Newsletter vom 20.07.2006, 09:39:46

Betreff:

Newsletter Juli

Banditreffen in Berlin vom 29.09. bis 01.10. 2006

Unser diesjähriges Banditreffen findet in Berlin statt und es haben sich schon viele Mitglieder angemeldet. Wir würden uns freuen, auch Euch in Berlin begrüßen zu können. Das persönliche Kennenlernen und viel Spaß stehen im Vordergrund. Alle Infos zum Treffen findet Ihr im Stammtisch

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=13400

Also, los geht´s, wir warten auf Eure Anmeldung:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=13401

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Chronisch krank - Zuzahlungsbefreiung

Als chronisch krank gelten Patienten, die sich in ärztlicher Dauerbehandlung befinden. Die ist der Fall, wenn wegen derselben Krankheit regelmäßige Arztbesuche notwendig sind, mindestens ein Besuch pro Quartal, wenigstens ein Jahr lang.Darüber hinaus muss zusätzlich eines der folgenden Kriterien erfüllt sein:

• Es liegt eine Pflegebedürftigkeit der Pflegestufe 2 oder 3 nach dem zweiten Kapitel SGB XI vor.
• Es liegt ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 60 nach den Maßstäben § 30 BVG oder eine Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) von mindestens 60 % nach § 56 Abs. 2 SGB VII vor.
• Es ist eine kontinuierliche medizinische Versorgung erforderlich, in Form von ärztlicher oder psychotherapeutischer Behandlung, Arzneimitteltherapie und/oder Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln.

Ohne eine derartige medizinische Versorgung wäre nach ärztlicher Einschätzung eine lebensbedrohliche Verschlimmerung der Erkrankung, eine Verminderung der Lebenserwartung oder eine dauerhafte Beeinträchtigung der Lebensqualität, verursacht durch die chronische Krankheit, zu erwarten."

Wer als chronisch krank eingestuft ist, hat nur noch eine Zuzahlung in Höhe von 1 % vom Bruttoeinkommen zu leisten.

Die Zuzahlung setzt sich zusammen aus der Praxisgebühr (auch Zahnarzt), den Rezeptgebühren bei verschreibungspflichtigen Medikamenten, den Zuzahlungen im Krankenhaus, Physiotherapie etc.

Alle Familienangehörige werden bei der Berechnung herangezogen, ausgenommen sind Kinder, die selbständig versichert sind.
Beispiel: Bandi Einkommen 12.000 Euro, Ehepartner 20.000 Euro, macht bei 1% Zuzahlung 320 Euro/Jahr. Auch der Partner ist dann von der Zuzahlung befreit, wenn die Befreiungsgrenze erreicht ist.

Um den Anspruch geltend zu machen, müsst Ihr einen Antrag auf "Befreiung von Zuzahlungen" von der Krankenkasse anfordern, beim Arzt ausfüllen lassen und zusammen mit allen Quittungen und einer Einkommenserklärung (ebenfalls Krankenkasse) wieder bei der Krankenkasse abgeben. Ist der Zuzahlungsbetrag bereits überschritten, wird das überschüssige Geld zurücküberwiesen. Von der Krankenkasse gibt es dann eine Befreiungskarte, die dann bei jeder Behandlung vorgezeigt werden muss.

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Den ortsansässigen Apotheken den Rücken kehren

Die Versand-Apotheke Doc Morris bietet einen besonderen Service. So lange man die Rezeptgebühr bezahlen muss, bucht Doc Morris lediglich die Hälfte der Gebühren vom Konto ab. Die volle Rezeptgebühr gilt aber weiterhin als Nachweis für die Krankenkasse Ist man zuzahlungsbefreit (Befreiungskarte als Kopie zuschicken reicht), so werden die Hälfte der "theoretischen" Gebühren gesammelt und gutgeschrieben und bei einem Guthaben von 30 Euro auf Euer Konto überwiesen.

Alle Infos hier: https://www.docmorris.de/de/

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Koffein stütz Argumente

Wer andere überzeugen will, sollte ihnen Kaffee anbieten, sagt die australische Psychologin Pearl Martin von der University of Queensland in Brisbane. Von reiner Produktwerbung bis hin zu politischen Diskussionen könnte das Ergebnis ihrer Forschung „viele praktische Konsequenzen haben“, meint Martin – zumal neben Kaffee zahlreiche weitere Produkte wie Limonaden, Tee oder Schokolade Koffein enthielten.

Martin und Kollegen befragten rund 150 Probanden zu ihrer Ansicht zur Sterbehilfe und ließen sie dann einen Text lesen, in dem jeweils die gegenteilige Sicht vertreten wurde. Zuvor servierten sie den Versuchsteilnehmern ein Glas Orangensaft.

Enthielt der Saft 3,5 Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht, tendierten die Teilnehmer eher dazu, den Argumenten in dem Text beizupflichten, berichtet die Gruppe im „European Journal of Social Psychology“.

Der Effekt war besonders ausgeprägt, wenn die Teilnehmer den Text relativ ungestört lesen konnten. Waren sie durch weitere Aufgaben abgelenkt, fiel die Wirkung des Koffeins schwächer aus. Nach Ansicht Pearls bestätigt dies, dass die bessere Zugänglichkeit nicht etwa auf einer generell veränderten Stimmung beruht, sondern auf gesteigerter Leistungsfähigkeit des Gehirns.

Quelle: Darmstädter Echo

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Blutsauger und blinde Passagiere

Die jüngsten Berichte in der Boulevardpresse über die Bedrohung durch Zecken auch in deutschen Parks und Gärten haben die allgemeinen Befürchtungen weiter verstärkt.

„Wenn das so wäre, müssten wir in ganz Frankfurt an allen Parks Warnschilder aufstellen. Aber so schlimm ist es nicht“, betonte Dr. Klaus-Peter Hunfeld jetzt bei einer Sondersitzung der Frankfurter Medizinischen Gesellschaft, bei der es um neue Erkenntnisse zu den Infektionskrankheiten ging, die von Zecken übertragen werden.

Die Diskussion darüber werde zum Teil „hoch emotional“ geführt, kritisierte Hunfeld, und verwies auf die in den Medien gerne präsentierten Horrorbilder der in extremer Vergrößerung dargestellten Blutsauger.

Auf der anderen Seite gebe es in der Forschung und der Erfassung der Krankheiten noch einen großen Nachholbedarf: „Wir wissen wenig, es gibt keine bundesweite Meldepflicht für Lyme-Borreliose“.

Nur in den neuen Bundesländern werden neue Krankheitsfälle derzeit statistisch erfasst. So muss man sich insgesamt auf Schätzungen beschränken: Etwa 40 000 bis 60 000 Neuerkrankungen an Borreliose gebe es pro Jahr in Deutschland. Das ist freilich alarmierend genug.

Hunfeld arbeitet am Institut für Medizinische Mikrobiologie der Frankfurter Universitätsklinik, das bei der Erforschung der Lyme-Borreliose bundesweit führend ist. Institutsleiter Professor Volker Brade verwies in seiner Einführung auf immer noch verbreitete Fehlinformationen bezüglich der Übertragungswege:

„Man findet Zecken niemals auf Bäumen, sie sind ausgesprochen lauffaul. Vor allem sind sie an niedrigen Sträuchern und Gräsern zu finden, von denen sie abgestreift werden.“ Auch der gebräuchliche Begriff „Zeckenbiss“ sei falsch. „Zecken stechen, sie können nicht beißen.“

Sie verfügen über sehr empfindliche Tastorgane, mit denen sie ihre Opfer aufspüren. Überträger von Borrelien und anderen Bakterien sind überwiegend halbwüchsige Zecken, so genannte Nymphen. Am meisten verbreitet ist die Unterspezies Borrelia burgdorferi.

Wie Hunfelds Kollege Dr. Peter Kraiczy in seinem Vortrag über den „Immunescape von Borrelien“ nachwies, verfügen die Bakterien über einen komplexen genetischen Aufbau, der es ihnen ermöglicht, „aus dem Blutkreislauf in benachbartes Gewebe einzudringen, ohne der Immunabwehr des Körpers zum Opfer zu fallen.“

Manche Borrelien-Stämme tarnen sich dabei als menschliche Zellen. Die Frankfurter Wissenschaftler haben kürzlich die Struktur eines Proteins entschlüsselt, das auf der Oberfläche der Borrelien zu finden ist und menschliches Eiweiß bindet, so dass der Erreger von der Immunabwehr nicht als körperfremd identifiziert werden kann. Diese Ergebnisse können für neue Behandlungsstrategien genutzt werden.

Schätzungsweise 20 Prozent der Zecken, so Hunfeld, seien mit Borrelien infiziert, der Stich von infizierten Zecken führe in etwa fünf Prozent der Fälle zu einer Erkrankung. Da das Erkrankungsrisiko insgesamt nur bei einem Prozent liege, sei es nicht angezeigt, nach jedem Zeckenstich prophylaktisch Antibiotika zu verabreichen, sondern nur dann wenn ein Nachweis einer Erkrankung vorliege.

In 85 Prozent der Fälle ist ein Erythem, eine ringförmige Hautrötung an der Einstichstelle, das erste Erscheinungsbild einer Borreliose. In zehn Prozent der Fälle kommt es zu einer Neuroborreliose, die das Nervensystem angreift. Die von Zecken übertragene Krankheit mache somit inzwischen „der Syphilis Konkurrenz“.

Ausführlich widmete sich Hunfeld dem Erregernachweis – entweder indirekt durch die Reaktionen von Antikörpern oder durch die PCR-Technik (Polymerase Chain Reaction), bei der DNA-Kopien untersucht werden. „Es ist inzwischen eine Vielzahl von Testsystemen auf dem Markt, was nicht unbedingt bedeutet, dass die Diagnose einfacher wird“, erklärte der Mediziner.

Einige Verfahren fielen in den Bereich des Para-Medinischen. Bei der Therapie haben sich Antibiotika bewährt, die in den drei Stadien einer Borrelien-Erkrankung abgestuft eingesetzt werden. Derzeit werden neu entwickelte Antibiotika erprobt, da Borrelien in einigen Fällen die bisher üblichen Therapien überlebt haben.

Weitgehend unerforscht sind andere „blinde Passagiere“, die nach einem Zeckenstich in das menschliche Blut gelangen können, wie zum Beispiel Ehrlichiose und Babesiose. Hunfeld berichtete von einem unter Hautveränderungen, Fieberanfällen und Niereninsuffizienz leidenden Patienten, der offenkundig von Parasiten befallen war, wobei man zunächst eine Malariainfektion vermutete, bis durch genauere Untersuchungen eine Babesiose festgestellt wurde.

Bislang sind in Europa 40 Fälle bekannt, während die Ehrlichiose in Europa noch nicht klinisch erfasst wurde. Auch bei diesen seltenen Infektionen ist in der Regel eine Antibiotika-Therapie erfolgreich. In der Diskussion ging es auch um die rechtzeitige und fachgerechte Entfernung von Zecken.

Wichtig sei es, sich selbst und insbesondere Kinder nach einem Spaziergang durch hohes Gras und Strauchwerk nach Zecken abzusuchen. Da Borrelien erst nach längerem Saugen durch den Speichel der Zecke in den menschlichen Körper gelangen, ist eine Infektion nach Angaben der Frankfurter Wissenschaftler eher unwahrscheinlich, wenn die Zecke innerhalb von 24 bis 48 Stunden entfernt wird.

Während man sich gegen die Gefahren der ebenfalls durch Zecken übertragenen Viruserkrankung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) vorsorglich impfen lassen kann, ist ein zuverlässiger Impfstoff gegen die in Europa verbreiteten Borreliose-Stämme noch nicht verfügbar. „Es wird in vielen Labors daran gearbeitet“, erklärte Hunfeld, „das ist aber alles noch im experimentellen Stadium.“

Quelle: Darmstädter Echo

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Schilddrüsenkrankheit: Vorsicht vor Kombipräparaten

Bonn (ots) - Die Schilddrüsen-Liga Deutschland e.V. warnt aus gegebenem Anlaß die Patienten vor der Einnahme eines Medikaments mit der Wirkstoffkombination T 3 und T 4. Die Medikamente enthalten zum einen T 3 = Trijodthyronin und T 4=Thyroxin. Diese Kombination bringt die Patienten sehr oft in eine manifeste Überfunktion (Hyperthyreose), d.h. zu hohes T 3 und der TSH-Wert (Schilddrüsenstimulierendes Hormon) liegt zu niedrig. Der Wirkstoff T 3 ist ein aktives Hormon, welches der Körper selbst aus dem T 4 herstellt so wie es der Körper braucht.

Mit einer manifesten Überfunktion schädigt man Herz und Kreislauf. Knochen, Psyche, Darm, Haut, Muskeln und Nerven. Die Folgen einer manifesten Überfunktion bei Schwangeren birgt Gefahren für die Schwangerschaft. Es treten Missbildungen und Frühgeburten auf.

Es muss aber auch gesagt werden, dass ein Kombinationspräparat Patienten helfen kann, aber diese Patienten müssen sorgfältig ausgewählt werden und die Laborwerte müssen in kurzfristen Abständen bestimmt werden, um oben genannte Schädigungen zu vermeiden.

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Übler Körpergeruch: Tabuthema in Deutschland

Baierbrunn (ots) - Ein regelrechtes Tabu in Deutschland scheint das Thema "übler Körpergeruch" zu sein. Laut einer GfK-Umfrage im Auftrag der "Apotheken Umschau" schaffen es sechs von zehn Bundesbürgern (58,5 Prozent) nicht, andere auf ihren unangenehmen Körpergeruch anzusprechen. Besonders Frauen haben damit ein Problem.

Von den weiblichen Befragten berichten annähernd zwei Drittel (63,7 Prozent) von solchen Hemmungen. Männer sind in dieser Frage etwas direkter: Von ihnen schafft es immerhin knapp die Hälfte (47,1 Prozent), Freunde und Kollegen auf das "Deoproblem" aufmerksam zu machen.

Dass sie damit goldrichtig liegen, zeigt die GfK-Studie: Eine deutliche Mehrheit der deutschen Frauen (69,5 Prozent) und Männer (65,9 Prozent) würde auf den Hinweis, nicht gut zu riechen, nicht beleidigt, sondern im Gegenteil äußerst dankbar reagieren.

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Kinder vor Hitze schützen: Baumwollhut hält Sonne ab

Hamburg (ddp). Während Mama und Papa die Sonnenstrahlen genießen, kann die Hitze für den Nachwuchs zur Qual werden. Besonders kleine Kinder reagieren empfindlich auf extreme Wärme im Kinderwagen. «Die Eltern sollten darauf achten, ihn nach Möglichkeit immer in den Schatten zu stellen", sagt Kinder- und Jugendärztin Hannelore Heuchert aus Hamburg. Ansonsten könne sich im Inneren die Wärme stauen. Auch ein Verzicht auf den engen Strampelanzug kann die Kleinsten im Sommer Kühlung verschaffen. «Empfehlenswert ist stattdessen ein kleines T-Shirt. Allerdings sollte es die Schultern komplett bedecken», rät Heuchert.

Bei den Jüngsten muss besonders der Kopf vor der Sonne geschützt werden. «Natürlich sollten die Kinder im Sommer nicht die sonst üblichen warmen Mützen tragen. Es gibt auch dünne Baumwollhütchen», betont die Ärztin. Damit die Sonnenstrahlen auf der Kinderhaut keinen Schaden anrichten, sollten die Kleinen vor jedem Ausflug ins Freie eingecremt werden. «In der Regel reicht ein Lichtschutzfaktor von 20 bis 25», betont Heuchert. Die Creme sollte auf die Arme und Hände, das Gesicht, den Nacken sowie die Ohren aufgetragen werden.

Wichtig sei es auch, bei sommerlichen Aktivitäten mehr als sonst üblich zu trinken. Denn wie bei den Erwachsenen steigt auch bei Kindern mit zunehmender Wärme der Flüssigkeitsbedarf. «Ist es besonders heiß, sollten wir uns die Spanier zum Vorbild nehmen und keine Aktivitäten in der Mittagshitze starten - das ist für Eltern und Kinder besser», unterstreicht die Ärztin.

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Rückenschmerzen am Morgen? Lattenrost überprüfen

Lübeck (ddp). Schmerz der Rücken regelmäßig nach dem Aufstehen, könnte sich die Ursache im Bett verbergen. «Eine durchgelegene Matratze oder ein schlecht abgestimmter Lattenrost sind mitunter Gründe für Beschwerden», sagt Christian Hauschild, Vorsitzender des Berufsverbands der Fachärzte für Orthopädie in Schleswig-Holstein.

«Bereits ein leicht verrutschter Lattenrost kann Rückenschmerzen auslösen», sagt Hauschild. Bei regulierbaren Rosten müsste zudem regelmäßig die Stellung der Einstellschieber überprüft werden. «Der Mensch dreht sich etwa 60 Mal pro Nacht. Da verrutschen die Einstellungen schnell», betont der Facharzt für Orthopädie.
Zudem sollte die Matratze mindestens einmal pro Jahr gedreht werden, damit sich keine dauerhaften Unebenheiten bilden.

Doch nicht in jedem Fall ist das Bett Auslöser für Rückenprobleme. «Es kann auch sein, dass die Bauchmuskulatur zu schwach ist und die Rückenmuskeln zu stark sind», betont Hauschild. Dies könne zu einer Schlafhaltung im Hohlkreuz führen, die Beschwerden auslöst. Meist würden hier gezielte Gymnastikübungen helfen.

«Morgendliche Rückenschmerzen können aber auch auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen, die auf den ersten Blick gar nichts mit dem Rücken zu tun haben - wie Nierenleiden, spezielle rheumatische Erkrankungen oder schlimmstenfalls Tumoren», sagt Hauschild. Er empfiehlt deshalb, wiederholte Schmerzen, die keinen ersichtlichen Grund haben, sofort untersuchen zu lassen. Hauschild: «Wer erstmals unter unklaren Rückenschmerzen leidet, sollte seinen Hausarzt aufsuchen. Dieser sollte nach seiner Untersuchung zügig an den zuständigen Facharzt überweisen, um chronische Krankheitsverläufe zu vermeiden.»

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Bandscheiben junger Mütter gefährdet

Durch falsches Heben und Tragen

Viele Schwangere kennen das Problem: Besonders in den letzten Monaten der Schwangerschaft zieht es durch das zusätzliche Gewicht im Bauch auch vermehrt im Kreuz.

Doch auch nach der Geburt leiden junge Mütter häufig unter Rückenschmerzen. Grund: Falsches Heben und Tragen des Nachwuchses belastet die ohnehin durch Schwangerschaft strapazierte Wirbelsäule.

Hormonbedingte Wassereinlagerungen während dieser Zeit weichen außerdem Gewebe und Bänder auf, um den Körper auf den eigentlichen Geburtsvorgang vorzubereiten.

„Direkt nach der Entbindung ist der Körper also weniger belastbar und bedarf genau genommen eines speziellen Trainings, um wieder zu Kräften zu kommen“, erläutert der Münchener Orthopäde Dr. med. Reinhard Schneiderhan.

„Vor allem die ungewohnte neue Situation und chronischer Zeitmangel führen dazu, dass die eigene Gesundheit frischgebackener Mamas auf der Strecke bleibt. Gerade in den ersten Monaten nach der Geburt gelten Frauen als extrem anfällig für Rückenbeschwerden bis hin zum gefürchteten Bandscheibenvorfall“, sagt der Experte.

„Mütter sollten deshalb ganz bewusst auf Rücken schonende Haltung und Bewegungsabläufe achten und versuchen mit speziellen Übungen die Wirbelsäule zu stabilisieren.“

Richtiges Heben und Tragen stellt das A & O für einen Rücken schonenden Alltag mit Kind dar. Wie beim Anheben aller schweren Gegenstände gilt auch für den Sprössling: das Gewicht möglichst nah an den Körper führen, in die Hocke gehen und aus den Knien heraus hochheben.

Während des seitlichen Hebens aus Bettchen oder Kinderwagen kommt es häufig zu der gleichzeitigen Dreh- und Bückbewegung. Parallel zum Kind gestellte Füße vermeiden diesen für den Rücken ganz besonders schädlichen Bewegungsablauf.

Bewährt beim Tragen von Säuglingen ist die Flieger-Haltung. Dabei liegt das Baby bäuchlings mit dem Kopf zum Ellenbogen auf dem Unterarm der Mutter. Mit der Hand umgreifen Mütter den Oberschenkel oder halten den Nachwuchs im Schritt fest.

Für größere Kinder, frühestens wenn sie den Kopf alleine halten, kommt der Reitsitz seitlich auf Mamas Taille in Frage. Hier liegt das Kleinkind seitlich auf der Hüfte.

Meist tragen Mütter ihr Kleinkind nur auf einer Seite, was vielfach zu muskulären Dysbalancen führt. Deshalb immer wieder die Seite wechseln. Keinesfalls das Becken seitlich herausschieben, um das Gewicht auszubalancieren, sondern stets gerade halten.

Beim Gehen mit dem Baby sollten sich Tragen und Schieben in Kinderwagen oder Buggy abwechseln. Hier gilt: Höhe und Winkel des Griffs müssen verstellbar sein. Während des Schiebens eine gerade Haltung bei gestreckter Wirbelsäule einnehmen und nicht nach vorn übergebeugt gehen.

Größe und Gewicht spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, da Kinderwagen & Co. in Auto oder öffentliche Verkehrmittel gehievt werden müssen. Babyschalen eignen sich für die Verwendung im Auto, nicht aber für längere Gehstrecken. Wegen der einseitigen Belastung auch bei kurzer Tragedauer auf einen regelmäßigen Seitenwechsel achten.

Übrigens: Auch falsche Haltungen beim Stillen beeinträchtigen nicht nur den Stillvorgang, sondern verursachen Rückenbeschwerden. Hier hilft ein Stillkissen, da das Baby dann hoch genug liegt und die Mutter gerade und bequem sitzt.

Ewiges falsches Bücken nach heruntergefallener Rassel oder Schnuller – insbesondere mit Kind auf dem Arm – belastet den Rücken ebenso wie Wegräumen von Bauklötzen und Spielzeug.

Deshalb nie einfach nur herunterbeugen, sondern mit gerader Wirbelsäule in die Knie gehen, den Gegenstand aufnehmen und mit gestrecktem Rücken wieder aufrichten.

Um den Körper langsam wieder zu kräftigen, eignet sich schonender Muskelaufbau. Auf das sanfte Training von Bauch- und Beckenmuskulatur zur Unterstützung der Rückbildung in den ersten drei bis vier Monaten nach der Entbindung folgt dann etwa ab dem fünften Monat gezieltes Training zum Muskelaufbau des gesamten Körpers.

„Viele Frauen übertreiben Sport oder Fitness-Training, damit sie schnell wieder eine schlanke Figur erhalten. Spezielle Programme für den Rücken schließen in der Regel auch die gesamte Rumpfmuskulatur mit ein, da ein natürliches Korsett aus Muskeln die Wirbelsäule stützt und schützt“, erklärt Dr. Schneiderhan. Hartnäckige Polster im Taillenbereich schmelzen so auf gesundem Wege ganz von allein dahin.

Quelle: Darmstädter Echo

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Bluthochdruck: Oft unbemerkt, aber hoch gefährlich

Barendorf (ddp). Bluthochdruck kann sich über Jahre unbemerkt entwickeln. Wird die Erkrankung nicht behandelt, kann sie auf Dauer Schlaganfälle oder einen Herzinfarkt begünstigen.

«Nachlassende Leistungskraft oder ein pochender Kopfschmerz können auf Bluthochdruck hindeuten», sagt Heinz Jarmatz, Mitglied des Bundesvorstands des Deutschen Hausärzteverbandes.

Fällt plötzlich das Treppensteigen schwer, sei dies ein Alarmzeichen. «Auch wenn man sich sportlich betätigt und schnell aus der Puste kommt, könnte das auf einen erhöhten Blutdruck hinweisen», betont der Facharzt für Allgemeinmedizin. Löst Stress schnell Kopfschmerzen aus, die länger anhalten, könnte ebenfalls zu hoher Blutdruck die Ursache sein. «Typisch ist auch ein Druckgefühl im Kopf», erläutert Jarmatz.

Wer regelmäßig unter mindestens einem der Symptome leidet, sollte einen Arzt aufsuchen. Jarmatz empfiehlt Menschen ab einem Alter von 35 Jahren einen regelmäßigen Gesundheitscheck mit Blutdruckmessung - auch wenn sie keine dieser Symptome verspüren. «Die meisten Kassen zahlen diese Untersuchung alle zwei Jahre, einige auch jährlich», betont der Experte.

Ein Wert von über 135 zu 90 gelte als zu hoch. «Allerdings hängt der Blutdruck von vielen Rahmenbedingungen ab. Deshalb sollte der Wert durch eine zweite Messung nach 15 Minuten überprüft werden», rät der Mediziner allen, die ihren Blutdruck mit einem eigenen Messgerät überprüfen.

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Salben, Spray oder Nasendusche: Hilfe bei trockener Luft

Freiburg (ddp). Pustet die Klimaanlage ihren kühlen Wind ins Büro, trocknet so manche Nase aus. Das kann zu Niesreiz, Blutungen und schmerzhaften Krusten im Riechorgan führen.

«Wer sich schützen will, muss die Nase künstlich befeuchten. Dazu bieten sich Salben oder spezielle Sprays an», sagt Michael Deeg, Sprecher des deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte.

«Man kann die Nase mit einer Meersalzspraylösung aus der Apotheke befeuchten», sagt Deeg. Diese werden ähnlich verwendet wie Nasetropfen bei Erkältungen. «Das Spray kann bei Bedarf mehrmals am Tag angewendet werden», betont der HNO-Arzt. Ist die Nase bereits von der Trockenheit geschädigt, können fetthaltige Nasensalben zusätzlich Linderung verschaffen.

Um Schäden durch trockene Luft vorzubeugen, hilft auch die tägliche Spülung mit einer so genannten Nasendusche. «Sie hat ein kleines Plastikteil an der Spitze, das in ein Nasenloch eingesetzt wird. Danach läuft Wasser aus einem Tank in die Nase», erläutert Deeg. «Es läuft direkt durch ins andere Nasenloch und wieder aus der Nase heraus. Deshalb sollte man die Nasendusche immer über dem Waschbecken benutzen.» Durch die Spülung werden unter anderem die kleinen Flimmerhärchen auf der Schleimhaut angeregt und die Austrocknung wird verhindert. Nasenduschen sind in Apotheken und mitunter im Supermarkt erhältlich.

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Zusammenhang zwischen Osteoporose und Zöliakie nachgewiesen

Osteoporosepatienten sollten zusätzlich auf Zöliakie untersucht werden. Wissenschafter der Washington University School of Medicine haben nachgewiesen, dass eine Osteoporose das Risiko auch an Zöliakie zu erkranken um das 17-Fache erhöht. Diese Glutenunverträglichkeit tritt laut BBC bei rund einem Prozent der Bevölkerung auf. An der Studie nahmen 840 Personen teil. In den Archives of Internal Medicine sprechen sich die Wissenschafter für einen entsprechenden Behandlungsansatz und die Untersuchung aller Osteoporosepatienten aus.

Obwohl Zöliakiepatienten generell über eine geringe Knochendichte verfügen, war der Vorteil einer Untersuchung aller Osteoporosepatienten bis heute nicht bekannt. Das Team testete 266 Patienten mit Osteoporose und 574 gesunde Teilnehmer. Personen mit einem positiven Zöliakietest erhielten in der Folge eine glutenfreie Ernährung. Der leitende Wissenschafter William Stenson erklärte, dass das Zöliakierisiko eine entsprechende Empfehlung rechtfertige. Zuerst sollte bei Osteoporosepatienten ein einfacher Bluttest auf das Vorhandensein von Antikörpern gemacht werden. Ist dieser Test positiv, sollte in einem weiteren Schritt eine genauere Darmbiopsie vorgenommen werden. Eine glutenfreie Ernährung könnte dann bei der Behandlung der Osteoporose Vorteile bringen. Laut Stenson führte das Einhalten einer glutenfreien Diät bei Patienten mit beiden Krankheiten nach einem Jahr zu einer Verbesserung der Knochendichte.

Quelle: pressetext.austria

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Rückenleiden: Schmerzfrei durch aufgerichtete Wirbel

Heidelberg (ddp). Brechen Wirbelkörper infolge von Osteoporose, bedeutet das für die Patienten Schmerzen und einen Verlust an Mobilität.

Als eine Behandlungsmöglichkeit steht seit Jahren die so genannte Kyphoplastie zur Verfügung. Dabei wird der betroffene Wirbel mithilfe eines Ballons und Biozement wieder aufgerichtet. Allerdings war die Wirksamkeit des Verfahrens bislang nicht bewiesen. Erste Zwischenergebnisse der nach Angaben des Universitätsklinikums Heidelberg weltweit einzigen Studie mit hoher wissenschaftlicher Aussagekraft, belegen jetzt einen Erfolg.

Die Heidelberger Forscher konnten zeigen, dass bei rund 90 Prozent der Patienten durch Kyphoplastie die Schmerzen deutlich gemindert werden konnten. Bei der Kyphoplastie wird eine Kanüle mit einem Ballon in den gebrochenen Wirbel geschoben. Der aufgeblasene Ballon weitet den Wirbelkörper zu einem Hohlraum aus, der mit speziellem Biozement gefüllt wird. Der Wirbel wird auf diese Weise gekittet und stabilisiert, der Druck auf die Nerven entfällt, die Schmerzen lassen nach.

Der Biozement besteht aus Hydroxylapatit - einer Substanz, die das Knochenwachstum stimuliert. Er wird von neu gebildeten Blutgefäßen durchwachsen, um die sich Knochengewebe bildet.

Die Forscher werteten für ihre seit drei Jahren andauernde Studie die Daten von knapp 400 behandelten Patienten aus. 30 Prozent seien nach der Behandlung völlig schmerzfrei gewesen, bei 60 Prozent hätten die Schmerzen erheblich gelindert werden können. Zudem konnten die Patienten Schmerzmedikamente absetzen oder drastisch reduzieren.

Außerdem stellten die Forscher fest, dass neue Wirbelkörperbrüche um 50 Prozent seltener auftraten, als bei den nicht behandelten Kontrollpatienten - obwohl alle Patienten wegen ihrer Osteoporose eine optimale medikamentöse Therapie erhielten. Offenbar könnten erhöhte Beweglichkeit und kräftigere Knochen die Patienten vor neuen Brüchen bewahren, vermuten die Wissenschaftler.

«Die Ergebnisse sind sehr viel versprechend», sagt Professor Christian Kasperk, Leiter der Sektion Osteologie in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg und Leiter der Studie. Allerdings sollten die Therapieergebnisse auch weiter wissenschaftlich überprüft werden. So könne die Methode künftig optimiert werden.

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Zahnfehlstellungen: Lücken im Milchzahngebiss vermeiden

Berlin (ddp). Wenn Kinder ausgiebig toben, können sie schon mal einen Milchzahn verlieren. Auch wenn das erste Gebiss spätestens im Schulalter durch die bleibenden Zähne ersetzt wird, sollten Lücken auch in frühester Kindheit vermieden werden. «Ansonsten kann es zu Zahnfehlstellungen kommen», sagt Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer.

«Die Milchzähne nehmen eine wichtige Platzhalterfunktion ein», betont der Zahnarzt. Fehlen sie, können angrenzende Zähne in die Lücke im Kiefer rutschen und später die bleibenden Zähnen in ungewollte Bahnen lenken.

«Diese Anomalien müssen häufig mit aufwändigen kieferorthopädischen Eingriffen korrigiert werden», sagt Oesterreich. Neben der Gefahr von Zahnfehlstellungen sollten aber auch die psychischen Folgen nicht unterschätzt werden. «Milchzähne sind für die Sprachentwicklung wichtig», unterstreicht Oesterreich. Zudem würden Kindern mit offensichtlichen Zahnlücken häufig diskriminiert.

Wie die Lücken für die bleibenden Zähne offen gehalten werden hängt davon ab, welcher Zahn betroffen und wie alt das Kind ist. «Es gibt beispielsweise Kinderprothesen, die ähnlich wie Zahnersatz bei Erwachsenen funktionieren», beschreibt der Zahnmediziner.

Da ein Milchzahnverlust am häufigsten durch Kariesbefall droht, empfehlen Zahnärzte bereits für Kleinkinder regelmäßige Besuche in der Praxis. «Die Prophylaxe sollte ab der Geburt beginnen», rät Oesterreich.

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Bedenkenlose Süße: Laktosefreie Milch für Diabetiker

Baierbrunn (ots) - Für Menschen, die Milchzucker (Laktose) nicht vertragen, gibt es laktosefreie Milch. Überraschend für die Konsumenten: Sie schmeckt süßer als herkömmliche Milch, und das irritiert Diabetiker, die genau wissen sollten, wie viel Zucker sie aufnehmen.

Dr. Astrid Tombeck vom Diabetes-Zentrum Bad Mergentheim gibt im Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber" Entwarnung: Süßer heißt in diesem Falle nicht, dass mehr Zucker enthalten ist. Milchzucker besteht aus zwei Bausteinen: Glukose und Galaktose. In der laktosefreien Milch sind diese aber bereits getrennt. Die Einzelbestandteile schmecken süßer als ihre Kombination im Milchzucker.

Für Diabetiker ändert sich an der Berechnung gegenüber üblicher Milch nichts: Ein Viertel Liter entspricht einer Brot-, bzw. Kohlenhydrateinheit.

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Lymphpatienten: Mehr Lebensqualität mit Nordic Walking

Bayreuth (ots) - In Deutschland leiden etwa drei Millionen Menschen an einer Erkrankung des Lymphsystems. Besonders Frauen sind von diesem Krankheitsbild betroffen, bei dem vor allem Arme oder Beine dick und geschwollen sind.

Neben der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE) eignet sich Nordic Walking zur Unterstützung der Lymphtätigkeit und des Stoffwechsels. Jeder Schritt und jeder Stockeinsatz regt den Abfluss der Lymphflüssigkeit an. Nordic Walking wirkt förmlich wie eine Lymphdrainage. Unerlässlich für die positive Wirkung ist, dass die Patienten mit ihren vom Arzt verordneten Kompressionsstrümpfen (z. B. mediven® 550) zum Walken gehen.

Nordic Walking ist ein gelenkschonendes und sanftes Ganzkörpertraining. Der Einsatz der Stöcke macht aus dem klassischen Walking ein effektives Allroundtraining für Jedermann, bei dem 90 Prozent der Muskeln beansprucht und deutlich mehr Kalorien verbraucht werden. Älteren Menschen bieten die Stöcke zusätzlichen Halt und reduzieren das Sturzrisiko.

Der Zusatznutzen: Mehr Vitalität und Lebensfreude durch die Bewegung in freier Natur!

Informationen zu Nordic Walking und Lympherkrankungen gibt es im Internet unter http://www.medi.de und unter der Emailadresse gesundheitspost@medi.de.

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Barfußlaufen: Positiver Effekt für ältere Menschen

Weimar (ddp). Das Barfußlaufen kann sich positiv auf den Körper älterer Menschen auswirken. Wie der Vorsitzende des Deutschen Orthopäden-Verbandes, Nils Graf Stenbock-Fermor, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp erläuterte, kann so zum Beispiel die Signalbeziehung zwischen Kopf und Füßen, die im Alter schwächer wird, wieder aktiviert werden.

«Dadurch vervollständigt der Tastsinn der Füße, der sonst kaum benutzt wird, das Zusammenspiel der Wahrnehmungen wieder», sagte der Mediziner. So könne erreicht werden, dass sich ein älterer Mensch wieder sicherer bewegt und weniger leicht einen Sturz erleidet. Dieser positive gesundheitliche Effekt stellt sich laut Stenbock-Fermor allerdings nur auf natürlichem Untergrund ein. Auf Teppichböden oder Fliesen etwa sei das Tragen von Hausschuhen mit Fußbett besser für die Füße. Dies gelte auch für Kleinkinder, die gerade das Laufen erlernten, betonte der Mediziner. Dagegen sei es gerade in diesem Alter eine wertvolle Erfahrung, sich zum Beispiel am Strand oder auf einer Wiese ohne Schuhe zu bewegen.

Vom konsequenten Barfußlaufen, vor allem in der Stadt, riet Stenbock-Fermor aber ab. «Die Haut ist in gewisser Weise durchlässig. Dadurch gelangen Schmutz und Schadstoffe von der Straße auch ins Innere des Körpers», warnte der Experte. Überall barfuß zu laufen, schade der Gesundheit möglicherweise mehr als es nütze.

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Ruhiger Sitzplatz und Globuli - Tips gegen Flugangst

NIEDER-WESEN (ug). Jeder dritte Passagier in Flugzeugen hat Angst, so das Deutsche Flugangst-Zentrum in Nieder-Wesen. Die Betroffenen haben dann Herzrasen und Schweißausbrüche, zittern oder verkrampfen sich. Das Zentrum hat einige Tips, die man Flugängstlichen mit auf den Weg geben kann.

Flugangst ist auch ein Thema für die reisemedizinische Beratung. Zu den üblichen Ratschlägen gehört, weite, bequeme Kleidung während des Flugs zu tragen, nur leicht zu essen, viel zu trinken, vor allem stilles Wasser und Säfte, dagegen wenig Alkohol und Kaffee, oft aufzustehen und regelmäßig Dehn- und Streckübungen im Sitz zu machen.

Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere Tips, den den Betroffenen einen Flug erleichtern können. So sollte man ihnen raten, sich einen möglichst ruhigen Sitzplatz zu nehmen, rät Marc-Roman Trautmann, der Leiter des Zentrums. Das sind Plätze in den vorderen Reihen bis hin zur Tragflächenmitte.

"Hier ist es leiser, und man spürt mögliche Flugbewegungen nicht so stark." Trautmann empfiehlt auch, Hörbücher mitzunehmen, da sie nicht nur akustisch ablenken, sondern auch zum Nachdenken anregen - anders als die Filme, die auf Langstreckenflügen gezeigt werden.

Einige homöopathische Präparate helfen bei Flugangst unterstützend. So könne bei körperlicher Unruhe und Engegefühlen Aconitum helfen, sagt Trautmann. Borax eigne sich bei Unwohlsein und Turbulenzen. Er rät zu Globuli in der Dosierung C30.

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Autonome Schilddrüsenknoten sind Folge chronischen Jodmangels / Spezialist empfiehlt Substitution bei Kindern

BADEN-BADEN (hbr). In Deutschland gibt es noch einen milden Jod-Mangel. Er sollte schon bei Kindern ausgeglichen werden, um Spätfolgen eines Jodmangels wie autonomen Knoten vorbeugen. Spezialisten-Tip: Kinder sollten täglich 100 µg Jodid vor und 200 µg in der Pubertät als Tablette erhalten.

Die Jod-Versorgung in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Trotzdem gibt es insgesamt noch einen milden Jodmangel. Die Verwendung von jodiertem Speisesalz allein reicht nicht, um den Mangel auszugleichen.

"Das bringt vielleicht 5 bis 10 µg Jodid zusätzlich am Tag und ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein", so der Endokrinologe Professor Otto Albrecht Müller vom Rotkreuz-Krankenhaus in München. Zudem gehe der Salzverbrauch zurück.

Ein Ausgleich des milden Joddefizits ist schon bei Kindern sinnvoll, sagte der Endokrinologe auf dem MedCongress in Baden-Baden. Dafür genügt die Einnahme von 100 µg Jodid am Tag. Ab der Pubertät sollten es täglich 200 µg sein. Das gelte auch für Kinder aus Familien mit Autoimmunthyreoditis - es sei denn, die Kinder haben Auffälligkeiten wie eine vergrößerte Schilddrüse. Dann seien zuvor Schilddrüsen-Untersuchungen sinnvoll.

Müttern, die vor dem Gedanken zurückschrecken, daß ihr Kind "jeden Tag ein Medikament" braucht, müsse die Bedeutung von Jodid klargemacht werden: Die Pille sei in diesem Fall kein Medikament, sondern ein Nahrungszusatz.

Und: Die Schilddrüse braucht das essentielle Spurenelement für ihre normale Funktion, so der Spezialist. Soll das Kind nicht jeden Tag eine Pille schlucken, kommt auch die einmal wöchentliche Einnahme von 1500 µg in Betracht. Das biete eine gute Versorgungsbasis, auch wenn davon insgesamt weniger verwertet als bei täglicher Einnahme von 200 µg.

Eine gute Jod-Versorgung dient auch der Prävention von Schilddrüsen-Veränderungen. Jodmangel regt bekanntlich die Drüse zu stärkerer Aktivität an. Das kann zur Bildung von heißen Knoten führen: "Wir sehen Autonomien in der Regel bei älteren Patienten", sagte Müller. Und: "Die Autonomie ist eine Folgeerscheinung des Jodmangels."

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Neuer Vertrag für Patienten mit Rückenschmerz

Teilnehmende Physiotherapeuten müssen Spezialausbildung und spezielles Kommunikationstraining absolviert haben

KÖLN (iss). Mit einem neuen Vertrag zur integrierten Versorgung will die DAK in Nordrhein-Westfalen die Versorgung von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen verbessern. Vertragspartner sind das physiotherapeutische Praxisnetzwerk Novotergum und niedergelassene Orthopäden. Das Projekt ist zunächst in Bochum angelaufen.

Das Therapiekonzept setzt auf die Zusammenarbeit von speziell qualifizierten Physiotherapeuten, behandelnden Orthopäden und Kliniken. Teilnehmen können Patienten, bei denen der Facharzt die Rückenschmerzen als chronisch einstuft. Sie erhalten in einem Jahr 39 Behandlungseinheiten mit mindestens 60 Minuten in einem Novotergum-Zentrum. Normalerweise erhalten gesetzlich versicherte Patienten maximal 18 Behandlungseinheiten.

Eingesetzt werden nach Angaben der Vertragspartner nur Physiotherapeuten mit einjähriger Zusatzausbildung für chronische Rückenschmerzen und einer speziellen Qualifikation für die Kommunikation mit dieser Patientengruppe. Das individuelle Patientengespräch ist außer der computer-gestützten Messung der Muskel-Schwachstellen und der Arbeit mit einer eigenen Schmerzpatienten-Datenbank ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts.

"Ganz wichtig ist für uns, daß jeder Teilnehmer einen festen Lotsen erhält, der ihn durch die komplette Therapie leitet, über alle Ebenen hinweg", sagte DAK-Landesgeschäftsführer Hans-Werner Veen. Ziel des Vertrags sei es, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Veen verwies darauf, daß in NRW überdurchschnittlich viele Patienten arbeitsunfähig aufgrund von Rückenerkrankungen sind.

"Wir erhoffen uns langfristig eine Verringerung der Fehlzeiten durch neue Versorgungskonzepte." Zur Zeit gibt es in NRW 21 Novotergum-Zentren, davon vier in Bochum. Dort beteiligen sich an dem neu angelaufenen Vertrag bislang 17 Orthopäden.

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Urteil zu Unfallversicherung

Bandscheibenvorfälle werden grundsätzlich nicht vom Schutz einer privaten Unfallversicherung erfasst. Das berichtet die Zeitschrift "recht und schaden" unter Berufung auf ein Urteil des Ober landesgerichts (OLG) Koblenz. Denn nach Auffassung der Richter handelt es sich dabei in der Regel um eine sich entwickelnde Erkrankung. Ausnahmen müsse der Versicherte beweisen.

Das Gericht wies die Klage eines Versicherten gegen seine Versicherung ab.
Der Mann zog sich beim Transport einer schweren Glasscheibe einen Bandscheibenschaden zu. (Az.: 10 U 586/04)

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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat Juli alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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