Newsletter vom 20.11.2006, 12:25:21

Betreff:

Newsletter November

Schlechter Schlaf und Depression bei neuropathischen Rückenschmerzen
Schmerztyp beeinflußt Psyche / Studie bei über 7600 Rückenschmerz-Patienten


BERLIN (gvg). Rückenschmerzpatienten mit einer neuropathischen Schmerzkomponente haben häufiger Angststörungen, sind häufiger depressiv und schlafen schlechter als Patienten mit rein nozizeptivem Schmerz.

Das belegt eine große deutsche Multicenter-Studie, an der 7688 Patienten mit chronischem Rückenschmerz teilgenommen haben. In der vom Unternehmen Pfizer unterstützten Untersuchung wurde bei den Rückenschmerz-Patienten zunächst der Schmerztyp mit Hilfe des painDetect-Fragebogens erfaßt. Der Fragebogen dient speziell der Abgrenzung von neuropathischen Schmerzen bei Rückenschmerzpatienten (wir berichteten). Typisch für neuropathische Schmerzen sind Sensibilitätsstörungen und ein Gefühl des Brennens im Schmerzgebiet. Auch Spontanschmerzen, Allodynien und Hyperalgesien sind häufig.

Den Patienten wurden dann jeweils etwa 150 Fragen gestellt, um herauszubekommen, ob es beim Krankheitsverlauf Unterschiede zwischen Patienten mit überwiegend nozizeptivem und solchen mit überwiegend neuropathischem Schmerz gibt. "Wir konnten zeigen, daß der Schmerztyp starken Einfluß auf die Häufigkeit psychischer Begleiterkrankungen hat", sagte Dr. Rainer Freynhagen von der Universität Düsseldorf beim Schmerzkongreß in Berlin.

So hatten zwölf Prozent der Patienten mit überwiegend neuropathischem Schmerz eine schwere und 51 Prozent eine moderate Depression. Bei den Patienten mit Nozizeptorschmerz waren es nur zwei Prozent und 25 Prozent. Ähnliche Unterschiede gab es bei Angst- und Panikstörungen: 16 Prozent der Neuropathie-Patienten litten daran, drei Prozent derjenigen mit Nozizeptorschmerz.

Auch Schlafprobleme waren bei neuropathischem Schmerz häufiger. "Patienten mit neuropathischem Rückenschmerz sind entweder schwerer krank oder werden schlechter behandelt", vermutet Freynhagen.

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Unterstützung für Kinder ist absetzbar

Wer erwachsene Kinder wegen Bedürftigkeit finanziell unterstützt, kann diese Aufwendungen von der Steuer absetzen, und zwar bis zum Höchstbetrag von 7680 Euro pro Jahr.

Lange Zeit haben die Finanzämter gerade bei Kindern den Abzug mit der Begründung verweigert, diese hätten sich nicht genügend um eigene Einkünfte bemüht. Durch ein Urteil des Bundesfinanzhofs ist das aber abgestellt worden (Az.: III R 26/05).

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Arzneimittel-Spargesetz: Kassen und Versicherte profitieren

Berlin (ddp). Das am 1. Mai in Kraft getretene Arzneimittel-Spargesetz wirkt. Nach Angaben es Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK) haben bis Ende September 900 000 Patienten von den Regelungen im Gesetz profitiert und Medikamente ohne Zuzahlung erhalten.

Den Spareffekt für die Versicherten bezifferte der Verband auf 8,5 Millionen Euro. Die Krankenkassen hätten neun Millionen Euro eingespart. Die Zahl zuzahlungsfreier Medikamente belief sich den Angaben zufolge per 15. Oktober auf 2687.

Auch das Bundesgesundheitsministerium begrüßte die Entwicklung. Bereits jetzt sei erkennbar, dass das angestrebte Einsparvolumen von 1,3 Milliarden Euro über zwölf Monate erreicht werde, erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin Marion Caspers-Merk (SPD).

Mit dem Gesetz sei eine «gefährliche Entwicklung» des Ausgabenanstiegs bei Arzneimitteln gestoppt worden. Laut dem am 19.10.2006 vorgestellten Arzneiverordnungs-Report stiegen die Ausgaben für Medikamente 2005 noch um 16,8 Prozent. Der Anstieg sei damit doppelt so hoch wie von Ärzten und Krankenkassen ursprünglich vorgesehen, kritisierte Caspers-Merk. Eine derart drastische Ausweitung sei "nicht akzeptabel», da die Versicherten nicht etwa besser versorgt würden. Die Staatssekretärin verwies darauf, dass mit der geplanten Gesundheitsreform weitere Regelungen zur Eindämmung des Kostenanstiegs geplant seien. So sollen Arzneimittel künftig daraufhin überprüft werden, in welchem Verhältnis ihr medizinischer Nutzen zu den Kosten steht. Auch sei vorgesehen, dass besonders hochwertige Medikamente nur nach Einholen einer zweiten Meinung und von besonders qualifizierten Ärzten verordnet werden sollen.

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SPD: Kindergeld nur noch bei Arztkontrolle

Düsseldorf (ddp). Die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag, Hannelore Kraft, will die Zahlung des Kindergeldes an Eltern von der regelmäßigen Teilnahme der Kinder an Vorsorgeuntersuchungen abhängig machen.

Entsprechende Regelungen in Finnland hätten gezeigt, dass Krankheiten, Unterversorgung oder Misshandlungen von Kindern so schneller erkannt würden, sagte Kraft der in Düsseldorf erscheinenden «Rheinischen Post» (Ausgabe vom 20.10.2006). «Wir könnten dann viel wirkungsvoller und vor allem rechtzeitig eingreifen. Das ist der richtige Weg», fügte Kraft hinzu.

Gleichzeitig müsse die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern erhöht werden. «Auch wenn die Kinder älter werden, sind regelmäßige Besuche des Kinderarztes nötig», betonte die SPD-Politikerin.

Bedenken gegen ein solches Eingreifen in die elterliche Erziehung wies Kraft zurück: «Der furchtbare Fall des kleinen Kevin zeigt, dass der Staat hier selbstverständlich einen Anspruch durchsetzen muss: Er muss von den Eltern erwarten, dass sie alles Mögliche zum Wohle des Kindes tun. Und das muss er auch kontrollieren.» Es müssten alle Möglichkeiten geprüft werden, die Verwahrlosung von Kindern zu verhindern. Erst vor wenigen Tagen hatte auch Bayerns Ministerpräsident Stoiber (CSU) die Einführung verpflichtender Vorsorgeuntersuchungen für Kinder angekündigt.

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Reinigungsmittel: Zu viel kann Vergiftungen auslösen

Barendorf (ddp). In einem sauberen Haushalt haben Keime wenig Chancen. Dennoch darf man es mit der Reinlichkeit nicht übertreiben, denn falsch angewandt, können Putzmittel zur Gesundheitsgefahr werden. «Wenn man sich nicht an die Bedienungsanleitung hält, kann die Geschirrspülmaschine ein großer Gefahrenherd im Haushalt sein», sagt Heinz Jarmatz, Mitglied des Bundesvorstands des Deutschen Hausärzteverbandes. So könnten beispielsweise Salz und Klarspüler aus der Maschine zu schweren Reizungen der Atemwege und Schleimhäute führen. Bei unsachgemäßer Bedienung sind sogar Verätzungen möglich. «Auf keinen Fall dürfen, um groben Schmutz zu bekämpfen, mehr Spültabs oder zu viel Pulver in die Maschine gefüllt werden. Außerdem muss der Spülgang immer abgeschlossen sein, bevor das Geschirr verwendet wird», rät der Facharzt für Allgemeinmedizin. Ansonsten könnten Rückstände der scharfen Reiniger über Besteck, Gläser oder Teller in den Organismus gelangen.

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Zusatzbeitrag: Keine 8 Euro für sozial Schwache?

Berlin (ddp). Im Rahmen der Gesundheitsreform sollen sozial Schwache nun offenbar doch von den acht Euro Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung befreit werden. Ausschlaggebend für diesen Schritt seien verfassungsrechtliche Bedenken, berichtete die «Welt am Sonntag» unter Berufung auf Regierungskreise. Von dem Zusatzbeitrag ausgenommen werden sollen demnach Sozialhilfe-Empfänger, Arbeitslosengeld-II-Bezieher und jene Rentner, bei denen der Staat die Grundsicherung übernimmt. Wenn die Betroffenen einen Zusatzbeitrag zur Krankenkasse zahlen müssten, würde möglicherweise ihr verfassungsrechtlich garantiertes Existenzminimum unterschritten, hieß es.

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Stillen: Muttermilch macht stressresistent

Baierbrunn (ots) - Gestillte Babys können im späteren Leben besser mit Angstgefühlen und Stress umgehen als Kinder, die die Flasche bekommen haben, berichtet das Apothekenmagazin "Baby und Familie". Forscher des Karolinska-Instituts in Stockholm sammelten Informationen über fast 9000 Mädchen und Jungen zum Zeitpunkt der Geburt sowie im Alter von fünf und zehn Jahren. Ihre Entdeckung: Kinder, die gestillt wurden, verkrafteten belastende Erlebnisse, wie etwa die Trennung der Eltern besser als ehemalige Flaschenkinder.

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Keuchhusten: Impfung vor Schwangerschaft auffrischen

Steinbach (ddp). Infiziert sich eine werdende Mutter mit Keuchhusten, kann das schwere Folgen für ihr Kind haben. «Steckt die Mutter das Kind an und es kommt mit Keuchhusten auf die Welt, kann die Krankheit im schlimmsten Fall tödlich verlaufen, weil Säuglinge noch völlig ungeschützt sind», sagt Klaus König, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Frauenärzte.

Frauen mit Kinderwunsch sollten sich deshalb bereits vor der Schwangerschaft gegen Keuchhusten impfen lassen. Eine Impfung ist notwendig, wenn die letzte Auffrischung länger als zehn Jahre zurückliegt.

«Wurde bereits eine Keuchhustenerkrankung durchgemacht, bietet das ausreichend Sicherheit», betont der Gynäkologe. Im Zweifelsfall könne ein Antikörpertest beim Arzt Klarheit darüber bringen, ob der Körper noch ausreichend immunisiert ist. Während der Schwangerschaft erfolgt eine Impfung nur in Ausnahmefällen, da Komplikationen nicht ausgeschlossen werden können. Da ein Säugling erst ab dem dritten Lebensmonat gegen Keuchhusten immunisiert werden kann, empfehlen Ärzte auch Kontaktpersonen und Betreuern des Kindes eine Impfung - nur so kann eine Ansteckung verhindert werden. Damit der Schutz rechtzeitig aufgebaut ist, sollte ihnen die Spritze spätestens vier Wochen vor der Geburt des Kindes verabreicht werden.

Weitere Informationen zum Thema Impfungen bei Kinderwunsch gibt es auch im Internet unter http://www.frauenaerzte-im-netz.de

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Schmerzempfinden verändert

Depressionen können nach einer Jenaer Studie das Schmerzempfinden von Menschen verändern. Es gebe wahrscheinlich entsprechende Verknüpfungen im Gehirn, sagte der Psychiater Karl-Jürgen Bär von der Uniklinik Jena auf dem Deutschen Schmerzkongress in Berlin.

Er stellte bei 30 Probanden fest, dass sie auf Schmerzen im Körper empfindlicher reagieren als Gesunde. Bei Reizen an der Haut, etwa durch Hitze, Kälte oder Strom, spürten sie den Schmerz später.

dpa 14. Oktober 2006

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Ärzte haften nicht ohne weiteres für falsche Diagnosen

KOBLENZ (dpa). Bei einem Diagnosefehler von Ärzten haben Patienten nicht zwangsläufig Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche. Das entschied das Oberlandesgericht Koblenz in einem Urteil.

Die Symptome einer Erkrankung seien oft mehrdeutig und ließen auf verschiedene Ursachen schließen. Solange Ärzte die erforderlichen Untersuchungen nach den "Regeln der ärztlichen Kunst" vornehmen, könne ihnen daher eine objektiv falsche Diagnose rechtlich nicht zum Vorwurf gemacht werden.

Das Gericht hob eine Entscheidung des Landgerichts Koblenz auf. Es hatte einer Patientin 12 000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen, da der Arzt ihren entzündeten Blinddarm nicht erkannt hatte. Er war von Magen- und Darmstörungen sowie später von einem fieberhaften Harnwegsinfekt ausgegangen.

Das Oberlandesgericht stellte fest, daß nach dem Gutachten eines Sachverständigen der behandelnde Arzt alle erforderlichen diagnostischen Maßnahmen ergriffen habe. Die Befundlage sei schwierig gewesen und von dem Mediziner plausibel gedeutet worden. Die Sache liegt wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung dem Bundesgerichtshof vor.

Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz, Az.: 5 U 1494/05

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Die 234- Milliarden-Euro-Operation

Die Gesundheitskosten in Deutschland stiegen binnen zehn Jahren um mehr als 47 Milliarden Euro.


Das Herzstück der Reform: Der Gesundheitsfonds
Mit der für den 1. Januar 2009 angekündigten Einführung des Fonds wird sich für Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), deren Arbeitgeber sowie für die Kassen vieles ändern.

Beiträge

Alle GKV-Versicherten und deren Arbeitgeber werden einen einheitlichen Beitragssatz in den Fonds einzahlen. Dieser wird dann von der Bundesregierung jährlich festgelegt. Der real zu zahlende Beitrag bemisst sich wie bisher prozentual am versicherungspflichtigen Einkommen - also bis zur Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 3562,50 Euro Bruttolohn. Die Beitragssätze der gesetzlichen Kassen - momentan zwischen 12 und knapp 16 Prozent - werden aber vereinheitlicht. Schon heute ist sicher, dass der Einheitssatz deutlich über dem aktuellen Durchschnittsbeitrag von 14,3 Prozent liegen wird.

Hierfür gibt es Gründe. Erstens wird 2007 der Steuerzuschuss von 4,3 auf 1,5 Milliarden Euro gekürzt; zweitens steigert die Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent die Gesundheitskosten. Außerdem müssen alle gesetzlichen Kassen bis Ende 2007 schuldenfrei sein, was defizitäre Kassen zu Beitragserhöhungen zwingt. Daher werden die Sätze bereits zum 1. Januar 2007 um durchschnittlich 0,7 Prozentpunkte angehoben. Experten prognostizieren, dass sich der Beitragssatz zum 1. Januar 2009 auf mindestens 15,5 Prozent belaufen wird. Pessimisten gehen von 16,3 Prozent aus. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen also deutlich mehr als heute. Eines der ursprünglichen Reformziele - die Senkung der Lohnnebenkosten - wird damit vollständig verfehlt.

Kasseneinnahmen

Die Krankenkassen erhalten aus dem Fonds für jeden ihrer Versicherten einen einheitlichen Betrag. Dieser wird ergänzt durch einen komplizierten Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen. Zum einen wird der schon heute wirksame Länderausgleich ausgeweitet. Bisher wurden die unterschiedlichen Arbeitnehmer-Einkommen in Bundesländern wie Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg - und somit die unterschiedlichen Einnahmen der dort vertretenen Kassen - zu 92 Prozent ausgeglichen. Künftig geschieht dies zu 100 Prozent. Kassen mit relativ finanzschwachen Mitgliedern haben dadurch also keinen Nachteil mehr. Hinzu kommt der „Morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich“ („Morbi-RSA“). Der bürokratische Begriff fußt auf dem Umstand, dass manche Kassen mehr chronisch kranke Mitglieder haben als andere. Die entsprechend höheren Ausgaben sollen durch die Berücksichtigung der Morbidität (übersetzt: Krankheitsstand) nivelliert werden. Kassen mit vielen kranken Mitgliedern erhalten dann einen Finanzausgleich von Kassen mit vielen gesunden. Der RSA verteilt rund 20 Milliarden Euro im Kassensystem um. Von 2009 an sollen dabei neben Alter und Geschlecht auch bis zu 80 Krankheiten berücksichtigt werden.

Wettbewerb

Erhofftes Ergebnis dieses Ausgleichssystems ist, dass die Kassen sich - als einzig verbliebene Wettbewerbsmerkmale - um Versorgungsqualität plus Wirtschaftlichkeit bemühen werden.

Kassen, die mit der einheitlichen Kostenerstattung pro Versichertem plus Finanzausgleich nicht auskommen, handeln dieser Logik zufolge uneffektiv. Sie sollen von ihren Versicherten Zusatzbeiträge verlangen können. Andere Kassen, die Überschüsse erwirtschaften, lassen ihren Mitgliedern Bonus-Ausschüttungen zukommen. Die Spanne zwischen Zusatzbeitrag und Bonus-Rückzahlung ersetzt somit die bislang unterschiedlich hohen Beitragssätze als Wettbewerbselement.

Der Zusatzbeitrag

Der Zusatzbeitrag darf ein Prozent des Brutto-Familieneinkommens nicht überschreiten. Wer also 3000 Euro monatlich verdient, zahlt maximal 30 Euro zu. Für die Kassen lohnt der Verwaltungsaufwand bei geringen Zusatzbeiträgen aber nicht. Daher sollen für Zusatzbeiträge von bis zu 8 Euro die Einkommensprüfungen entfallen. Sie werden pauschal erhoben. Sozialgeldbezieher und Rentner mit Grundsicherung zahlen nichts dazu.

Empfänger von Arbeitslosengeld II (ALG-II) müssen bis zu 8 Euro dazuzahlen. Paradoxer Fehlanreiz: Wechselt ein ALG-II-Empfänger zu einer Kasse mit Zusatzbeitrag über acht Euro, der eine Einkommensprüfung erfordert, kann er billiger wegkommen. Beispiel: Bei einem Einkommen von 400 Euro (ALG II plus 1-Euro-Job) müsste er nur ein Prozent oder vier Euro zuzahlen. In der eigentlich preiswerteren Kasse mit 8 Euro Zusatzbeitrag entfällt die Einkommensprüfung - der Arbeitslose zahlt die vollen 8 Euro zu.

(Kölner Stadtanzeiger, 27.10.2007)

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Risiko Duft: Inhaltsstoffe können Gesundheit belasten

Baierbrunn (ots) - Duftstoffe können Allergikern erhebliche Probleme bereiten, berichtet die "Apotheken Umschau".

Das Bundesgesundheitsamt rät, keine duftenden Zusätze in die Raumluft öffentlicher Gebäude, wie etwa Kaufhäuser, zu geben. Auch duftende Kosmetika und Waschmittel können Allergikern Probleme bereiten. In fast allen sind Moschusverbindungen enthalten. Diese stammen längst nicht mehr wie früher aus einer Duftdrüse des asiatischen Moschushirsches, sondern sie werden chemisch erzeugt. Sie riechen zwar genauso intensiv wie echtes Moschus, aber einige sind nur schwer abbaubar und gesundheitlich bedenklich. Da sie sich im Körper anreichern können, sind sogar schon chemische Abkömmlinge von ihnen in der Muttermilch gefunden worden. "Und da gehören sie sicher nicht hin", sagt Wolfgang Straff vom Umweltbundesamt.

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Scharfer Durchblick: Computerbrille für PC-Arbeit

Senden (ddp). Fehlt es den Buchstaben auf dem Bildschirm trotz optimaler PC-Konfiguration an Schärfe, brauchen die Augen Unterstützung.

«Ab dem 40. Lebensjahr lässt die Elastizität der Augenlinse bei vielen Menschen nach, so dass bei der Arbeit eine Computerbrille sinnvoll ist«, sagt Georg Eckert vom Bundesverband der Augenärzte Deutschlands. Eine individuelle Computerbrille kann vom Augenarzt nach einem Sehtest verordnet werden. Die Kosten übernimmt meist der Arbeitgeber. »Häufigste Lösung ist eine Einstärkenbrille. Diese wird dann ausschließlich am PC getragen«, sagt Eckert.

Wer ohnehin auf eine Sehhilfe angewiesen ist, müsse dann allerdings häufig hin und her wechseln. »Als Alternative ist es auch möglich, in eine Gleitsichtbrille einen Bereich speziell für die Bildschirmarbeit zu integrieren«, sagt der Mediziner. »Allerdings ist dieses Sichtfeld häufig viel zu klein und damit zu unflexibel für die Büroarbeit.

« Einfach vor dem Bildschirm eine vorhandene Lesebrille zu tragen, löse das Problem in der Regel nicht, betont Eckert. »Der Monitor ist normalerweise weiter von den Augen entfernt als ein Buch oder die Zeitung, auf die eine Lesebrille abgestimmt ist. Deshalb hat die Computerbrille meist andere Stärken als die Lesebrille», betont der Augenarzt.

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Magenkeim H. pylori gelangt auch ins Blut

SAN FRANCISCO (ddp.vwd). Helicobacter pylori kann vom Magen in die Blutbahn gelangen. Die Bakterien könnten so entzündliche Krankheiten wie Rheuma oder Atherosklerose begünstigen.

H. pylori heftet sich dabei mit dem gleichen Protein an Zuckerstrukturen auf den roten Blutkörperchen, mit dem sich der Keim auch in der Magenwand verankert, haben schwedische Forscher herausgefunden (Plos Pathogens 2, 2006, 989).

Einmal in die Blutbahn gelangt, könnte das Bakterium zu entzündlichen Erkrankungen mit bisher unklarer Ursache beitragen, vermuten Dr. Marina Aspholm und ihre Kollegen. So könnte es Arthritis und Atherosklerose mitverursachen.

Da die Zellen der Magenschleimhaut und die verschiedenen Helicobacter-Stämme unterschiedliche Eigenschaften haben, seien nicht alle Menschen gleichermaßen betroffen: Bei einigen heftet sich der Keim besser an die Schleimhautzellen als bei anderen. Ähnliches könnte auch gelten, wenn das Bakterium in die Blutbahn gelangt und so andere Zellen etwa in Gelenken erreicht.

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Wenn Medikamente vergesslich machen

Eine große Gruppe unterschiedlicher Medikamente kann zu Gedächtnisproblemen führen. Die Präparate stören die Wirkung eines Botenstoffs, der im Gehirn eine wichtige Rolle spielt, wie die "Apotheken Umschau" berichtet.

Bei den betroffenen Mitteln handelt es sich um Herz-Kreislauf-Präparate wie Digitalis, ACE-Hemmer und Kalziumantagonisten sowie bestimmte Antibiotika, Asthma- und Allergie-Mittel sowie Medikamente gegen neurologische und psychiatrische Erkrankungen. Bei auftretenden Problemen helfe fast immer der Wechsel zu einem anderen Wirkstoff.

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Masken sollen Österreicher vor Grippe schützen

WIEN (dpa). Österreich beginnt in dieser Woche mit dem Verkauf von Schutzmasken, die die Bevölkerung im Falle einer Grippe-Epidemie schützen sollen. Dies gab Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat jetzt bekannt.

Die Masken werden von den großen Supermarktketten vier Wochen lang zu einem vergünstigten Preis verkauft. Es handele sich um eine weltweit einmalige Aktion, sagte die Ministerin.

Obwohl es keinen wissenschaftlichen Beweis gebe, sei das Tragen von Schutzmasken die einfachste Art des Schutzes vor Influenza. Insgesamt hat die Regierung neun Millionen Masken gekauft, wie sie seit vielen Jahren vor allem in asiatischen Ländern verwendet werden.

Zur Vorsorge für den Fall einer Grippe-Pandemie wird die Regierung in Wien bis zum Jahresende Medikamente für etwa 25 Prozent der Bevölkerung einlagern, so die Ministerin. In Deutschland sind derartige Maßnahmen nicht vorgesehen, so eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums.

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Schmerzmittel-Wechsel kann Probleme machen

Umfrage bei Schmerzpatienten: 43 Prozent hatten nach Umstellung auf Generikum stärkere Schmerzen als vorher

FRANKFURT AM MAIN (hbr). Das Umstellen von chronisch Schmerzkranken mit stabiler Schmerztherapie auf andere Präparate ist nicht immer erfolgreich. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die Harry Kletzko von der Deutschen Schmerzliga bei einer Veranstaltung in Frankfurt am Main vorgestellt hat.


Patientin mit Schmerzen. Nicht immer ist ein Generikum ähnlich gut wirksam wie das Originalpräparat. Foto: Photodisc
In der Untersuchung sind Patienten zum Thema "Umstellung auf ein Generikum" befragt worden. Von 842 Patienten, die den Fragebogen zurückschickten, waren 249 (29 Prozent) von einem Originalpräparat auf ein Generikum umgestellt worden. Bei 79 Prozent waren die Kosten der Grund.

Das neue Mittel linderte zwar bei jedem Zweiten die Schmerzen ebenso wie das alte. Aber 43 Prozent hatten stärkere Schmerzen als vorher. Und chronisch Schmerzkranke sind - selbst bei erfolgreicher Therapie - kaum je völlig schmerzfrei, so Kletzko. Der restliche Schmerz beträgt auf einer Skala von Null bis Zehn (stärkster Schmerz) meist etwa drei Punkte.

In der Umfrage waren die neuen Präparate bei keinem Patienten besser als die vorherigen. Dafür hatte jeder fünfte Patient mehr oder stärkere unerwünschte Wirkungen als vorher. Trotzdem befürworten es zwei Drittel prinzipiell, aus Kostengründen auf ein Generikum zu wechseln. Voraussetzung: gleiche Wirkung ohne stärkere unerwünschte Wirkungen.

Klappt das nicht, sollte das ursprüngliche Präparat wieder eingesetzt und die Rückumstellung dokumentiert werden, so der Schmerztherapeut bei einer Veranstaltung des Unternehmens Pfizer. Er warnt zudem davor, sich vom Sparzwang zum dauernden Wechsel verleiten zu lassen, je nachdem, was gerade weniger kostet: Das verunsichert die Patienten und zerstört die Compliance.

Vorsicht ist speziell bei alten Patienten wichtig. Denn die Dosis muß für die optimale Wirkung und Verträglichkeit beim Umstellen häufig herausgefunden werden. In dieser Phase dringen die Schmerzen oft noch stärker durch. Und bei alten Menschen muß man, wegen unterschiedlicher Medikamenten-Resorption, besonders langsam vorgehen. Da wird die Umstellung schnell zur ethischen Frage. Das gilt auch bei schwer einstellbaren Patienten, deren Therapie-Erfolge mühsam erarbeitet sind.

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Gericht erlaubt Arzneiservice
Drogeriemarkt verstößt nicht gegen Apothekenrecht


MÜNSTER (dpa). Die Drogeriemarktkette dm darf in ihren Filialen einen Bestell- und Abholservice für Medikamente betreiben. Das geht aus einem gestern veröffentlichten Urteil des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen in Münster hervor.

Die Stadt Düsseldorf hatte den in Kooperation mit einer niederländischen Versandapotheke angebotenen Abholservice verboten, weil sie darin einen Verstoß gegen das Arzneimittelrecht sah.

Das Oberverwaltungsgericht folgte diesem Argument im Hauptsacheverfahren nicht. Das Vertriebskonzept verstoße weder gegen Arzneimittelrecht noch gegen Apothekenrecht, begründeten die Richter das Urteil.

Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen, Az.: 13 A 1314/06

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Rotigotin bei RLS geprüft

MONHEIM (eb). Der Dopamin-Agonist Rotigotin (Neupro®) ist als Pflaster auch bei Restless-Legs-Syndrom (RLS) geprüft worden, teilt das Unternehmen Schwarz Pharma mit.

In einer Phase-III-Studie erhielten 458 RLS-Patienten sechs Monate Rotigotin oder Placebo. Mit Rotigotin sei es im Vergleich zu Placebo zu einer signifikanten Abnahme der Symptome gekommen. Die Arznei ist bereits zur Parkinsontherapie zugelassen.

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Chefärzte verantworten Aufklärung

Chefärzte müssen in ihrer Klinik eine ordnungsgemäße Aufklärung der Patienten über Operationsrisiken sicherstellen.

Darauf hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Schmerzensgeldprozess gegen
den Chefarzt einer chirurgischen Klinik hingewiesen. (Az. VI ZR 206/05)

Nach dem Urteil der Karlsruher Richter muss das Oberlandesgericht Schleswig nun prüfen, ob der von einer Patientin verklagte Chefarzt seinen Kontrollpflichten nachgekommen ist. Der Chefarzt hatte die Frau operiert, das Aufklärungsgespräch mit der Patientin einem Stationsarzt übertragen.

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Ärzte müssen für Aufklärung von Patienten sorgen

KARLSRUHE (dpa). Ärzte müssen vor einer Op Patienten selbst über die Risiken aufklären - oder sicherstellen, daß ein Kollege diese Aufgabe tatsächlich übernimmt. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs hervor.

Nach Ansicht der Richter haben Chefärzte, die die Patienteninformation vor einer Op von Stationsärzten vornehmen lassen, wirksame organisatorische Vorkehrungen für die Erfüllung dieser ärztlichen Pflicht zu treffen - und die Befolgung ihrer Anweisung dann auch zu kontrollieren. Damit gab das Gericht einer Patientin Recht, die nach einer fehlgeschlagenen Op auf Schmerzensgeld geklagt hatte.

Die Frau war vor vier Jahren am Zwölffingerdarm operiert worden und hatte sich dabei - obwohl der Eingriff nach den richterlichen Feststellungen fehlerfrei verlief - eine Entzündung des Bauchfells und der Bauchspeicheldrüse zugezogen. Sie lag sieben Wochen in der Intensivstation, davon drei Wochen im künstlichen Koma.

In ihrer Klage behauptete sie, durch den Stationsarzt nicht ausreichend über die Risiken der Op informiert worden zu sein. Der Chefarzt hatte sich mit einer Überprüfung der Behandlungsunterlagen begnügt.

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Schilddrüsen-Check lohnt bei jedem Diabetiker

Diabetiker haben gehäuft Probleme mit der Schilddrüse / Stoffwechsel-Entgleisung kann Hinweis sein


BERLIN (hbr). Bei Diabetikern lohnt sich die regelmäßige Überprüfung der Schilddrüsenwerte. Denn Diabetiker haben gehäuft eine gestörte Schilddrüsenfunktion. Das betrifft sowohl Typ-2- als auch Typ-1-Diabetiker.

Funktionsstörungen der Schilddrüse können zu Blutzuckerschwankungen führen. So steigern Schilddrüsen-Hormone die Glukose-Freisetzung aus der Leber und verstärken die Insulinresistenz, hat Professor Gerhard Hintze von der Asklepios Klinik in Bad Oldesloe berichtet. Jeder zweite hyperthyreote Patient habe eine Glukose-Intoleranz, so Hintze bei einer Veranstaltung des Unternehmens Merck Pharma in Berlin. Drei Prozent bekämen einen manifesten Diabetes.

Entwickelt umgekehrt ein Patient mit Diabetes eine Hyperthyreose, wird sein Stoffwechsel instabil und der Insulinbedarf steigt. "Wenn ein Patient eine Veränderung seiner Diabetes-Einstellung bemerkt, sollte man also auch an eine Störung der Schilddrüse denken", sagt Hintze.

Er empfiehlt vor allem bei Typ-1-Diabetikern eine jährliche Kontrolle: Sie entwickeln besonders oft autoimmune Schilddrüsen-Krankheiten wie Morbus Basedow oder Hashimoto-Thyreoiditis. So hatten in einer Studie 29 Prozent von Typ-1-Diabetikern Hashimoto-typische Antikörper gegen thyreoidale Peroxidase (TPO) oder Thyreoglobulin. Und nach 24 Jahren hat nur jeder fünfte Diabetiker mit TPO-Antikörpern keine Unterfunktion der Schilddrüse.

Eine Kontrolle lohnt auch bei Typ-2-Patienten, wie Studien belegen. So hatten 13 Prozent von 908 Typ-2-Diabetikern Schilddrüsen-Erkrankungen, meist autoimmune Hypothyreosen, die Kontroll-Personen halb so oft. In einer anderen Studie wurden bei Typ-2-Diabetikern zwei- bis dreifach häufiger Schilddrüsen-Störungen ermittelt als bei Nicht-Diabetikern. Und in einer weiteren Untersuchung fand sich eine autoimmune Schilddrüsen-Krankheit bei jedem fünften Typ-2-Patienten.

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Versicherer müssen nicht alles Wissen

Die Beschwerdeführerin schloss mit einem Versicherungsunternehmen einen Lebensversicherungsvertrag mit Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung ab.

Nach den Versicherungsbedingungen des Unternehmens hat der Versicherte, wenn er Versicherungsleistungen beantragt, Ärzte, Krankenhäuser, sonstige Krankenanstalten, Pflegeheime, bei denen er in Behandlung oder Pflege war oder sein wird, sowie Pflegepersonen, andere Personenversicherer und Behörden zu ermächtigen, dem
Versicherungsunternehmen auf Verlangen Auskunft zu geben.

1999 beantragte die Beschwerdeführerin, die wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt worden war, Leistungen aus der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung. Dabei lehnte sie es ab, die vom Versicherungsunternehmen verlangte Schweigepflichtentbindung abzugeben
und bot stattdessen an, Einzelermächtigungen für jedes Auskunftsersuchen zu erteilen. Das Versicherungsunternehmen teilte daraufhin mit, dass es auf dieser Grundlage den Versicherungsfall nicht feststellen könne.

Die Klage der Beschwerdeführerin auf Feststellung, dass das Versicherungsunternehmen nicht berechtigt sei, die Abgabe einer Schweigepflichtentbindung zu verlangen, wurde von den Fachgerichten abgewiesen.

Ihre Verfassungsbeschwerde hatte Erfolg. Die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts hob die angegriffenen Urteile des Landgerichts und des Oberlandesgerichts auf, da sie die Beschwerdeführerin in ihrem allgemeinen Persönlichkeitsrecht in seiner Ausprägung als Recht der informationellen Selbstbestimmung verletzen.

http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20061023_1bvr202702.html

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Urlaubsgeld bei der Pflegekasse

Wer einen Angehörigen pflegt und dafür Pflegegeld erhält, kann bis zu 1432 Euro Urlaubsgeld von der Pflegekasse beantragen. Stichtag ist der 31.Dezember, wie die Landesvertretung Bayern der Techniker Krankenkasse erklärt.

Demnach wird die so genannte Verhinderungspflege bezahlt, "wenn die pflegende Person wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert ist". Die Pflegekasse übernehme die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu höchstens 1432 Euro für maximal vier Wochen im Jahr.

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Bei Schimmelpilz-Allergie ist Laub-Rechen fast tabu
Gerade im Herbst steigt die Belastung durch Pilzsporen


MILWAUKEE (ars). Bei Patienten mit allergischen Symptomen, etwa einer allergischen Rhinitis, kann besonders im Herbst auch eine Schimmelpilz-Allergie dahinter stecken. Diesen Patienten sollte geraten werden, auf Gartenarbeiten wie Laub-Rechen zu verzichten, rät eine amerikanische Fachgesellschaft. Denn dabei werden Schimmelpilzsporen, die im Herbst vermehrt fliegen, zusätzlich aufgewirbelt.


Beim Rechen wird nicht nur Laub, sondern werden auch Schimmelsporen aufgewirbelt.
"Nach Pollen, Hausstaubmilben und Tierhaaren ist Schimmel die vierthäufigste Ursache einer allergischen Rhinitis", so Professor Wolfgang Petro aus Bad Reichenhall zur "Ärzte Zeitung". Gerade in der jetzigen Jahreszeit gewinnt etwa Wohnungsschimmel an Bedeutung. Er kann sich ansammeln, weil Fenster wegen der kühlen, feuchten Witterung meist geschlossen bleiben.

Hauptsächlich gedeiht er auf Dachböden, in Kellern, Bädern, Kühlschränken, Teppichen, Polstern und Mülleimern. Auch im Freien kommt derzeit vermehrt Schimmel vor. Entweder fliegen Gattungen wie Alternaria, Cladosporium und Aspergillus in der Luft, oder sie wachsen im Erdboden, auf Blättern oder in rottendem Holz. Menschen mit Schimmelpilz-Allergie sollten den Kontakt mit Pilzen meiden. Dazu gibt die American Academy of Allergy, Asthma and Immunology (AAAAI) aus Milwaukee einige Tips:

Betroffene sollten abgefallenes Laub nicht zusammenrechen oder Gras mähen. Wer niemanden findet, der diese Arbeiten übernimmt, könnte einen Atemschutz tragen.
Komposthaufen sollten nur weit vom Haus entfernt angelegt und nicht selbst umgraben werden.
Wenn bei den Nachbarn die Laubfeuer brennen, sollten Patienten mit Schimmelpilz-Allergie in der Wohnung bleiben. Denn mit dem Rauch verbreiten sich die Sporen.
Wäsche sollte nicht nach draußen gehängt werden. Darin können sich Pilzsporen sammeln.
Betroffene sollten Zimmerpflanzen nicht überwässern, weil die feuchte Erde ein idealer Nährboden für Schimmel ist.

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Schon geringe Mengen Kakao verhindern Gerinnsel in den Blutgefäßen und schützen Herz und Kreislauf.

Der tägliche Genuss einer Tasse Kakao oder eines Schokoriegels kann das Herzinfarktrisiko nahezu halbieren, fanden Forscher der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore in einer Untersuchung mit 139 Naschkatzen heraus. „Ähnlich wie Aspirin schützt regelmäßiger Schokoladenverzehr in geringen Mengen vor der Bildung gefährlicher Blutgrinnsel“, erklärt Diane Becker, die Leiterin der Studie. Die Gerinnsel können Gefäße blockieren und einen Herzinfarkt verursachen.

Die Versuchspersonen hatten ursprünglich an einer großen Studie über die Schutzwirkung von Aspirin auf Herz und Kreislauf teilnehmen sollen. Sie wurden angewiesen, vor und während des Versuchs keine Lebensmittel zu verzehren, die sich auf die Blutgerinnung auswirken. Neben koffeinhaltigen Getränken, Rotwein und Grapefruitsaft stand auch Schokolade auf der Verbotsliste.

Aufschlussreicher Konsum

Nicht alle Studienteilnehmer praktizierten die gewünschte Enthaltsamkeit. Personen, die zugaben, ihrer Lust auf Schokolade nachgegeben zu haben, wurden von der Aspirinstudie ausgeschlossen. Dennoch untersuchten die Forscher ihr Blut mit den gleichen biochemischen Methoden wie das Blut der Schokoabstinenzler.

In einer der Analysen maßen die Wissenschaftler die Reaktionsbereitschaft der Blutplättchen im Labor. Bei Personen, die gegen das Schokoverbot verstoßen hatten, war diese stark heruntergesetzt. Ihre Blutplättchen neigten weniger dazu zu verklumpen als die Plättchen der Vergleichspersonen. Urinanalysen bestätigten den Verdacht, dass Schokolade die Reaktionsfreudigkeit der Plättchen vermindert.

Die positiven Auswirkungen von Kakaoprodukten auf Herz und Kreislauf haben frühere Studien bereits nachgewiesen. Meistens hatten die Teilnehmer allerdings Schokolade in extrem hohen Mengen verspeist. Die neuen Ergebnisse legten nahe, dass bereits der tägliche Verzehr von etwa zwei Esslöffeln dunkler Schokolade eine positive Wirkung auf die Gefäße ausübt, so Studienleiterin Diane Becker.

In Maßen gesund

Verantwortlich für den Schutzeffekt sind vermutlich die so genannten Flavonoide. Diese Antioxidantien treten in dunkler Schokolade in fast doppelt so hoher Konzentration auf wie in Rotwein oder grünem Tee. Schokoholiker sollten sich dennoch mäßigen, meint Diane Becker. „Etwas Schokolade täglich ist wahrscheinlich gut für die Gesundheit“, sagt die Ärztin. Zurückhaltung sei bei Sorten geboten, die hohe Mengen Zucker und Butter enthalten – und pro 100 Gramm runde 500 Kalorien.

Die Wissenschaftlerin stellte die Studie auf der Jahrestagung der American Heart Association in Chicago vor.

Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/herz/news/herzstaerkung_nid_39274.html

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Hilfe für Bandis bei Anträgen zu Versorgungsamt und Rente

Speziell auf die Belange der Bandis wurden unsere CD´s "Versorgungsamt" und "Erwerbsminderungsrente" abgestimmt. Doch auch andere Krankheiten können mit den vielen Tipps und Vorlagen umgesetzt werden. Das Verhalten beim Gutachter wird anhand von Beispielen wiedergegeben und erläutert den Hintergrund von Fragen und Antworten.

Die CD´s helfen bei der Antragstellung und Widerspruch und geben Hinweise auf die Klageerhebung. Musterbriefe runden das Angebot ab. Der Antragsteller findet Links zu allen wichtigen Formularen im Netz aufgeführt.

Die CD´s werden von uns ständig aktualisiert und die Änderungen werden per Update bereitgestellt. Somit ist die Aktualität stets gewährleistet.

Verbleibende Fragen können jederzeit im Forum erörtert werden.

Die CD´s sind in unserem Bandi-Basar bestellbar: http://www.diebandscheibe.de/xt/index.php Und wer unsere Arbeit unterstützen möchte, bestellt ja vielleicht noch ein T-Shirt oder Sweat Shirt dazu :-)

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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat November alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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