Newsletter vom 23.05.2006, 15:41:16

Betreff:

Newsletter Mai

Jahres-Banditreffen in Berlin vom 29.09. bis 01.10. 2006

Unser diesjähriges Banditreffen findet in Berlin statt und es haben sich schon viele Mitglieder angemeldet. Wir würden uns freuen, auch Euch in Berlin begrüßen zu können. Das persönliche Kennenlernen und viel Spaß stehen im Vordergrund.

Alle Infos zum Treffen findet Ihr im Stammtisch:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=13400

Also, los geht´s, wir warten auf Eure Anmeldung:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=13401

Mittlerweile steht auch das Programm fest und kann unter obigen Links nachgelesen werden.

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Banditreffen in Trier am 03.06.2006
Banditreffen in Köln am 10.06.2006
Banditreffen in Hamburg
Banditreffen in Frankfurt
Banditreffen im Westerwald
Banditreffen in Österreich


Wir möchten Euch auf einige Banditreffen aufmerksam machen. Jeder kann mitmachen und einen schönen Tag unter Gleichgesinnten erleben.

Das Banditreffen in Trier wird von unserem Mitglied "Hottefee" organisiert. Nachzulesen ist der Beitrag hier:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=15571

Das Banditreffen in Köln wird von unserem Mitglied "thomas63" organisiert. Nachzulesen sind die Beiträge hier:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=15464
und hier: http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=15578

Das Banditreffen in Hamburg wird von unserem Mitglied "Tjorben organisiert.
Hier ist der Termin noch nicht unbedingt fest. Nachzulesen ist der Beitrag hier: http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=15679
Da Ihr hier den Termin noch mitbestimmen könnt, sollte es bei Interesse doch möglich sein, ein Treffen auf die Beine zu stellen ;-)

Das Banditreffen in Frankfurt wird von unserem Mitglied "Höckibär" organisiert. Nachzulesen ist der Beitrag hier:
http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=15751
Da Ihr hier den Termin noch mitbestimmen könnt, sollte es bei Interesse doch möglich sein, ein Treffen auf die Beine zu stellen ;-)

Im Westerwald findet in unregelmäßigen Abständen ein Stammtisch statt, der von unserem Mitglied "Mari" organisiert wird. Nachzulesen ist der Beitrag hier:
http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=15754
Wer also Lust hat, an diesem Treffen teilzunehmen, stimme sich doch bitte mit Mari ab.

Das Banditreffen in Österreich wird von unserem Mitglied "Underwater" organisiert. Nachzulesen ist der Beitrag hier:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=15201
Auch hier ist der genaue Termin noch nicht fest und kann mitbestimmt werden.

Wer aus den oben genannten Umgebungen kommt und Spass an einem Treffen mit Gleichgesinnten hat, der melde sich doch einfach an!

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Rückblick erstes Banditreffen am Niederrhein

Dieses Treffen war schon, aber es ist ein neues Treffen geplant und wer mag, kann sich bei unserem Mitglied "Renana" anmelden.

Den Ausgang des ersten Treffens könnt Ihr hier nachlesen http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=15659 und vielleicht bekommt Ihr ja dann auch

Lust, am nächsten Treffen teilzunehmen.

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Frische Milch im Urlaub: Vorsicht!

Urlauber sollten Im Ausland vorsichtig sein, wenn sie frische Milch trinken. Sie kommt dort oft direkt vom Erzeuger und ist nicht weiter behandelt. Der Verzehr könne zu Durchfall führen, teilt das Centrum für Reisemedizin (CRM) mit. Unbedenklich sei lediglich pasteurisierte Milch. Frische Milch sollte im Zweifelsfall vor dem Verzehr abgekocht werden.

Um Durchfall im Urlaub zu vermeiden rät das CMR zu industriell abgefüllten Getränken. Kein Problem sind hingegen heißer Tee oder Kaffee.

Quelle: Videotext
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Bauchfett drückt auf das Herz

Problemzonengymnastik für Bauch, Beine oder Po gehört zum Standardprogramm eines jeden Fitness-Studios. Doch was das Herzinfarktrisiko angeht, ist allerdings nur der Bauch eine echte Problemzone. In einer weltweiten Studie ermittelten Hausärzte an mehr als 177000 Patienten den Bauchumfang, sowie den BMI (Bodymassindex). Das Ergebnis: Vor allen das Bauchfett ist ein Riskofaktor für Herz-Kreislauf- Erkrankungen und der Taillenumfang ist dabei aussagekräftiger als der BMI.

Frauen mir einem Taillenumfang ab 88 Zentimeter und Männer ab 102 Zentimeter haben ein deutlich erhöhtes Risiko, Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System zu bekommen. Ein Maßband reicht aus, um festzustellen, ob man sich in der Gefahrenzone bewegt oder nicht, dies erklärt DAK-Ärztin Waltraud Pfarrer. Wer die Grenzwerte überschreitet, sollte duch eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung das Bauchfett gezielt zum Schmelzen bringen.

Quelle: Videotext

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Lumboischialgie kann auch neuropathisch sein
Besondere Therapie bei radikulärer Ausstrahlung


FRANKFURT AM MAIN (mar). Es kann nicht oft genug gesagt werden: Bei Patienten mit akuten Kreuzschmerzen ist eine frühzeitige Therapie und Mobilisation wichtig, um eine Chronifizierung der Beschwerden zu verhindern. Dabei brauchen Patienten mit Lumboischialgie mit radikulärer Ausstrahlung eine spezifischere Therapie als Patienten mit einer Lumbago ohne radikuläre Ausstrahlung.

Eine akute Lumbago bildet sich bei 80 bis 90 Prozent der Patienten in wenigen Wochen zurück. Bei diesen Patienten lasse sich durch eine kurzzeitige Therapie mit NSAR oder Coxiben eine gute Linderung dieser nozizeptiven Schmerzen erreichen, ergänzt durch Physiotherapie und die Aufklärung über Fehlbelastung (Rückenschule). Ziel sei, die Patienten so schnell wie möglich in Bewegung zu bringen, so Dr. Rainer Freynhagen vom Uniklinikum Düsseldorf beim Deutschen Schmerztag in Frankfurt.

Hohes Chronifizierungsrisiko bei radikulärer Ausstrahlung
Dies gilt natürlich auch bei Lumboischialgie mit radikulärer Ausstrahlung. Bei diesen Patienten bestehe ein hohes Risiko für eine Chronifizierung. Deshalb sei von Anfang an eine multimodale, interdisziplinäre Behandlung (Orthopäde, Neurologe, Schmerztherapeut, Physiotherapeut, eventuell Psychologe) erforderlich, hat der Anästhesiologe bei einem Symposium von Pfizer betont.

Diese Patienten brauchten eine spezifischere Pharmakotherapie, da die Schmerzen außer nozizeptiven auch neuropathische Komponenten aufweisen. Neuropathische Schmerzen lassen sich mit NSAR nicht lindern. Hier haben sich bestimmte Antidepressiva, Antikonvulsiva und Opioide bewährt. Unter den Antidepressiva hätten die Trizyklika, Mirtazapin, Venlafaxin und Duloxetin analgetische Effekte, so Freynhagen. Die selektiven Serotonin - Wiederaufnahme - Hemmer (SSRI) sind bei neuropathischen Schmerzen nicht wirksam.

Schmerzen werden innerhalb einer Woche gelindert. Ebenfalls analgetische Effekte haben Antikonvulsiva wie Carbamazepin, Gabapentin oder Pregabalin. Vorteil von Pregabalin (Lyrica®) sei, daß die Wirkung im Vergleich zu anderen Präparaten zu spüren sei: Bei vielen Patienten verringerten sich die Schmerzen und verbesserten sich Stimmung und Schlaf schon innerhalb der ersten Woche, berichtete Freynhagen.

Die Initialdosis von 150 mg / Tag sollte langsam erhöht werden; eine gute Schmerzlinderung werde meist bei Dosen von täglich 300 bis 450 mg erreicht. Bei vielen Patienten habe eine weitere Dosiserhöhung nach vier oder sechs Wochen noch deutliche Effekte. In jedem Fall sei immer eine individuelle Dosissteigerung erforderlich.

Schließlich seien Retardopioide eine Option, wenn sich mit Antidepressiva oder Antikonvulsiva keine ausreichende Besserung erzielen lasse.

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Celecoxib: Risiko fürs Herz nicht höher als bei NSAR

ATLANTA (ob). Das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse scheint bei einer Behandlung mit dem COX-2- Hemmer Celecoxib nicht höher zu sein als im Falle klassischer nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR).

Zu diesem Ergebnis kommt eine Forschergruppe um Dr. William B. White aus Farmington nach Auswertung des Datenmaterials einer umfangreichen Studiendatenbank. Darin erfaßt sind Informationen von über 41 000 Patienten mit Arthrose, Rückenschmerzen oder auch Alzheimer-Erkrankung, die an klinischen Studien mit Celecoxib (200 - 800 mg/Tag) beteiligt waren.

Von fast 33 000 Patienten waren dabei Daten in Studien erhoben worden, in denen klassische NSAR wie Diclofenac, Ibuprofen oder Naproxen als Referenzsubstanzen fungierten.

Ausgewertet wurden die Daten ohne Kenntnis der jeweiligen Therapie von einem dreiköpfigen Expertenteam unter Verwendung definierter Endpunkte wie Myokardinfarkt, Schlaganfall und kardiovaskulär bedingter Tod. White hat die Ergebnisse dieser Metaanalyse beim Kongreß des "American College of Cardiology" (ACC) in Atlanta vorgestellt.

Gemessen an der Inzidenzrate für kombinierte kardiovaskuläre Ereignisse bestand kein signifikanter Unterschied zwischen Celecoxib und klassischen NSAR. Im Falle von Celecoxib betrug diese Rate 0,96 Ereignisse pro 100 Patientenjahre, bei Behandlung mit nicht selektiven NSAR lag sie bei 1,12 Ereignisse pro 100 Patientenjahre.

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Kassenpatienten haben Anspruch auf Akupunktur

Wie einer Pressemitteilung der DPA zu entnehmen ist, haben Kassenpatienten
mit chronischen Rücken- und Knieschmerzen künftig Anspruch auf eine Akupunkturbehandlung. Das teilte der Gemeinsame Bundesausschuss gestern mit.
Akupunktur zur Linderung von Migräne sowie Spannungskopfschmerzen werden jedoch nicht anerkannt.

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Das Schlafmaß selbst herausfinden

Wenn über Mittag die Leistungskurve sinkt, hilft am besten ein Mittagsschlaf. Ein kurzes Nickerchen von 10-30 min eignet sich gut, um das Tief zu überbrücken.

Mehr als eine halbe Stunde Schlaf schadet eher. Zudem sollte man mittags auch nicht zu proteinreich essen.
Nachts ist das Schlafbedürfnis sehr unterschiedlich. Die meistens Menschen brauchen 7,5- 8,5 Stunden Schlaf pro Nacht. Wird man am Morgen erst durch den Wecker wach, war der Schlaf zu kurz.

Quelle: Videotext

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Versicherung darf sich nicht drücken

FRANKFURT AM MAIN (dpa). Wer beim Abschluß einer Berufsunfähigkeitsversicherung angibt, unter Heuschnupfen zu leiden, hat damit mögliche Atembeschwerden offenbart. Die Versicherung müsse daher zahlen, wenn die Berufsunfähigkeit wegen Atembeschwerden eintritt. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main.

Wie die Zeitschrift "OLG-Report" berichtet, gab das Gericht der Klage einer Arzthelferin statt. Im verhandelten Fall hatte die Versicherung die Leistung mit der Begründung verweigert, die Versicherte habe die sogenannten Gesundheitsfragen beim Abschluß ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung unvollständig beantwortet.

Die Klägerin hatte allerdings seinerzeit angegeben, daß sie unter Heuschnupfen leidet. Als sie später wegen Atembeschwerden ihren Beruf aufgeben mußte, weigerte sich die Versicherung zu zahlen. Zur Begründung machte sie geltend, die Klägerin habe nicht angegeben, unter Atembeschwerden zu leiden.

Anders als das Landgericht wertete das Frankfurter Oberlandesgericht die Haltung der Versicherung als nicht überzeugend. Denn es sei allgemein bekannt, daß Atembeschwerden außer einer "laufenden Nase" zu den typischen Anzeichen bei Heuschnupfen zählten. Die Klägerin habe daher ihre Anzeigepflichten nicht verletzt.

Urteil des OLG Frankfurt am Main, Az.: 7 U 220/04

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Mit Praxisbesonderheiten zur Heilmittelverordnung

Ist die Politik am Ende mit ihrem Latein, sollen es die Kassenärzte mit dem Rezeptblock richten. Statt ärztlicher Kunst und medizinischer Kenntnisse bestimmen zunehmend budgetäre Fesseln das Handeln der Doktoren. Leidtragende sind die Kranken, denen nicht selten notwendige Therapien verweigert werden müssen.

Unter dem Druck massiver Proteste haben sich jetzt auch die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein mit den Krankenkassen auf einen Praxisbesonderheitenkatalog einigen können. Für chronisch Kranke und Behinderte sollte so eine angemessene Versorgung mit Heilmitteln möglich sein. Alle anderen müssen sich weiter gemeinsam mit ihren Ärzten und Therapeuten in das enge Richtgrößenkorsett zwängen.

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Psychotherapie stabilisiert Behandlungserfolg bei Rückenschmerzen

Heidelberg – Psychotherapie kann Rückenschmerzen lindern und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Das teilte die Medizinische Universitätsklinik Heidelberg Anfang April mit. Sie bezog sich damit auf eine Studie der Orthopädischen Universitätsklinik unter Federführung von Marcus Schiltenwolf, Leiter der Sektion Schmerztherapie. Erste Ergebnisse der Studie hatten die Wissenschaftler bereits im November 2005 in der Zeitschrift European Spine Journal publiziert (2005; 26:1-10).

Bei zusätzlicher Anwendung zur medizinischen Standardbehandlung hätten die Patienten weniger Schmerzen, seien beweglicher und arbeitsfähiger, bestätigten die Wissenschaftler jetzt ihre Ergebnisse. Jeder dritte Bundesbürger klage einmal im Jahr über akute Rückenschmerzen, berichtete die Heidelberger Uniklinik. Der volkswirtschaftliche Schaden durch die Beschwerden liege schätzungsweise bei 20 Milliarden Euro pro Jahr. „Bei der Entwicklung chronischer Rückenschmerzen spielen psychische Aspekte, zum Beispiel eine Neigung zur Depression oder Angst vor Bewegung und körperlicher Aktivität eine wichtige Rolle“, erklärte Schiltenwolf. „Patienten sollten deshalb eine Behandlung erhalten, die bereits frühzeitig auch psychologische Aspekte berücksichtigt.“ Psychotherapie gehöre bislang jedoch nicht zu den von den Krankenkassen erstatteten Therapien bei Rückenschmerzen.

Gemeinsam mit Kollegen behandelte der Heidelberger Schmerztherapeut 64 Patienten, die erstmals wegen starker Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule krank geschrieben waren, nach einem standardisierten Schema. Sie wurden drei Wochen lang entweder mit medizinischer Standardtherapie wie Krankengymnastik, Bewegungstherapie im Wasser, Muskeltraining, Rückenschule und Massagen behandelt. Die Hälfte der Patienten erhielt statt Wassertherapie psychotherapeutische Behandlung.

Die Schmerzintensität bei der Entlassung hatte in beiden Gruppen erheblich abgenommen. Bei einer zweiten Untersuchung nach sechs Monaten zeigte die mit Psychotherapie behandelte Gruppe weniger Schmerzen, während die konventionell behandelte wieder in den Zustand vor der Behandlung zurückgefallen war. Auch die Beweglichkeit hatte sich nur bei der Psychotherapie-Gruppe langfristig verbessert; dies galt auch für die Neigung zur depressiven Verstimmung. Während nur zwei der mit Standardtherapie behandelten Patienten nicht mehr krankgeschrieben wurden, waren es in der Psychotherapie-Gruppe 13. „Die Studie hat gezeigt, dass die konventionelle Therapie kurzfristig Erfolge bringt, die langfristig durch Psychotherapie stabilisiert werden können“, resümierte Schiltenwolf. /hil

Quelle: JournalMED 2006

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Haltungsschäden und Schmerz: Orthopädisches Vorsorgeprogramm für Kinder und Jugendliche

Unsere Kinder bewegen sich zu wenig und sitzen zu viel - im Schnitt 8,5 Stunden pro Tag. Dieser Bewegungsmangel bildet den Grundstein für eine Schmerzspirale:

Wer sich nicht ausreichend bewegt, entwickelt nicht die Muskelkraft, die notwendig ist, den Körper aufrecht zu halten. Aus Haltungsfehlern können Haltungsschäden und daraus wiederum frühzeitige Verschleißerkrankungen resultieren.

Um Haltungsschäden frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, wurde ein spezieller orthopädischer Vorsorgekalender entwickelt. Vor allem im ersten Lebensjahr kann man viele Schäden noch mit einfachen Maßnahmen erfolgreich behandeln. Ab dem zweiten Lebensjahr wachsen Kinder langsamer, und Fehlstellungen können nicht mehr so leicht behoben werden. Demnach empfiehlt sich beispielsweise für die vierte bis sechste Lebenswoche eine orthopädische Säuglingsuntersuchung, zwischen dem fünften und siebten Lebensjahr eine orthopädische Schuleintrittsuntersuchung oder bei Jugendlichen eine Berufstauglichkeitsuntersuchung.

Nach einer aktuellen Studie des BKK-Bundesverbandes litten 53 Prozent der 14- bis 29-Jährigen in den vergangenen zwölf Monaten unter Rückenschmerzen, neun Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal pro Woche Probleme mit dem Rücken zu haben. Spätere Erkrankungen der Haltungs- und Bewegungsorgane scheinen vorprogrammiert: Schon heute hat jeder Zweite über 30 Probleme mit seinem Rücken, jeder Dritte über 40 leidet an Arthrose.

Trotzdem: Schmerzfreies Leben ist möglich. Um darauf hinzuweisen, hat der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie eine Informationsmappe für Eltern und ihre Kinder zusammengestellt. Diese enthält Informationen zu den wichtigsten Untersuchungen, den Orthopädischen Vorsorgekalender, eine Checkliste zu den Untersuchungen, eine Urkunde und Aufkleber für die Kinder. Wermutstropfen: Bis auf die Ultraschalluntersuchung der Säuglingshüfte werden Vorsorgeuntersuchungen von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt. Mehr Informationen und die teilnehmenden orthpäden unter http://www.orthofit-aktion.de

Quelle: Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie e.V.

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Psychisch krank - häufig verkannt!

Häufig äußern sich psychische Probleme in körperlichen Beschwerden. "Mir ist der Ärger auf den Magen geschlagen" oder "Das geht an die Nieren" - solche Redensarten haben einen wahren Kern. Die Beschwerden können sehr vielfältig und je nach Disposition des Patienten ganz unterschiedliche Organe betreffen.

Besonders häufig leiden Patienten unter Kopf- und Rückenschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden oder Schwindelerkrankungen.
Ärzte fragen zu wenig nach Betroffenen selbst erkennen oft nicht, dass ihre körperlichen Beschwerden psychische Ursachen haben. Es ist Aufgabe des Hausarztes, die tiefer liegenden Ursachen für die physischen Probleme ihrer Patienten zu erkennen, und die Weichen für eine Therapie zu stellen. Zudem gibt es Fragebögen und Checklisten, die Hausärzte zu Hilfe nehmen können.

Ärzte vernachlässigen die Seele

Allerdings sind viele der Hausärzte aufgrund ihrer Ausbildung noch immer sehr körpermedizinisch ausgerichtet und suchen nach organischen Ursachen. Deshalb ist die Fehleinschätzungsquote bei psychisch bedingten körperlichen Beschwerden sehr hoch. Die Folge sind viele unnötige und teure Untersuchungen - bis nach durchschnittlich sieben Jahren der psychische Hintergrund erkannt wird.

Nur 30 bis 50 Prozent der psychischen Störungen werden vom Hausarzt auch erkannt, der Rest geht unter. Das liegt vor allem an der mangelnden Zeit, die sich ein Arzt für seine Patienten nimmt oder nehmen kann. Eine Studie aus Düsseldorf belegt: In Konsultationen, die kürzer als fünf Minuten dauerten, kam die psychische Störung nicht zur Sprache. Umgekehrt wurde festgestellt, dass in Konsultationen, die länger als zehn Minuten dauerten, die Störung gut zu erkennen war. Die Ärzte können sich dann die Zeit nehmen, und bei Symptomen wie Schwindel oder chronischen Schmerzen auch nach der privaten oder beruflichen Situation zu fragen.

Quelle: BR-online.de

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Kalte Altlasten

Wenn der Frühling für Aufbruchstimmung in der Natur sorgt, werden auch wir Menschen unruhig. Sobald die Sonne länger am Himmel steht, der Wind wärmer und die Kleidung leichter werden, verändert sich unser Stoffwechsel.

Weg mit dem Winter - Fettarme Ernährung gibt Ihnen Power

Das Frühlingserwachen wirft bei uns den Turbo an - wenn wir ihn nicht brutal abwürgen. In Ihrem Körper tickt eine innere Uhr, die das Auf und Nieder der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit bestimmt. Schwankungen sind dabei normal. Da wir weitgehend durch visuelle Impulse gesteuert werden, in der Sprache der Biologen also "Augentiere" sind, ist der wichtigste Auslöser das Sonnenlicht. Mit dem Beginn der helleren Jahreszeit gelangen Botenstoffe in den Kreislauf, die unsere Lebensgeister für eine neue Runde im Überlebenskampf wecken.

Schluss mit Winterschlaf !

Als Schaltstelle beim Flirt mit der Sonne gilt die Zirbeldrüse. Das erbsengroße Organ mitten im Gehirn registriert über die Augen alle Arten von Lichtreizen: die Länge der Tage, das Wechselspiel der Jahreszeiten, vermutlich sogar den Übergang von Kälte zu Wärme. Außer den Augen können auch andere Körperregionen für Lichtreize empfänglich sein: So ließ sich etwa mit einer gezielten Beleuchtung der Kniekehle (!) in Experimenten von US-Forschern der Körperrhythmus ebenfalls beeinflussen. In jedem Fall aber reagiert die Zirbeldrüse auf Dunkelheit mit der Produktion von Melatonin.

Quelle: Men's Health

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Gut für die Knochen" ist noch lange nicht gesund

Wenn "gut für die Knochen" auf einem Kinderriegel steht, ist der noch lange nicht gesund. Denn außer Milch enthält die Leckerei meist jede Menge Zucker und Fett.

Die EU will solche irreführenden Werbeslogans verbieten. Doch über die geplante Verordnung "zu nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben über Lebensmittel" streiten Ärzte und Verbraucherschützer seit Jahren mit der Lebensmittel- und Werbeindustrie: Diese warnt vor einem "Bürokratiemonster". Mediziner und Verbraucherverbände erhoffen sich dagegen Hilfe beim Kampf gegen die wachsende Zahl von übergewichtigen Kindern und Erwachsenen. Am Dienstag soll die Verordnung nun eine entscheidende Würde nehmen: Im Europaparlament steht die zweite und voraussichtlich abschließende Abstimmung an.

Dem Plenum liegt ein Kompromiss vor, auf den sich Parlament, Kommission und Rat nun nach zähen Verhandlungen geeinigt haben. Demnach sollen Werbeslogans mit Aussagen wie "stärkt die Abwehrkräfte" grundsätzlich nur erlaubt sein, wenn diese wissenschaftlich untermauert sind. Die Slogans müssen bei der EU-Kommission angemeldet werden. Für Werbung, die sich vor allem an Kinder richtet, und Aussagen wie "senkt den Cholesterinspiegel", die ein Abmindern von Gesundheitsrisiken versprechen, ist ein aufwändigeres Zulassungsverfahren vorgesehen.

Besonders strittig sind die geplanten "Nährwertprofile" für Lebensmittel - etwa Fruchtquark, Cornflakes oder Tomatensaucen. Vorgesehen sind Grenzwerte für Fett, Zucker und Salz, die die EU-Lebensmittelagentur in Parma festlegen soll. Der Kompromiss sieht vor, dass Werbeslogans zu Nährwerten wie "enthält viel Vitamin C und Mineralien" nur dann erlaubt sind, wenn mindestens zwei Grenzwerte eingehalten werden. Ein Grenzwert darf überschritten werden, doch muss darauf klar und deutlich hingewiesen werden - und zwar direkt neben dem Werbeslogan. Neben dem Aufdruck "enthält viele Vitamine" würde dann also stehen "hoher Anteil an Fett".

"Wenn etwa Cornflakes mit verdauungsfördernden Ballaststoffen werben, gleichzeitig aber zu viel Salz enthalten, kann der Verbraucher dies künftig gleich sehen", erläutert die Grünen-Abgeordnete Hiltrud Breyer. Entgegen den Stimmen vor allem vieler deutscher Abgeordneter wurden auch Markennamen - die das Gesundheitsversprechen quasi im Titel tragen - nicht von der Verordnung ausgenommen. Präparate zum Abnehmen der Marke "Slimfast" (übersetzt: "schnell schlank") beispielsweise bekommen eine Übergangsfrist von 15 Jahren, anschließend kann der Produktname verboten werden.

Die Branche ist entsetzt. Manche Inhaber von Markennamen könnten dann "gleich dicht machen", warnt die Vize-Geschäftsführerin der Organisation Werbungstreibende im Markenverband (OWM), Carolin Zapf. Die Lebensmittelindustrie argumentiert, es gebe keine guten und schlechten Lebensmittel, sondern nur Leute, die zu viel essen und sich zu wenig bewegen.

Ähnlich argumentieren auch viele deutschen Euro-Parlamentarier. Das Konzept der Nährwertprofile sei "wissenschaftlich und politisch höchst fragwürdig", meint etwa die SPD-Abgeordnete Dagmar Roth-Behrendt. Ihre Kollegin von der CDU, Renate Sommer, spricht von "abstrusen" Plänen. Bisher wisse niemand, wie diese "Nährwertprofile" aussehen sollen. Trotz der Bedenken dürfte es im Europaparlament eine ausreichende Mehrheit für den Kompromiss geben - denn der Ministerrat wollte ursprünglich noch viel strengere Vorgaben.

Enttäuscht über die "verwässerte Vorlage" äußerte sich bereits der Europäische Verbraucherverband BEUC. Er verwies auf die Gefahr, dass mit "widersprüchlichen Angaben Verwirrung beim Verbraucher" gestiftet wird. Auch die deutschen Kinderärzte hatten striktere Regeln gefordert: Niemandem dürfe vorgaukelt werden, es gebe "gesunde Süßigkeiten".

Quelle AFP

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Auf die Police kommt es an -
Die richtige Rechtsschutz-versicherung finden


Ärger mit dem Nachbarn oder dem Vermieter: Immer häufiger landen Streitigkeiten vor Gericht. Ein Rechtsstreit ist oft mit erheblichen Kosten verbunden - wer eine Rechtsschutzversicherung hat, scheint zunächst im Vorteil. Doch nicht immer handelt die Versicherung im Sinne des Kunden.

Im Versicherungsfall übernimmt die Rechtsschutzversicherung praktisch alle Kosten, die bei einem Rechtsstreit anfallen wie Anwalts- oder Gerichtskosten, Ausgaben für Gutachten oder für Zeugen. "Anders als eine Haftpflicht- oder Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine Rechtsschutzversicherung aber nicht dringend notwendig", erklärt Stephanie Pallasch von Finanztest.

Den ganzen Text gibt es hier: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/21/0,1872,3934421,00.html

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Gefährliche Fälschung: Medikamente aus dem Internet

Düsseldorf (ddp). Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) warnt vor dem Kauf gefälschter Arzneimittel über das Internet. Wer sich online aus zweifelhaften Quellen Arzneimittel besorge, gehe «ein hohes Risiko» ein, sagte Laumann am 18.04.2006 in Düsseldorf.

Im besten Fall seien die Mittel wirkungslos, im schlimmsten Fall könne «das vermeintliche Schnäppchen» lebensgefährlich sein. Hintergrund ist den weiteren Angaben zufolge eine aktuelle Warnung der EU-Kommission vor einem gefälschten Mittel gegen Fettleibigkeit und zur Raucherentwöhnung. Die EU warne vor dem Kauf von Fälschungen des Arzneimittels «Rimonabant» per Internet, das von verschiedenen Websites angeboten werde, sagte Laumann weiter. Das Arzneimittel sei noch gar nicht legal erhältlich, sondern werde bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMEA derzeit auf Wirksamkeit und Unbedenklichkeit geprüft. Ob es zur Behandlung der Fettleibigkeit und zur Raucherentwöhnung zugelassen werden könne, werde erst dann entschieden, wenn die vorgelegten Ergebnisse über Nutzen und Risiken des Arzneimittels abschließend bewertet seien.

Die Warnung sei nur die «Spitze eines Eisberges», sagte Laumann weiter. Nach Angaben der EU-Kommission seien in den vergangenen fünf Jahren Fälschungen von 170 verschiedenen Medikamenten in den EU-Ländern bekannt geworden. Vor allem Wachstumshormone, Anabolika, Schlafmittel und Potenzpillen würden im Internet als Fälschungen angeboten. Und dies seien nur die bekannt gewordenen Fälle.

«Ich fürchte, wir müssen von zigtausenden von Einzelfällen ausgehen, in denen Menschen mit gefälschten, veränderten oder nicht verkehrsfähigen Arzneimitteln aus dubiosen Quellen ihre Gesundheit aufs Spiel setzen», betonte Laumann.

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Häufiges Lidzucken: Zeichen für übermäßigen Stress

Senden (ddp). Ohne Vorwarnung beginnt bei einigen Menschen das Augenlid zu zucken. Das Problem lässt sich weder durch Reiben noch durch Schließen der Augen lindern.

«Lidzucken ist zwar lästig, aber in der Regel nicht gefährlich», sagt Georg Eckert, der Sprecher des Bundesverbandes der Augenärzte Deutschlands aus Senden.

Grund für ein zuckendes Augenlid ist meist eine erhöhte Belastung im Alltag. «Es handelt sich um eine nervöse Störung, die häufig durch Stress ausgelöst wird», betont Eckert. Meist verschwinden die unangenehmen Beschwerden nach einigen Minuten von selbst wieder.

Zuckt das Augenlid hingegen regelmäßig über vier bis sechs Wochen, sollte ein Augenarzt aufgesucht werden. Er kann helfen, die Ursache herauszufinden und eine Therapie empfehlen. «Häufig helfen beruhigende und dämpfende Medikamente», erläutert Eckert. Aber auch Stressabbau könne Lidzucken verhindern.

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Bluthochdruck: Erkrankung mit schweren Folgen

Würzburg (ddp). Ein erhöhter Blutdruck kann zu schweren Folgeerkrankungen führen. Zu den Risiken gehören Herzinfarkt und Schlaganfall, doch auch die Schädigung der Nieren darf nicht unterschätzt werden.

«Die Nieren leiden stark, aber unmerklich unter Bluthochdruck», sagt Professor Jan Galle, Sprecher der Gesellschaft für Nephrologie. Die schleichende Schädigung der Nieren verursache meist keine spürbaren Beschwerden, könne langfristig aber zu Nierenversagen führen.

Bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen sollte man deshalb auf den Blutdruck achten. Wird nämlich Bluthochdruck festgestellt, sollte auf jeden Fall auch die Niere untersucht werden. Hierfür kann der Arzt einen einfachen Urintest machen. «Allerdings sollte er nicht den normalen Kombinations-Streifentest verwenden, sondern den Mikroalbuminurie-Streifentest», erläutert Galle. Damit könne man auch frühe Stadien der Nierenschädigung entdecken.

Wird eine Erkrankung der Nieren festgestellt, muss der Bluthochdruck unbedingt kontrolliert werden. Zur Senkung des Drucks stehen eine Vielzahl von Medikamenten zur Verfügung. «So sind zum Beispiel ACE-Hemmer für nierengeschädigte Patienten besonders geeignet», sagt der Professor an der Würzburger Universitätsklinik.

Er rät zudem, Risikofaktoren für Bluthochdruck wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, zu viel Alkohol oder Stress zu minimieren.


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Hautkrebs: Frühlingssonne nicht unterschätzen

Berlin (ddp). Die ersten warmen Sonnenstrahlen sollten mit Vorsicht genossen werden.

«Die Frühlingssonne ist schon ziemlich intensiv. Viele Menschen unterschätzen das Hautkrebsrisiko», sagt Professor Eggert Stockfleth vom Haut Tumor Centrum der Charité in Berlin.

Allein in diesem Jahr rechnet die Charité mit 200 000 neuen Fällen beim so genannten Hellen Hautkrebs. «Bereits nach fünf Minuten ungeschütztem Aufenthalt in der Sonne kommt es zu ersten Zellschädigungen der Haut», betont Stockfleth. Mit zeitlicher Verzögerung könne dies den Hautkrebs begünstigen. «Die Haut vergisst nicht», verdeutlicht der Mediziner. Zum Schutz vor Hautkrebs sollte sich jeder eincremen, der sich länger im Freien aufhält - auch im Frühling. Das gilt besonders für Menschen, die im Freien arbeiten.

«Empfehlenswert sind Sonnenschutzprodukte mit so genanntem Daylong-Effekt. Sie müssen morgens auf Gesicht, Handrücken, Unterarme und Nacken aufgetragen werden und wirken den Tag über«, erläutert Stockfleth. Ein Hinweis auf hellen Hautkrebs sind Hautveränderungen, die von selbst nicht mehr verschwinden. »Die Stellen bluten, werden größer und fühlen sich an wie Schmirgelpapier», sagt Stockfleth. Bei einem ersten Verdacht sollte ein Dermatologe aufgesucht werden.

Damit es erst gar nicht soweit kommt, empfehlen Ärzte eine regelmäßige Vorsorge. «Durch einen jährlichen Check beim Hautarzt können gefährliche Veränderungen frühzeitig erkannt und behandelt werden», unterstreicht Stockfleth.


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Darmhormon: Doppelwirkung gegen Übergewicht

Nottingham (ddp). Ein Dünndarmhormon könnte dank einer effektiven Doppelwirkung eine schlagkräftige Waffe gegen Übergewicht werden: Das Hormon namens Oxyntomodulin reduziert nicht nur den Appetit, sondern steigert gleichzeitig auch den Bewegungsdrang. Das haben britische Forscher bei einer Studie mit 15 übergewichtigen Freiwilligen entdeckt, bei denen der Oxyntomodulinspiegel vor den Mahlzeiten künstlich erhöht wurde. Nach dieser Behandlung nahmen die Probanden etwa 17 Prozent weniger Kalorien zu sich und verbrauchten im Alltag gleichzeitig 26 Prozent mehr Energie, zeigte die Auswertung. Unangenehme Nebenwirkungen seien nicht aufgetreten, berichten Steve Bloom und seine Kollegen vom Londoner Imperial College in der Fachzeitschrift «International Journal of Obesity» (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1038/sj.ijo.0803344).

Oxyntomodulin wird nach dem Essen im Dünndarm produziert und wirkt im Gehirn als Sättigungssignal. Wird seine Menge künstlich erhöht, kann es bereits nach wenigen Wochen einen merklichen Gewichtsverlust bewirken, hatten Bloom und sein Team bereits im Juli vergangenen Jahres in einer Gruppe von 26 Freiwilligen nachgewiesen. Einer der Gründe dafür war eine reduzierte Kalorienaufnahme während der Mahlzeiten, die nach Ansicht der Forscher allerdings nicht ausgeprägt genug war, um den gesamten Abnehmeffekt erklären zu können. Sie vermuteten vielmehr, dass das Hormon zusätzlich noch den Energieverbrauch beeinflussen könnte - eine These, die durch Studien an Ratten und Mäusen gestützt wurde.

Um das zu testen, verabreichten die Wissenschaftler ihren Probanden in der neuen Studie dreimal für jeweils vier Tage vor jeder Mahlzeit eine Spritze. Diese enthielt in zufälliger Reihenfolge entweder eine wirkstofffreie Salzlösung oder eine Dosis Oxyntomodulin. Am ersten Tag wurde die Kalorienaufnahme während eines Testessens bestimmt und am letzten Tag der Energieumsatz gemessen. Den zweiten und dritten Tag verbrachten die Teilnehmer in ihrer gewohnten Umgebung. Wie in der früheren Studie reduzierte das Hormon die alorienaufnahme auch hier deutlich, ohne dass das subjektive Hungergefühl beeinträchtigt war, zeigte die Auswertung. Gleichzeitig stieg auch der Energieverbrauch der Testteilnehmer um mehr als ein Viertel an - ein Effekt, der nicht auf einen gesteigerten Grundumsatz, sondern ausschließlich auf mehr Bewegung zurückzuführen war. Besonders diese zweite Wirkung mache Oxyntomodulin zu einem geradezu idealen Wirkstoff für die Behandlung von Übergewicht, schreiben die Forscher. In den meisten Fällen bewegen sich Menschen, die Diät halten müssen, nämlich weniger als sonst, da der Körper den Bewegungsdrang aus Angst vor Energiemangel zurückschraubt. Das Oxyntomodulin teile dem Gehirn dagegen mit, dass ihm genügend Nahrung zur Verfügung steht und es daher ruhig auch in produktivere Tätigkeiten wie Bewegung investieren kann, kommentiert Studienleiter Bloom. Die Forscher wollen nun testen, ob der Effekt auch bei langfristiger Anwendung erhalten bleibt.

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Zeckenbisse: Erhöhtes Infektionsrisiko

Düsseldorf (ddp). Das Erkrankungsrisiko durch Zeckenbisse steigt in Deutschland weiterhin an. Grund sei unter anderem die anhaltende Verbreitung der winzigen Spinnentiere, sagte der renommierte Parasitologe Heinz Mehlhorn von der Universität Düsseldorf im ddp-Gespräch.

Neben der ansteigenden Vermehrung des heimischen Holzbockes fühle sich zunehmend auch die ehedem im südlichen Europa vorkommende Auwaldzecke in hiesigen Breiten wohl. Beide Zeckenarten können Erreger der Hirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und der weniger gefährlichen Borreliose in sich tragen.

In den vergangenen zehn Jahren sei die Quote der Zecken, die das FSME-Virus in sich tragen, darüber hinaus von 0,02 Prozent auf 2 Prozent gestiegen, betonte Mehlhorn. Die Zahl der Infektionen bei Menschen sei im vergangenen Jahr deutlich angestiegen, wie Zahlen des Robert-Koch-Instituts zeigten. Zehn Prozent der Infizierten entwickelten schwere Krankheitssymptome wie irreversible Hirnschäden. Zudem gebe es in Deutschland jährlich rund 100 00 Borreliose-Infektionen, sagte der Parasitologe. Zwar schaffe es das Immunsystem in 90 Prozent der Fälle, die Krankheit abzuwenden.

Bei zehn Prozent trete jedoch die «zweite Phase» ein, die Gliederschmerzen und Lähmungserscheinungen mit sich bringe. Davon träten wiederum zehn Prozent in die dritte Krankheitsphase ein, die für die Opfer ebenfalls starke Hirnschäden bedeute.

«Borreliose muss schnell behandelt werden», warnte Mehlhorn. Wenn bis zu acht Wochen nach dem Zeckenbiss ein Antibiotikum verabreicht würde, bestünden sehr gute Heilungschancen. Während der Borreliose prophylaktisch nur mit Zeckenschutzmittel begegnet werden könne, stünde im Falle von FSME ein Impfstoff bereit. Dieser biete einen Schutz von bis zu drei Jahren.

Als Borreliose-Riskogebiet stufte Mehlhorn Wälder, Felder und auch den eigenen Garten im ganzen Bundesgebiet ein. FSME-Erreger trügen Zecken südlich der Mainlinie in sich.

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Widerlegt: Schlafzimmer muss nicht kühl sein

Baierbrunn (ots) - Im Schlafzimmer muss es kühl sein. "Stimmt nicht", zerstört der Freiburger Schlafmediziner Prof. Dr. Dipl. Psych. Dieter Riemann die vermeintlich gesicherte Volksweisheit im Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber".

Für die puritanische Schlaftemperatur gebe es keine vernünftige Begründung. Das Schlafzimmer solle so warm oder kühl sein, wie man es als angenehm empfinde.

Das können beim einen 15 bis 16 Grad sein. Andere, verfrorene Zeitgenossen schlafen vielleicht erst bei 22 bis 23 Grad so richtig gut.

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Fußpilz: Mit Hygiene gegen Schuppen und Juckreiz

Landau (ddp). Er lauert in Badetüchern oder Turnschuhen: Fußpilz liebt feuchtwarmes Klima und erfährt derzeit ideale Bedingungen. «Macht sich am Fuß Juckreiz bemerkbar und bilden sich dazu Schuppen und kleine Einrisse zwischen den Zehen, sind das sichere Anzeichen für Fußpilz», sagt Hautarzt Klaus Fritz aus Landau.

«Gleichzeitig können sich auch kleine Bläschen an den Fingern bilden. Das ist allerdings kein Pilz, sondern kommt durch die Abwehrreaktion des Körpers zustande», sagt Fritz.

Fußpilz springt häufig von Zeh zu Zeh. Außerdem kann er unter Umständen einen Nagelpilz auslösen. Deshalb sollte die Erkrankung so schnell wie möglich bekämpft werden. «Geeignete Cremes und Salben gibt es in der Apotheke», erläutert der Hautarzt. «Auch wenn der Pilz meist nach wenigen Tagen verschwunden ist, sollte die Behandlung mindestens eine Woche über die Abheilung der Haut hinaus dauern. Denn oft verstecken sich noch Pilzsporen im Körper.» Ein Besuch in der Praxis ist in der Regel nicht nötig.

«Wenn der Fußpilz sich nicht mit einfachen Mitteln entfernen lässt, häufig wiederkommt oder den Nagel befällt, sollte man allerdings einen Hautarzt aufsuchen», rät Fritz. Verhindern lässt sich eine Pilzinfektion durch Umsicht. «In Bereichen wie Schwimmbädern, in der Sauna, unter der Hoteldusche oder in der Umkleidekabine beim Sport empfiehlt es sich, eigene Gummischuhe zu tragen», sagt Fritz. Zudem kann man seine Schuhe mit Anti-Pilz-Spray aussprühen. «Wer häufig Sport treibt oder zum Fußpilz neigt, kann Anti-Pilz-Cremes auch vorbeugend nutzen.»

Fußduschen, die in einigen Schwimmbädern zu finden sind, helfen hingegen selten. «Studien haben ergeben, dass sich um sie herum verstärkt Pilze finden lassen», erläutert Fritz.

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Krätze: Die Milbeninfektion verbreitet sich wieder

Rödermark/Stuttgart (ddp). Krätze gilt als Inbegriff von Schmutz und mangelnder Hygiene. Entgegen ihres Rufs ist die Erkrankung aber kein Problem, das ausschließlich Randgruppen trifft. Vielmehr beobachten Hautärzte einen eindeutigen Trend: Die Milbeninfektion ist in Deutschland auf dem Vormarsch - quer durch alle sozialen Schichten. Häufig werden die Symptome jedoch als Allergie abgetan, und die Krätze bleibt unbehandelt.

Auslöser für die auch als Skabies bekannte Erkrankung sind Krätzmilben. Kommt man mit ihnen in Kontakt, bohren sie innerhalb von 30 Minuten winzige Gänge in die Haut und legen Eier ab. Aus ihnen schlüpfen Larven, die sich weiter vermehren - ein Teufelskreis beginnt, die Milben breiten sich immer mehr aus. «Der Parasit ernährt sich vom Horn der Haut», erläutert Erik Senger, Dermatologe aus Rödermark. Die Lieblingsplätze des Schädlings sind Fingerzwischenräume, Handrücken und der Genitalbereich. Bei Frauen befallen sie häufig Brüste und den Unterbauch.

Die Milben krabbeln bei engem Körperkontakt von Mensch zu Mensch. «Einfaches Händeschütteln reicht nicht aus», sagt Senger. «Gefahr besteht beim Kuscheln und beim Geschlechtsverkehr mit einem Erkrankten - oder wenn man gemeinsam ein Bett benutzt», erläutert der Hautarzt. Da die Parasiten einige Tage außerhalb des Körpers überleben können, lauern sie zum Beispiel in Betten von Heimen, Pensionen oder Herbergen. Eine Risikogruppe ist deshalb Pflegepersonal. Doch auch Urlauber können sich leicht infizieren: «Zum Beispiels bergen Schlafsäcke eine Krätzegefahr, wenn sie abwechselnd benutzt werden», unterstreicht Senger.

Haben sich Krätzmilben den Menschen als Wirt ausgewählt, machen sie sich nach etwa drei Wochen durch starken Juckreiz bemerkbar. «Dieser tritt insbesondere nachts oder bei Bettwärme auf und ist unvergleichbar heftig», erläutert Senger. Wer regelmäßig unter dem Symptom leidet, sollte die Diagnose Skabies in Betracht ziehen und einen Arzt aufsuchen.

«Kaum jemand gesteht sich das ein oder rechnet damit, an Krätze zu leiden», betont Senger. Doch Krätze verbreite sich wieder. Zahlen über die Krankheitsfälle gibt es wenig. Ein Anhaltspunkt ist die Zahl der Krätzeerkrankungen, die die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) unter ihren Versicherten registriert hat. Bei ihnen stieg die Zahl der meldepflichtigen parasitären Erkrankungen - von denen die Krätze etwa 90 Prozent ausmacht - von 232 im Jahr 2003 auf 1234 Fälle im Jahr 2004. Allein im ersten Quartal 2006 seien 219 neue Fälle gemeldet worden, teilt die BGW mit.

«Ein Grund für die Zunahme ist, dass Deutschland immer mehr zum Einreiseland geworden ist. So werden die Milben aus vielen Teilen der Welt hierher gebracht», sagt Senger. Und die Unkenntnis spielt eine große Rolle - denn unbehandelt können sich die Milben schnell weiterverbreiten.

«Es gibt auch eine Theorie, dass es alle 20 Jahre weltweit eine Krätze-Pandemie gibt», sagt Professorin Brigitte Frank von der Deutschen Gesellschaft für Parasitologie. Um sich eine Therapie zu ersparen, empfehlen Experten eine strenge Hygiene. Wer im Urlaub in Sachen Hygiene Bedenken hat, geht mit eigenem Bettzeug auf Nummer sicher. Auch sollte Körperkontakt mit Erkrankten vermieden werden - doch das ist leichter gesagt als getan. Denn Krätzmilben sind nur 0,3 bis 0,5 Millimeter klein und mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen. «Das macht eine Prävention schwer, denn man sieht vielen Menschen nicht an, dass sie unter
Krätze leiden», sagt Senger.

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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat Mai alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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