Newsletter vom 27.09.2006, 23:43:40

Betreff:

Newsletter September


Banditreffen in Berlin vom 29.09. bis 01.10. 2006

Unser diesjähriges Banditreffen findet in Berlin statt und es haben sich schon viele Mitglieder angemeldet. Wir würden uns freuen, auch Euch in Berlin begrüßen zu
können. Das persönliche Kennenlernen und viel Spaß stehen im Vordergrund. Alle Infos zum Treffen findet Ihr im Stammtisch

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=13400

Also, los geht´s, wir warten auf Eure Anmeldung:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=13401

Wir wünschen allen Teilnehmern eine gute Reise und viel Spass!

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Abschläge auf Erwerbsminderungsrenten unzulässig

Neues Urteil des Bundessozialgerichts zur Unzulässigkeit von Abschlägen auf Erwerbsminderungsrenten / Vorläufige Bewertung des Sozialverbands VdK mit praktischen Handlungsempfehlungen.

Das Bundessozialgericht (BSG) hat am 16. Mai 2006 in einem Urteil (Aktenzeichen: B 4 RA 22/05 R) eine Entscheidung über die Zulässigkeit von Abschlägen bei Renten wegen Erwerbsminderung für Rentner, die bei Rentenbeginn jünger als 60 Jahre alt sind, getroffen.

Mit dem im Januar 2001 In Kraft getretenen Gesetz zur Reform der Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit hat der Gesetzgeber die damaligen Renten wegen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit durch eine zweistufige Erwerbsminderungsrente mit deutlich verschärften Zugangsvoraussetzungen ersetzt. Auch wurde die Altersgrenze bei der Altersrente für schwerbehinderte Menschen stufenweise auf das 63. Lebensjahr angehoben. Ferner wurden Rentenabschläge bei der Altersrente für Schwerbehinderte Menschen, der neuen Erwerbsminderungsrente sowie einer Hinterbliebenenrenten eingeführt, wenn diese Renten vor Vollendung des 63. Lebensjahren bezogen werden oder der Versicherte vor Vollendung des 63. Lebensjahres stirbt.

Der gesamte Artikel und auch die Formulare sind nachzulesen hier:
http://www.vdk.de/perl/CMS_Page.cgi?ID=de12583&SID=Ci4lImWOaIE4M8pvK78ku1yoZyqN21

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Leben ohne Krankenversicherung: Versorgungsangebot in Köln

Köln (ddp). Auf den ersten Blick haben sie nichts weiter gemeinsam: der junge Mann mit den Rasta-Locken, die Dame mit den angegrauten Haaren und die anderen Menschen im kleinen Warteraum im St.-Hildegardis-Krankenhaus in Köln. Eines jedoch verbindet sie alle: Sie sind akut erkrankt und haben keine Krankenversicherung. Hier bekommen sie seit gut einem Jahr trotzdem Hilfe.

Zu der Sprechstunde der «Malteser Migranten Medizin» kommt keiner wegen kleiner Wehwehchen, sondern erst, wenn es wirklich notwendig ist. Verschleppte Knochenbrüche, Nierensteine oder ein Hirntumor - die Liste der Erkrankungen, die der medizinische Leiter Herbert Breker aufzählt, ist lang. «Einige unserer Patienten, sagt Breker, »wären ohne die Behandlung jetzt tot«.

Breker ist 67, sieht aber gut zehn Jahre jünger aus, auf seinem weißen Kittel prangt auf rotem Grund das weiße Malteserkreuz. 28 Jahre lang war der Internist Chefarzt in einem Ordenskrankenhaus, dann kam die Pensionierung und jetzt ist er jede Woche ein paar Stunden lang für die da, die sonst vergessen werden. Das Angebot werde von immer mehr Menschen angenommen, erklärt Angelika Haentjes-Börgers, die bei den Maltesern für das Projekt verantwortlich ist.

Im ersten halben Jahr seien es rund 130 Patienten gewesen, nach einem Jahr bereits 400. »Unsere Einrichtung spricht sich eben herum.« Die Zahl der potenziell Bedürftigen ist groß.

Schätzungen zufolge sollen bis zu eine Million Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland leben, die von vorneherein vom öffentlichen Gesundheitssystem ausgeschlossen sind. Dazu kommen nach Malteser-Angaben bis zu 400.000 deutsche Staatsbürger ohne Krankenversicherung. Von den Betroffenen im Wartezimmer selbst will keiner mit der Presse reden, zu groß die Scham und die Angst, erkannt zu werden.

Arzt Breker hat schon einen marokkanischen Physiker, der in Deutschland Putzen geht, behandelt. Auch ein Panflötenspieler, der seine Familie in Südamerika miternährt und Touristinnen aus Äthiopien gehörten zu seinen Patienten. Aber nicht nur Menschen aus aller Welt kommen zu ihm - rund 30 Prozent der Patienten sind Deutsche. Denn in der Bundesrepublik gibt es keine Pflichtversicherung, man kann den Krankenversicherungsschutz verlieren. Bei den Betroffenen handele es sich meist um »insolvente Selbstständige«, wie Breker erklärt. Auch Menschen, die lange Zeit im Ausland gelebt haben, oder Geschiedene seien darunter.

Neben dem Chefarzt im Ruhestand arbeiten zwei Ärzte und eine Krankenschwester ehrenamtlich bei der wöchentlichen Sprechstunde mit. Kosten für Medikamente und nötige Weiterbehandlungen wie Operationen werden durch Spenden aufgebracht. Die Betroffenen beteiligen sich je nach Geldbeutel auch selbst.

»Wir füllen eine Lücke, wo andere versagen«, sagt Haentjes-Börgers. Bedarf an solchen Angeboten gebe es jedoch in allen Großstädten. Sie bezeichnet es als »unwürdig«, Menschen von der normalen Gesundheitsversorgung auszuschließen. Sie berichtet von einem Mann, der 600 Euro netto verdient und 280 Euro Krankenversicherung zahlen müsste. »Das kann er sich einfach nicht leisten.

« 2001 starteten die Malteser in Berlin das erste Projekt dieser Art, auch in München gibt es inzwischen eine Vertretung. Weitere, darunter in Darmstadt, sind in Planung. Die Kölner Einrichtung, die im Juli 2005 ihre Arbeit aufnahm, ist die einzige in NRW.

»Wir wollen Bedürftigen einfach helfen und keine politischen Forderungen stellen«, betont Haentjes-Börgers. Sie wünsche sich allerdings, dass »endlich eine bezahlbare Basisversicherung für alle eingeführt wird«. Denn ohne Krankenversicherung zu leben, sagt die Malteser-Vertreterin, »ist die unterste Stufe, das ist schlimmer als 'Hartz IV'".

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Zart und empfindlich: Babys Haut gesund pflegen

Bonn (ddp). Babyhaut ist zart und besonders empfindlich. Bei kleinen Kindern sind noch nicht alle Schutzmechanismen entwickelt, so dass ihre Haut Keimen und äußeren Einflüssen wenig entgegensetzen kann.

Tipps für die Babypflege gibt eine neue Broschüre der Deutschen Haut- und Allergiehilfe. Besondere Vorsicht gilt beim Baden. Damit die Haut nicht zu sehr beansprucht wird, sollte die Wassertemperatur 36 bis 37 Grad Celsius nicht übersteigen. Die maximale Badedauer sollte zwischen fünf und sieben Minuten liegen.
Rückfettende Badezusätze unterstützen die Schutzfunktion der Haut und können den Feuchtigkeitsverlust schon während des Badens ausgleichen. Die Broschüre rät zudem, Pflegemittel zu verwenden, die weitgehend auf synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe verzichten. Gute Produkte enthalten den Angaben nach auch keine Rohstoffe aus Mineralölbasis, sondern hochwertige Pflanzenöle, die die Haut in ihrer Aufgabe als Barriere gegen schädliche Einflüsse unterstützen.

Die Broschüre «Babys Haut gesund pflegen» kann bei der Deutschen Haut- und Allergiehilfe, Gotenstraße 164, 53175 Bonn bestellt oder im Internet unter
http://www.dha-hautpflege.de abgerufen werden.

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Warnung vor dunklem Haarfärbemittel

GÖTTINGEN (pid). Dunkle Haarfärbemittel können schwerste Kontaktallergien auslösen. "Die Beschwerden können dramatisch sein", warnt der Allergologe Professor Thomas Fuchs von der Universitätshautklinik Göttingen.

Einige Tage nach dem Färben entstehen an Kopf- und Gesichtshaut starker Juckreiz, Rötungen oder Schwellungen, manchmal bilden sich auch Bläschen und Knoten.
Bis die Beschwerden wieder abklingen, können Wochen oder Monate vergehen.

Auslöser der Allergie ist die Substanz p-Phenylendiamin (p-PD). Hersteller verwenden diesen Stoff, weil er intensivere Farbe, gute Farbdeckung und hohe Beständigkeit der Farbe gewährleistet. Die Substanz steht bereits seit längerem im Verdacht, Hauptursache für viele allergische Reaktionen zu sein. Friseure sollten daher beim Kontakt mit Haarfärbemitteln immer Handschuhe tragen, sagt Fuchs: "Sonst ist eine Kontaktallergie fast programmiert."

Kürzlich habe eine neue spanische Studie ergeben, daß mehr als die Hälfte aller beruflichen Hautprobleme bei Friseuren auf p-PD zurückzuführen seien. Nicht selten müssen Betroffene ihren Beruf aufgeben. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege hat allein in den vergangenen drei Jahren in über 160 Fällen derartige Allergien bei Friseuren als Berufskrankheit anerkannt.

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Arzneien im Handgepäck - da ist vieles unklar

Chronisch Kranke sollten sich vor einer Flugreise bei ihrer Airline erkundigen / Ärztliche Atteste sind keine Garantie

NEU-ISENBURG (ug). Chronisch Kranken, die auf eine längere Flugreise gehen wollen, sollten Ärzte raten, sich am besten vorher bei der Airline zu erkundigen, ob sie ihre Medikamente wie Insulin im Handgepäck mit an Bord nehmen dürfen. Denn hier kann es zur Zeit Probleme geben.

Bei den verschärften Sicherheitskontrollen auf Flughäfen ist zur Zeit vor allem das Handgepäck im Visier. Die Regeln werden je nach Airline und Land allerdings unterschiedlich gehandhabt. In der EU soll das jetzt einheitlich geregelt werden. In Brüssel wird beraten, ob die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck EU-weit verboten wird.

Schwierig ist die Situation vor allem für chronisch Kranke, die auf Medikamente angewiesen sind und denen von Reisemediziner empfohlen wird, sicherheitshalber alle Arzneien, die sie während einer Reisen brauchen, im Handgepäck mitzunehmen. Denn die neuen Vorschriften betreffen auch Medikamente. Was können Ärzte hier raten?

Am schärfsten sind die Regeln für Flüge in die USA und nach Großbritannien sowie auch von dort aus. Hier dürfen Getränke, Kosmetik- und Toilettenartikel wie Gels, Cremes und Parfums nicht mehr ins Handgepäck. Aber selbst auf diesen Flügen seien dringend notwendige Medikamente, auch in flüssiger Form wie Insulin, erlaubt, so Michael Lamberty von der Lufthansa. Allerdings muß ein Rezept oder eine Verordnung vorgelegt werden, der Name darauf muß mit dem auf dem Ticket übereinstimmen. Das gilt aber meist nur für die Menge, die während des Flugs gebraucht wird.

Darüber hinaus sei eine allgemeingültige und zuverlässige Beratung zum Mitnehmen von Medikamenten in flüssiger Form derzeit nicht möglich, so das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf nach umfangreichen Recherchen. Ärzte können Patienten ein Attest mitgeben - eine Garantie sei das allerdings nicht. "Gelegentlich wird von den Kontrolleuren eine Probe-Einnahme der betreffenden Substanz akzeptiert." Schlimmstenfalls, so das CRM, müsse der Reisende mit der Beschlagnahmung des Mittels oder mit der Zurückweisung vom Flug rechnen.

Infos im Internet beim Centrum für Reisemedizin unter www.crm.de, dann "Aktuelle Meldungen" anklicken oder bei der Lufthansa unter www.lufthansa.com, dann links "Homepage" anklicken.

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Bei Verletzung der Aufsichtspflicht übernimmt die Versicherung den Schaden, wenn der Nachwuchs etwas angestellt hat

NEU-ISENBURG (bü). So etwas kommt immer wieder vor: Eine Mutter läßt ihre kleine Tochter in der eigenen Wohnung von ihrer Freundin beaufsichtigen, das Kind ruiniert mit Saft das Sofa oder den Teppich. Da wird gern mal bei der Haftpflichtversicherung geschwindelt. Doch das wäre gar nicht nötig, denn die Assekuranz der Freundin muß den Schaden wegen Verletzung der Aufsichtspflicht sowieso ersetzen.

Grundsätzlich gilt: Wer anderen einen Schaden zufügt, der muß dafür aufkommen. Nicht nur Erwachsene, auch Kinder können für das zur Verantwortung gezogen werden, was sie anderen zugefügt haben. Allerdings ist das bei ihnen nicht so ganz einfach.

Kinder, die das siebte (im Straßenverkehr das zehnte) Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind für das, was sie anstellen, überhaupt nicht verantwortlich; man spricht von Schuldunfähigkeit. Das muß aber nicht bedeuten, daß der durch ein fünfjähriges Kind Geschädigte leer ausgeht.

Es kann auch eine Haftung desjenigen in Frage kommen, der das Kind zu beaufsichtigen hatte. Das sind in aller Regel die Eltern; es können aber auch die Großeltern, Pflegeeltern, das Kindermädchen, Nachbarn - oder auch eine Freundin der Mutter sein.

Bürgerliches Gesetzbuch gibt die Regeln vor
Die Fälle der Aufsichtspflichtverletzung spielen gerade in der Privathaftpflichtversicherung eine besonders große Rolle. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch hat derjenige, der kraft Gesetzes (oder Vertrags) "zur Führung der Aufsicht über eine Person" verpflichtet ist, den Schaden zu ersetzen, den diese "einem Dritten widerrechtlich zufügt".

Wer die Aufsichtspflicht hat, muß für Schäden haften.

Brennt nun das Kind ein Loch in die Ledercouch seiner Mutter, wenn die beaufsichtigende Frau zum Beispiel durch Telefonieren abgelenkt ist, dann gehen Gesetz und Rechtsprechung davon aus, daß die Frau für diesen Schaden wegen einer Verletzung der Aufsichtspflicht aufzukommen hat. Sie kommt nur dann aus der Haftung heraus, wenn sie nachweisen kann, daß sie zur Beaufsichtigung alles Erforderliche getan hat oder der Schaden auch bei ordentlicher Aufsichtsführung entstanden wäre.

Wenn die Aufsichtsperson aber haftpflichtig ist, dann muß sie den Schaden ersetzen - oder aber, falls vorhanden, ihre private Haftpflichtversicherung. Kann sie nachweisen, daß das Malheur trotz guter Aufsicht passierte, so haftet sie nicht und damit auch nicht die private Haftpflichtversicherung.

Die meisten Versicherungen bieten auch Versicherungsschutz für "deliktunfähige" Kinder an, gegebenenfalls begrenzt auf Höchstbeträge. Sind Kinder mindestens sieben Jahre alt, können sie auch selbst haftbar gemacht werden.

Hier ist aber die Frage der Einsichtsfähigkeit von besonderer Bedeutung. Sie ist anders zu beurteilen, wenn ein achtjähriges Kind beim Zündeln eine Scheune in Brand steckt, als wenn dies ein 14jähriges Kind tut. Beim jüngeren, das unter Umständen nicht haftet, kann eine Aufsichtspflichtverletzung der Eltern vorliegen; das ältere Kind muß wohl voll haften, möglicherweise lebenslang.

Kinder, die noch keine zehn Jahre alt sind, können in der Regel nicht für Schäden haftbar gemacht werden, die sie im Straßenverkehr anrichten, etwa wenn sie mit dem Roller oder dem Fahrrad auf die Straße kommen und mit einem Auto zusammenstoßen. Ausnahmen: Das Kind hat vorsätzlich gehandelt oder ein parkendes Fahrzeug beschädigt.

Assekuranzen müssen sich nach ihren Konditionen richten
Weist der Haftpflichtversicherer unbegründete Ansprüche zurück, heißt es oft, die Haftpflichtversicherung will nicht zahlen. Richtig ist, daß der Verursacher den Schaden nicht zu bezahlen braucht, weil dazu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Entsprechend den Versicherungsbedingungen sind die Ansprüche abzuwehren.
Versicherer dürfen im Interesse ihrer Beitragszahler nur Kosten tragen, die Versicherte ohne Haftpflichtversicherung zu tragen hätten.

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Sehnenscheidenentzündung als Berufskrankheit anerkannt

Bei Arbeitnehmern, die überwiegend am Computer arbeiten, kann eine Sehnenscheidenentzündung als Berufskrankheit anerkannt werden.

Nach einem jetzt schriftlich veröffentlichten Grundsatzurteil des Verwaltungsgerichts (VG) Göttingen gilt dies dann, wenn durch ständiges arbeiten mit der Computer-Maus die Erkrankung für die Arbeit typisch und das Risiko im Vergleich zur übrigen Bevölkerung besonders hoch ist.

Mit dem Urteil erkannte das VG die Sehnenscheidenentzündung einer Bahn-Beamtin als Berufskrankheit an. Sie arbeitete seit Jahren überwiegend am Computer, zuletzt etwa zu 90 Prozent ihrer Arbeitszeit.

Dabei arbeitete sie etwa zu zwei Dritteln der Arbeitszeit mit der Maus. Die Wahrscheinlichkeit einer Sehnenscheidenentzündung sei bei solchen Arbeitsbedingungen besonders groß und die Voraussetzungen einer Berufskrankheit damit gegeben, urteilte das VG.

Dabei stützte sich das Gericht auf die Berufskrankheitenverordnung, die auch für gesetzlich sozialversicherte Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft gilt. Das Urteil ist daher von den rechtlichen Grundlagen her übertragbar; zuständig für die gesetzliche Unfallversicherung sind allerdings die Sozialgerichte.

© AFP

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Gericht verkürzt Hinweisfrist für Behinderte

Besonderer Kündigungsschutz ist nach drei Wochen in Anspruch zu nehmen
ERFURT (mwo).

Schwerbehinderte sollten künftig schneller reagieren, wenn sie eine Kündigung ihres Arbeitgebers erhalten. Denn das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt will die Frist für die Information des Arbeitgebers auf drei Wochen verkürzen.

Das BAG hat dies in einem Urteil angekündigt. Schwerbehinderte haben im Arbeitsleben Vorteile, etwa fünf Tage zusätzlichen Urlaub. Sie können darauf aber auch verzichten und müssen ihre Beeinträchtigungen dem Arbeitgeber nicht preisgeben.

Im Fall einer Kündigung reichte es bislang aus, wenn der Arbeitnehmer binnen eines Monats auf seine Schwerbehinderung hinwies, um in den besonderen Kündigungsschutz für Behinderte zu fallen.

Diese Frist ist nicht gesetzlich vorgesehen, sondern durch Rechtsprechung entstanden. Wegen einer Novelle des Schwerbehindertenrechts von 2004 hat das BAG nun die Frist neu überdacht: Sie passe nicht zu der Frist von drei Wochen, innerhalb derer Arbeitnehmer gegen eine Kündigung klagen müssen, heißt es im neuen Urteil.

Zudem gelte für Schwangere eine Mitteilungsfrist von zwei Wochen. Der Gesetzgeber soll nun die Fristen vereinheitlichen. Andernfalls erwäge das BAG, für Schwerbehinderte "in Zukunft von einer Regelfrist von drei Wochen auszugehen". Ab wann die neue Frist gelten soll, sagt das Urteil nicht.

Urteil des Bundesarbeitsgerichts, Az.: 2 AZR 539/05

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Kuhmilch-Allergie verschwindet meist wieder

Allergologe kritisiert voreiligen Verzicht auf das Nahrungsmittel / Diät etwa mit Sojamilch nur für kurze Zeit nötig

DAVOS (KHS). Eltern sollten nicht schon beim Verdacht auf eine Kuhmilch-Allergie auf dieses Nahrungsmittel verzichten, sondern den Verdacht zunächst klären lassen. Bei nachgewiesener Kuhmilch-Allergie ist Sojamilch vorzuziehen.

Statt Sojamilch kann auch Formula auf Kuhmilchbasis verwendet werden, worin die Allergene soweit zerkleinert sind, daß sie vom Immunsystem nicht mehr erkannt werden.

Daran hat Professor Bodo Niggemann aus Berlin gestern beim 22. Fortbildungskongreß "Fortschritte der Allergologie, Dermatologie, Pneumologie und Immunologie" in Davos in der Schweiz erinnert. Dabei müsse aber daran gedacht werden, daß 15 Prozent der Kinder, bei denen eine Kuhmilch-Allergie gesichert ist, auch auf Sojamilch allergisch reagierten.

Allergie-Potenz wird oft überschätzt.

Grundsätzlich kenne er kein Argument, so Niggemann, einem gesunden Kind, das keine Laktose-Intoleranz hat, Kuhmilch vorzuenthalten.

Selbst bei nachgewiesener Kuhmilchallergie gilt nach seinen Angaben die Diätverordnung nur für eine relativ kurze Zeit. Je älter das Kind werde, desto mehr verringere sich sein Risiko, allergisch auf Kuhmilch zu reagieren. Bei etwa 80 Prozent der Kinder verschwinde die Kuhmilchallergie im Lauf der Kindheit und frühen Jugend.

Niggemann wies darauf hin, daß viele Stoffe in ihrer allergenen Potenz weit überschätzt würden, etwa Farb- und Konservierungsstoffe. Sie seien bei der Entstehung von Ekzemen oder Soforttypallergien nicht bedeutsam, allenfalls bei Urtikaria. Auch Schokolade, die manchmal als Ursache von Allergien angesehen werde, sei für sich genommen keine Gefahr. Dies gelte höchstens für Spuren von Nüssen oder die Milch darin.

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Nicht zugelassene Behandlung - Kasse soll zahlen

FRANKFURT AM MAIN (dpa). Krankenkassen müssen die Kosten für nicht zugelassene Behandlungen übernehmen, wenn diese von Ärzten empfohlen werden und dem Patienten massive Behinderungen drohen. Das geht aus einer Eil-Entscheidung des Sozialgerichts Frankfurt hervor. Damit gab das Gericht einer 51 Jahre alten Frau recht, der wegen einer chronischen Augenkrankheit die Erblindung droht. Die Kasse muß nun vorläufig die Kosten erstatten.

Die Frau sprach auf die konventionelle Behandlung dieser Erkrankung mit Kortison nicht mehr an. In der Tübinger Universitätsklinik wurde ihr daher eine Interferontherapie empfohlen. Die Krankenkasse wollte die Behandlung aber nicht bezahlen, weil diese nicht zugelassen und die Erkrankung nicht lebensbedrohlich sei.

Ein Patient müsse auch dann mit einem nicht zugelassenen Medikament behandelt werden können, wenn ihm massive Funktionsverluste wie der der Sehkraft drohten.
In dem Fall der 51jährigen reiche es außerdem, daß die Behandlung von ärztlichen Fachleuten befürwortet wurde.

Beschluß des Sozialgerichts Frankfurt, Az.: S 21 KR 444/06 ER

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Rauchverbot - zügiges Verfahren

BERLIN (dpa). Union und SPD prüfen einen Koalitionsantrag für ein gesetzliches Rauchverbot. "Wir wollen die Bundesregierung auffordern, noch dieses Jahr einen Gesetzentwurf vorzulegen", sagte die SPD-Gesundheitspolitikerin Carola Reimann der dpa. Sie sei zuversichtlich, zu einem gemeinsamen Vorgehen zu kommen.
Verbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) befürwortet ein solches Vorgehen. Auch das Gesundheitsministerium will ein Rauchverbot zügig auf den Weg bringen.

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Amt muß Behinderten Fahrt zur Schule komplett zahlen Sozialhilfeempfänger müssen keinen Eigenanteil leisten

BAUTZEN (ddp). Sozialhilfeträger müssen nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bautzen den Eigenanteil der Fahrtkosten für behinderte Schüler übernehmen. Im Zusammenhang mit der Eingliederungshilfe bestehe ein sozialhilferechtlicher Anspruch auf Übernahme des Eigenanteils. Auch Behinderte, die Sozialhilfe beziehen, hätten Anspruch auf eine angemessene Schulbildung.

Eine hochgradig schwerhörige Schülerin hatte geklagt. Sie muß täglich zu einer Schule für Schwerhörige nach Chemnitz fahren, die 40 Kilometer von ihrem Wohnort entfernt liegt. Wegen ihrer Behinderung kann sie keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen und muß mit einem Sammeltaxi zur Schule gebracht und abgeholt werden.
Nach der Schülerbeförderungssatzung der Stadt Chemnitz beträgt der Eigenanteil maximal 920 Euro im Schuljahr.

Der Landkreis Mittweida lehnte eine Erstattung des Eigenanteils ab. Wenn es an einer wohnortnahen Schule fehle, so daß Fahrten zu einer entfernt gelegenen Schule erforderlich seien, handele es sich bei den Kosten um einen behinderungsbedingten Aufwand, der von der Sozialhilfe zu übernehmen sei.

Dieser Mehraufwand werde dem Betroffenen durch seine Behinderung aufgezwungen, urteilte das Gericht. Deshalb sei er Teil der sozialhilferechtlichen Eingliederung.

Oberverwaltungsgericht Bautzen, Az.: 4 B 72/06

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Oft krank - kein Kündigungsgrund

MAINZ (dpa). Häufige Erkrankungen rechtfertigen nicht ohne weiteres die Kündigung eines Mitarbeiters. Das entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz in
Mainz in einem Urteil.

Arbeitgeber müßten vielmehr nachvollziehbare Anhaltspunkte dafür haben, daß auch in Zukunft mit weiteren Erkrankungen zu rechnen sei, die den Betriebsablauf erheblich stören oder die Firma wirtschaftlich belasten würden. Dazu zählten zum Beispiel chronische Erkrankungen.

Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz, Az.: 10 Sa 883/05

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"Lieber krank feiern als gesund schuften"

hieß mal ein beliebter Ratgeber mit vielen Tipps, wie man durch vorgetäuschte Erkrankungen
vom so genannten "Scheuermann" bis zur chronischen Gastritis den Arbeitgeber schädigt. Im Prinzip sind solche typischen Simulationserkrankungen auch heute noch aktenkundig – komplettiert durch ein paar neuere Leiden wie Mobbing oder Depression am Arbeitsplatz.

Selbstredend handelt es sich durchweg um ernste Erkrankungen, deren schwere Auswirkungen man nicht verharmlosen sollte. Ein klarer Befund ist jedoch medizinisch nicht immer feststellbar. Insofern bieten sie sich für Simulanten geradezu an, um etwa durch dramatische Symptombeschreibungen den Krankheitsverlauf anschaulich zu illustrieren. Pech für den Arbeitgeber, wenn er an einen solchen "phantasievollen" Mitarbeiter gerät und noch größeres Pech, wenn auch die Richter zum Thema Dauererkrankung im Betrieb nichts wirklich Neues beizutragen haben. Da kann auch der härteste Unternehmer depressiv werden.

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz hatte über einen Fall zu urteilen, wo es um einen Arbeitnehmer ging, der innerhalb von gut drei Jahren an 157 Arbeitstagen wegen Krankheit fehlte. Der Arbeitgeber sprach daraufhin eine ordentliche Kündigung aus, da mit weiteren Erkrankungen und deshalb mit einer für ihn unzumutbaren wirtschaftlichen Beeinträchtigung zu rechnen sei. Das LAG wertete die Kündigung dagegen als sozial nicht gerechtfertigt.
Die Richter betonten, die häufigen Erkrankungen des Klägers in der Vergangenheit begründeten nicht ohne weiteres eine negative Prognose hinsichtlich seines künftigen Gesundheitszustandes. Denn bei keiner der Erkrankungen handele es sich um ein chronisches Leiden.

Doch es gibt Wege, um Simulanten los zu werden. Wer ernste Zweifel an der Krankheit seines Mitarbeiters hegt, sollte keine Kosten für eine Nachprüfung scheuen. Neben dem Betriebsarzt bietet sich auch ein Detektiv an. Denn wer etwa als bettlägeriger Rekonvaleszent beim Skifahren erwischt wird, hat auch vor dem Arbeitsgericht wenig Chance, eine Kündigungsschutzklage anzustrengen. In jedem Fall sollte man als Arbeitgeber auf frühzeitige, genaue und umfassende Information im Krankheitsfall durch den Arbeitnehmer dringen. Andernfalls kann es passieren, dass bei arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen die
betriebliche Praxis als unklar angesehen wird. Mit anderen Worten: Der Arbeitnmehmer kann sich darauf hinausreden, dass es keine Regelung über Form und Zeitpunkt der Krankmeldung gibt. Um Klarheit zu schaffen, sollte bei begründetem Verdacht auf Simulation eine
Abmahnung ins Auge gefasst werden.

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Lavendel-Duft gegen Streß und Schmerzen

Gegen Streß und zur Linderung von Schmerzen werden in Houston fünf Öle eingesetzt:

Lavendelöl hilft bei Schlafbeschwerden, Migräne, Streß.
Rosmarinöl lindert Muskelschmerzen und hilft bei Hypotonie sowie kalten Händen und Füßen.
Das Öl der Grünen Minze ist verdauungsfördernd und schafft bei Übelkeit und Erbrechen Erleichterung.
Lorbeer- und Ylang-Ylang-Öl sind besonders bei Männern beliebt. Beide Öle helfen bei Hautausschlägen, rheumatischen und Magenbeschwerden.

Der ganze Artikel hier zum nachlesen: http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/08/29/151a0403.asp?cat=/medizin/schmerz

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Unfallverursacher haftet auch für seelische Schäden

SAARBRÜCKEN (dpa). Unfallverursacher haften grundsätzlich auch für seelisch bedingte Folgeschäden von Verletzten. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Saarbrücken hervor.

Nach Auffassung der Richter gilt das selbst bei einer "negativen psychischen Veranlagung" des Unfallopfers, die dann durch den Unfall akut wurde. Maßgeblich sei allein, daß die psychischen Schäden ohne den Unfall nicht aufgetreten wären.

Das Oberlandesgericht gab mit seinem Urteil der Klage eines Unfallopfers auf ein höheres Schmerzensgeld statt. Bei einem Verkehrsunfall war ein Auto auf den Wagen des Klägers aufgefahren. Seit dieser Zeit leidet der Kläger nach den Feststellungen eines Sachverständigen unter anderem an Ermüdungen, Reizbarkeit, Schwerhörigkeit und Interessenverlust. Die Versicherung des Unfallverursachers zahlte dem Kläger 1500 Euro Schmerzensgeld.

Das Oberlandesgericht Saarbrücken sprach dem Opfer nun etwa 23 000 Euro zusätzliches Schmerzensgeld zu. Die Richter ließen insbesondere den Einwand des Unfallverursachers und der Versicherung nicht gelten, der Kläger sei schon vor dem Unfall eine "labile Persönlichkeit" gewesen. Entscheidend sei, daß die psychischen Probleme des Klägers durch den Unfall letztlich ausgelöst worden seien.

Urteil des Oberlandesgerichts Saarbrücken, Az.: 4 U 326/03-5/05

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Warnung vor Anti-Aging-Präparaten

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat vor allzu sorglosem Umgang mit angeblichen Wundermitteln gegen das Altern gewarnt. Bei so genannten Anti-Aging-Präparaten werde "oftmals viel Geld für wenig Gesundheit ausgegeben". Die Wirkung der meisten Produkte sei wissenschaftlich nicht nachgewiesen."

Mögliche Nebenwirkungen würden unterschätzt. So könne es auch bei Altbekanntem wie Gingko-Extrakten zu Nebenwirkungen kommen. Über Wechselwirkungen mit Medikamenten sei oft nichts bekannt. Zugleich wurde vor der Einnahme von Anti-Aging-Hormonen gewarnt.

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Absetzbarkeit von Unterhalt jetzt erleichtert

BERLIN (dpa). Wer bedürftige Angehörige finanziell unterstützt, hat jetzt gegenüber dem Finanzamt bessere Karten.

Wie der Bundesfinanzhof klargestellt hat, kommt es beim Steuerabzug - maximal 7680 Euro pro Jahr - auf die Unterhaltspflicht aufgrund von Verwandtschaft an.

Bisher verweigerten die Finanzämter etwa bei Kindern den Abzug mit der Begründung, diese hätten sich nicht genügend um eigene Einkünfte bemüht.

Nach Ansicht des Bundesfinanzhofs reicht aber für die Absetzbarkeit der Unterstützungszahlung aus, daß Unterhaltspflicht besteht und der Bedürftige kein ausreichendes eigenes Einkommen hat.

Urteil des Bundesfinanzhofs, Az.: III R 26/05

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Studie: Akupunktur gegen Rückenschmerzen wirksam und kosteneffektiv

York - Unabhängig davon, ob die Akupunktur eine „echte“ physiologische Wirkung erzielt, oder ob die Linderung der Schmerzen nur dem Glauben an die Therapie und der intensiveren Zuwendung durch den Therapeuten zu verdanken ist, ziehen nach einer offenen Studie im Britischen Ärzteblatt viele Patienten einen Nutzen aus der Behandlung. Dieser war nach 2 Jahren größer als bei einer konventionellen Therapie. Nach den Berechnungen in einer zweiten Studie war die personalintensive Akupunktur sogar kosteneffektiv.

Im Rahmen der Studie wurden 241 Patienten auf zehn Akupunktursitzungen oder eine konventionelle Therapie randomisiert. Die Akupunktur wurde von qualifizierten
Mitgliedern des British Acupuncture Councils durchgeführt. Die konventionelle Therapie übernahmen Hausärzte. Dabei kam ein Mix von Behandlungen inklusive Ergotherapie zum Einsatz, die Wahl blieb dem Hausarzt überlassen. Hausarzt und Akupunkteur durften den Patienten auch Massagen verordnen und ihnen Tipps zur Ernährung und Lebensführung geben. Primärer Endpunkt war die Verbesserung in der Schmerzangabe im sogenannten SF36-Fragebogen, einem validierten Instrument zur Bestimmung der Lebensqualität.

In beiden Gruppen kam es zu Verbesserungen, die jedoch unter der Akupunktur etwas deutlicher ausfielen. Auch die Patientenzufriedenheit war höher. Während beide Gruppen nach 12 Monaten noch in etwa „gleich auf“ lagen, waren die Ergebnisse der Akupunkteure nach 24 Monaten um etwa 10 bis 15 Prozent besser, berichten Hugh MacPherson von der Universität York und Mitarbeiter (BMJ 2006; doi:10.1136/bmj.38878.907361.7C). Die Studie belegt damit erstmals die Langzeitwirkung der Akupunktur-Sitzungen, die – ebenso wie die Behandlung durch die Hausärzte – nur über 3 Monate durchgeführt worden waren.

Anders als vielfach angenommen, waren die Kosten der Akupunktur nicht wesentlich höher als die Behandlung durch die Hausärzte. Während der gesamten zwei Jahre entstanden dem Staatlichen Gesundheitsdienst (National Health Service) Kosten von 673 Euro pro Patienten in der Akupunkturgruppe und 506 Euro in der Vergleichsgruppe. Diese Zahlen umfassen allerdings die Gesamtkosten, also nicht allein die Ausgaben für die Akupunktur, die etwa die Hälfte ausmachten, sondern auch die späteren Behandlungskosten. Da die Akupunktur eine etwas bessere Wirkung erzielte, waren auch diese Folgekosten niedriger.

Das erklärt das relativ günstige Verhältnis, aus dem die Autoren die Kosten für ein zusätzliches Lebensjahr in guter Lebensqualität (QALY für „quality adjusted life years“) errechnet haben. Sie kommen auf einen Wert von 6.223 Euro oder 4.241 britische Pfund. Dieser Wert liegt deutlich unterhalb der Schwelle von 20.000 britischen Pfund, die das National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) als Grenze für die Kosten-Effektivität festgelegt hat (BMJ 2006; doi:10.1136/bmj.38932.806134.7C). Ob die Akupunktur zu einer Leistung des National Health Service wird, wird sich möglicherweise im Jahr 2008 entscheiden, war in der britischen Presse zu lesen.
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=25696

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Was wenige wissen: Erst das Sonnenvitamin macht die Knochen stark

Osteoporose (Knochenschwund) zählt in Deutschland zu den Volkskrankheiten. Schätzungsweise 30 Prozent aller Frauen jenseits der Wechseljahre leiden daran - Tendenz steigend. Doch auch beim "starken Geschlecht" nimmt diese Stoffwechselerkrankung des Skeletts zu: Immerhin ist bereits jeder fünfte Mann ab 50 betroffen.
Kein Wunder also, dass bei vielen Älteren eine erhöhte Neigung zu Knochenbrüchen besteht und jährlich ca. 150.000 von ihnen allein wegen eines Oberschenkelhalsbruchs behandelt werden müssen.

Käse macht die Knochen stark
Dass Milch gut für die Knochen ist, wird schon Kindern gesagt. Und auch in reiferen Jahren spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle für die Knochengesundheit.
Um stark zu bleiben, brauchen unsere Knochen nämlich Tag für Tag 1.000 Milligramm Kalzium. Wer seinen Speiseplan auf Kalziumlieferanten wie Milch, Hartkäse und andere Milchprodukte sowie kalzumreiche Gemüsesorten wie Grünkohl abstimmt, kann daher der Osteoporose vorbeugen oder bei bereits bestehender Krankheit die Behandlung unterstützen. Ebenso ratsam: Den Kalziumräuber Phosphor, der vor allem in Wurst, Fast Food und Fertiggerichten enthalten ist, meiden - und in Bewegung bleiben! Denn regelmäßige Bewegung - etwa bei für Senioren idealen, sanften Sportarten wie Walken, Schwimmen oder Gymnastik - fördert den Knochenstoffwechsel und sorgt dafür, dass das Kalzium an der richtigen Stelle andockt.

Ohne das Sonnenvitamin geht nichts
Aber so wichtig die richtige Kost und Freizeitsport auch sind: Ohne Vitamin D läuft bei Osteoporose wenig. Wenn der als Vitamin bezeichnete Hormonstoff fehlt, kann der Baustein Kalzium nämlich nicht in die Knochen eingelagert werden und auch die Muskulatur baut womöglich ab. Der Gang kann unsicher werden, das Sturzrisiko steigen und die Knochen brechen. Ein Teufelskreis für über sechs Millionen Osteoporose-Patienten in Deutschland. Doch die Wenigsten kennen diese Zusammenhänge. Vitamin D kann nicht so problemlos wie Kalzium über die Nahrung aufgenommen werden, sondern wird mittels Sonnenstrahlung in der Haut gebildet - eine Fähigkeit, die in der zweiten Lebenshälfte stetig abnimmt.

Eine aktuelle Umfrage in fünf europäischen Ländern bestätigt, dass nicht einmal die Hälfte der befragten Osteoporose-Patienten wissen, wie entscheidend Vitamin D für einen funktionierenden Knochenstoffwechsel ist. Nur 46 Prozent der Befragten in Deutschland glauben, dass Vitamin D eine wichtige Rolle in der Osteoporose-Therapie spielt. Dabei können entsprechende Präparate, beispielsweise rezeptfreie Nahrungsergänzungsmittel mit der Wirkstoffkombination Kalzium und Vitamin D (u.a. Calzium-Sandoz D Osteo, Calcium Verla D 400, Caltrate 600+D), die ausreichende Versorgung mit dem Sonnenvitamin unterstützen - allerdings nur, wenn man sie nach Vorschrift einnimmt! Laut Umfrage vergisst aber jeder Vierte die regelmäßige Einnahme. Daher würden zwei Drittel der Befragten eine einmal wöchentlich einzunehmende Kombi-Tablette bevorzugen. Als bisher einziges Medikament verknüpft ein neues Kombi-Präparat (Fosavance), das für Frauen mit Osteoporose nach der Menopause mit einem Risiko für einen Vitamin-D-Mangel zugelassen ist, eine empfohlene Wochendosis an Vitamin D mit dem Bisphosphonat Alendronat in einer Wochentablette. Der Knochenabbau kann so gestoppt und das Risiko für Wirbel- und Hüftbrüche reduziert werden.
Kostenlose Infos unter 0800-6730002 und
http://www.initiativegegenknochenschwund.de.

Quelle: Ratgeberbox 2006

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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat September alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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