Newsletter vom 20.06.2006, 20:52:03

Betreff:

Newsletter Juni

Banditreffen in Berlin vom 29.09. bis 01.10. 2006

Unser diesjähriges Banditreffen findet in Berlin statt und es haben sich schon viele Mitglieder angemeldet. Wir würden uns freuen, auch Euch in Berlin begrüßen zu können. Das persönliche Kennenlernen und viel Spaß stehen im Vordergrund. Alle Infos zum Treffen findet Ihr im Stammtisch

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=13400

Also, los geht´s, wir warten auf Eure Anmeldung:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=13401

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Geier sterben aus durch Diclofenac

Apathisch sitzen die Geier auf einem Baum, den Kopf tief vor der Brust. Nun dauert es noch ca. 30 bis 35 Tage, bis das Tier tot vom Baum fällt. Lange Zeit nahm man an, daß die Geier eine unbekannte Virusinfektion haben, doch inzwischen steht der Verursacher der zum Tode führenden Krankheit fest.
In Indien, Nepal und Pakistan wird seit den 90er Jahren Diclofenac auch in der Tiermedizin eingesetz. Da die Haustiere bereits eine Resistenz zeigen, wird die Dosis immer weiter erhöht. Die Geier nehmen durch die Tierkadaver nun das Diclofenac auf, welches aufgrund der sehr hohen Konzentration Leber- und Nierenversagen hervorruft.

http://www.nabu.de/m05/m05_03/03530.html

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Speichelprobe für den Job?

Nur berufsbezogene Checks sind zulässig. Gentests könnten bei Einstellungstests auch zur Selektion genutzt werden.
Bevor ein Bewerber den Arbeitsvertrag unterschreiben kann, soll er sich oft einer Einstellungsuntersuchung unterziehen. Sofern nicht Gesetze, Tarifverträge oder Arbeitsschutzbestimmungen die medizinische Untersuchung vorschreiben, kann man sie ablehnen. Die Chance auf Anstellung dürfte das freilich kaum erhöhen.

Einstellungsuntersuchungen, in denen von Erkrankungen der Großeltern, Eltern und Geschwister bis hin zu Geschlechtskrankheiten alles abgefragt werde, sind meist nicht rechtens: „Der Arbeitgeber darf die gesundheitliche Eignung konkret bezogen auf die ausgeübte Tätigkeit feststellen lassen“, sagt Paul-Werner Beckmann, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Herford.

Dies betrifft etwa Mitarbeiter im Lebensmittelhandel, die ein Gesundheitszeugnis vorlegen müssen, oder Taxi- und Busfahrer, die sich einem Sehtest zu unterziehen haben. Die Gentechnik mache es jedoch möglich, das Risiko mancher späteren Erkrankung vorab abzuschätzen, sagte Matthias Dietrich vom Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) in Karlsruhe.

Es seien private Anbieter am Markt, die Unternehmen ein komplettes Genscreening für die Belegschaft anbieten. Dietrich rät Arbeitnehmern, sich vor Tests über deren Hintergrund zu erkundigen.

Quelle: Darmstädter Echo

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Neues Medikament: Hoffnung für ältere Leukämiepatienten?

Rostock (ddp). Hoffnung für ältere Leukämiepatienten verspricht ein neues Medikament, das in einer weiterführenden Studie an der Rostocker Universitätsklinik getestet wird.

Bereits seit zehn Jahren forschen und behandeln die Mediziner an der Abteilung für Hämatologie und Onkologie der Rostocker Universitätsklinik mit Treosulfan. Der Wirkstoff erwies sich in der Vorbereitung auf eine Stammzelltransplantation als sehr effektiv und gut verträglich, wie Oberarzt Jochen Casper sagte. Der Hämatologe hofft, dass das neue Präparat im kommenden Jahr die Zulassung durch die europäische Behörde erhält. Gespräche dazu stehen noch im Mai in London an.

Inzwischen wurden in Rostock 200 Patienten mit Krankheitsbildern wie Leukämie allogen, das heißt mit fremden Körperzellen, transplantiert.

«Nun werden wir den Blick verstärkt darauf richten, bei welchen Krankheiten diese Vorbehandlung noch einsetzbar ist», kündigte der Rostocker an.

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Speiseröhrenkrebs: Neuer Kaugummi soll schützen

Grado (ddp). Ein neuer Kaugummi verleiht nicht nur einen guten Atem, sondern soll auch vor Krebs in Speiseröhre und Magen schützen. Dafür sorgt die im Kaugummi enthaltene Aminosäure Cystein, welche die beim Rauchen oder bei Alkoholgenuss entstehende krebserregende Substanz Acetaldehyd unschädlich macht.

Die Idee, die Entstehung von Krebs im oberen Verdauungstrakt zu verhindern, stammt von Mikko Salaspuro und Martti Marvola von der Universität von Helsinki. Die finnische Firma «Biohit Oyj», die das Prinzip weiterentwickelt hat, stellte den Kaugummi nun auf einem internationalen Kongress zum Thema Mundkrebs im italienischen Grado vor.

In den Industrieländern werden bis zu 80 Prozent der Fälle von Mund-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs durch Rauchen und den Konsum von Alkohol verursacht. Ein wichtiger Auslöser ist dabei die beim Abbau von Alkohol und bei der Verbrennung von Tabak gebildete Substanz Acetaldehyd. Mit dem Speichel gelangt der krebserregende Stoff dann in den Rachen, in die Speiseröhre und in den Magen.

Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass die Aminosäure Cystein Acetaldehyd unschädlich machen kann. Der Verzehr von proteinhaltiger Nahrung oder die Einnahme einer Cysteinpille allerdings kann die Entstehung von Krebs nicht verhindern, da Cystein erst im Dünndarm freigesetzt wird. «Das ist aber zu spät, es muss bereits im Mund oder Magen wirken können», sagt Salaspuro.

Der Forscher entwickelte daher mit seinem Kollegen cysteinhaltige Tabletten, welche die Aminosäure langsam freisetzen. Salaspuro und Marvola konnten zeigen, dass die Pillen Acetaldehyd im Mund in eine harmlose Form umwandeln. Das Patent für die erfolgreiche Methode der Wissenschaftler, bösartige Wucherungen im oberen Verdauungstrakt zu verhindern, besitzt die Firma «Biohit Oyj». Da Acetaldehyd auch gebildet wird, wenn im Mund lebende Mikroorganismen Nahrungsmittel mit einem hohen Zucker- oder Kohlenstoffgehalt abbauen, haben die Finnen nun auch Kaugummis entwickelt, die auf dem gleichen Prinzip beruhen. Zusätzlich zum Kaugummi tüfteln die Forscher zurzeit auch an anderen cysteinhaltigen Präparaten, die Acetaldehyd in Teilen des Verdauungstraktes unschädlich machen.

Acetaldehyd sei nur einer von mehreren krebserregenden Inhaltsstoffen im Zigarettenrauch, warnen jedoch Experten. Der Kaugummi könne weder alle Chemikalien bekämpfen, noch den Schaden verhindern, den das Einatmen von Rauch in der Lunge anrichte. Am effizientesten werde Krebs daher verhindert, wenn das Rauchen gänzlich eingestellt würde.

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Prämenstruelle Beschwerden: Regelmäßige Bewegung hilft

Bremen (ddp). Ob Bauchkrämpfe, Migräne oder Stimmungsschwankungen: Etwa 50 Prozent aller Frauen haben kurz vor ihrer Monatsblutung mit dem prämenstruellen Syndrom zu kämpfen. Die Symptome sind so vielfältig wie ihre Behandlung.

«Es gibt kein standardisiertes Behandlungsverfahren», sagt Peter Schütte, Landesvorsitzender des Berufsverbands der Frauenärzte Bremen.

Dennoch könnten oftmals einfache Maßnahmen die körperlichen wie seelischen Belastungen mindern. Generell hilft regelmäßige Bewegung. Vor allem bei Spannungsgefühlen in Händen, Brüsten und Beinen kann so das im Gewebe eingelagerte Wasser schneller abtransportiert werden, wie der Experte erläutert.

Gegen die lästigen Unterleibskrämpfe und Rückenschmerzen können Entspannungsmaßnahmen wie Wärme oder Yoga-Übungen schnell lindernd wirken. Bei den vor allem jüngeren Frauen scheint immer noch die Pille das Wirksamste zu sein. Aber im Grunde sei alles hilfreich, was eine entspannende Wirkung entfaltet, sagt Schütte. Deshalb rät er zunächst zum intensiven Gespräch mit einem Gynäkologen über die jeweiligen Vorlieben und Abneigungen. Was die Ursachen des prämenstruellen Syndroms angeht, stehe man noch in völlig unsicheren Schuhen, sagt Schütte.

«Es wird vermutet, dass es unter anderem mit dem Hormonhaushalt zu tun hat, aber dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg.» Da sich das Phänomen bei jeder Frau anders auswirkt, empfiehlt Schütte auch eine individuell abgestimmte Therapie. Denn «mit einer schnellen Verordnung von Medikamenten kommt man der Sache nicht näher».

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Medikamenteneinnahme - worauf muss man achten?

Nur etwa ein Viertel der Patienten nimmt die ärztlichen Verordnungen so ein, wie es der Arzt gewollt hat. Dabei müssen Tabletten richtig eingenommen werden, damit sie auch wirken können. Falsche Einnahme kann die Wirkung der Medikamente beeinflussen oder sogar körperliche Schäden hervorrufen.
Diese Zahlen können einen schockieren: 50% aller Patienten nehmen die vom Arzt verschriebenen Medikamente nicht oder nicht vollständig ein. 30% der Arzneimittel werden falsch angewendet. Und bis zu 20% der Einweisungen ins Krankenhaus sind die Folge einer falschen Medikamenteneinnahme. Ermittelt hat das die Infratest Gesundheitsforschung.

Bevor durch den Mund eingenommene Arzneistoffe an ihren Wirkort gelangen, müssen sie zunächst den Magen passieren und werden dann im Dünndarm von der Darmschleimhaut aufgenommen. In jedem dieser Bereiche kann die Wirkung von Medikamenten durch verschiedene Einflüsse verändert werden. Die Wirkstoffe gelangen beispielsweise aus einem leeren Magen schneller in den Dünndarm, als wenn ihnen schwer verdauliche Nahrungsmittel den Weg dahin "versperren". Außerdem kann die Nahrung ein Arzneimittel so verändern, dass es nicht mehr wie gewünscht wirkt.

- Schreibt der Beipackzettel die "Einnahme vor dem Essen" vor, sollte die Arznei bis 15 Minuten vor der Mahlzeit auf leeren Magen eingenommen werden.
- Bei "Einnahme während des Essens" muss die Einnahme innerhalb von fünf Minuten nach der Mahlzeit erfolgen, damit sich das Medikament mit dem Speisebrei mischt.
- "Einnahme nach dem Essen" bedeutet, dass zwischen Mahlzeit und Einnahme ein deutlicher Abstand von bis zu 30 Minuten liegen sollte.

- Medikamente sollten immer mit Wasser eingenommen werden, das vorzugsweise zimmerwarm ist und keine Kohlensäure enthält, sonst kann beim Aufstoßen der unangenehme Medikamentengeschmack verspürt werden.
- Niemals ein Medikament mit heißer Flüssigkeit einnehmen; wegen der Wärme ist dabei die geschluckte Menge zu gering und die Tablette kann an der Rachenhinterwand hängen bleiben. - Ebenso niemals ein Medikament ohne Wasser einnehmen, auch hier kann die Kapsel hängen bleiben und Verletzungen erzeugen.
- Medikamente niemals mit Alkohol einnehmen, denn er kann die Wirkung verändern.

- Bei Antibiotika zur Behandlung von Infektionen behindern Kalzium und Magnesium die Aufnahme der Wirkstoffe. Deshalb sollten zwischen dem Genuss von Milch/Milchprodukten und der Antibiotika-Einnahme mindestens zwei Stunden liegen.

Quelle:Qualimedic

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Schlafmuffel werden dick

Frauen, die weniger als fünf Stunden pro Nacht schlafen, wiegen mehr als Normalschläferinnen, auch wenn sie weniger essen.
Sanjay Patel von der Universität Cleveland und Kollegen werteten die Daten von mehr als 68 000 Frauen aus. Sie waren im Rahmen der renommierten „Nurses Health Study“ unter anderem auch zu ihren Schlafgewohnheiten befragt worden. Über einen Zeitraum von 16 Jahren geben die Teilnehmerinnen unter anderem regelmäßig Auskunft über ihr Gewicht.


Weniger Schlaf, mehr Pfunde

Das Ergebnis: Im Vergleich zu Frauen, die allnächtlich mindestens sieben Stunden schliefen, hatten die Kurzschläferinnen ein um 33 Prozent höheres Risiko, 32 Pfund und mehr zuzunehmen, und ein um 15 Prozent höheres Risiko, fettleibig zu werden.

Im Schnitt brachten die Kurzschläferinnen 5,4 Pfund mehr auf die Waage und legten in den 16 Jahren 1,6 Pfund zu. „Das mag auf den ersten Blick wenig erscheinen“, erklärt Studienleiter Sanjay Patel. Die Zahlen gäben jedoch nur einen Mittelwert an, einige der Teilnehmerinnen hätten erheblich mehr Gewicht zugelegt.

Dick trotz weniger Kalorien

Auf der Suche nach einer Erklärung für die angehäuften Pfunde untersuchten die Forscher Ernährungsgewohnheiten und sportliche Aktivität der Teilnehmerinnen. Vorangegangene Studien hatten gezeigt, dass Kurzschläfer mehr appetitstimulierende Hormone ausschütten. „Tatsächlich aßen die Kurzschläferinnen unter den Studienteilnehmern aber weniger“, sagt Sanjay Patel.

Eine andere Ursache für die unterschiedliche Gewichtsverteilung hätte sein können, dass die Langschläferinnen mehr Sport trieben. Doch auch hierfür fanden die Forscher keine Hinwei

Gebremster Stoffwechsel?

Sanjay Patel vermutet, dass sich der Stoffwechsel der Frauen durch den Schlafmangel verlangsamt und sie deshalb weniger Kalorien verbrauchten. Eine andere mögliche Erklärung sei, dass Frauen, die weniger schliefen, sich anders verhielten. „Es ist denkbar, dass jemand, der weniger schläft, beispielsweise weniger auf- und abgeht oder eher dazu neigt, sich zu setzen statt zu stehen“, erklärt der Wissenschaftler. Diese Thesen müssten jedoch noch im Rahmen weitere Studien überprüft werden.

Die Ergebnisse seiner Untersuchung stellte Sanjay Patel auf der internationalen Konferenz der „American Thoratic Society“ vor.

Quelle: Focus online

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Durchfall: Bananen und Knäckebrot helfen

Barendorf (ddp). Durchfall-Bakterien vermehren sich bei höheren Temperaturen rasant. Haben die Keime den menschlichen Körper befallen, hilft eine leichte, ausgeglichene Ernährung. «Auf diese Weise bindet man die Giftstoffe im Körper», sagt Heinz Jarmatz, Mitglied des Bundesvorstands des Deutschen Hausärzteverbandes.

Auf dem Speiseplan sollten trockene Brötchen, Zwieback, Knäckebrot sowie gekochter Reis, Hühnerbrühe oder Kartoffelpüree stehen. Auch Bananen seien empfehlenswert. «Ein ideales Getränk bei Durchfall ist zur Hälfte mit Wasser verdünnter schwarzer Tee», betont der Facharzt für Allgemeinmedizin. Zudem helfe reiner Naturjogurt, die Darmflora wieder auszugleichen. Nach spätestens drei Tage sollte der Durchfall kuriert sein. «Hält er an, muss der Hausarzt aufgesucht werden», rät Jarmatz. Eine sofortige Untersuchung sei notwendig, wenn Blut oder Würmer im Stuhlgang zu finden seien oder die Erkrankung von Fieber begleitet wird.

Damit das Umfeld sich nicht mit den Erregern ansteckt, sei bei Durchfall eine konsequente Hygiene wichtig. «Nach jedem Toiletten-Gang sollten die Hände gewaschen und das WC gereinigt werden», sagt der Arzt. «Auf Besuch sollte man während der Zeit komplett verzichten. Ist er unumgänglich, müssen Körperkontakt wie Umarmungen oder Händeschütteln vermieden werden», betont Jarmatz.

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Therapeutischer Durchbruch? Schmerzbremse lokalisiert

Heidelberg (ddp). Die Nervenzellen des Rückenmarks verfügen über einen bisher unbekannten Schutzmechanismus gegen starke Schmerzen. Das konnten Anke Tappe und ihre Kollegen in einer im Universitätsklinikum Heidelberg koordinierten Forschungsgruppe nachweisen. Ihre Entdeckung könne völlig neue Perspektiven für die Therapie chronischer Schmerzen eröffnen, teilt das Klinikum mit.

Die Forscher untersuchten eine bereits bekannte Gruppe von Proteinen, die besonders im Großhirn vorkommen. Die Eiweiße tragen den Namen Homer und fungieren quasi als Adapterproteine, die Nervensignale verknüpfen. In der Zelle gleichen sie schwimmenden Brücken, die zwei Ufer verbinden: auf der einen Seite die Empfangsstationen für Signale aus dem Körper, auf der anderen Seite Zellsysteme zur Verarbeitung dieser Signale.

«Wir haben nun zum ersten Mal bewiesen, dass Homer-Proteine auch im Rückenmark vorkommen und dort an der Schmerzverarbeitung beteiligt sind», sagt Rohini Kuner aus dem Forscherteam. Schmerzen werden vom Ort der Entstehung über elektrische Nervensignale ins Rückenmark und von dort über spezielle Verbindungsstellen ans Gehirn weitergeleitet. Dabei wandelt sich der elektrische Reiz in einen chemischen Boten um, der den Raum zwischen den Nervenzellen überquert, um in der Rückenmarkszelle einen elektrischen Reiz auszulösen. Für diesen zweiten Schritt sind Homer-Proteine von grundlegender Bedeutung: Sie bauen die Brücke zwischen der chemischen Botschaft und deren elektrischer Weiterleitung.

Bei ihrer Studie machten die Wissenschaftler eine Entdeckung: Eines der Homer-Proteine - 1a genannt - versucht ständig, das Gerüst der Brücke zum Einsturz zu bringen. Dadurch wird der Schmerz gedämpft.

«Bisher kannten wir nur Rückkopplungsmechanismen, die den Schmerz verstärken», sagt Kuner. «Mit Homer 1a haben wir erstmals einen negativen Rückkopplungsmechanismus der Schmerzverarbeitung identifiziert.» In ihrer Arbeit zeigt die Forschungsgruppe, dass Schmerzen umso schwächer empfunden werden, je höher die Konzentration von Homer 1a im Rückenmark ist. Das ließe sich möglicherweise therapeutisch nutzen, indem man in einer Gentherapie den Bauplan für dieses Protein in die betroffenen Zellen einschleust, heißt es weiter. Auch könnten unter Umständen kleine Teile von Homer 1a nachgeformt und zu einem Medikament entwickelt werden.

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Rückenlügen

Ein gesunder Rücken ist Gold wert und ein paar Tipps und Tricks gegen den lästigen Schmerz kennt doch jeder, oder? Vorsicht: Falsche Übungen können das Leiden noch verschlimmern! FIT FOR FUN TV weiß es besser und räumt endlich mit den fünf hartnäckigsten Rückenmythen auf.

Die fünf größten Rückenlügen

Volkskrankheit Rückenschmerz

80 Prozent aller Deutschen leiden unter krummen Wirbelsäulen, Beckenschiefständen und Schmerzen. Und das, obwohl sicher fast jeder den ein oder anderen Tipp über den rücksichtsvollen Umgang mit dem Rücken beisteuern könnte. In die Knie gehen, wenn man etwas Schweres hebt oder Schwimmen, um die Rückenmuskulatur zu stärken, sind nur zwei von zahlreichen Mythen, die sich um die effektive Schmerzbekämpfung und -vermeidung ranken.

FIT FOR FUN TV will wissen: Was ist dran am weit verbreiteten Rücken-ABC und unterzieht die fünf hartnäckigsten Rückenmythen gemeinsam mit dem Orthopäden Dr. Paul Dann und dem Diplom-Sportlehrer Klaus Schmitz einer Bestandsaufnahme. "Alles Quatsch" – meinen die Experten und strafen die scheinbar unstreitbaren Grundsätze Lügen.

Rückenlüge Nr. 1
Menschen mit Rückenschmerzen müssen sich schonen!

Rückenlüge Nr. 2
Schwimmen ist die beste Sportart bei Rückenschmerzen!

Rückenlüge Nr. 3
Nach einem Bandscheibenvorfall dürfen viele Sportarten nicht mehr betrieben werden!

Rückenlüge Nr. 4
Um Rückenschmerzen zu vermeiden, muss der Rücken immer gerade gehalten werden!

Rückenlüge Nr. 5
Den Rücken am Besten täglich trainieren!

Rückenlüge Nr. 1
Menschen mit Rückenschmerzen müssen sich schonen!

Richtig ist:
Gegen eine kurzfristige Entlastung der Wirbelsäule über ein bis zwei Tage ist nichts einzuwenden. Ab dem zweiten Tag sollte sich der Betroffene aber wieder ganz normal bewegen. Das lockert die Muskulatur und vermeidet Schonhaltungen. Spezielle Rückenübungen sind bei einem erstmalig auftretenden akuten Rückenschmerz nicht erforderlich.

Schon mittelfristiges Schonen kann zu einer bleibenden Veränderung der Haltung führen. Wird diese Haltung über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten, führt dies zu einer Automatisierung der Schonhaltung. Solche Schonhaltungen beeinflussen die Statik des gesamten Bewegungsapparates und können Beschwerden an anderen Gelenken und der Muskulatur verursachen.

Für die Behandlung von Rückenschmerzen hat sich ein Standard durchgesetzt: kurze Entlastung – unter Umständen Einsatz von Schmerzmitteln – körperliche Aktivität – medizinische Trainingstherapie.

Rückenlüge Nr. 2
Schwimmen ist die beste Sportart gegen Rückenschmerzen!

Richtig ist:
An der Universität Bielefeld wurde die Wirkung von Schwimmen auf Haltung und Kraft untersucht. Nach wissenschaftlichen Kriterien lässt sich die häufig propagierte Wirkung des Schwimmens nicht mehr halten. Schwimmen führt nachweislich zu keiner Verbesserung der Wirbelsäulenmuskulatur oder der Haltung. Die Reize auf die Rückenmuskeln beim Schwimmen sind viel zu schwach, um einen kräftigenden Effekt auszulösen.

Schwimmen ist eine Sportart, die dem Rücken nicht schaden kann, sofern der Sportler die Technik beherrscht. Besonders beim Brustschwimmen sollte darauf geachtet werden, dass der Schwimmer zum Ausatmen den Kopf unter Wasser bringt. Sonst drohen Verspannungen der Nackenmuskulatur durch das ständige Überwasserhalten des Kopfes. Zur Entlastung der Wirbelsäule kann Schwimmen unter den genannten Voraussetzungen aber eingesetzt werden.


Rückenlüge Nr. 3
Nach einem Bandscheibenvorfall dürfen viele Sportarten nicht mehr betrieben werden!

Richtig ist:
Eine Reihe von Leistungssportlern konnte trotz starker Rückenschmerzen oder gar Bandscheibenvorfällen wieder an alte Leistungen anknüpfen, darunter die Olympiasiegerin Grit Breuer (400m) sowie Beachvolleyball-Profi Danja Müsch. Das gleiche gilt für Breitensportler. Körperliche Aktivität und Sport sind notwendig, um Schonhaltungen zu vermeiden und die Muskulatur des Rückens zu stärken!

Hintergrund
Wenn Koordination und Technik stimmen und die körperliche Fitness den sportlichen Ansprüchen genügt, kann nach einem Bandscheibenvorfall nahezu jede Sportart wieder ausgeübt werden. Die häufig vorgenommene Unterteilung der Sportarten in rückenschädlich (z.B. Golf, Tennis, Joggen) und rückenfreundlich (z.B. Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking) ist wissenschaftlich nicht belegbar. Es gibt keine per se rückenschädlichen Sportarten!
Rückenlüge Nr. 4
Um Rückenschmerzen zu vermeiden, muss der Rücken immer gerade gehalten werden!

Richtig ist:
Den Rücken in jeder Lebenslage gerade zu halten, ist eine der ältesten und hartnäckigsten Rückenlügen überhaupt. Seltsamerweise wird diese häufig von Rückenschulen propagiert, die eigentlich das Ziel haben sollten, die Menschen fitter statt steifer zu machen. Die Wirbelsäule ist ein Bewegungsorgan. Der ständige Wechsel der Haltung und der Wechsel aus Be- und Entlastung sind wichtig für den Erhalt der Beweglichkeit und die Ernährung der Bandscheiben.

Die Muskulatur des Rückens setzt sich aus mehreren Schichten zusammen. Dabei regeln die oberflächlichen Schichten vor allem die Haltung und Bewegung großer Wirbelsäulenabschnitte. Die tief gelegenen Schichten sind dagegen für die Haltung und Bewegung einzelner Bewegungssegmente (z.B. zweier benachbarter Wirbel) verantwortlich. Dabei ist Haltung immer als dynamischer Prozess zu verstehen – die Muskulatur arbeitet ständig.

Rückenlüge Nr. 5
Den Rücken am Besten täglich trainieren!

Richtig ist:
Die Rückenmuskulatur funktioniert im Grunde nicht anders als die Muskulatur der Arme oder Beine. Die Trainingshäufigkeit hängt von der nötigen Regenerationszeit nach einem Training ab. Die Regenerationszeit wird durch die Eiweißsynthese beeinflusst, und diese wiederum vom biologischen Alter. Generell gilt: Je älter, desto seltener trainieren!

Unter dem Begriff "Training" versteht man das systematische Wiederholen von Trainingsreizen zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit. Für ein effektives Krafttraining ist eine erhöhte Trainingsintensität notwendig. Diese wiederum erfordert entsprechende Regenerationszeiten, die je nach Fitness und Alter des Sportlers zwischen 48 und 72 Stunden liegen sollten.

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Anwalt darf bei Untersuchung immer dabeisein

MAINZ (dpa). Ein Prozeßbeteiligter hat bei einer vom Gericht angeordneten ärztlichen Untersuchung grundsätzlich einen Anspruch auf die Anwesenheit seines Anwalts.

Das geht aus einem jetzt bekanntgewordenen Beschluß des Landessozialgerichts (LSG) Rheinland-Pfalz in Mainz hervor. Werde dem Betroffenen die Anwesenheit des Anwalts oder einer anderen Vertrauensperson verwehrt, so sei dies ein Verstoß gegen den Grundsatz des fairen Verfahrens.

Das LSG betonte in seinem Beschluß, eine ärztliche Untersuchung sei ein erheblicher Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Betroffenen. Die gerichtlich angeordnete Untersuchung greife in die Intimsphäre und die Menschenwürde des zu Untersuchenden ein. Daher müsse seinem Wunsch nach Anwesenheit einer Vertrauensperson grundsätzlich entsprochen werden.

Das Gericht bekräftigte, ein Arzt könne, falls er mit der Anwesenheit Dritter nicht einverstanden sei, die Untersuchung ablehnen.

Urteil des LSG Rheinland-Pfalz, Az.: L 4 B 33/06

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Abrechnungsbetrug: Schaden für Kassen in Milliardenhöhe

Frankfurt/Main (ddp). Abrechnungsbetrug durch Ärzte und Apotheker belastet die Krankenkassen mit Milliardenbeträgen. Nach einer «konservativen Schätzung» betrage der Schaden für die deutschen Kassen jährlich mindestens eine Milliarde Euro, sagte der Vorstand des IKK-Bundesverbandes, Gernot Kiefer, der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

Die Dunkelziffer sei deutlich höher. Der Verband leitet die Arbeitsgruppe der Spitzenverbände der Kassen zur Manipulation im Gesundheitssektor. Leistungen würden abgerechnet, die nicht oder in geringerem Umfang erbracht wurden, kritisierte Kiefer. Auch verschrieben Ärzte teurere Medikamente, weil sie dafür Geld von Pharmavertretern erhielten.

Laut einer Umfrage der Zeitung unter den Kassen sind am Betrug auch Apotheker und Krankenhäuser, teils sogar Versicherte beteiligt. So komme es vor, dass Patienten nur einen Teil der verschriebenen Rezepte einlösten, die Apotheke aber den vollen Preis bei der Kasse abrechne. Anschließend werde der «Gewinn» zwischen Apotheke und Patient aufgeteilt.

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Schmerzstillende Blutegel: Positiver Effekt bei Arthritis

Washington (ddp). Blutegel könnten künftig bei der Behandlung von Arthritis im Daumen eingesetzt werden: Sie würden die mit der Gelenkentzündung einhergehenden Schmerzen besser lindern als die bislang verwendeten Medikamente, hat ein deutsches Forschungsteam unter der Leitung von Gustav Dobos von der Universität Essen herausgefunden. Auch halte die Wirkung der Blutegeltherapie länger an als die der herkömmlichen Behandlung, berichtet der Online-Dienst des Fachmagazins «Science».

Blutegel kommen in der Medizin schon seit Jahrhunderten zum Einsatz. Haben sich die Tiere an der zu behandelnden Stelle festgebissen, geben sie mit ihrem Speichel einen blutverdünnenden Stoff, das so genannte Hirudin, sowie mehrere entzündungshemmende Substanzen in die Wunde ab. So stellen sie in freier Natur sicher, dass das Blut ihres Opfers nicht gerinnt und sie genügend Nahrung erhalten.

In der Medizin machen sich die Ärzte dieses Vorgehen der Tiere zu Nutze, um Krankheiten zu behandeln. Bereits 1998 hatte Dobos festgestellt, dass eine Gelenkentzündung im Knie mit Blutegeln erfolgreich behandelt werden kann. Nun testete er an 32 Patientinnen mit Daumenarthritis, ob Blutegel die Schmerzen lindern können: Das Team behandelte die Hälfte der Probandinnen 30 Tage lang zweimal täglich mit einer schmerzstillenden Salbe, während den anderen Frauen ein einziges Mal zwei oder drei Blutegel angelegt wurden. Dazu durften sich die Würmer am weichen Gewebe auf oder neben dem Daumengelenk festsaugen. Eine Woche sowie zwei Monate nach der Behandlung ließen die Wissenschaftler die Patientinnen ihre Schmerzen auf einer Skala von 0 bis 100 bewerten, während diese entweder ihre Hände ruhig hielten oder bestimmte Aufgaben ausführten. So mussten sie etwa möglichst fest einen Ball ergreifen, mit dem die angewendete Kraft gemessen werden konnte. Das Ergebnis: Die mit der Salbe behandelten Probandinnen verspürten stärkere Schmerzen als die Patientinnen, denen Blutegel angelegt worden waren. Zudem konnten Letztere den Ball nach zwei Monaten um 36 Prozent stärker drücken als vor der Behandlung. Die Probandinnen aus der Salbengruppe konnten dagegen ihre Kraft lediglich um 7 Prozent steigern.

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Effiziente Darmflora: Bakterielle Müllabfuhr unterstützt

Washington (ddp). Wie viele Kalorien ein Stück Kuchen dem Körper liefert, hängt von der Tätigkeit eines speziellen Darmbakteriums ab: Bietet es seine Dienste als Müllabfuhr nicht an, so können bestimmte Formen von Kohlehydraten nicht vom Körper aufgenommen werden. Das hat Samuel Buck von der Washington Universität in St. Louis in einer Studie an Mäusen herausgefunden.

Die Neigung zur Gewichtszunahme scheint daher von der Menge der Bakterien im Darm abzuhängen - je mehr von ihnen vorhanden sind, desto größer sei auch das Risiko für Übergewicht, vermutet der Forscher. Er stellte seine Ergebnisse auf einem Treffen der Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie in Orlando vor.

Aus dem Bakteriengetümmel des Verdauungstrakts hat sich Buck ein Bakterium mit Namen Methanobrevibacter smithii für seine Forschung herausgesucht und dessen Funktion in der Darmflora untersucht. M. smithii ist ein effizienter Müllverwerter, der im Darm aufräumt und einsammelt, was andere Bakterien zurücklassen. Aus Wasserstoff und anderen Müllprodukten seiner Kollegen macht das Bakterium Methan, das dem Darm täglich auf bekanntem Wege entweicht. Mit dieser Dienstleistung unterstützt M. smithii die Ansiedlung weiterer Darmbakterien, deren Aufgabe es ist, unverdauliche Ballaststoffe in Fettsäuren umzuwandeln und sie dem Körper so als Brennstoff zur Verfügung zu stellen.

Offenbar ist diese Dienstleistung für eine funktionierende Darmflora unverzichtbar, beobachtete Buck in einem Versuch an Mäusen: Er verabreichte Mäusen menschliche Darmbakterien und gab einigen von ihnen zusätzlich eine Dosis M. smithii-Bakterien. Das Resultat: In den Mäusen, in denen auch M. smithii anwesend war, siedelten sich hundertmal mehr nützliche Darmbakterien an als in den anderen Tieren. Der Müllverwerter begünstigt demnach die Bedingungen für die Darmbakterien, die unverdaute Kohlehydrate verwerten. Ohne diese Müllabfuhr war die Aktivität dieser wichtigen Bakterien blockiert. Die Auswirkungen zeigten sich nach einigen Wochen: Die Mäuse, die beide Bakterien aufwiesen, waren um 15 Prozent fetter als ihre Kollegen.

Ähnliche Zusammenhänge hofft der Forscher auch beim Menschen zu finden. Rund 85 Prozent der menschlichen Bevölkerung tragen das Bakterium M. smithii im Darm, und Buck will nun untersuchen, ob beispielsweise übergewichtige Menschen mit größeren Mengen dieser Bakterien ausgestattet sind als dünne. Seine Ergebnisse legen jedenfalls nahe, dass die individuelle Kalorienausbeute von der jeweiligen Darmflora abhängt. Sollte sich dies Konzept bewahrheiten, müssten Kalorienangaben auf Produkten neu durchdacht werden, so der Forscher.

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Fremdkörper im Auge: Mit dem Taschentuch entfernen

Senden (ddp). Ob Splitter oder Blütenpollen: Ein Fremdkörper im Auge kann schmerzhaft werden. Ist das störende Objekt noch nicht unter das Oberlid gerutscht, lässt es sich mit etwas Mühe noch entfernen. «Man kann vorsichtig mit der Spitze eines Taschentuchs von innen nach außen wischen", sagt Georg Eckert vom Bundesverband der Augenärzte Deutschlands. Zum Entfernen sollten auf keinen Fall Wattestäbchen benutzt werden. «Sie fusseln leicht und können damit alles noch schlimmer machen», sagt der Augenarzt.

Ist der Splitter oder der Fussel bereits unter das Lid gerutscht, sollte ein Augenarzt aufgesucht werden. «Er wird das Lid umklappen und den Fremdkörper entfernen. Das wird dem Laien in der Regel nicht gelingen», betont Eckert.

Gerät beispielsweise bei der Arbeit an der Kreissäge ein Stück Metall ins Auge, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. «Ein Metallsplitter muss immer mit einer speziellen Fräse entfernt werden. Da sind Laien chancenlos», erläutert der Augenarzt.

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Studie: Eine Stütze für den Unterarm beugt Muskelschmerzen vor

Wer beim Arbeiten am Computer häufig unter Schulter- oder Nackenschmerzen leidet, sollte über den Gebrauch einer Unterarmstütze nachdenken: Ein amerikanisches Forscherteam hat nachgewiesen, dass sich damit die Häufigkeit von Beschwerden in Schultern, Nacken, Oberarmen und Handgelenken deutlich reduzieren lässt.

Ein Jahr lang begleiteten die Arbeitsmediziner insgesamt 182 Mitarbeiter zweier Callcenter, die in der Regel dreißig, mindestens jedoch zwanzig Stunden pro Woche vor ihren Computern saßen. Einige der Studienteilnehmer erhielten für diese Zeit eine gepolsterte Stütze, die vor der Tastatur an der Kante des Schreibtischs befestigt wurde und auf der die Probanden beim Schreiben ihre Unterarme ablegen konnten. Die anderen nutzten weiter ihren gewohnten Arbeitsplatz.

Zusätzlich nahmen alle Teilnehmer an einer Ergonomie-Schulung teil, in der ihnen richtiges Sitzen, die korrekte Arbeitshaltung und die optimale Position von Maus und Tastatur vermittelt wurden. Während der Studienperiode mussten die Probanden jede Woche in einem Fragebogen angeben, ob sie Schmerzen hatten und wie stark diese waren.

Im Vergleich zu den Probanden ohne Armstütze klagten die Benutzer der Stütze deutlich seltener über Beschwerden im Nacken, in der rechten Schulter und im rechten Oberarm. Insgesamt reduzierte sich Häufigkeit und Intensität der Schmerzen um etwa die Hälfte, ergab die Auswertung der Daten. Auch litten die Teilnehmer mit Armstütze seltener unter Schmerzen in den Handgelenken oder den Unterarmen. Die Stütze vermindere die Spannung in den Muskeln der Schultern und entlaste so die gesamte Oberkörpermuskulatur, erklärt Studienleiter David Rempel den Effekt.

Seiner Berechnung nach haben die Unterarmstützen nicht nur für die Mitarbeiter einen positiven Effekt, sondern auch für das Unternehmen: Da Beschwerden an Nacken oder Schultern zu den häufigsten Ursachen für krankheitsbedingten Arbeitsausfall gehören, rentiere sich der Einbau der Stützen bereits nach einigen Monaten.
Quelle: Future Health

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Schwimmen gegen Rückenschmerzen

Wer Rückenschmerzen hat sollte Schwimmen gehen!
Das weiß eigentlich jeder. Umso verwunderter sind viele Menschen darüber, dass ihre Schmerzen gerade so im Bereich der Schulter- und Nackenregion nach dem Schwimmen zunehmen.
Verwunderlich ist das nicht. Schließlich will man, wenn man nicht gerade Profischwimmer ist, den Kopf aus dem Wasser halten. Und das kann für Hals und Nacken anstrengend sein.
Dazu habe ich einen guten Tipp eines Arztes aus Kalifornien in der Ärztezeitung gelesen. Er sagt nämlich, bei Rückenschmerzen Schnorchel benutzen. Dieser Doktor, der selbst Rückenschmerzen hat, empfiehlt also, mit Maske und Schnorchel zu schwimmen, weil man so nicht dauernd den Kopf anheben muss. Das verhindere, dass die Wirbelsäule sich überbeugt, was die Schmerzen ja noch verstärkt.
Rückenschwimmen ist da übrigens auch sehr gut, was nur leider viele nicht können. Aber, ich habe mir von einer Physiotherapeutin sagen lassen, dass es sehr leicht zu erlernen ist.

Quelle: Medigist 6/2006

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"Schlüssellochmedizin" als Chance für Osteoporose-Patienten

Die Radiologie macht es möglich: Wo früher operiert werden musste, reicht heute ein kleiner Nadelstich. Denn Radiologen können mithilfe Bild gebender Verfahren während der Behandlung "live" ins Innere der Patienten schauen. Eine Methode dieser "Schlüssellochmedizin" ist die Vertebroplastie - ein Verfahren, das schnelle Schmerzlinderung für Osteoporosepatienten bietet. Dabei werden gebrochene Wirbelkörper mit medizinischem Zement stabilisiert. Eingebracht wird der Zement durch eine kleine Nadel. Im Computertomographen (CT) kontrollieren Radiologen die Ausbreitung des Stoffes im Knochen. Aktuelle Studienergebnisse werden derzeit auf dem 87. Deutschen Röntgenkongress in Berlin vorgestellt.
Besonders häufig sind ältere Frauen von Osteoporose betroffen. Ist der Knochen zu stark angegriffen, brechen die Wirbel unter der Last des Körpers zusammen. Abhilfe schafft hier die Vertebroplastie: Mit CT-Bildern erkennen Radiologen dreidimensional das genaue Ausmaß der Krankheit. Mit medizinischem Zement stabilisieren sie dann die beschädigten Wirbel. Damit der Zement nicht in das umliegende Gewebe gelangt, muss der Verlauf ständig am Bildschirm überprüft werden. Der Zement härtet nach wenigen Minuten aus und ist sogar belastbarer als der Knochen selbst. Der Eingriff dauert maximal 60 Minuten und findet unter lokaler Betäubung statt. Nach wenigen Stunden Ruhezeit ist der Patient wieder auf den Beinen und kann nach ein bis zwei Tagen die Klinik verlassen. Teilweise wird die Behandlung sogar ambulant durchgeführt.

"Die Patienten schildern eine deutliche Schmerzlinderung schon direkt nach der Behandlung", so Dr. Ralf-Thorsten Hoffmann, Leiter des Funktionsbereichs Angiographie und Interventionelle Radiologie am Klinikum der Universität München. "Wir können damit den Betroffenen ein Stück Lebensqualität zurückgeben." Denn die beschädigten Knochen verursachen starke Schmerzen und schränken die Patienten gravierend in ihrer Bewegungsfreiheit ein. Fehlende Bewegung aber verschlimmert die Krankheit noch. Diesen Teufelskreis können Ärzte mit der Vertebroplastie durchbrechen.

Radiologen greifen heute immer mehr in Therapieverfahren ein. Ihre Tätigkeit ist nicht mehr nur auf die Diagnose von Krankheiten beschränkt. "Interventionelle Radiologie" nennen die Fachleute das. Der Blick in den Körper macht Operationen häufig überflüssig, die Körperoberfläche wird stattdessen nur noch durch einen Nadelstich verletzt. Methoden der "Schlüssellochmedizin" - wie die Vertebroplastie - erfolgen zudem meistens bei örtlicher Betäubung.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

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Wie sich Bären vor Osteoporose schützen

Von JOACHIM CZICHOS / WSA

Amerikanische Forscher haben verschiedene Hormone während der Ruheperiode bei Schwarzbären untersucht. Das Ergebnis könnte auch für Menschen nützlich sein.

Wenn Knochen längere Zeit nicht belastet werden, nimmt ihre Dichte ab, das Osteoporoserisiko steigt. Säugetiere, die einen Winterschlaf halten, besitzen daher Schutzmechanismen, die das verhindern. Welche das sind, haben amerikanische Forscher jetzt durch Messungen der Blutspiegel verschiedener Hormone während der Ruheperiode bei Schwarzbären untersucht. Es zeigte sich, dass die Tiere auch während des Winterschlafs in der Lage waren, eine hohe Knochenumbaurate beizubehalten. Dabei spielt offenbar das den Kalziumstoffwechsel regulierende Parathormon eine wichtige Rolle. Weitere Untersuchungen könnten zu neuen Therapien führen, um eine Osteoporose beim Menschen zu verhindern oder rückgängig zu machen, schreiben die Wissenschaftler im "Journal of Experimental Biology".

"Noch können wir nicht mit Sicherheit sagen, dass das Parathormon die Knochen der Bären während des Winterschlafs vor Osteoporose schützt", sagt Seth Donahue von der Michigan Technological University. Aber die Ergebnisse der Untersuchung von Blutproben über einen Zeitraum von sieben Monaten würden diese Schlussfolgerung zulassen. Es ergab sich ein enger Zusammenhang zwischen dem Parathormonspiegel und der Konzentration des Proteins Osteocalcin, dessen Blutwert als Maß für die Rate der Knochenbildung dient. Beide Messwerte blieben auch in der ausgedehnten Ruheperiode ungewöhnlich hoch -- ganz im Gegensatz zur Situation von bettlägerigen Menschen, bei denen der Parathormonspiegel absinkt.

Die Forscher schließen aus ihren Messungen, dass die Raten von Knochenabbau und Knochenneubildung, reguliert durch Hormone, beim Winterschlaf so ausbalanciert bleiben, dass die Knochendichte nicht abnimmt. Inzwischen haben die Wissenschaftler das Parathormon der Bären gentechnisch hergestellt, um den Einfluss des Hormons auf den Stoffwechsel der Knochenzellen genauer untersuchen zu können. Sie erhoffen sich damit, neue Behandlungsansätze von Osteoporose aufzudecken.

Quelle: MorgenWelt (Magazin für Wissenschaft)

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Nach Bronchitis: Thrombosen in Beinvenen doppelt so häufig

Baierbrunn (ots) - Wer eine Bronchitis durchmacht, kann Probleme an unerwarteter Stelle bekommen. "In den ersten Wochen nach dem Infekt treten Thrombosen in den Beinvenen doppelt so häufig auf wie im Normalfall", zitiert das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" Dr. Lian Smeeth von der Londoner Hochschule für Hygiene und Tropenmedizin.

Seine Aussage gründet sich auf Daten von rund 7300 Thrombosepatienten, deren Vorgeschichte er durchforstet hat. Auch Blasenentzündungen scheinen das Risiko für den gefährlichen Blutpfropf stark zu erhöhen. Als Grund vermutet er begleitende Entzündungen der Gefäßwände. Sein Rat: "Viel trinken und nach Möglichkeit in Bewegung bleiben."

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Lebensmittel: Faltblatt informiert über mögliche Schadstoffe

Bonn (ddp). Ob Schimmel, Salmonellen oder Schmermetalle: Viele Verbraucher fühlen sich durch mögliche Schadstoffe in Lebensmitteln verunsichert. Woher die ungewollten Inhaltsstoffe kommen und wie man sie vermeiden kann, beschreibt ein neues Faltblatt des Infodienstes Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft (aid). In der zwölfseitigen Broschüre steht, welche Lebensmittel gefährdet sind oder was jeder tun kann, um zum Beispiel weniger Nitrat aufzunehmen. Außerdem wird erläutert, was es mit Weichmachern auf sich hat und wie groß die Gefährdung durch Gifte von Schimmelpilzen ist.

Das Faltblatt kann im Internet unter http://www.aid.de/verbraucher/start.php kostenlos heruntergeladen werden.

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Gefährliche Schlankheitspillen: Schmuggel nimmt drastisch zu

Frankfurt/Main (ddp). Der Zoll in Frankfurt am Main registriert eine drastische Zunahme beim Schmuggel von gefährlichen Schlankheitspillen. Während im gesamten vergangenen Jahr 125 000 Kapseln der zulassungspflichtigen Arzneimittel sichergestellt wurden, seien es im ersten Halbjahr 2006 bereits über eine Million gewesen, teilte die Behörde am Freitag mit. Das Zollfahndungsamt Frankfurt ermittelt zurzeit bundesweit in 60 Verfahren gegen zahlreiche Beschuldigte. Durchsuchungen erfolgten in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Die Produkte werden nach Angaben des Zolls unter der Bezeichnung «LiDa» angeboten. Andere Präparate mit demselben Inhaltsstoff seien «Miaozi», «Darling Tian Ran Jian Fei» oder «Li Da Lidameiticha Meizi Tea». Absatz und Handel erfolgten über das Internet oder über netzwerkartige Verteilerstrukturen im gesamten Bundesgebiet. Die illegalen Händler bestellten die Produkte in Asien und versuchten, diese als Geschenksendung deklariert per Post nach Deutschland einzuschmuggeln. Versandt werden die Arzneimittel vor allem über den Frankfurter Flughafen.

Zu den möglicherweise lebensbedrohlichen Nebenwirkungen der Pillen zählen nach Auskunft der Behörde Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Beschwerden. Die Risiken seien vielen Konsumenten vor dem Kauf der Präparate nicht bewusst, wie aus Beiträgen von verzweifelten Betroffenen in einem Internetforum hervorgehe, hieß es weiter. In dem Forum warnten Geschädigte eindringlich vor der Einnahme von «LiDa». Den Angaben zufolge enthalten die gefährlichen Pillen den Wirkstoff Sibutramin, der auch in zugelassenen Arzneimitteln vorkommt. In den zugelassenen Präparaten sei die Konzentration mit 10 bis 15 Milligramm pro Kapsel aber deutlich geringer als in den Schmuggelpillen, in denen jeweils 26,4 Milligramm der synthetischen Substanz enthalten sei. Zudem erfolge die legale Verordnung nur unter strenger ärztlicher Aufsicht.

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Anspruch auf Krankengeld auch nach Entlassung

KASSEL (mwo). Wer entlassen wurde und über das Ende der Kündigungsfrist hinaus krank ist, hat Anspruch auf Krankengeld. Auch eine vom Arbeitgeber noch ausgezahlte Urlaubsabgeltung führt nicht zum Ruhen des Krankengeldes, urteilte das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel.

Damit gab es einem entlassenen Arbeitnehmer aus Bayern recht. Der Arbeitgeber hatte ihm bis zum Ablauf der Kündigungsfrist noch Lohnfortzahlung gezahlt, danach verweigerte die AOK Bayern aber das Krankengeld. Die Kasse meinte, die Ruhensvorschriften für das Arbeitslosengeld seien analog anzuwenden.

Das BSG sah hierfür aber keine gesetzliche Grundlage. Eine Urlaubsabgeltung sei sozialrechtlich gesehen kein Arbeitsentgelt, das dem Krankengeld im Wege stehe, betonten die Kasseler Richter.

Urteil des Bundessozialgerichts, Aktenzeichen: B 1 KR 12/05 R

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Hilfe bei Blasenschwäche: Neue Broschüre informiert

Bonn (ddp). Inkontinenz ist ein Tabuthema. Obwohl durch Blasenschwäche alltägliche Dinge wie Lachen, Laufen oder Treppensteigen zum Problem werden können, sprechen nur wenige mit ihrem Arzt über das Thema. Dabei kann eine Therapie vielfach helfen.

Die Deutsche Seniorenliga informiert jetzt mit einer Broschüre über Ursachen, Risikofaktoren und Behandlungsmethoden von Blasenschwäche. Je früher die Diagnose Inkontinenz gestellt wird, desto besser sind die Chancen einer erfolgreichen Therapie. Ein westlicher Bestandteil der Behandlung ist Beckenboden-Gymnastik, mit deren Hilfe die Funktion der Blase gestärkt wird. In vielen Fällen können auch Gewichtsabnahme oder Medikamente gegen Inkontinenz helfen. Eine Operation sollte hingegen immer das letzte Mittel sein, um Blasenschwäche zu beheben, heißt es in dem Faltblatt.

Die Broschüre «Blasenschwäche ist kein Schicksal» ist kostenlos erhältlich bei der Deutschen Seniorenliga, Gotenstraße 164, 53175 Bonn. Außerdem steht sie abrufbereit im Internet unter http://www.dsl-blasenschwaeche.de/

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Bewegung bei Übergewicht: Gelenkschonende Sportart wählen

Lübeck (ddp). Gesunde Ernährung kombiniert mit viel Bewegung ist im Kampf gegen überflüssige Pfunde eine Erfolg versprechende Kombination.

«Übergewichtige sollten allerdings eine Sportart wählen, bei der die Gelenke nicht gestaucht werden», sagt Christian Hauschild, Vorsitzender des Berufsverbands der Fachärzte für Orthopädie in Schleswig-Holstein.

«Geeignet zum Abnehmen sind beispielsweise Schwimmen, Aerobic, Radfahren oder schnelles Spazierengehen», betont der Orthopäde. Das beliebte Nordic Walking sei bei Übergewicht hingegen nicht in jedem Fall zu empfehlen. «Bei einigen orthopädischen Erkrankungen, die sich vielleicht bisher nicht bemerkbar gemacht haben, kann es sogar zu Schäden kommen. Wer sich für diese Sportart interessiert, sollte vorher mit einem Orthopäden sprechen», rät Hauschild. Sprungsportarten seien für Menschen mit einem größeren Gewicht nicht zu empfehlen. «Volleyball oder Trampolinspringen belasten die Gelenke und sind ungeeignet«, erläutert der Mediziner. Egal welche Disziplin den Abnahmeerfolg sichern soll - wichtig ist vor allem, dass die Bewegung Spaß macht. »Ansonsten verschwindet die Motivation schnell wieder«, betont Hauschild.

Abnahmewillige sollten deshalb mehrere Sportarten ausprobieren, um herauszufinden, was ihnen am besten gefällt.

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Brustimplantate: Kassen müssen Erneuerung nicht zahlen

Koblenz (ddp). Frauen, die aufgrund ihrer kleinen Brüste an psychischen Problemen leiden, haben bei der Erneuerung von Brustimplantaten keinen Anspruch auf Kostenübernahme durch ihre Krankenkasse. Das hat das Sozialgericht Koblenz in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil entschieden.

Die geringe Brustgröße stelle laut der aktuellen Rechtsprechung keine behandlungsbedürftige Krankheit dar. Daher bestehe auch bei einem Austausch der Implantate kein Anspruch auf Kostenübernahme, entschieden die Richter. Psychische Probleme könnten durch Psychotherapie behandelt werden.

Auch eine frühere Implantation bedeute keinen zeitlich unbegrenzten Anspruch auf Kostenübernahme bei Folgebehandlungen.

Geklagt hatte eine Frau, die auf Kosten ihrer Krankenkasse vor 30 Jahren Brustimplantate erhalten hatte, weil sie unter psychischen Problemen wegen ihrer kleinen Brüste gelitten hatte. Nachdem es zu Beschwerden gekommen war, entfernten die Ärzte die Implantate. Die Krankenkasse der Klägerin wollte zwar die Operationskosten für die Entfernung übernehmen, lehnte jedoch die Übernahme der Kosten für neue Implantate in Höhe von mehr als 2000 Euro ab, teilte das Gericht weiter mit. Die Argumente der Klägerin, dass sie sich seit 30 Jahren an die größere Brust gewöhnt habe und daher neue Implantate brauche, um erneute psychischen Beschwerden zu verhindern, waren erfolglos.

(Urteil vom 18.5.2006, Az: S 11 KR 467/05)

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Fehlbiss: Neuer Therapieansatz verhindert Zähneziehen

Hofheim (ddp). Besteht zwischen Zahn- und Kiefergröße ein ausgeprägtes Missverhältnis, sprechen Mediziner von einem Zahn- oder Kieferengstand. Um diesen Fehlbiss zu beseitigen, werden häufig Zähne entfernt, damit Platz im Mund entsteht.

Durch ein neues Therapiekonzept kann jetzt der Kiefer so gedehnt werden, dass auf Zähneziehen verzichtet werden kann. Dadurch werden gesunde Zähne erhalten, die Behandlungszeit verkürzt und die Ästhetik des Mittelgesichtsbereiches optimiert, wie die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie mitteilt.

Die so genannte Distraktionsosteogenese beziehungsweise Kallusdistraktion basiert auf einer Verlängerung oder Verbreiterung des Kiefers durch eine Knochenneubildung. Dazu wird der Kieferknochen durchtrennt, und es entsteht eine künstliche Wachstumsfuge. Durch Einsetzen eines kleinen Apparates in diese Fuge wird eine kontinuierliche Dehnung erreicht. In diesem Spalt bildet sich dann, wie bei einer Knochenbruchheilung, ein bindegewebiger Vorknochen. Dieser kann je nach Bedarf gedehnt werden, wobei die umgebenden Muskeln, Gefäße und Nerven mitwachsen und somit im Ergebnis auch eine wesentliche ästhetische Optimierung dieses Gesichtsbereichs erreicht wird. Nach Abschluss muss der gedehnte Vorknochen mineralisiert und zu einem definitiven, festen Knochen umgebildet werden. Während dieser Phase bleibt der kleine Dehnungsapparat als Unterstützung im Kiefer.

Die Therapie sei für Erwachsene und Kinder geeignet, heißt es weiter. Der Behandlungszeitraum hängt von der Größe des Fehlbisses ab: Für eine Dehnung von zwei Zentimetern legen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen eine Wundheilungsphase von sieben Tagen, eine Dehnungsphase von 20 Tagen und eine so genannte Konsolidierungsphase von drei Monaten zu Grunde. In dieser letzten Phase bildet sich der Vorknochen in definitiven Knochen um.

Das Verfahren an sich ist prinzipiell nicht neu: Es geht zurück auf einen russischen Orthopäden, der es bereits seit 1960 zur Knochenkorrektur an Armen und Beinen einsetzte. Durch technische Verbesserungen der kleinen Apparatur ist jetzt auch der Einsatz im Kieferbereich möglich

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Rote Haut: Bei Sonnenbrand helfen natürliche Mittel

Kiel (ddp). Sommer, Sonne, Sonnenbrand. Besonders im Juni ist es wieder soweit, wenn der Wind noch frisch ist, die Sonne aber bereits ihren Höchststand erreicht hat. Der Griff zur Sonnencreme sollte dann der erste Schritt sein nach der morgendlichen Dusche.

Ist es denn doch passiert, und die Haut ist gerötet, «helfen oftmals natürliche Mittel», sagt Johannes Müller-Steinmann, Dermatologe in Kiel. «Feuchte Umschläge, am besten mit isotoner Kochsalzlösung», empfiehlt der Experte als Soforthilfe. Die 0,9-prozentige Lösung entspricht etwa einem gestrichenen Esslöffel auf einen Liter Wasser. Auch frischer Quark helfe, die betroffenen Stellen zu beruhigen. Aufgüsse aus schwarzem Tee und Eichenrinde wirkten wegen ihrer Gerbstoffe zwar ebenso hervorragend, könnten allerdings die Haut fleckig und dunkel färben.

«Natur ist immer gut», sagt Müller-Steinmann. Bei akuten Sonnenbränden sollte man jedoch zudem eine Schmerztablette mit Acetylsalicylsäure einnehmen. Ihre entzündungshemmenden Eigenschaften würden den Heilungsprozess enorm unterstützen.

Wen Fieber oder Bläschen plagen oder größere verbrannte Flächen, die mehr als etwa den Rücken bedecken, sollte jedoch schleunigst zum Arzt gehen. Damit die Juni-Sonne gar nicht erst in Versuchung kommt, rät der Hautarzt neben dem obligatorischen Eincremen zu dunkler Garderobe: «Denn UV-Strahlung dringt leichter durch helle Kleidung.»

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Scharfes Geschütz: Mit Chili gegen Prostatakrebs

Baierbrunn (ots) - Der Stoff, der Chilischoten scharf macht, hilft womöglich gegen Prostatakrebs. Zu diesem Schluss kommen, einem Bericht des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau" zufolge, US-Wissenschaftler vom Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles. Der Wirkstoff Capsaicin, der bereits in durchblutungsfördernden Einreibungen eingesetzt wird, treibt offenbar Prostatakrebszellen in den Selbstmord. Ob er auf andere Tumore ebenfalls wirkt und ob der in Tierversuchen gefundene Mechanismus auch beim Menschen funktioniert, ist noch nicht geklärt.

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Füße: Barfußlaufen nur in der Natur gesund

Aachen (ddp). Die Massage für die nackten Füße hat es in sich: Sand, Gras, Rindenmulch aber auch Holzbohlen, Matsch und Kiesel bekommen die bloßen Fußsohlen beim Spaziergang über den Barfußpfad zu spüren. Parks, die mit Spezialpfaden für nackte Füße locken, finden sich inzwischen fast im gesamten Bundesgebiet. Die Freiluftmassage für die Füße ist gesund. «Beim Barfußlaufen auf natürlichem Untergrund wird der Fuß ausgesprochen gut bewegt und die Sensomotorik geschult», sagt Graf Nils Stenbock-Fermor, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Orthopäden-Verbands. Gefördert wird so das Zusammenspiel aktiver Fußbewegungen und deren Kontrolle über die Reize, die auf die Füße einwirken. Beides wird im Gehirn verarbeitet und koordiniert.

Nimmt man wie in der chinesischen Medizin an, dass der gesamte Körper auf der Fußsohle abgebildet wird, ist die besondere Fußmassage im Freien zudem eine Wohltat für den ganzen Organismus. Wer mit nackten Füßen durch einen kleinen Bachlauf spaziert oder bei kühler Witterung auf festes Schuhwerk verzichtet, bringt seinen Kreislauf in Schwung. Die Durchblutung wird bei der Kneipp-Anwendung gefördert, wie Stenbock-Fermor erklärt. Wichtig: Die Füße nicht auskühlen lassen, sondern anschließend wärmen.

Allerdings: Die positive Wirkung der besonderen Fußfreiheit hat auch ihre Grenzen, wie der Orthopäde deutlich macht. Ein Allheilmittel sei Barfußlaufen nicht, selbst wenn es etwa in der Reha bei Schlaganfallpatienten zuweilen helfe, die Sensomotorik zu schulen. Auch positive Wirkungen auf die Wirbelsäule werden dem Gehen mit nackten Füßen zugeschrieben. Stenbock-Fermor: «Eine gute Fußstatik, wie sie das Barfußlaufen fördert, ist immer gut für die Wirbelsäule.» Das heißt aber nicht, dass man Wirbelsäulenproblemen allein mit Barfußlaufen beikommen kann.

Bei Fußfehlstellungen wie Senk-, Spreiz- oder Plattfuß ist Barfußlaufen sogar kontraproduktiv. «Die Fehlstellungen werden verfestigt», warnt der Mediziner. Gut sei Barfußlaufen nur für gesunde Füße und nur auf natürlichem Untergrund. In der Wohnung bringe es nichts. Hier sei ein gut sitzender Schuh mit hochwertigem Fußbett die bessere Wahl. Vom Barfußlaufen auf Asphalt rät der Orthopäde aus hygienischen Gründen ab. Auch vom ständigen Verzicht auf festes Schuhwerk hält er nichts: Die Füße werden breiter und platter. Wer beim Laufen das besondere Massageerlebnis für die Füße dauerhaft nicht mehr missen mag, findet im Schuhfachgeschäft eine Alternative zum Schuhverzicht: Spezialanbieter haben ein Fußbett entwickelt, das den Gang über Sand simuliert, wie Stenbock-Fermor berichtet.

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Sehen: Ab 40. Lebensjahr alle zwei Jahre zum Augenarzt

Eschborn (ots) - Wer seit Jahren eine Lesebrille braucht, plötzlich im Nahbereich alles wieder scharf sieht, dafür aber mit der Fernsicht Probleme hat, sollte seine Augen umgehend vom Spezialisten untersuchen lassen, rät die "Neue Apotheken Jllustrierte" im Heft vom 15. Juni 2006.

Denn häufig steckt hinter diesen Symptomen ein Diabetes im Frühstadium. Behandelt man den erhöhten Blutzucker konsequent von Anfang an - ein gesunder Lebensstil inbegriffen - lassen sich die Augenschäden in Grenzen halten. Um Augenerkrankungen rechtzeitig erkennen und behandeln zu können, sollte man ab dem 40. Lebensjahr alle zwei Jahre einen Augenarzt aufsuchen. Dieser misst zum Beispiel den Augeninnendruck und untersucht den Sehnerv und kann so ein Glaukom - auch Grüner Star genannt - feststellen oder ausschließen.

Steht die Diagnose fest, können moderne Medikamente, so genannte Antiglaukomatosa, den erhöhten Augendruck wieder senken. Bei der Makuladegeneration empfehlen Experten als wichtigste vorbeugende Maßnahmen ebenfalls eine gesunde Lebensführung, die Bewegung, Rauchverzicht und vitaminreiche Ernährung beinhalten sollte. Schreitet die Erkrankung dennoch fort, profitieren viele Patienten von Behandlungen mit Laserlicht.

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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat Juni alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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