Newsletter vom 20.04.2007, 18:39:52

Betreff:

Newsletter April

Banditreffen in Würzburg vom 14.09. bis 16.09. 2007

Unser diesjähriges Banditreffen findet in Würzburg statt und es haben sich schon viele Mitglieder angemeldet. Wir würden uns freuen, auch Euch in Würzburg begrüßen zu können. Das persönliche Kennenlernen und viel Spaß stehen im Vordergrund. Alle Infos zum Treffen findet Ihr im Forum "Stammtisch-Treffen"

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=20471

Also, los geht´s, wir warten auf Eure Anmeldung:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=20472

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Das Kiefergelenk sorgt für Probleme

Fehlstellungen können für Kopf- und Rückenschmerzen verantwortlich sein - Neues System hilft

Kopf- und Rückenschmerzen, Ohrenschmerzen und Tinnitus, Verspannungen, Schlafstörungen, Schnarchen – alle diese Probleme können eine Ursache haben: eine Fehlstellung des Kiefergelenkes. Schon winzige Veränderungen können das hochsensible Gelenk und die umliegenden Strukturen so irritieren, dass manchmal weit reichende Störungen auftreten.

Der Gudensberger Zahntechniker Jörg Hense geht jetzt neue Wege in der Hilfe für Betroffene. Er bietet interdisziplinäre Seminare an, in denen Physiotherapeuten, Zahntechniker, Zahnärzte, Kieferorthopäden und – chirurgen lernen, wie man Fehlstellungen des Kiefergelenkes erkennt und behandelt. Zahntechniker Hense bedient sich dabei eines Gerätes, das die elektronische Funktionsdiagnostik ermöglicht. Das so genannte Dir R-System wurde von Privatdozent Dr. Andreas Vogel an der Universität Leipzig entwickelt.

"Ich bin von dieser interdisziplinären Zusammenarbeit überzeugt", sagt Sascha Seifert von Reha Med in Kassel-Wilhelmshöhe, wo die Seminare stattfinden. Wenn Patienten mit den gleichen Problemen und Verspannungen immer wieder kämen, ohne dass die Behandlung langfristig anschlage, liege es häufig an einem falsch gestellten Kiefergelenk. "Solche Patienten schicke ich zum Zahnarzt", so Seifert. Dorthin kommt dann auch Jörg Hense mit dem elektronischen Messsystem. Steht erst einmal fest, wo und wie der Fehler liegt, werden Zahnarzt und Zahntechniker aktiv. Der Patient bekommt eine spezielle Schiene, durch die das Kiefergelenk wieder in die ursprüngliche Position gebracht wird. Nun kann auch der Physiotherapeut erfolgreich behandeln.

"Voraussetzung dafür, dass das alles klappt ist , dass Betroffene auch zu geschulten Fachleuten gehen", weiß Hense. Deswegen bietet er regelmäßig gemeinsam mit PD Dr. Vogel Seminare an. Wer daran interessiert ist oder Adressen von Fachleuten haben möchte, kann sich an das Zahntechniklabor Hense, Bürgermeister-Horstmann-Str. 10, in 34281 Gudensberg-Deute, Tel: 05603/915095, wenden.

Quelle: http://www:hna.de

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Osteoporose
Risikomessung beim Zahnarzt


Europäische Wissenschaftler haben eine Risikobestimmung für Osteoporose entwickelt, die auf einem Röntgenbild der Zähne beruht.
Röntgenbild des Kieferknochens bestimmt Osteoporoserisiko
Spätestens ab dem Alter von rund 50 steigt für Frauen das Osteoporoserisiko. Um der Gefahr von Knochenbrüchen und anderen mit der Krankheit verbundenen Beschwerden vorzubeugen, wäre eine frühzeitige Diagnose sinnvoll. Holländische Forscher haben mit Kollegen aus England, Griechenland und Schweden eine unkomplizierte Alternative zur üblichen aufwendigen Knochendichtemessung entwickelt. Paul van der Stelt vom Akademischen Zentrum für Zahnmedizin in Amsterdam hat das Verfahren auf dem Kongress der Internationalen Association for Dental Research in New Orleans vorgestellt.

Es handelt sich dabei um eine Kombination aus Computerprogramm und Röntgenbild. Eine spezielle Software analysiert wichtige Charakteristika im Inneren des Kieferknochens, den das Zahnarzt-Röntgenbild erfasst hat. Zu diesen Besonderheiten gehören die Dicke, die Unterteilung und die Ausrichtung der Bälkchenstruktur im Knochen. Für die Auswertung ist nur die Abbildung eines kleinen Knochenareals nötig, die Berechnung kann der Computer automatisch vornehmen.

So gut wie klassische Knochenmessung

Die Wissenschaftler haben ihre Methode mit 671 Frauen an verschiedenen zahnmedizinischen Zentren untersucht. Um die Aussagekraft der Röntgenbildanalyse zu prüfen, verglichen sie ihre Messresultate mit der klassischen Messung der Knochendichte von Oberschenkel, Hüfte und Wirbelsäule der Probandinnen. Nach eigenen Angaben kamen die Zahnmediziner mit ihren Berechnungen zu ebenso korrekten Vorhersagen wie die Knochendichtemessung.

Schnelle und günstige Risikobestimmung

Könnten Mediziner auf Röntgenbilder aus der Zahnarztpraxis zurückgreifen, um das Osteoporoserisiko zu bestimmen, vereinfachte sich das Messverfahren und würde natürlich auch kostengünstiger, so die Überlegung der Wissenschaftler um Paul van Stelt. Erst zur weiteren Diagnose von Risikopatientinnen müssten dann Osteoporose-Experten herangezogen werden.

pap/American Assiciation for Dental Research

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DocMorris darf Käufer nicht mit Geld locken

MÜNCHEN (dpa). Die Versandapotheke DocMorris darf nicht mit einem Sonder-Bonus von 2,50 Euro für die Bestellung zuzahlungsfreier Medikamente und mit Warengeschenken bei jeder Arzneimittelorder werben.

Das Oberlandesgericht (OLG) München hat die von einer Apothekerin erwirkte einstweilige Verfügung gegen die Werbemaßnahmen rechtskräftig bestätigt. DocMorris hatte für jedes eingereichte Generikum-Rezept einen Sonder-Bonus versprochen unter dem Slogan "Geld verdienen auf Rezept". Dies verlocke Patienten, auch medizinisch nicht indizierte Verschreibungen vorzulegen, so das OLG.

Urteil des Oberlandesgerichts München, Az.: 29 U 5300/06.

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Urlaubs-Zuschuss von Krankenkasse

Immer mehr Krankenkassen erstatten die Kosten für gesundheitsfördernde Kurse während des Urlaubs. Urlauber könnten beispielsweise an Bewegungsschulungen teilnehmen, schreibt die "Apotheken Umschau". Auch eine Ernährungsberatung oder ein Anti-Stress-Training seien möglich. Im Schnitt zahlten die Kassen 150 Euro dazu.

Die Kassen sehen handfeste Vorteile gegenüber Kursen am Wohnort: So besuchten im Urlaub zahlreiche Männer die Angebote, zu Hause hingegen stellten sie in vielen Abendkursen gerade 10 % der Teilnehmer.

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Berufskrankheit kann mehrere Ursachen haben

KASSEL (mwo). Eine Berufskrankheit kann auch dann entschädigt werden, wenn sie auf verschiedene Tätigkeiten und Ursachen zurückgeht. Nach einem schriftlich veröffentlichten Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) in Kassel muss der Versicherte dann nicht nachweisen, welches die wesentliche Ursache ist.

Der Kläger arbeitete in der DDR zunächst als Bauarbeiter, danach als Bergmann und schließlich von 1962 bis 1990 als Auslieferungsfahrer im Kohlehandel. Bei der letzten Tätigkeit hatte er täglich bis zu sechs Tonnen Kohle zu schleppen.

Zudem war er als Fahrer des Kohlelasters starken vertikalen Schwingungen ausgesetzt. Auch nach der Wiedervereinigung arbeitete er noch als Kraftfahrer. Seit 1996 war er wegen einer Lumboischialgie arbeitsunfähig krank. Die Berufsgenossenschaft (BG) für Fahrzeughaltungen lehnte eine Entschädigung als Berufskrankheit ab, weil das Leiden nicht allein auf die Arbeit als Kraftfahrer zurückgehe.

Wie das BSG entschied, muss die Berufsgenossenschaft aber zahlen: Lendenwirbelleiden seien eine anerkannte Berufskrankheit. Im konkreten Fall gehe sie vermutlich kombiniert auf das Tragen schwerer Lasten und auf die Ganzkörperschwingungen im Lkw zurück.

Dass die "Verursachungsanteile" nicht zu quantifizieren seien und eine der Tätigkeiten alleine möglicherweise gar nicht zu der Krankheit geführt hätte, "hindert ihre Anerkennung nicht, wenn wie hier die beiden schädlichen Einwirkungen wechselseitig als mitursächlich anzusehen sind", urteilten die Kasseler Richter.

Urteil des Bundessozialgerichts, Az: B 2 U 9/05 R

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Bei Arzneimitteln gilt: Finger weg vom Web!

Schlankmacher im Warentest: Die meisten Arzneien sind illegal und als Selbstmedikation auch gefährlich

BERLIN (af). Hoher Blutdruck, Herzrasen, Schweißausbrüche und Schlaflosigkeit können von illegalen Schlankheitspillen ausgelöst werden. Darauf weist die Stiftung Warentest hin. Bei einem Test von 16 angeblichen Schlankmachern aus dem Internet stellten sich 13 als gesundheitsgefährdende nicht zugelassene Arzneimittel heraus.

"Es steht die Gesundheit von Menschen auf dem Spiel, die auf Hilfe beim Abspecken hoffen", sagte Carl-Friedrich Theill, der bei der Stiftung Warentest das Ressort Gesundheit leitet, gestern bei der Vorstellung der Testergebnisse in Berlin. Vor allem Sibutramin, Ephedrin und Koffein fanden die Tester in den dubiosen Diätpillen. Dass die Mittel diese oder andere pharmakologisch wirksame Substanzen enthalten, erfahren die Nutzer nur selten.

So besteht das Produkt "LiDa Dai Dai Hua Jiao Nang" laut dem Anbieter Lida Life aus Kokos und grünen Pflanzen. Tatsächlich enthält es 20,4 mg Sibutramin HCL Monohydrat pro Kapsel. Dosierungsanleitungen fehlten meist oder waren in kyrillischer oder asiatischer Schrift beigelegt.

Italien hat Sibutramin wegen möglicherweise damit zusammenhängender Todesfälle vom Markt genommen. In den USA fordert die Verbraucherorganisation Public Citizen das Verbot der Substanz. In Deutschland ist Sibutramin zugelassen. Es darf nur von Ärzten bei krankhafter Fettleibigkeit unter strenger Kontrolle verordnet werden.

Hypertoniker setzten sich hohen Risiken aus, wenn sie Internet-Arzneien ohne ärztliches Rezept nehmen. So fanden sich in einer Kapsel des Mittels "Thermo Genesis" 342 Milligramm Koffein, so viel wie fünf Tassen Kaffee.

Die Versender sitzen meist in Fernost. Die Preise variierten zwischen 25 Cent und einem Euro je Pille. "Der Versand rezeptpflichtiger Medikamente am Arzt vorbei ist ein großes Problem", sagte Theill. Vor zwei Jahren beschlagnahmte der Zoll noch 125 000 illegal importierte Kapseln mit Sibutramin, 2006 waren es bereits mehr als eine Million. Warentest fordert nun schärfere Kontrollen.

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Pendlerpauschale - Politiker rechnen mit Einspruchswelle
SPD-Abgeordneter: Kürzung wieder zurücknehmen


BERLIN (dpa/eb). Nach zwei negativen Gerichtsurteilen zur Kürzung der Pendlerpauschale erwarten die Finanzämter, dass Steuerzahler massenweise Einspruch gegen ihre Steuerbescheide einlegen werden.

Der Vorsitzende der Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek, sagte der "Bild"-Zeitung (Donnerstag): "Wir rechnen mit Waschkörben voller Einsprüche." Der SPD- Bundestagsabgeordnete Florian Pronold verlangte die Rücknahme der Kürzung: "Wir sollten die Kürzung der Pendlerpauschale jetzt zurücknehmen und nicht auf eine Entscheidung des Verfassungsgerichts warten."

Die Finanzgerichte von Niedersachsen und Saarland halten die Kürzung für verfassungswidrig. Die Fahrt zur Arbeit sei beruflich veranlasst, und die Aufwendungen dafür dürften als Werbungskosten geltend gemacht werden. Die Streichung der Pendlerpauschale für die ersten 20 Kilometer verstoße gegen den Grundsatz der Besteuerung nach Leistungsfähigkeit, argumentieren die Finanzgerichte. Demnach müssen beruflich bedingte Kosten vom Einkommen abgezogen werden dürfen.

Die Bundesregierung hatte sich nach den Urteilen betont gelassen geäußert. Das Bundesfinanzministerium hält die seit Jahresbeginn geltende Streichung der Pendlerpauschale für die ersten 20 Kilometer Arbeitsweg weiterhin für verfassungsgemäß. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass das Bundesverfassungsgericht sich unserer Argumentation anschließt", sagte ein Sprecher.

Zwar hätten zwei Finanzgerichte die Neuregelung als verfassungswidrig eingestuft, ein weiteres hingegen habe die Position der Bundesregierung gestützt. Sollte das Bundesverfassungsgericht gegen die jetzige Regelung der Pendlerpauschale entscheiden, könnte diese völlig ausgesetzt werden oder eine Reduzierung für alle kommen, hieß es.

Mit der Pendlerpauschale können Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte steuermindernd geltend machen. Seit Januar sind die 30 Cent aber nur noch vom 21. Entfernungskilometer an steuerlich absetzbar. Mit der Neuregelung wurde das so genannte Werkstorprinzip eingeführt. Danach sind Fahrten zum Arbeitsplatz der Privatsphäre zugeordnet.

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Klimawandel lässt Allergiker länger leiden

BERLIN (dpa). Heuschnupfen-Geplagte müssen länger niesen: Der Klimawandel macht nach Angaben der Freien Universität Berlin (FU) inzwischen auch Pollen-Allergikern zu schaffen.

Die Blühzeit der Birke habe sich durch das wärmere Wetter etwa in Berlin seit den 1980er Jahren um acht Tage verlängert, teilte das Institut für Meteorologie mit. Dadurch ziehe sich auch die Leidenszeit für Allergiker in die Länge.

Sorge macht den Meteorologen zudem die Ambrosia-Pflanze (Traubenkraut), die das weltweit stärkste Pollenallergen besitze. Mehr Wärme könnte die Ausbreitung dieser Pflanze, die in den 70er Jahren durch Saatgut aus den USA eingeschleppt wurde, fördern.

In Frankreich und Italien sind Am-brosia-Allergien bereits zu einem massiven Problem geworden. Die Pflanze kann während der Blütezeit von Mitte Juli bis Mitte Oktober auch Atemnot und Asthma auslösen. In der FU-Pollenfalle wurden im September 2006 erstmals Ambrosia-Pollen gezählt. Als Ursache für die Ausbreitung wird Vogelfutter mit den Samen der Pflanze vermutet.

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Wahltarife unter der Lupe
BKK-Landeschef Thiesen: Beitragszahler zahlen die Zeche


FRANKFURT/MAIN (eb). Vor Risiken und Nebenwirkungen von Wahltarifen und Bonusregelungen warnt Jürgen Thiesen, Vorstandschef des BKK Landesverbandes Hessen. "Die Geld-zurück-Varianten sind vor allem für robuste Personengruppen lukrativ", so Thiesen.

Teilnehmer an Chronikerprogrammen oder Hausarztmodellen sollten die Angebote genau unter die Lupe nehmen. Sparmodelle, von denen vor allem gesunde und gut verdienende Menschen profitieren, entwickelten sich zur Zeche für das Gros der Beitragszahler. Thiesen: "Etabliert wird ein Verursacherprinzip, das Einzelne von Solidarzahlungen entlastet, Kranke samt Familien allerdings zur Finanzierung von Experimenten heranzieht."

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Schnelle Klage kann teuer zu stehen kommen

KOBLENZ (dpa). Wer zu schnell vor den Sozialgerichten klagt, bleibt auf den Anwaltskosten sitzen, so das Sozialgericht Koblenz. Nach dem Beschluss haben die Behörden grundsätzlich sechs Monate Zeit, beispielsweise über einen Rentenantrag zu entscheiden.

Erhebe ein Betroffener vorher eine so genannte Untätigkeitsklage, so müsse er die dadurch verursachten Kosten selbst tragen. Im konkreten Fall hatte eine Frau hatte die Zahlung von Witwenrente beantragt. Nach knapp fünf Monaten verlor die Frau die Geduld und erhob Untätigkeitsklage.

Als ihr etwa zwei Wochen später die Rente bewilligt wurde, erklärte sie den Rechtsstreit zwar für erledigt, meinte aber, die Rentenversicherung müsse ihre Anwaltskosten zahlen. Das sah das Sozialgericht anders.

Beschluss des Sozialgerichts Koblenz, Az.: S 6 RS 75/06

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Diskriminierung: Verbot gilt für alle Behinderte

ERFURT (dpa). Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat die Regelung zum Schutz von Behinderten rückwirkend gekippt. Das Diskriminierungsverbot dürfe nicht nur für Schwerbehinderte mit einer Einschränkung von mindestens 50 Prozent angewandt werden.

Das Benachteiligungsverbot etwa bei Einstellungen oder Beförderungen gilt nach Ansicht der Richter für Behinderte unabhängig vom Grad ihrer Behinderung.

Die höchsten deutschen Arbeitsrichter beriefen sich auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, nach der unter dem Begriff Behinderung jede physische, geistige oder psychische Beeinträchtigung fällt, die ein länger dauerndes Hindernis für die Teilnahme am Berufsleben darstellt. In dem Fall ging es um das Diskriminierungsverbot nur für Schwerbehinderte, das in der bis 17. August 2006 gültigen Fassung des Sozialgesetzbuchs enthalten war.

Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts, Az.: 9 AZR 823/06

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Analgesie mit Cannabis ohne Rechtsgrundlage

KASSEL (mwo). Die gesetzlichen Krankenkassen müssen keine cannabinoidhaltigen Arzneimittel zur Schmerztherapie bezahlen. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschieden. Es wies damit die Klage eines Versicherten aus Baden-Württemberg ab.

Der heute 53-jährige ist durch einen Unfall querschnittsgelähmt und leidet an einem chronischen Schmerzsyndrom. Er meint, die bisherige Behandlung mit Lioresal® (Baclofen) und mit Opiaten könne seine Schmerzen nicht ausreichend lindern. Die AOK Baden-Württemberg lehnte jedoch eine Kostenübernahme für cannabinoidhaltige Arzneimittel ab und verwies auf Morphin als Therapiestandard bei schweren Schmerzen.

Zu Recht, wie das BSG entschied: Cannabinoidhaltigen Fertigarzneimitteln fehle eine Zulassung durch Deutschland oder die EU. Auch in den USA seien sie zudem nicht zur Schmerztherapie zugelassen. Auch cannabinoidhaltige Rezepturarznei müsse die Kasse nicht zahlen; hier fehle es an einer entsprechenden Empfehlung des Gemeinsamen Bundesausschusses.

Anzeichen, dass sich der Ausschuss systemwidrig einer Entscheidung verweigere, gebe es nicht. Schließlich könne sich der 53jährige auch nicht auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Leistungspflicht der Krankenkassen bei tödlichen Krankheiten berufen, weil keine lebensbedrohliche oder vergleichbar schwerwiegende Krankheit vorliege.

Bundessozialgericht Kassel, Aktenzeichen: Az: B 1 KR 30/06 R

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Sterberate Dicker ist hoch auf Intensivstationen

MÜNCHEN (eb). Adipöse Patienten haben Nachteile, wenn sie operiert werden oder eine intensivmedizinische Behandlung benötigen. So hat eine Studie mit fast 1400 chirurgischen Intensivpatienten ergeben: Jeder Dritte mit einem BMI über 40 starb. Die Sterberate Normalgewichtiger lag bei zwölf Prozent. Das hat die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie mitgeteilt.

Hinzu komme bei sehr stark Übergewichtigen: Sie benötigen für Injektionen längere Nadeln und auch spezielle Beatmungsschläuche. Auch sind Operationstische, Betten und Röntgenapparate nötig, die einem großen Leibesumfang und hohen Gewicht angepasst sind sowie motorbetriebene Betten, da die Kraft der Pfleger nicht ausreicht, die Patienten zu bewegen. Auch die Medikamentendosierung sei häufig schwierig. Es fehlten für viele Medikamente Studienergebnisse, wie aufgrund des Übergewichts dosiert werden muss.

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Einfache Botschaften sollen Impfraten gegen FSME erhöhen
Bayerische Staatsregierung will den Anteil der geimpften Bürger von aktuell 25 Prozent in den nächsten Jahren auf über 50 Prozent anheben


MÜNCHEN (wst). Mit einfachen Botschaften will Bayern die Impfraten gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erhöhen. Jeder Bürger, der sich auch nur gelegentlich im Garten oder in der freien Natur aufhält, sollte sich mit der kostenlosen, praxisgebührfreien und gut verträglichen Impfung gegen FSME schützen.

Durch die Impfangebote hofft die Bayerische Staatsregierung, den Anteil der Geimpften von aktuell 25 Prozent schon in den nächsten zwei bis drei Jahren auf über 50 Prozent anzuheben. Das hat Bayerns Minister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Dr. Werner Schnappauf, bei einer Veranstaltung des Ministeriums in München gesagt.

Die Impfung ist in Bayern für jeden ab dem vollendeten ersten Lebensjahr möglich und sinnvoll. Da die FSME bei alten Menschen häufiger schwer verläuft als bei jungen, ist bei über 50-Jährigen verstärkt auf die Impfung zu drängen, ergänzte der Präsident der Bayerischen Gesellschaft für Immun-Tropenmedizin und Impfwesen e.V., Dr. Nikolaus Frühwein aus München.

Generell sollten aber Ärzte jeden ihrer Patienten auf eine FSME-Impfung ansprechen. Es müsse zudem überlegt werden, auch betriebsmedizinische Dienste in Vorsorge-Aktionen einzubeziehen. Wünschenswert wären Verhältnisse wie in Österreich, wo knapp 90 Prozent der Bevölkerung gegen FSME geimpft sind.

"Österreich ist das einzige Hochrisikoland in Europa, wo die Inzidenz der Frühsommer-Meningoenzephalitis konstant rückläufig ist", sagte Schnappauf.

Von den über 540 FSME-Patienten, die 2006 an das Robert-Koch-Institut gemeldet worden waren, kamen 188 aus Bayern. Der jüngste FSME-Patient war Ende Oktober 2006 ein dreieinhalb Monate alter Junge aus Nordostbayern. Der Säugling habe die Erkrankung glücklicherweise folgenlos überwunden. Er war von einer Zecke infiziert worden, die nach Waldarbeit durch den Vater ins Haus gelangt war. Bereits im Januar 2006 habe es in Bayern die erste FSME-Erkrankung gegeben, so der Minister.

Frühwein erinnerte daran, dass die Impfung für alle Menschen in Bayern und Baden-Württemberg kostenfrei ist sowie für alle Bundesbürger, die nach Süddeutschland verreisen.

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Viel Bewegung hilft bei Arthrose

Auch bei starken Gelenkschmerzen sollten sich Arthrose-Patienten ausreichend bewegen. Regelmäßige Bewegung unterstützt nämlich den Stoffwechsel in den Gelenken, erhält deren Steuerungsfunktion und baut Muskelkraft auf, wie die "Apotheken Umschau" berichtet.

Sportarten mit abrupten Bewegungen und Richtungsänderungen, wie etwa Fußball oder Tennis, könnten allerdings die Gelenkschäden verschlimmern. Gut seien Radfahren, Nordic Walking, Ski- Langlaufen und Schwimmen. Sie belasteten Knochen und Gelenke am wenigsten.

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Raucher haben seltener M. Parkinson

DURHAM (mut). Rauchen ist bekanntlich nicht gerade gesund. Doch wenigstens einen gesundheitlichen Vorteil haben Menschen mit diesem Laster: Die Gefahr, dass sie Morbus Parkinson bekommen, scheint geringer als bei Nichtrauchern.

Das liegt jedoch nicht daran, dass Raucher an Lungenkrebs sterben, bevor sie alt genug werden, um Parkinson zu bekommen, berichten US-Forscher aus Durham. Sie vermuten vielmehr, dass bei Rauchern Gene aktiviert werden, die vor Parkinson schützen.

In ihrer Studie hatten sie Lebensgewohnheiten von 356 Parkinsonkranken mit denen von 317 gleich alten Gesunden verglichen. Die Rate von Rauchern war bei den Parkinson-Kranken um 44 Prozent niedriger als bei den Gesunden (Arch Neur 64, 2007, 576).

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Gesundes Gärtnern

Kaum hat sich der Winter so einigermaßen verabschiedet, beginnt sie wieder, die Gartensaison. Hier ist es ganz wichtig, dass man es langsam angehen lässt und sich richtig bei der Arbeit bewegt, ansonsten drohen Schmerzen in den Gelenken und Muskeln.

Wichtig ist es, gerade bei der Gartenarbeit, sich mal häufiger aufzurichten und die Arbeitsposition zu wechseln, so werden Rücken und Gelenke geschont. Was häufig vorkommt, gerade im Garten, sind Arbeiten in gebückter Haltung, so z.B. das Pflanzen von Setzlingen. Dann wird sich aufgerichtet und sich zur Schubkarre gedreht, um einen neuen Setzling herauszuholen. Das nennt man dann kombinierte Aufricht- und Drehbewegung. Sie sollte auf jeden Fall vermieden werden, da sie schnell zum Hexenschuss führt.

Kniekissen und Sitzbänkchen schonen Gelenke
Empfehlen kann ich auch, gerade für die Arbeiten am Beet, ein Kniekissen oder ein Sitzbänkchen. Langes Knien auf dem Boden dagegen schadet dem Knorpelbelag hinter der Kniescheibe. Mit krummem Rücken sollte auch nicht über längere Zeit gearbeitet werden, deshalb eignet sich hier besonders eine Harke, die in ihrer Länge verstellbar ist. Stellen sich während der Gartenarbeit Muskelkrämpfe oder Schmerzen ein, dann bitte die Arbeit sofort unterbrechen.

Quelle:Dr. med. Günter Gerhardt

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Fremdwörter-Lexikon speziell auf Bandis abgestimmt

Seit einigen Jahren bemühen wir uns, Fremdwörter rund um die Bandscheibenproblematik zu übersetzen. So entstand mit der Zeit ein recht umfangreiches Lexikon, welches kaum noch Fragen offen lässt.

Oft werden dem Patienten nach einer CT oder MRT die Befundberichte übergeben, ohne den Patienten über den Befund aufzuklären. Der nächste Termin mit dem Facharzt ist noch in weiter Ferne. Man möchte doch unbedingt wissen, was in dem Befund steht, doch das Fachchinesisch ist für den Laien nicht aufschlussreich.

Unser Lexikon http://www.diebandscheibe.de/lexikon.php gibt Aufschluss und erklärt Wort für Wort die Fremdwörter. Falls dann noch Fragen offen sind, können diese im Forum http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php? angesprochen werden.

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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat April alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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Daten und Fakten:
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