuständigen Hausärzte, wie die "Apotheken-Umschau" berichtet.
Nicht einmal jeder zehnte Arzt hätte seine Patienten auf mögliche Probleme im Sexualleben angesprochen, auch Therapiemöglichkeiten wurden kaum erörtert

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Neues System zur Schmerztherpaie

Internationale Mediziner haben ein neues System zur Schmerztherapie entwickelt. Es ist nicht größer als eine Kreditkarte und kann am Oberarm oder -körper aufgeklebt werden. Das Medikament wird in einer Elektrode auf der Haut platziert und gelangt mit Einschalten von Schwachstrom in die tieferen Gewebsschichten, wo es vom Körper aufgenommen wird, wie Stefan Grond von der Universität Halle-Wittenberg sagt.

Bei dem neuen Elektrotransportsystem können die Patienten demnach selbst entscheiden, wann sie eine Medikamentengabe zur Schmerzstillung benötigen.

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Rückruf: Pflegemittel kann Atemnot auslösen

Düsseldorf (ddp). Das Düsseldorfer Umweltministerium macht auf den Rückruf von flegemitteln für Glas, Keramik, Bad und WC aufmerksam. Die Firma Kleinmann aus dem Baden-württembergischen Sonnenbühl habe vor dem Gebrauch gewarnt, sagte eine Sprecherin am 29.03.2006 in Düsseldorf.

Betroffen seien die Aerosol-Produkte «Magic Nano Bad- und WC-Versiegeler» und «Magic Nano» beziehungsweise «Finy Glas- und Keramik-Versiegeler». In NRW gebe es bereits vier Vergiftungsfälle, unter anderem in Düsseldorf und Hattingen, sagte die Sprecherin weiter. Bundesweit seien es mehr als 20 Fälle. Die Betroffenen hätten über Atemnot geklagt. Die Mittel wurden den Angaben zufolge seit Montag in Penny-Märkten als Aktionsware verkauft. Sie könnten in die Verkaufsstellen zurückgebracht werden. Dort werde der Kaufpreis erstattet.

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Kapseln und Tabletten: Nicht alle dürfen geteilt werden!

Barendorf (ddp). Einige Medikamente sehen aus, als würden sie im Halse stecken bleiben. Um sie mundgerecht vorzubereiten, teilen viele Menschen die Tabletten in kleine Stückchen. Doch nicht alle Arzneien dürfen beliebig zerbrochen werden.

«Wenn der Hersteller Kerben in die Tabletten gepresst hat, können Medikamente problemlos geteilt werden», sagt Heinz Jarmatz, Mitglied des Bundesvorstands des Deutschen Hausärzteverbandes. Allerdings müsse weiterhin die verordnete Dosierung eingehalten werden.

Vorsicht gelte bei Kapseln. «Sie dürfen nicht geteilt werden», betont Jarmatz. «Bei einigen kann jedoch der Wirkstoff entnommen und in Flüssigkeit aufgelöst werden. Das muss aber unbedingt mit dem Arzt abgesprochen werden.»

Immer als Ganzen eingenommen werden sollten Filmtabletten. «Wird der Film beschädigt, können sich die Medikamente bereits im Magen auflösen. Dann wären sie nutzlos, denn viele dieser Arzneien sollen erst im Darm wirken», betont Jarmatz.

Wer Probleme hat, unförmige Tabletten zu schlucken, könne diese mit fetthaltigen Flüssigkeiten wie Milch oder Trinkjogurt herunterspülen. «Das ist einfacher.

Allerdings ist vorher ein Blick in den Beipackzettel wichtig, denn nicht alle Medikamente dürfen zusammen mit Milchprodukten eingenommen werden», sagt Jarmatz.

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Zukunftssorgen: Ältere Deutsche sind pessimistisch

Berlin (ddp). Ältere Deutsche schauen einer Studie zufolge pessimistisch in die Zukunft. «Die Zukunft im Alter macht den Deutschen große Angst», sagte Klaus-Peter Schöppner, Geschäftsführer des Umfrageinstituts TNS Emnid, am 21.03.2006 bei der Vorstellung der internationalen Studie in Berlin.

«80 Prozent der Deutschen über 50 Jahren sehen ihre finanzielle Zukunft in Besorgnis», hob Schöppner hervor. Die Menschen erwarten demnach eine «massive Verschlechterung» besonders bei der künftigen Gesundheitsversorgung und der sozialen Absicherung im Alter. Mit ihrer jetzigen Lage ist der Studie zufolge hingegen die Mehrheit der Älteren in Deutschland überwiegend zufrieden. Deutschland werde immer noch als Sozialstaat wahrgenommen. Keiner Altersgeneration in Deutschland sei es auch jemals so gut gegangen wie der heutigen, betonte Schöppner.

Die Studie umfasst auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen und Spanien. Es wurden jeweils zwischen 421 und 506 Personen befragt. Ihre jetzige Situation beschrieben die Befragten in keinem Land so positiv wie in Deutschland. Pessimismus mit Blick auf die Zukunft gibt es in allen untersuchten Ländern, nirgends jedoch sind die Zukunftsängste so groß wie in Deutschland. Die pessimistische Grundhaltung vieler Deutscher sei auch nicht grundlos, gab Meinhard Miegel, Leiter des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG) Bonn, zu bedenken und betonte, das bestehende Sozialversicherungssystem sei in Zukunft nicht mehr finanzierbar.

Wenn es so fortgesetzt würde, müssten nach seiner Berechnung im Jahr 2035 rund 65 Prozent der Bruttoarbeitsentgelte für die soziale Sicherung aufgebracht werden.

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Schadstoffe: Renovieren für Schwangere tabu

Hamburg (ddp). Kaum kündigt sich der Nachwuchs an, beginnt die Planung für das Kinderzimmer. Doch um die Gesundheit des Kindes im Mutterleib nicht zu gefährden, sollten werdende Mütter den Einrichtungsarbeiten fern bleiben.

«Werden bestimmte Schadstoffe von Lacken oder Lösungsmitteln eingeatmet, können sie zu Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen beim Kind führen», sagt Wolfgang Cremer, Hamburger Landesvorsitzender des Berufsverbands der Frauenärzte. Eine Gefahr durch giftige Dämpfe bestehe für das Ungeborene während der gesamten Schwangerschaft.

Der Gynäkologe empfiehlt eine strikte Rollenverteilung: «Die werdende Mutter darf die Einrichtung bestimmen und einkaufen. Beim Renovieren ist der Vater gefragt», betont Cremer.

Nicht nur wer Wände streicht oder Türrahmen lackiert, muss während der Schwangerschaft besonders aufpassen. «Auch Arbeiten wie alte Tapeten herunterreißen oder Parkett entfernen sind gefährlich. Denn schnell können Altlasten wie Parkettkleber oder Kleisterreste zum Vorschein kommen», warnt der Mediziner.

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Indianisches Heilkraut

Ein indianisches Heilkraut hilft gegen grippalen Infekt - der Wasserdost Wenn es die ganze Familie erwischt

In der kalten Jahreszeit haben Viren oft leichte Beute. Erwischt der grippale Infekt die Kleinen im Kindergarten oder in der Schule, werden wenig später die typischen Beschwerden wie Schnupfen, Halsschmerz, Heiserkeit und Husten zu Hause an die Eltern weitergegeben. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen kommen hinzu und man fühlt sich müde, schlapp und abgespannt. Gut, wenn man in dieser Situation auf eine bewährte Naturtherapie für die ganze Familie zurückgreifen kann.

Zwar sagt der Volksmund, gegen grippale Infekte sei kein Kraut gewachsen, doch das stimmt so nicht, gibt es doch den Wasserdost - ein pflanzliches Anti-Infektivum.

Die aus der indianischen Volksmedizin bekannte Heilpflanze, findet aufgrund ihres vielseitigen antiinfektiven Wirkspektrums auch im europäischen Raum immer häufiger Anwendung. Neben seltenen Naturstoffen zeichnet sich die rot blühende Pflanze durch den hohen Gehalt an „natürlichen Xylanen“ aus. Diese fördern die Bekämpfung der Krankheitserreger durch das körpereigene Immunsystem. Der Wasserdost – er wird von Botanikern als Eupatorium perfoliatum bezeichnet – wurde über Jahrhunderte von verschiedenen Indianerstämmen Nordamerikas erfolgreich zur Behandlung von Fieber, Atemwegsbeschwerden und anderen Erkrankungen eingesetzt. Bereits die ersten europäischen Siedler in der Neuen Welt machten sich dieses Wissen zunutze und schon nach kurzer Zeit fand der Wasserdost Eingang in verschiedene medizinische Standardwerke.

Wasserdost veranlasst das körpereigene Immunsystem, vermehrt Viren bekämpfende Abwehrzellen zu produzieren. Durch diese "indirekt antivirale Wirkung" werden Infektionen oft bereits im Keim erstickt. Darüber hinaus besitzt die Heilpflanze eine ausgeprägt antibakterielle Wirkung. Sogar gefährliche Bakterien, die sich später auf der erkrankten Atemwegsschleimhaut ausbreiten könnten, werden effektiv bekämpft. Zu Recht werden Wasserdost und daraus zubereitete Arzneimittel als "pflanzliche Antiinfektiva" bezeichnet, die zudem die bei grippalen Infekten auftauchenden Muskel- und Gliederschmerzen besonders rasch lindern.

Die typischen Beschwerden eines grippalen Infekts (Erkältung) werden schnell gelindert und die Krankheitsdauer bis zu 50% verkürzt. Es lohnt sich also zu erwägen, Wasserdost bei allen viralen Erkrankungen einzusetzen, da der Wirkungsmechanismus unabhängig von der Art der Viren ist.

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Der Mensch als Wetterfrosch - Wetterfühligkeit

Es gibt sehr viele Wetterregeln, trotzdem lässt sich kein Wetter regeln.

Was ist Wetterfühligkeit?
Meyers Großes Taschenlexikon definiert Wetterfühligkeit als die "Beeinflussbarkeit von Allgemeinbefinden, Stimmung und Leistungsfähigkeit durch Witterungserscheinungen, z. B. Fön. Wetterfühligkeit tritt bei etwa 30% der mitteleuropäischen Bevölkerung auf. Besonders betroffen sind Menschen mit Kreislaufstörungen. Von der Wetterfühligkeit zu unterscheiden ist die Wetterempfindlichkeit, die sich durch Verschlimmerung bestehender Krankheiten, örtlicher Beschwerden und Schmerzen äußert."

Unter der Wetterfühligkeit versteht man die Reaktion des Körpers auf atmosphärische Umweltreize. Seit jeher werden wir Menschen durch das Wetter beeinflusst.

Die Verkehrsstatistik beweist das. Bei einem aufziehenden Gewitter steigt die Unfallhäufigkeit um 7%. Ein Wechsel von kühler zu feuchtwarmer Luft hat sogar einen Anstieg von 9% zur Folge. Die Föhnwetterlage soll sogar die Gewaltbereitschaft erhöhen. Das haben Gutachter am Gericht nachgewiesen. Reaktionen unseres Körpers auf Wetterreize sind ganz natürlich. Im Normalfall nehmen wir diese Änderungen jedoch nicht wahr.

Die dauernde Abschirmung vor Wettereinflüssen in klimatisierten Räumen führt dazu, dass wir besonders sensibel reagieren. Geringste Klimareize verursachen eine Überforderung des vegetativen Nervensystems. Wir beginnen die eigentlich natürlichen Reaktionen des Körpers, die wir sonst kaum wahrnehmen, unmittelbar zu spüren. Das Nervensystem meldet die Anstrengungen der Umstellung an das Gehirn weiter. Auf diese Meldung reagieren wir dann mit Kopfschmerzen, Müdigkeit, mangelnder Konzentrationsfähigkeit und Schlafstörungen. Wir sind schlicht nicht genügend abgehärtet und somit überfordert.

Erscheinungsbilder

Störungen normaler physiologischer Funktionen

Hierzu gehören die meisten vegetativ-nervösen Zustände, messbare Größen sind hier z.B. Schwankungen des Blutdrucks und der Hautdurchblutung.

Lokalisierte Schmerzzustände

Hier wird die große Gruppe des rheumatischen Formenkreises angesiedelt, wie z.B. Schmerzen im Stütz- und Bewegungsapparat, Narbenschmerzen, erhöhtes Schmerzempfinden von Verletzungen.

Störungen, die vom zentralen Nervensystem aus gesteuert sind

Diese Störungen äußern sich z.B. durch erhöhte Reizbarkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen, depressive Stimmungslagen, Kopfschmerz und Mattigkeit.

Tipps bei Wetterfühligkeit

- Täglich bei jedem Wetter an die frische Luft, damit der Körper lernt, sich auf Temperatur- und Wetterwechsel einzustellen

- Gezielt Entspannung üben, z.B. autogenes Training, Qi Gong, damit bekämpft man psychische Verstimmungen, die durch Klimareize verstärkt werden können

- Warm-Kalt-Wechselbäder zum Trainieren des Gefäßsystems

- Regelmäßig dreimal zwei Teelöffel Pflanzentinktur aus der Klostermelisse, dies harmonisiert das vegetative Nervensystem, das bei Wetterfühligkeit aus der Balance gerät.
Das vegetative Nervensystem wird unterstützt, so dass sich die Körperfunktionen rechtzeitig auf eine Veränderung der Wetterlage einstellen können.

- Den Urlaubsort sollten Wetterfühlige nach klimatischen Gesichtspunkten auswählen. Jeder plötzliche Klimawechsel kann sich bedenklich auswirken. Ein Arzt sollte hierbei zu Rate gezogen werden.

- Treiben Sie regelmäßig Sport wie z.B. Gehen, Wandern, Joggen, Radfahren, Schwimmen, Reiten. Wichtig sind Ausdauersportarten. Aber auch Rasen mähen und Treppen steigen ist gut geeignet.

- Einmal wöchentlich einen Saunabesuch (nicht bei Herz- Kreislaufproblemen)

- Immer zu gleichen Zeit ins Bett gehen und für ausreichend Schlaf sorgen

- Überwiegend Obst und Gemüse essen

- Ausgewogen und fettarm ernähren

- Alkohol, Zigaretten und Kaffee vermeiden

Allgemeine Wetterfühligkeit kann unter Umständen aber auch ein Hinweis auf schwelende Krankheitsherde oder ungelöste seelische Spannungen sein!
Und zu guter Letzt empfiehlt es sich, unnötige Stresssituationen zu vermeiden.

Der deutsche Wetterdienst gibt über Telefon (0) 11601 "medizinmeteorologische Hinweise".
(Quelle Qualimedic)

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Schweizer Forscher: Bioresonanztherapie ist ,,Unsinn"

(Bild am Sonntag 9.4.2006)
Genf - Sie wird bei Allergien eingesetzt, soll die Unverträglichkeit von Amalgam-Füllungen erkennen und gar Kopfschmerzen bekämpfen. Viele Heilpraktiker setzen schon seit Jahren auf die so genannte Bioresonanztherapie. Doch jetzt stellten Schweizer Wissenschaftler fest, daß die Therapie nicht hält, was sie verspricht. Die Experten bezeichneten Bioresonanz sogar als „diagnostischen und therapeutischen Unsinn".

Der Schweizer Allergologe Professor Brunello Wüthrich vom Spital Zollikerberg und seine Kollegen berichten im Fachmagazin „Aktuelle Dermatologie", daß sowohl bei Bioresonanz als auch bei der so genannten Elektroakupunktur „keine Wirksamkeit nachgewiesen" werden
konnte. Bei diesen Verfahren nimmt man an, daß Menschen und Gegenstände bestimmte Schwingungen aussenden. Weil diese sich gegenseitig beeinflussen, können zum Beispiel Schwingungen von Lebensmitteln eine Allergie auslösen. Mit einer speziellen Apparatur aus Kabeln und Metallelektroden können die Wellen angeblich gemessen und sichtbar gemacht werden. Im zweiten Schritt soll das Gerät die Schwingungswellen selbst erzeugen, nur spiegelbildlich. Dadurch, so die Theorie, löschen sich die Wellen im Lauf der Therapiesitzungen (pro Sitzung 50 bis 100 Euro) gegenseitig aus - die Allergiesymptome verschwinden.

Das Fazit von Professor Wüthrich: „Hier wird Unsinn als Wissenschaft präsentiert. Solche Verfahren können bei Patienten mit potentiell lebensbedrohlichen Allergien wirksame Behandlungen verhindern."

Weitergehende Infos hier:
http://www.saez.ch/pdf_d/2006/2006-02/2006-02-1346.PDF
Stellungnahme der Fachkommission der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI) zu den Bioresonanz- und Elektroakupunkturgeräten zur Diagnostik und Therapie von (vermeintlichen) Allergien Bioresonanz – diagnostischer und therapeutischer Unsinn

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Wadenkrampf - nächtliche Schmerzattacke

Die Sonne scheint, und Sie haben zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder Ihren Freizeitsport betrieben oder eine lange Wanderung unternommen. Nachts im Bett merken Sie die Folge der Strapaze: Ihre Wade wird plötzlich steinhart und tut weh – ein Wadenkrampf.

Eine der Hauptursachen dieser Schmerzattacke sind Störungen im Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt. Bei starker körperlicher Belastung verliert der Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wichtige Mineralstoffe, wie zum Beispiel Kalium und Magnesium. Diese Stoffe sind wichtig, damit sich die Muskeln gleichmäßig an- und entspannen können. Bei einem Mangel kann eine Muskelgruppe plötzlich nicht mehr lockerlassen, sie verkrampft. Neben anstrengender Muskelarbeit kann auch starkes Schwitzen in Sonne oder Sauna dafür sorgen, dass sich die Mineralstoffdepots schnell leeren und die Muskeln nicht mehr ausreichend versorgt werden können. Auch langes Fasten oder einseitige Diäten können den Mineralstoffhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen.

Zur Vorbeugung lässt sich einiges tun: Man sollte darauf achten, dass die Muskulatur nach allen sportlichen Aktivitäten regelmäßig und ausgiebig gedehnt wird. Eine ausgewogene Mischkost und viel frisches Obst und Gemüse sind wichtig für die Versorgung des menschlichen Organismus mit lebenswichtigen Mineralstoffen und Vitaminen. Ein Mineralwasser, das reich ist an Magnesium und Kalium, sollte bevorzugt werden.

Manchmal kann der Wadenkrampf aber auch Hinweis auf eine Grunderkrankung sein, die einer sorgfältigen Therapie bedarf.

Beispiele:

- ein Muskelfaserriss
- eine Nervenreizung durch Bandscheibenvorfall
- ein nicht entdeckter oder schlecht eingestellter Diabetes mellitus
- entwässernde Medikamente
- Mitunter können auch verengte Schlagadern in den Beinen ("Schaufensterkrankheit") hinter den Schmerzen stecken.

Treten die Krämpfe häufig oder in regelmäßigen Abständen auf, eventuell auch in Ruhezuständen und im Schlaf, oder werden sie begleitet durch Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Störungen des Bewusstseins oder des Berührungsempfindens, dann konsultieren Sie auf jeden Fall Ihren Arzt, um die Ursache zu klären.

Spezielle Tipps und Übungen für die Beine und Füße gegen den Wadenkrampf finden Sie hier:

http://www.limptar.de/index.cfm?uuid=BD27C...EA2111&chid=606

(Quelle Qualimedic)

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Hilfe gegen das nächtliches Sägekonzert

Ruhigerer Schlaf mit Maske und Kompressor – Operative Methoden zielen auf Stabilisierung

Schnarchen ist für viele ein Tabuthema. Dabei „sägt“ jeder oder jede vierte Deutsche nachts wenigstens hin und wieder. Was die meisten selbst nicht einmal merken, kann Partnerschaften belasten. Die Therapien und Hilfsmittel sind so vielfältig wie die Ursachen und möglichen Auswirkungen.

Oft handelt es sich um „obstruktive Schlafapnoe“ (kurz OSAS; Obstruktion bedeutet Hindernis, Blockade), als Folge mechanischer Instabilität im Nasen- und Rachenraum, die genetisch angelegt sein kann (erbliches Schnarchen). Dabei sinkt die Zunge zurück und behindert den Atemfluss.

So entsteht Sauerstoffmangel im Blut, wodurch der Atemantrieb zunimmt, ohne dass dadurch vermehrt Sauerstoff aufgenommen werden kann. Diese „frustrane Atemarbeit“ kann über Botenstoffe (Katecholamine) den Blutdruck erhöhen und Herzrhythmusstörungen bewirken, auf die Dauer zu einer Rechtsherzinsuffizienz führen.

Oft klagen die Betroffenen, ohne dass sie sich zunächst eines Schlafdefizits bewusst werden, über nachlassende Leistungsfähigkeit im Beruf, beim Autofahren (Tagesmüdigkeit, Sekundenschlafneigung) und im Bett (Impotenz). Kopfschmerzen, Mundtrockenheit und Depressionen können im Gefolge der OSAS auftreten.

Männer sind häufiger betroffen. Aber mit zunehmendem Alter holen die Frauen auf.

Schnarchen kann noch andere Ursachen haben. Wenn in der kalten Jahreszeit die Atemwege häufig durch Erkältungen verengt sind, ist Schnarchen (ohne die genannten Symptome) keineswegs schon ein Alarmzeichen.

Schweres Essen und Alkohol am späten Abend fördern das Schnarchen. Übergewichtige schnarchen häufig, weil sich an den Weichteilen im Rachenraum Fettpolster bilden, die die Atemwege verengen und zu Vibrationen führen. Ein Hilfsmittel gegen „obstruktive Schlafapnoe“ (OSAS) ist die Rückenlage-Verhinderungsweste, die dafür sorgen soll, dass der Patient die Rückenlage meidet. Für den Schnarcher ist dies ebenso unangenehm wie ein Partner, der ihn auf die Seite dreht oder ihn anstößt.

Zu den „konservativen“ (das heißt ohne Operation auskommenden) Methoden zählt die „Schlafmaske“, die an einen kleinen Kompressor angeschlossen wird. Dieser wird mit Netzstrom betrieben (bei Camping ist die Versorgung per Autobatterie möglich). Diese Maßnahme gegen die „obstruktive Schlafapnoe“ wirkt über die Freihaltung der Atemwege von Hinternissen (Obstruktionen) durch leichten Überdruck. Die Methode heißt Continuous Positive Airway Pressure (CPAP, zu deutsch Dauer-Druckversorgung der Atemwege). Die Einstellung des Beatmungsgerätes muss durch eingehende Diagnose in einem medizinischen Schlaflabor ermittelt werden.

Ebenfalls Schnarchen bremsen kann eine vom Zahnarzt angepasste Unterkiefer-Protrusionsschiene – eine leichte Schiene aus Kunststoff, ähnlich wie eine Zahnspange, aber nur nachts im Einsatz, um Unterkiefer und Zunge nach vorne zu ziehen und so die „Obstruktion“ zu vermeiden. Die Schiene wird nach kurzer Eingewöhnung meist als angenehm empfunden.

Einschneidender sind die operativen Behandlungsansätze gegen die OSAS. Bei der laser-assistierten Uvulopalatoplastik (kurz LAUP) werden unter Lokal- oder Vollanästhesie („Narkose“) das Gaumenzäpfchen (Uvula) gekürzt und der Gaumenmuskel eingeschnitten. Bei starker obstruktiver Schlafapnoe wird außerdem der Weichgaumen nach oben und nach vorne verlagert und mit dem vorderen Gaumenbogen vernäht, man spricht dann von Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP).

Nach beiden chirurgischen Verfahren beklagen manche Patienten neben postoperativen Schmerzen, dass während einer Wiedereingewöhnungsphase ihre Aussprache fremd klingt, hörbar behindert ist.

Als neueres, minimal-invasives Verfahren mit ähnlichem Ziel, nämlich der Stabilisierung im Gaumenbereich, gilt die Radiofrequenz-induzierte Thermotherapie (kurz RFITT, nach dem Entwickler der Geräte auch Celon-Methode genannt). Unter lokaler Betäubung behandelt der HNO-Arzt das Gewebeinnere von Weichgaumen und bei manchen Patienten auch den Zungengrund mit einer feinen Sonde.

Das Gewebe zwischen den Applikatorpolen wird lokal verkocht, es bildet sich Narbengewebe, welches die Rachenpartien strafft. Dies wirkt der Vibration und den Schnarchgeräuschen entgegen. So kann die häufigste Ursache des Schnarchens bei vielen Patienten erfolgreich behandelt werden.

„Der Eingriff ist in der Regel ambulant möglich und bedeutet für den Patienten sowohl während als auch nach der Behandlung eine sehr geringe Schmerzbelastung“, sagt Dr. Winfried Hohenhorst, Leitender Arzt der Abteilung für plastische Operationen und interventionelle Schlafmedizin der HNO-Klinik des Alfried-Krupp-Krankenhauses in Essen.

Der HNO-Experte diagnostiziert zuvor per Schlaf-Endoskopie. „Dabei wird der Patient für etwa 20 Minuten in einen leichten Schlaf versetzt. Ich kann dann mit dem Video-Endoskop ganz genau sehen, wo die Behandlung ansetzen muss.“ Wird eine OSAS diagnostiziert, so ist deren Behandlung eine Kassenleistung.

Wenn nur der Weichgaumen beziehungsweise das Gaumensegel behandelt werden muss, kann der Patient meist kurz nach dem Eingriff von etwa 15 Minuten das Krankenhaus oder die HNO-Praxis wieder verlassen und ist im gewohnten Lebensalltag kaum eingeschränkt.

Qulle: Darmstädter Echo

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Neuer Menüpunkt "Interessantes"

Liebe Mitglieder,

auf der Homepage ist ein neuer Menüpunkt eingefügt worden. Hier haben wir in alphabetischer Ordnung die interessantesten Beiträge aus dem Forum und der

Homepage zusammengetragen. Sicherlich ist die Übersicht noch nicht komplett, wenn überhaupt, aber ein Blick lohnt sich auch für Diejenigen, die schon lange dabei

sind. http://www.diebandscheibe.de/interessantes.php

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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat April alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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