Newsletter vom 21.10.2006, 09:30:18

Betreff:

Newsletter Oktober 2006

Unser Banditreffen in Berlin vom 29.09. bis 01.10. 2006

Das Banditreffen liegt nun hinter uns. Alle Beteiligten erlebten ein schönes und sonniges Wochenende. Es wurde viel erzählt und das Samstag-Programm war sogar für die Berliner aufschlussreich.

Berichte, Bilder und Impressionen vom Banditreffen findet Ihr hier: http://www.diebandscheibe.de/banditreffen2006/banditreffen.php
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diebandscheibe feiert den 4. Geburtstag

Seit dem 13.10.2002 ist das Netzwerk "diebandscheibe" online und bietet von nun an vielen Bandis die Plattform, um sich über die Krankheit zu unterhalten, Verhaltenstipps zu erfragen, oder Ärzte und Kliniken zu suchen. Besonders stolz sind wir darauf, unseren Besuchern eine Seite zu bieten, die von Anfang an frei von Werbung und Popup-Fenster ist.

Erst am 30.09. 2006 freuten wir uns über das 5000. Mitglied. Die Größe und Lebhaftigkeit des Forums geben rund 130.000 Beiträge unserer Mitglieder wieder, einer wertvoller als der andere.

Dieses Jubiläum nehmen wir zum Anlass, uns für die Treue der Mitglieder zu bedanken, die immer wieder und unermüdlich mit Trost, Rat und allerlei Kurzweil im Forum unterwegs sind.

Zu diesem Geburtstag gibt es in unserem Basar eine Jubiläums-CD, ein weisses Bandi-T-Shirt und eine Überraschung für einen Dankeschön-Preis von nur 15 Euro zuzüglich Porto. Bestellungen können über den Basar ab dem 13.10. bis zum 31.10. 2006 getätigt werden: http://www.diebandscheibe.de/xt/index.php

So wünschen wir uns weiterhin ein aktives Forum, in welchem Bandis sich austauschen können!

das Team von www.diebandscheibe.de

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Grippeschutzimpfung jetzt!

Jetzt ist es Zeit, sich gegen die Grippe wieder impfen zu lassen. Die Impfung wird von der Krankenkasse übernommen. Bei dieser Gelegenheit sollten Sie auch den Impfschutz gegen Tetanus und Diphtherie sowie Polio überprüfen. Wie wir erfahren haben, gibt es wohl momentan einen Engpass bei dem Serum.

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Rauch-Stop-Pille zugelassen

Studien mit mehr als 4000 Rauchern Basis der Zulassung


KARLSRUHE (dpa). Das Unternehmen Pfizer hat von der Europäischen Kommission die EU-Zulassung für ein neues Mittel zur Raucherentwöhnung (Champix®) erhalten. Die Zulassung basiert auf Studien mit mehr als 4000 Rauchern.

Etwa jeder fünfte Teilnehmer, der das Präparat mit dem Wirkstoff Vareniclin zwölf Wochen eingenommen hatte, war nach einem Jahr noch Nichtraucher. Mit einer Markteinführung in Deutschland rechnet Pfizer im Frühjahr 2007.

Vareniclin dockt am selben Rezeptor an wie Nikotin, aktiviert ihn aber nur teilweise. Dadurch wird im Gehirn Dopamin ausgeschüttet, was das Verlangen nach Nikotin und die Entzugssymptome verringert.

Außerdem verhindert das Mittel die Bindung von Nikotin. Dies schwächt bei einem Rückfall das Belohnungsgefühl beim Rauchen ab. Das Medikament wirkt nur gegen die körperliche, nicht gegen die psychische Komponente der Tabaksucht.

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Rezeptfreie Arzneien oft ungeeignet

Jedes dritte rezeptfreie Medikament ist zur Krankheitsbehandlung kaum geeignet.
Das gilt insbesondere für Prostatamittel mit Extrakten aus Brennnesseln,
Gräserpollen, Kürbissamen und Goldrute sowie pflanzliche Mittel gegen Wechsel-
jahrbeschwerden, berichtet die Stiftung Warentest unter Berufung auf einen Test
von 2.000 Medikamenten.

35 % davon erhielten das Urteil "wenig geeignet". So stuften die Tester auch
bekannte Kopfschmerz- und Migränemittel ein sowie Mittel gegen Altersbeschwer-
den. Dagegen halten sie fast alle Mittel zur Raucherentwöhnung für geeignet.

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Fahrzeug winterfest machen!

Was sollte man alles beachten, bevor es wirklich affenkalt wird?
Ich versuche, ohne Garantie der Vollständigkeit, Euch mal das Wichtigste aufzulisten.
- Beleuchtung überprüfen oder prüfen lassen
- Frostschutz für die Kühlanlage prüfen lassen. Schläuche der Kühlanlage auf Porosität, Dichtheit und Weichheit prüfen lassen.
- Frostschutzmittel für die Scheibenwaschanlage einfüllen (um Gottes Willen keinen Kühlerfrostschutz verwenden, sonder käufliches Mittel oder Spiritus) Danach die Waschanlage betätigen, damit auch bis zur Düse frostfrei.
- Windschutzscheibe von Fett und Silikon befreien (Silikonentferner)
- Wischblätter prüfen und gegebenenfalls reinigen, Auflagelippe muss weich und unbeschädigt sein. Nötigenfalls erneuern.
Niemals auf angefrorener Scheibe laufen lassen. Einmal drüber und ihr könnt die Wischblätter wegwerfen. Wischarme am Abend abheben und wenn dies Fahrzeugspezifisch nicht möglich ist, etwas unterlegen.
- Scheibe von innen reinigen, auch Nichtraucher, da auch durch Frischluft- und Heizkanal ein schmieriger Film entsteht, welcher Blendwirkung erzeugt.
- Gummieinfassungen der Türen, Kofferraum und Motorklappe mit Hirschtalg oder einem käuflichen Mittel vor dem Festkleben bei Minustemperaturen schützen.
- Pedalgummis auf Abnutzung überprüfen. Abrutschen kann teuer werden.
- Eisschaber auf Vorhandensein überprüfen.
- Ein Enteiserspray für das Türschloss, sollten Damen in der Handtasche und Männer in der Jackentasche haben. Nicht im Auto! Vorbeugend Türschlösser schmieren lassen und darauf achten, dass die kleine Metallklappe vor den Schließzylinder geht wenn ihr den Schlüssel entfernt.
- Vom Schiebedach die Entwässerungsleitungen durchblasen lassen und Abfluss von Verunreinigungen des Sommers befreien. Sonst könnt Ihr bei Regen baden gehen.
- Unterbodenschutz prüfen lassen, bevor der Winter Spuren hinterlässt.
- Reifen auf Wintertauglichkeit, Zustand, Fremdkörper und Luftdruck prüfen.
- Zum Test einmal die großen Stromverbraucher wie Klima, Beleuchtung, Gebläse heizbare Heckscheibe einschalten. Prüfen ob im Leerlauf des Motors die Ladekontrollleuchte glimmt oder aufleuchtet. Wenn ja, dann lasst die Lichtmaschine prüfen, bevor Ihr steht und habt eine leere Batterie.
- Und damit sind wir bei der Batterie. Auf vielen steht "Wartungsfrei". Dass dies nicht immer so ist, seht Ihr wenn die Verschlussstopfen der einzelnen Zellen vorhanden sind und sich öffnen lassen. Flüssigkeitsstand muss an der Markierung und wenn keine sichtbar 1 cm über den Bleiplatten liegen. (Sofern es keine Gel Batterie ist)
- Im Winter immer wieder Beleuchtungseinrichtungen reinigen. Bereits eine 10 % Verschmutzung des Scheinwerfers nimmt Euch etwa 50 % Leuchtkraft weg. Da der Grundsatz der Beleuchtung der ist, dass man als wichtigsten Faktor das "gesehen werden" nennt und erst an zweiter Stelle das "selbst Sehen" ist sie auch frühzeitig einzuschalten.
- Und wenn Ihr gerade beim Wintercheck seid, könnt ihr auch gleich schauen ob Euer Warndreieck vorhanden ist und der Verbandskasten nicht total zusammengeklebt sein Dasein fristet.
- Viele Werkstätten bieten einen Wintercheck für Euer Fahrzeug an. Bleibt dabei wenn er gemacht wird. Dann bekommt ihr auch einiges von Eurem eigenen Fahrzeug mit und seht auch, ob es korrekt durchgeführt wird.

Ich glaube das Meiste ist mir eingefallen. Ergänzungen sind jeder Zeit willkommen.

Was mir gerade noch einfällt betrifft eine furchtbare Angewohnheit mancher Sicherheitsfanatiker.
Die Nebelschlussleuchte! Im Gegensatz zu Nebelscheinwerfern welche bei starker Sichtbehinderung durch Nebel, Schneefall oder Regen benutzt werden kann, darf die Nebelschlussleuchte absolut nur bei Nebel und sonst nicht benutzt werden. Hier gilt zusätzlich noch, dass die Sichtweite unter 50 Meter betragen muss.

Eine Emfpehlung möchte ich Euch noch geben.
Es kostet nicht die Welt und kann Menschenleben retten. Eventuell Euer eigenes.
Im gewerblichen Straßenverkehr sind Warnwesten in den Unfallverhütungsvorschriften vorgeschrieben. Diese Westen kosten normal unter 10 Euro. Achtet darauf, dass sie das Prüfzeichen DIN EN 471 tragen.
So traurig es klingt, aber viele Personenschäden entstehen bei Dunkelheit schon beim Aufstellen des Warndreieckes. Hier werden viele tatsächlich überfahren, weil Sie zu spät erkannt werden.
Gerade in der dunklen Winterzeit und meist auch getragener dunkler Kleidung ist dies ein Sicherheitspotential, wenn Ihr bei einer Panne eine Warnweste tragt.

(Ein Beitrag unseres Mitglieds Hansi)

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Immunsystem: Depressive Menschen neigen zu Entzündungen

Arlington (ddp). Stress führt bei depressiven Menschen zu einer entzündlichen Überreaktion des Immunsystems. Das haben amerikanische Forscher in einer Studie an 28 Probanden nachgewiesen.

Die Überreaktion des Immunsystems wiederum kann die Entstehung verschiedener Krankheiten, unter anderem auch eine Depression, fördern. Um depressiven Patienten aus diesem Teufelskreis zu helfen, soll nun untersucht werden, welche Bereiche ihres Immunsystems nicht richtig funktionieren. Über ihre Ergebnisse berichten Thaddeus Pace von der Emory-Universität in Atlanta und seine Kollegen in der Fachzeitschrift «American Journal of Psychiatry» (Bd. 163, S. 1630).

Die Forscher um Pace setzten 28 Männer 20 Minuten lang Stress aus. Die Hälfte der Probanden war gesund, die andere Hälfte stark depressiv. Vor und nach der Behandlung entnahmen die Wissenschaftler den Männern Blutproben und untersuchten diese auf zwei Stoffe, die bei einer Entzündung gebildet werden: das Interleukin-6 und der Faktor Kappa B. Der Stress löste zwar bei allen Probanden eine Entzündungsreaktion aus, stellten die Forscher fest. Bei den an Depressionen leidenden Versuchsteilnehmern jedoch stiegen die Werte des Interleukin-6 und des Faktors Kappa B deutlich stärker an als bei den gesunden. Alle depressiven Probanden hatten zudem in ihrem bisherigen Leben mehr stressvolle Erfahrungen gemacht als ihre Versuchskollegen. Die persönliche Lebensgeschichte dürfte daher zur Entwicklung einer starken Depression beitragen, folgern die Forscher. Entzündungsreaktionen sind zwar unerlässlich, um bakterielle und virale Infektionen zu bekämpfen. Eine Überreaktion des Immunsystems jedoch kann schädlich sein. So lassen Studien vermuten, dass sie eine Rolle bei Herzkrankheiten, Krebs oder Diabetes spielt. All diese Krankheiten stehen auch im Zusammenhang mit Depressionen.

Ziel der Wissenschafter ist es nun, mögliche Angriffsstellen im Immunsystem zu finden, um starke Depressionen besser zu behandeln und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit möglichst gering zu halten.


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Hausapotheke: Nicht in Bad oder Küche aufbewahren

Baierbrunn (ots). Badezimmer und Küche sind ungeeignete Orte, um die Hausapotheke zu lagern. Wärme und Feuchtigkeit können die Medikamente vorzeitig unbrauchbar machen, warnt die "Apotheken Umschau".

Besser geeignet sind Schlafzimmer oder Flur, wo die Vorräte für den Notfall kindersicher in einem verschließbaren Schränkchen angebracht werden sollten. Medikamente sollten darin stets in der Originalpackung zusammen mit dem Beipackzettel aufbewahrt werden, um Verwechslungen zu vermeiden und Gebrauchsinformationen griffbereit zu haben.

Nicht mehr benötigte verschreibungspflichtige Medikamente sollten in der Regel nicht gelagert werden. Ob sie bei einer ähnlich erscheinenden Erkrankung wirklich wieder eine Hilfe sind, kann ein Laie meistens nicht beurteilen.


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Stark keimbelastet: Wasserspender oft gesundheitsgefährdend

Köln (ddp). Wasser aus Wasserspendern kann offenbar selbst in Apotheken oder Arztpraxen stark mit Keimen belastet sein. Dies ist das Ergebnis einer Stichprobe, die das WDR-Wirtschaftsmagazin «markt» in Bonn, Düsseldorf und Köln durchführte.

In 15 von 20 Proben in Apotheken, bei Ärzten oder in Praxiskliniken seien Keime in einer Menge gefunden, die den Richtwert für Trinkwasser aus der Leitung teils über hundertfach überschreitet, teilte der Sender am 4.9.2006 vor der Ausstrahlung der Sendung am Abend im WDR Fernsehen (21.00 Uhr) in Köln mit.

«Bei einem solchen Befund im Wasserhahn zu Hause würde das Gesundheitsamt diesen Hahn für Trinkwasserzwecke sperren», sagte der Hygieniker Martin Exner von der Universitätsklinik Bonn, der für den WDR die Proben untersuchte. Obgleich solche Spender ebenfalls Trinkwasser anbieten, würden die Hygiene-Bestimmungen der Trinkwasserverordnung für sie nicht gelten.

In zwei Proben habe das Labor außerdem coliforme Bakterien entdeckt, die wahrscheinlich aus Fäkalien stammten, beziehungsweise Krankheitserreger, die Atem- und Harnwegsinfektionen hervorrufen könnten. Die Stichprobe zeige, dass man sich offenbar in vielen Apotheken und Praxiskliniken nicht der Gefahr bewusst sei, dass über das Getränkeangebot Keime und Krankheitserreger verbreitet werden könnten.

Exner sieht darin ein besonderes Infektionsrisiko: «Es sind ja oft gerade abwehrgeschwächte Personen, die sich in Arztpraxen und Kliniken aufhalten und dort Wasser entnehmen», so der Leiter des Bonner Hygiene-Instituts. Ursache für die Verschmutzungen sei meistens eine zu seltene Reinigung der Trinkwasserspender.


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Küchentipp: Auf sanfte Art gegen hartnäckigen Schmutz

Gelsenkirchen (ddp). Verkrustete Pfannen oder Auflaufformen sind manchmal nur schwer sauber zu bekommen. Verschiedene Sprays oder Putzmittel versprechen rasche Abhilfe, enthalten häufig aber harte Chemie. «Inhaltsstoffe wie Chlor, Säuren oder starke Laugen sind nicht immer notwendig», sagt Petra Bröcking, Lebensmittelchemikerin am Hygiene-Institut des Ruhrgebiets in Gelsenkirchen. Sie empfiehlt deshalb, die schmutzlösende Wirkung von Backpulver, Natron oder Soda auszuprobieren. Dafür streut man die Mittel auf die Verschmutzungen, feuchtet sie leicht an und lässt sie einwirken. «Die Karbonatverbindungen reagieren mit dem Wasser und setzen Kohlenstoffdioxid frei», erläutert die Lebensmittelchemikerin. Die kleinen Gasbläschen helfen, den verkrusteten Schmutz zu lösen. «Dadurch lassen sich die Speisereste leichter abscheuern», lobt Bröcking diese gesundheitlich unbedenkliche Variante der Reinigung.

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Zahnpflege: Freie Zahnhälse behutsam bürsten

Berlin (ddp). Frei liegende Zahnhälse erfordern eine besonders behutsame Pflege. Ansonsten kann sich das Zahnfleisch noch weiter zurückbilden.

«Generell sollte beim Putzen mit der Zahnbürste keine horizontale, scheuernde Bewegung ausgeführt werden. Das gilt für Menschen mit frei liegenden Zahnhälsen ganz besonders», sagt Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. Liegen die Zahnhälse frei, darf auch der Druck beim Zähneputzen nicht zu hoch sein. Um Bakterien zu entfernen, reiche es, die Bürste sanft von unten nach oben über die Zähne zu führen.

«Weit verbreitet ist die Annahme, dass viel Druck beim Putzen für weißere Zähne sorgt. Doch das ist ein gefährlicher Irrglaube», betont der Zahnarzt. Empfehlenswert sei es bei frei liegenden Zahnhälsen, ausschließlich weiche Zahnbürsten zu benutzen. »Auch die richtige Wahl der Zahnpasta ist wichtig. Produkte zum Zahnsteinschutz oder für weißere Zähne enthalten unter Umständen viele so genannte Putzkörper. Diese können den Zahnhälsen schaden«, sagt Oesterreich. Besser geeignet sei Zahnpasta, die ausdrücklich für empfindliche Zähne bestimmt ist. Haben Menschen mit freien Zahnhälsen saure Lebensmittel wie Äpfel oder Getränke mit Zitronensaft genossen, sollten sie im Anschluss mindestens eine Stunde mit der Zahnpflege warten. »Ansonsten wird die wichtige körpereigene Remineralisation der Zähne gestört, die den Säureangriff auf die Zahnhartsubstanz wieder kompensiert", sagt Oesterreich.

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Therapie ohne Zulassung: Kassen müssen dennoch zahlen

Frankfurt/Main (ddp). Krankenkassen müssen auch Kosten für nicht zugelassene Behandlungsformen übernehmen, wenn Ärzte diese aufgrund einer drohenden Behinderung eines Patienten empfehlen.

Das Frankfurter Sozialgericht gab in einem am Freitag veröffentlichten Urteil in einem Eilverfahren einer 51 Jahre alten gesetzlich versicherten Frau Recht, die aufgrund einer chronischen Krankheit zu erblinden drohte und auf Zahlung einer nicht zugelassenen Therapie geklagt hatte. Da die Patientin den Angaben zufolge auf die konventionelle Behandlungsmethode nicht ansprach, verordnete die Tübinger Universitätsklinik eine Interferontherapie. Die Kostenübernahme der Therapie lehnte die Krankenkasse der Frau jedoch mit der Begründung ab, die Behandlung mit dem Medikament Interferon sei für diese Art der Erkrankung nicht zugelassen. Die Kasse argumentierte den Angaben zufolge, eine Kostenübernahme von nicht zugelassenen Therapien sei nur bei lebensbedrohlichen Krankheiten vorgesehen und zudem liege kein ausreichender Nachweis über den Erfolg der strittigen Behandlung vor.

Die Richter entschieden, dass die Kasse die Kosten der Therapie vorläufig zu übernehmen habe. Die Versorgung eines Patienten mit einem nicht zugelassenen Medikament müsse auch bei nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen erfolgen, wenn bei weiterem Krankheitsverlauf mit massiven körperlichen Funktionsverlusten - wie einer drohenden Erblindung - zu rechnen sei, hieß es in der Urteilsbegründung. Auch müsse es in diesem Fall ausreichen, dass die Behandlung aufgrund besonderer ärztlicher Fachkunde befürwortet werde. AZ: S 21 KR 444/06 ER

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Eincremen beugt vor: Häufiges Waschen schadet den Händen

Rödermark (ddp). Ob bei der Gartenarbeit, im Haushalt oder im Beruf: Sind die Hände viel Schmutz oder klebrigen Substanzen ausgesetzt, ist der Drang zum häufigen Waschen groß. Doch übermäßiger Kontakt mit Wasser entzieht der Haut wichtige Fette. «Der Haut fehlt dadurch praktisch die Versiegelung. Dadurch verliert sie einen Teil ihrer Schutzfunktion», sagt der Dermatologe Erik Senger aus Rödermark. Die Folge könnten juckende und schuppende Ekzeme sein. Um diesen Entzündungen der Haut vorzubeugen, empfiehlt der Mediziner Flüssig- statt Scheuerseife für häufigere Hautpflege zu benutzen.

«Außerdem ist es gerade bei empfindlicher Haut ratsam, die Hände nach dem Waschen einzucremen», betont Senger. Damit die Haut ihre Griffigkeit nicht verliert, sollte dafür ein Produkt gewählt werden, das schnell einzieht. Um die Haut zu schützen, sollte auch die Intensität des Waschens nicht übertrieben werden. Dies richte häufig mehr Schäden an, als es nützen würde. «Gerade nach der Gartenarbeit muss man nicht alle noch so kleinen Schmutzpartikel von der Haut scheuern. Es reicht, die Hände normal zu waschen», sagt Senger. Wer sich beruflich häufig die Hände waschen muss, sollte zudem unbedingt Hinweise der Berufsgenossenschaft zur Hautpflege beachten, die im Betrieb ausliegen.

Bildet sich trotz aller Vorsicht ein Hautekzem, solle es alle drei Stunden eingecremt werden. «Ist nach zwei bis drei Tagen keine Besserung eingetreten, muss ein Hautarzt aufgesucht werden», empfiehlt Senger. Denn dann könnten auch ernsthafte Krankheiten wie Neurodermitis hinter den Symptomen stecken.


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McZahn: Discountanbieter eröffnet erste Filiale

Willich (ddp). Der umstrittene Billiganbieter für Dental-Leistungen, McZahn, hat am 28.09.2006 seine erste Filiale in Krefeld eröffnet. Eine entsprechende Genehmigung der zuständigen Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein (KZV) und der gesetzlichen Krankenkassen liege vor, teilte das Unternehmen am 26.09.2006 in Willich mit.

Ingesamt will McZahn im Bundesgebiet bis 450 Niederlassungen aufbauen, in denen es laut Unternehmensangaben «Zahnersatz zum Nulltarif» geben soll.

Komplette Gebisse und sonstiger Zahnersatz würden in China hergestellt. Durch die günstigen Herstellungskosten könne die ansonsten übliche Zuzahlung der Patienten entfallen. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen in den wichtigsten deutschen Großstädten und Ballungsgebieten vertreten sein.

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Schmerzensgeld noch Jahre nach Unfall möglich

KAISERSLAUTERN (dpa). Spätfolgen eines Unfalls können noch nach Jahren Ansprüche auf ein höheres Schmerzensgeld begründen. Wie aus einem Urteil des Landgerichts Kaiserslautern hervorgeht, kann hier nicht der Einwand der Verjährung entgegengehalten werden.

Denn maßgeblich für die Verjährungsfrist sei nicht der Unfalltag, vielmehr beginne diese Frist erst mit dem Zeitpunkt, von dem an das Unfallopfer von den Spätfolgen wisse. Das Gericht verurteilte mit seinem Spruch einen Autofahrer, einem Unfallopfer weitere 20 000 Euro Schmerzensgeld zu zahlen.

Urteil des Landgerichts Kaiserslautern, Az.: 2 O 333/01

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Solarium-Verbot für Teens?
Bundesamt für Strahlenschutz erwägt Gesetz


BERLIN (ddp.vwd). Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erwägt ein gesetzliches Verbot des Sonnenstudio-Besuchs für Jugendliche.

BfS-Präsident Wolfram König warf den Sonnenstudio-Betreibern in der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe) vor, die freiwillige Selbstverpflichtung zum Schutz Minderjähriger nicht ausreichend umzusetzen.

Für Kinder und Jugendliche zu gefährlich: Sonnenbaden im Solarium. Foto: ddp

Sollte dies jetzt nicht geschehen, müsse über andere Maßnahmen, "gegebenenfalls auch Verbote", nachgedacht werden, sagte König. Dem Bericht zufolge bestehen gesetzliche Altersbeschränkungen für Solarien bereits in Frankreich, Spanien und in Teilen der USA.

Nach den Worten des Strahlenschutz-Experten sind Kinder und Jugendliche durch einen Besuch im Sonnenstudio besonders von Hautkrebs bedroht, da sie dort zu intensiver UV-Strahlung ausgesetzt würden. 80 Prozent der lebenslangen Strahlenbelastung würden bis zum 18. Lebensjahr angesammelt.

Nach Ansicht Königs steht die freiwillige Selbstverpflichtung der Solarien "kurz vor dem Scheitern". Bislang tragen bundesweit erst 80 von etwa 12 000 Sonnenstudios das zwischen Politik und Wirtschaft vereinbarte Qualitätssiegel für besonders hochwertige und gesundheitsschonende Betriebe. "Das ist viel zu wenig", kritisiert König.

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Langstreckenlauf geht eher auf die Hüften als auf die Knie
Studie mit 20 ehemaligen Spitzensportlern


HEIDELBERG (hub). Marathonlaufen schadet anders als vermutet nicht den Knien, sondern den Hüften - aber nur ein wenig. Das hat eine Studie der Uniklinik Heidelberg mit 20 ehemaligen Marathonläufern ergeben ("Der Orthopäde" 10, 2006, 1087).


Ein Marathonlauf fordert den Körper. Kniegelenke von Langstreckenläufern haben selten Arthrosen, anders sieht es bei Hüftgelenken aus. Foto: dpa

Die Sportler gehörten alle zur Top-40-Liste des Leichtathletik-Verbands. Sie wurden klinisch untersucht und Knie- und Hüftgelenke geröntgt. Die Befunde wurden mit denen gleichaltriger, wenig sporttreibenden Kontrollpersonen verglichen.

Bei den 20 Marathonies wurde an vier rechten und sechs linken Hüftgelenken eine leichte Arthrose festgestellt. Eine schwerwiegende Arthrose hatte ein Sportler in der linken Hüfte. Bei den Kontrollpersonen wurde nur eine leichte Arthrose in einer Hüfte diagnostiziert. Im Gegensatz zur Hüfte wurde in den Kniegelenken der Sportler nur dreimal eine leichte Arthrose beobachtet.

Die Ergebnisse ließen darauf schließen, daß gesunde Freizeitsportler durch Laufbelastung keine Arthrosen in Knie oder Hüfte fürchten müssen, so der Orthopäde Privatdozent Holger Schmitt.


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"Kuckuck" auf Patienten-Auto
Wagen darf trotz vieler Arztbesuche gepfändet werden


KAISERSLAUTERN (dpa). Ein Auto kann auch dann gepfändet werden, wenn der Halter das Fahrzeug regelmäßig für Arztbesuche nutzt. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Kaiserslautern hervor.

Eine Ausnahme gilt nur, wenn Betroffene nachweisen können, daß sie auf die regelmäßigen Arztbesuche angewiesen sind und keine anderen Verkehrsmittel nutzen können.

Das Gericht wies die Beschwerde einer Frau zurück. Sie hatte der Pfändung ihres Autos widersprochen, weil sie wegen eigener gesundheitlicher Probleme und häufiger Erkrankungen ihrer vier Kinder für Arztbesuche auf den Wagen angewiesen sei.

Die Richter sahen keine Veranlassung, die Zwangsvollstreckung zu stoppen. Nur in Ausnahmefällen könne es gerechtfertigt sein, aus moralischen Gründen von einer Zwangsvollstreckung abzusehen. Die Voraussetzung sei nicht erfüllt, da die Frau für die Fahrt zum Arzt öffentliche Verkehrsmittel nutzen könne.

Urteil des Landgerichts Kaisers- lautern, Az.: 1 T 44/06
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Chronische Rückenschmerzen - ohne Ursache keine Therapie

Berlin/Wiesbaden - Rund 40 Prozent aller Deutschen klagen über Rückenschmerzen.
Meistens sind die Beschwerden vorübergehend, doch mitunter werden sie chronisch - und damit zur echten Herausforderung für den behandelnden Arzt. Über aktuelle Therapiekonzepte diskutieren Experten auf dem 34. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), der vom 18. bis 21. Oktober 2006 in Wiesbaden stattfindet.
Die Ursachen von Rückenschmerzen sind vielfältig. Sie reichen von Haltungsschäden und Muskelverspannungen über Entzündungen und Nervenschädigungen bis hin zu Osteoporose und Tumoren. "Die Schmerzen können von Muskeln, Knochen, Gelenken oder den Bändern ausgehen, aber auch Nerven, Gefäße und innere Organe können die Beschwerden verursachen", erläutert Dr. med. Christine Seyfert vom Klinikum Kyritz im Vorfeld des Kongresses. Schon lange ist darüber hinaus bekannt, dass auch Stress oder Ängste Rückenschmerzen auslösen können.

"Bis heute existiert jedoch keine Methode, um unspezifische chronische Rückenschmerzen in ihrem Verlaufsmuster wesentlich zu beeinflussen", sagt Professor Dr. med. Heiner Raspe vom Institut für Sozialmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Chronische Rückenschmerzen seien fast immer mehr als Schmerzen im Rücken, betont der Sozialmediziner. "Bei den Patienten treten über die Zeit unterschiedliche Rückenschmerz-Syndrome auf, es kommen andere körperliche und eben auch psychische Beschwerden hinzu." Besonders problematisch: In etwa drei Vierteln aller Fälle findet sich weder eine zugrundeliegende Erkrankung noch lässt sich die schmerzauslösende Struktur ausmachen.

Die behandelnden Ärzte beschreiben die Beschwerden dann als "unspezifisch". "Die Therapie von Rückenschmerzen muss jedoch immer ursachenabhängig erfolgen", sagt Orthopädin Seyfert. Ein möglicher Ausweg könnte in einer besseren Diagnose und kontrollierteren Behandlung liegen. "Der Beschwerdekomplex mit all seinen verschiedenen Komponenten muss eindeutiger beschrieben werden als das bislang der Fall ist", so Professor Raspe. Die besten Behandlungsmöglichkeiten für die einzelnen Subgruppen sollten dann in wissenschaftlich kontrollierten Studien ermittelt werden.
Interdisziplinäre Ansätze zur Behandlung chronischer Rückendschmerzen diskutieren Experten auf dem Kongress der DGRh in Wiesbaden.

Rückenschmerzen lassen sich sowohl konservativ mit Krankengymnastik, Medikamenten oder manuellen Verfahren als auch operativ behandeln. Gerade bei den sich zunehmend ausbreitenden minimal-invasiven chirurgischen Eingriffen sei die Datenlage zur Wirksamkeit aber derzeit sehr dürftig, betont Raspe.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

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Neues Verfahren zur Erhöhung der Knochenmasse entwickelt
Hoffnung auf neuen Behandlungsansatz gegen Osteoporose


Chevy Chase (pte/09.10.2006/06:00) - Wissenschaftler des Howard Hughes Medical Institute http://www.hhmi.org haben ein neues Verfahren zur Förderung der Knochenbildung entdeckt. Mit diesem neuen Verfahren sollen sich die Hoffnungen auf einen Behandlungsansatz gegen Osteoporose deutlich erhöhen. Es gelang, die Knochenmasse von Mäusen durch die Optimierung der Struktur eines körpereigenen Proteins massiv zu steigern. Die erforderlichen Veränderungen sind so minimal, dass auch beim Menschen nur geringe Nebenwirkungen auftreten sollten. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Developmental Cell http://www.developmentalcell.com

Bei Wirbeltieren werden permanent Knochen gebildet und während der gesamten Lebensdauer auch wieder abgebaut. Osteoklasten sind für den Abbau verantwortlich, Osteoblasten für den Aufbau. Im Idealfall befinden sich diese beiden Zellarten in einer perfekten Balance und ermöglichen damit die Aufrechterhaltung der Knochenmasse. Wird dieses Gleichgewicht gestört und mehr Knochenmasse abgebaut als gebildet, kann es zu einer Osteoporose-Erkrankung kommen.

Dem Team um Gerald Crabtree gelang es, die Balance durch die Modifizierung der Struktur des Proteins NFATc1 zu beeinflussen. Ihre Arbeit wurde durch Berichte angeregt, wonach Patienten, die das Immunsuppressivum Cyclosporin erhielten, zu einem Verlust der Knochenmasse neigten. Dieses Medikament ist dafür bekannt, dass es die Form und Funktion der NFATc-Proteine verändert. Die Forscher modifizierten NFATc1 bei Mäusen derart, dass es leichter in die "Kommandozentrale" der Zellen gelangen konnte und so um rund zehn Prozent aktiver wurde als normalerweise. Dadurch wurde die Produktion von großen Mengen neuen Knochens angeregt.

Die Analyse ergab, dass das Gewebe der Tiere eine erhöhte Anzal von beiden Arten der Knochenzellen enthielt. Die erhöhte Produktion der Osteoblasten entsprach nie genau jener der Osteoklasten. Aus diesem Grund wurde mehr Knochenmasse gebildet als abgebaut. Diese Forschungsergebnisse legen nahe, dass NFATc1 die Produktion von Osteoblasen anregte, die ihrerseits zur Freisetzung von Cheokinen führte, die die Entstehung von Osteoklasten fördern. Von Osteoporose sind in Großbritannien laut BBC rund drei Mio. Menschen betroffen. Die charakteristische Brüchigkeit der Knochen ist jährlich für 230.000 Knochenbrüche in Großbritannien verantwortlich.

Quelle: pressetext Deutschland


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Haare lügen nicht
Per Haaranalyse können Forscher Eßstörungen erkennen


SEATTLE (ddp.vwd). Haaranalysen könnten in Zukunft bei der Diagnose von Eßstörungen helfen: Forscher aus den USA haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Anorexie und Bulimie anhand der genauen Zusammensetzung der Kopfhaar-Proteine mit einer hohen Zuverlässigkeit festgestellt werden können.

Dabei reichen schon fünf Haarproben, um eine solche Eßstörung mit einer Trefferquote von 80 Prozent zu diagnostizieren, berichten die Forscher um Dr. Kent Hatch online in "Rapid Communications in Mass Spectrometry". Beim Haarwachstum wird ständig von unten neues Eiweiß an das wachsende Haar angelagert. Die Zusammensetzung dieser Proteine spiegelt die Ernährungsgewohnheiten eines Menschen wider, so die Forscher.


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Berliner Gericht weist Klagen wegen Vioxx® ab

BERLIN (dpa). Das Berliner Landgericht hat gleich am ersten Verhandlungstag zwei Klagen gegen den deutschen Vertreiber des Schmerzmittels Vioxx® abgewiesen.

Im Fall einer 60jährigen Klägerin urteilte das Gericht, sie habe nicht dargelegt, daß das Medikament ihre Herzerkrankung hervorgerufen habe. Die Berlinerin wollte von der Firma MSD Sharp & Dohme, der deutschen Tochter des US-amerikanischen Konzerns Merck & Co, ein Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 80 000 Euro erstreiten.

Auch die zweite Klage, mit der ein 61jähriger Patient Auskünfte zu dem Medikament erstreiten wollte, wurde abgewiesen. Vioxx® war 2004 vom Markt genommen worden.

Das Berliner Gericht war der Ansicht, daß nach dem Arzneimittelgesetz alle Umstände dargelegt werden müssen, die einen Schaden verursachen könnten. Bei der Frau sei auch eine chronische Erkrankung in Betracht gekommen.

Auch im zweiten Fall wurde ein Zusammenhang zwischen der Einnahme des Medikaments und dem konkreten Schaden verneint. Einer der Kläger-Anwälte kündigte bereits Berufung an. Weitere Klagen seien in Neuruppin (Brandenburg) und Meiningen (Thüringen) anhängig. Insgesamt seien 200 Klagen vorbereitet.

Urteile des Landgerichts Berlin, Az.: 22 O 122/06 und 22 O 75/06


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Gesundheitsaktion: Internetseite stellt 100 Spazierwege vor

Berlin (ddp). Spazierengehen fördert die Gesundheit. Um möglichst vielen Menschen die Bewegung in der Natur schmackhaft zu machen, hat das Bundesministerium für Gesundheit die Aktion «Spazieren gehen in Deutschland» gestartet.

Auf der Internetseite http://www.die-praevention.de können sich Interessierte von 100 Routenvorschlägen inspirieren lassen.

Literarische Spaziergänge, Erlebnis- und Klimawanderungen sowie historische Streifzüge finden sich darunter.

Bewegung zählt neben einer guten Ernährung zu den wichtigsten Schutzfaktoren für die Gesundheit. Wer seine Aktivität steigern und die Freude an der Bewegung für sich entdecken will, macht nach Angaben des Ministeriums mit 3000 Schritten extra am Tag einen guten Anfang. Alle Spaziergänge erfordern deshalb eine Anstrengung von etwa 3000 Schritten. Besucher der Seite können auf einer Deutschlandkarte ein Bundesland auswählen und finden dann Beschreibungen der reizvollsten Strecken der Region.

Wer seinen Lieblingsspaziergang anderen empfehlen will, ist ebenfalls an der richtigen Adresse. Über ein Online-Formular werden Fotos und Wegbeschreibung der Route eingefügt und anschließend veröffentlicht.

Dazu bietet die Seite Informationen, wie jeder durch Bewegung seine Gesundheit fördern kann.

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Herzinfarkt: Mit vier Regeln das Risiko um die Hälfte senken

Frankfurt/Main (ddp). Die Ratschläge sind einfach und können Leben retten: Wer sich an vier Regeln hält, kann laut der deutschen Herzstiftung sein Herzinfarktrisiko um bis zu 50 Prozent senken.

«Wir empfehlen regelmäßige Bewegung, eine Kontrolle des Körpergewichts, Nichtrauchen und eine ausgewogene Ernährung», sagt Professor Helmut Gohlke, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung. Zu den besten Maßnahmen, das Herz jung zu halten, gehöre regelmäßige körperliche Aktivität. «Wer wöchentlich eine Stunde oder mehr joggt, kann sein Risiko für Herzerkrankungen um 40 Prozent senken», sagt Gohlke. Ein wichtiger Nebeneffekt der vermehrten Bewegung ist laut Gohlke die Verringerung von Übergewicht.

«Bei Männern wirkt Übergewicht ab einem Bauchumfang von 94 Zentimetern, bei Frauen ab 80 Zentimetern risikoerhöhend», warnt der Kardiologe.

Einer der stärksten Risikofaktoren sei das Rauchen. «Rauchen führt zu einer Voralterung des Herzens», sagt Gohlke. «Wer täglich 20 Zigaretten raucht, hat mit 40 Jahren das Herzinfarktrisiko eines 50-Jährigen.» Auch Passivrauchen lasse das Herz schneller altern.

Wichtig ist auch eine ausgewogene Ernährung. Vorbildlich sei die so genannte Mittelmeerküche, da sie einen hohen Anteil an Obst und Gemüse habe. «Statt tierischer Fette bevorzugt sie pflanzliche Fette, die sich in vieler Hinsicht günstig auf die Blutgefäße auswirken und auch deren Verkalkung vorbeugen», sagt Gohlke. Diese pflanzlichen Fette seien etwa im Olivenöl enthalten. Der Ernährungstipp des Kardiologen: «Statt Fleisch öfter auch mal Fisch.»

Wer sein Risiko einschätzen lassen wolle, könne ab dem 35. Lebensjahr kostenlos alle zwei Jahre einen Gesundheitscheck in Anspruch nehmen. Die ärztliche Untersuchung decke die Vorboten von Herzkreislauferkrankungen auf, wodurch zum Beispiel das Herzinfarktrisiko drastisch gesenkt werden könne.

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Ohr-Pflege: Falsche Hygiene verursacht Schmerzen

Freiburg (ddp). Wenn es im Ohr juckt, ist Vorsicht angesagt. Denn eine häufige Ursache von Ohrenschmerzen ist falsches Verhalten beim Reinigen des Gehörgangs. Die Folge sind Verletzungen, die oft zu schmerzhaften Entzündungen führen. «Der Gehörgang sollte auf keinen Fall mit Gegenständen, auch nicht mit Wattestäbchen, gereinigt werden», sagt Michael Deeg, Sprecher des deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte.

«Stattdessen sollte man beim Duschen etwas Wasser in das Ohr laufen lassen.» Anschließend empfehle es sich, die Ohrmuschel mit einem feinen Tuch abzutrocknen. «Bei einem besonders starken Juckreiz hilft es häufig, etwas Olivenöl in den Gehörgang tropfen zu lassen», rät Deeg. Stellt sich keine Besserung ein, sollten der Gehörgang untersucht werden.

«Ohrenschmerzen sind ein ernstzunehmendes Symptom. Wenn es länger als einen Tag lang anhält, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden», betont Deeg. In vielen Fällen könne es sich um eine Mittelohrentzündung handeln.

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Gefährliche Sterne: Mehr Kontrolle bei Zimtgebäck

München/Berlin (ddp). Die Süßwarenindustrie muss nach Darstellung des Magazins «Focus» möglicherweise Zimtgebäck vom Markt nehmen, weil der Grenzwert für den krebsauslösenden Duftstoff Cumarin deutlich überschritten wird.

Das Bundesverbraucherministerium habe am 29.09.2006 alle Bundesländer zu verschärften Kontrollen angewiesen, berichtete das in München erscheinende Magazin am Samstag vorab.

In einem Vermerk des Bundeswirtschaftsministeriums vom 22. September heiße es, derzeit müsse von einer «gesundheitlichen Gefährdung, insbesondere von Kindern, ausgegangen werden». Eine Sprecherin des Bundesverbraucherministeriums verwies auf ddp-Anfrage darauf, dass Anfang des Jahres in Nordrhein-Westfalen Zimtgebäck mit einem Cumarin-Gehalt von bis zu 76,4 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) entdeckt worden seien, während die entsprechende EU-Vorschrift einen Grenzwert von 2 mg/kg festschreibe.

Aktuelle Erkenntnisse über derzeit in den Regalen befindliche Produkte lägen nicht vor. Es liege aber in der Verantwortung der Unternehmen, für unbedenkliche Ware zu sorgen. Daher habe ihr Haus die für die Lebensmittelkontrolle zuständigen Länder aufgefordert, dies zu überprüfen.

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Broschüre für Schwangere: «9 Monate gesund erleben»

Bonn (ddp). Frauen sollten in der Schwangerschaft besonders auf ihre Gesundheit achten. Denn je wohler sie sich körperlich und seelisch fühlen, desto besser kann sich auch ihr Kind entwickeln. Deswegen hat der Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz - Info Gesundheit (BGV) die Broschüre «9 Monate gesund erleben» zusammengestellt.

Sie enthält Tipps von der Vorbereitung der Schwangerschaft bis zur Entbindung. Die Broschüre beschäftigt sich zum Beispiel mit den gängigen Vorsorgeuntersuchungen und anderen, zum Teil relativ unbekannten gesundheitlichen Risikofaktoren.

Denn viele Schwangere leiden durch die hormonelle Umstellung zum Beispiel unter Entzündungen des Zahnfleisches. Die wenigsten wissen aber, das eine unbehandelte Parodontitis das Risiko erhöht, dass das Baby zu früh oder mit einem zu geringen Geburtsgewicht auf die Welt kommt.

Ein weiteres Kapitel behandelt die Ernährung während der Schwangerschaft. Damit können die Schwangeren sich selbst viel Gutes tun und auch ihrem Kind, das sie durch die Nabelschnur mitversorgen. Dafür sollten sie so abwechslungsreich wie möglich essen und ausreichend trinken.
Entgegen landläufiger Meinung müssen Schwangere mengenmäßig aber nicht für zwei essen. Um sich nicht unnötig zu belasten, sollten Sie lieber fünf kleine statt drei große Mahlzeiten zu sich nehmen.

Die Informationsbroschüre ist kostenlos erhältlich beim BGV, Gotenstraße 164, 53175 Bonn, Tel.: 0228/9379950, Fax: 0228/3679390, E-Mail: info@bgv-schwangerschaft.de. Sie kann auch im Internet eingesehen werden unter http://www.bgv-schwangerschaft.de.

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Thema Krebs: Professionelle Hilfe im Internet

Heidelberg (ddp). Besteht der Verdacht auf Krebs, fühlen sich viele Patienten allein gelassen. Denn oft ist es schwierig, kompetente Ansprechpartner für die Früherkennung oder eine optimale Therapie zu finden.

Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums hat auf seiner Homepage Tipps für die Suche nach geeigneten Ärzten oder Krankenhäusern zusammengestellt. Zudem gibt es unter http://www.krebsinformationsdienst.de eine Liste von bundesweiten Einrichtungen und Organisationen, die weitere Informationen geben können.

Die Links und Adressen beschränken sich nicht auf den medizinischen Bereich. Denn ebenso wichtig können für viele Patienten Fachleute sein, die bei sozialrechtlichen Fragen beraten oder die Betroffenen bei der Verarbeitung der Krankheit psychologisch unterstützen.

Als unschätzbar für den alltäglichen Umgang mit der Erkrankung bewerten viele Patienten auch den Austausch mit anderen Betroffenen. Deshalb finden sich auf den Internetseiten die Kontaktadressen von zahlreichen Selbsthilfegruppen sowie Patienten- und Verbraucherverbänden.

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Osteoporose: Broschüre informiert über Knochengesundheit

Sinsheim (ddp). Etwa acht Millionen Bundesbürger leiden an Osteoporose. Eine häufige Ursache für Knochenschwund im Alter ist dauerhafte Fehlernährung.

Anlässlich des Weltosteoporosetages am 20. Oktober hat das Kuratorium Knochengesundheit einen Flyer mit Informationen über eine knochengesunde Ernährung veröffentlicht.

Die Broschüre informiert, warum Kalzium wichtig für die Knochen ist und nennt Lebensmittel, die viel von dem Mineral enthalten. Zudem enthält das Heft einen Ernährungsfahrplan, mit dessen Hilfe eine gesunde Kost in den Alltag integriert werden kann. Außerdem hat das Kuratorium Knochengesundheit den Patientenflyer «Osteoporose - richtig erkennen, individuell behandeln» herausgegeben. Das Faltblatt erläutert die neuen wissenschaftlich-medizinischen Leitlinien und gibt Tipps zur Behandlung und Erkennung von Osteoporose.

Beide Broschüren sind ab sofort erhältlich gegen Einsendung von je 1,45 Euro in Briefmarken beim: Kuratorium Knochengesundheit, Stichwort: «Ernährungsflyer» beziehungsweise «Patientenflyer», Leipziger Str. 6, 74889 Sinsheim.

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Verknüpfung: Depression und Schmerzempfinden

Jena (ddp). Depressive Menschen empfinden innere Schmerzen laut einer neuen Studie stärker als Gesunde. Bei ihnen verschiebt sich die Schmerzschwelle deutlich, so dass sie aus dem Körperinneren kommende Schmerzen etwa doppelt bis dreimal so stark wahrnehmen wie gesunde Menschen. Dies wies der Jenaer Psychiater Karl-Jürgen Bär von der Friedrich-Schiller-Universität Jena in der Untersuchung nach.

Oberflächliche Schmerzreize werden dagegen weniger stark wahrgenommen, wie die Universität mitteilt. Depressive Patienten klagten in über 60 Prozent der Fälle über körperliche Schmerzen im Rücken, Bauch und Kopf, sagt Bär. In einer früheren Untersuchung habe man bei depressiven Patienten dagegen eine höhere Schmerzschwelle als bei Gesunden feststellen können. Diese Unempfindlichkeit trete aber nur bei oberflächlichen Schmerzreizen an der Haut wie durch Hitze, Kälte oder Strom auf. «In diesen Fällen haben Menschen mit einer Depression den Schmerz später gespürt als die gesunden Probanden», sagt Bär. Viel früher spürten sie dagegen einen durch Mangeldurchblutung im Armmuskel verursachten Schmerz. Diesen so genannten ischämischen Schmerz, der tiefen Körperschmerzen wie im Rücken oder Magen ähnele, hätten depressive Patienten bereits nach 30 Sekunden als höchst unangenehm empfunden. Gesunde Studienteilnehmer hätten erst nach 50 Sekunden geklagt, konnten den Schmerz also fast doppelt so lang ertragen, sagte Bär.

Nach Einschätzung des Wissenschaftlers gibt es offenbar Verknüpfungen zwischen Depression und Schmerzempfinden im Gehirn. Er plädiert dafür, die Klagen depressiver Patienten über Schmerzen stärker zu beachten als bisher und diese zu behandeln. Klinische Daten zeigten, dass Patienten mit Schmerzsymptomen dreimal häufiger einen Rückfall in die Depression erleiden. «Wir wissen jetzt, dass tiefe Schmerzen bei Depressionen ein echtes Problem darstellen», sagt Bär. Der Wissenschaftler wurde für seine Arbeit am 12.10.2006 auf dem Berliner Schmerzkongress mit dem ersten Preis für Klinische Schmerzforschung der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes geehrt.

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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat November alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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