Newsletter vom 18.05.2007, 08:41:29

Betreff:

Newsletter Mai

Banditreffen in Würzburg vom 14.09. bis 16.09. 2007

Unser diesjähriges Banditreffen findet in Würzburg statt und es haben sich schon viele Mitglieder angemeldet. Wir würden uns freuen, auch Euch in Würzburg begrüßen zu können. Das persönliche Kennenlernen und viel Spaß stehen im Vordergrund. Alle Infos zum Treffen findet Ihr im Forum "Stammtisch-Treffen"

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=20471

Also, los geht´s, wir warten auf Eure Anmeldung:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=20472

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Handy-Diebstahl

Die Zahl der Handy-Diebstähle ist in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen. Deutschlandweit schätzen die Ermittler die Zahl auf ca. 300.000 gestohlene Geräte pro Jahr. Wird ein Mobiltelefon gestohlen, kann man als Betroffener meistens nur seine SIM-Karte sperren lassen, um den finanziellen Schaden zu begrenzen. Der Großteil der Geräte taucht nie wieder auf. Die Aufklärungsrate ist äußerst gering. Die Experten der Polizei fordern deshalb ein besseres System gegen den Handy-Diebstahl, wie zum Beispiel in Großbritannien. Hier können geklaute Handys anhand einer individuellen Gerätenummer, der sogenannten IMEI Nummer, zentral gesperrt werden. Damit werden sie für den Dieb quasi wertlos.
Planetopia über das neue Präventionsmodell und warum sich einige Netzbetreiber hierzulande bisher dagegen sperren.

Der komplette Artikel hier: http://www.planetopia.de/archiv/2007/planetopia/05_06/21_text.html

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Erstmals über 4.000 Menschen durch Organspende gerettet
Anzahl der Transplantationen im Jahr 2006 auf Höchststand


Im vergangenen Jahr ist die Anzahl der durchgeführten Transplantationen in Deutschland von 3.910 in 2005 auf 4.032* gestiegen. „Dies war nur möglich, weil 1.259 Menschen bundesweit nach dem Tod ihre Organe gespendet haben, das sind 3,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor“, erklärt Prof. Dr. Günter Kirste, medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO). Vor diesem Hintergrund sei es der DSO ein besonderes Anliegen, allen Spendern und ihren Angehörigen auch im Namen der Empfänger zu danken. Mit ihrer Entscheidung pro Organspende hätten sie es ermöglicht, dass die Anzahl der Organspender in 2006 ihren bisher höchsten Stand erreicht habe, so der Mediziner. Auf die Einwohnerzahl in Deutschland bezogen, bedeutet dies, dass 15,3 Menschen pro eine Million Einwohner im Bundesdurchschnitt ihre Organe nach dem Tod gespendet haben. Insgesamt wurden aus Deutschland 3.925 Organe für Transplantationen zur Verfügung gestellt, das sind 3,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor (2005: 3.777). Trotz teilweise schwieriger Rahmenbedingungen im Gesundheitssystem habe sich somit der positive Trend der vergangenen Jahre auch in 2006 weiter stabilisiert, erklärt Dr. Thomas Beck, kaufmännischer Vorstand der DSO.

Diese positiven Zahlen dürfen jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass nach wie vor ein großer Mangel an Spenderorganen besteht. Fast 12.000 Menschen warten immer noch auf eine Niere, eine Leber, ein Herz, eine Lunge oder eine Bauchspeicheldrüse. Im vergangenen Jahr starben im Durchschnitt an jedem Tag drei Menschen auf der Warteliste.

Wenn auch Sie Leben retten wollen, dann beantragen Sie doch den Organspendeausweis!

Weitere Infos unter: http://www.dso.de/

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Gymnastikübungen für unterwegs

Nun gibt es keine Ausrede mehr, während einer Pause auf dem Rastplatz, ein wenig Stressabbau zu betreiben. Nach den Videos fürs Handy nun auch Übungen für Autofahrer auf dem Navigationsgerät!
Das schöne daran, der Autor stellt seine Videos kostenlos zur Verfügung.

http://www.starker-ruecken.com/bandscheibenblog/uebungen-fuer-autofahrer/

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EU-Mitgliedsländer sollen Kampf gegen Allergien forcieren
Europaabgeordnete, Ärzte und Patienten sehen dringenden Handlungsbedarf / Europäisches Forschungsnetzwerk mit mehreren deutschen Unis


BRÜSSEL. Nach Prognosen der Europäischen Akademie für Allergie und Klinische Immunologie (EAACI) wird bis zum Jahr 2015 voraussichtlich jeder zweite Europäer an einer Allergie leiden. In Deutschland reagiert nach Angaben von Allergologen heute schon jeder fünfte Erwachsene allergisch.

Von Petra Spielberg
Europaabgeordnete, Ärzte und Patienten haben die Mitgliedsländer der Europäischen Union (EU) daher bei einem Alllergiegipfel in Brüssel dazu aufgefordert, ausreichende finanzielle Ressourcen für die Diagnose und Behandlung von Patienten mit allergischen Erkrankungen bereitzustellen und das Therapiemanagement von Allergiepatienten europaweit zu verbessern.

Klimaerwärmung mit gravierenden Folgen
Hausstaubmilben lösen einer Marktuntersuchung des Beratungsunternehmens TNS Healthcare mit 5277 Erwachsenen aus fünf europäischen Ländern zufolge am häufigsten Allergien aus. Aber auch Pollen, Nahrungsmittel, Tierhaare, Tabakrauch sowie andere Allergene verursachen allergische Symptome.

Außerdem trage die Klimaerwärmung dazu bei, dass die Heuschnupfensaison inzwischen zehn bis elf Tage länger andauert als noch vor einigen Jahren, so Dr. Roberto Bertollini von der WHO.

Alarmierend sei zudem die zunehmende Zahl von Allergien bereits bei Kindern, sagte Professor Ulrich Wahn, Direktor der Pädiatrischen Klinik des Berliner Charité-Virchow-Klinikums. Eines von vier Kindern zeige heute bereits allergische Reaktionen. Da die meisten von ihnen im Laufe ihres Lebens in der Regel unter wechselnden allergischen Symptomen, ausgelöst durch eine Vielzahl von Allergenen leiden würden, sei es oftmals sehr schwierig, die Erkrankung in den Griff zu bekommen.

"Große medizinische Herausforderung"
"Wir stehen hier vor einer der großen medizinischen Herausforderung des 21. Jahrhunderts", sagte der Allergologe. Um eine Verschiebung und Verschlimmerung der Symptome zu vermeiden, sei es wichtig, die Auslöser so früh wie möglich zu diagnostizieren und betroffene Patienten konsequent zu behandeln, so Wahn.

Zu den erforderlichen Maßnahmen gehörten zum Beispiel eine umfassende Aufklärung der Patienten über mögliche Allergene und Triggerfaktoren sowie die spezifische Immuntherapie.

Die Therapie von Allergiepatienten solle überall in erster Linie durch spezialisierte Allergologen erfolgen, so eine weitere Forderung der Teilnehmer des Brüsseler Allergiegipfels. Gleichwohl existiert die Allergologie als eigenständige Fachrichtung oder Subspezialisierung bislang nur in einigen EU-Ländern.

Fehldiagnosen und eine unzureichende Versorgung führten jedoch nicht nur dazu, dass sich die Beschwerden verschlimmern können, sondern verursachten darüber hinaus auch unnötige Kosten.

Die Stiftung Europäisches Zentrum für Allergieforschung (ECARF) beziffert die vermeidbaren Ausgaben, die den Volkswirtschaften in der EU jährlich durch Allergien entstehen, auf rund 20 Milliarden Euro.

Ansätze zur Optimierung der Diagnose- und Therapiemöglichkeiten könnte ein europäisches Forschernetzwerk liefern, an dem Experten aus 16 Ländern teilnehmen, darunter Genetiker, Immunologen, Dermatologen, Pädiater und HNO-Ärzte sowie Fachleute aus der Nahrungsmittelheilkunde.

Deutsche Partner des Projekts mit dem Namen Ga2len sind das Berliner Allergie-Centrum der Charité, die Münchner Technische Universität und die bayerische Ludwig-Maximilians-Universität. Die EU-Kommission unterstützt das Projekt mit 14 Millionen Euro. Ziel von Ga2len ist es, Daten zur Epidemiologie und Entstehung von Allergien zu sammeln und einheitliche Standards für die Diagnose und Therapie zu entwickeln. Hierzu dienen den Wissenschaftlern unter anderem Querschnittsuntersuchungen bei tausenden von Kindern ab der Geburt aus ganz Europa.

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Weniger Allergien bei H. pylori-Infekt

NEW YORK (ddp). Die Infektion mit Helicobacter pylori ist offenbar mit einem verringerten Risiko für Allergien und Asthma assoziiert. Dieses Fazit zogen US-Ärzte um Dr. Martin Blaser aus New York nach der Auswertung der Daten von mehr als 7600 Erwachsenen (Arch Intern Med 167, 2007, 821).

Studienteilnehmer, die als Kind einen besonders aggressiven Helicobacter-pylori-Stamm im Magen hatten, erkrankten als Kinder nur etwa halb so häufig an Asthma oder an Allergien gegen Pollen oder Schimmelpilze wie jene, die nicht mit dem Keim infiziert waren. Nach Ansicht der Ärzte ist der Zusammenhang ein weiterer Beleg für die Hygiene-Hypothese, nach der die verbesserten Hygiene-Bedingungen in den Industrieländern Allergie-bedingten Erkrankungen Vorschub leisten.

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Brutstätten für Bakterien
Die meisten Deutschen setzen sich nicht auf öffentliche WCs – aus Angst vor Ansteckung. Die meisten Keime lauern jedoch in Küche und Büro.


Lange Warteschlangen vor den Toilettenhäuschen während Konzerten oder Sportveranstaltungen vermitteln ein anderes Bild – dennoch: Rund jede zweite Frau und jeder dritte Mann versucht, sich den Gang aufs öffentliche Klo zu ersparen, so eine Umfrage eines Toilettenartikelherstellers aus dem Jahr 2006. Offenbar gruseln wir uns am meisten vor dem, was sich unsichtbar auf dem stillen Örtchen tummelt. Deshalb wird es gewienert und geschrubbt, mindestens einmal pro Woche. Spülbecken & Co. dagegen erleben eine weniger intensive hygienische Zuwendung. Ein grober Fehler, wie sich in verschiedenen Untersuchungen zeigt. Denn am stärksten mit Keimen belastet sind Kühlschränke – und Computertastaturen.
Krankhafte Angst vor Krankheit. Wer das eklig findet, folgt einem durchaus gesunden Impuls. Denn Ekel schützt. Britische Forscher haben in einer Internetumfrage unter 40 000 Teilnehmern deren Reaktion auf verschiedene Bilder ermittelt. Besonders ekelten sich die Probanden, wenn die Fotos potenziell gesundheitsschädigende Motive zeigten, allen voran: grün-gelblicher Schleim, Verbrennungen, Maden oder offene und eiternde Wunden. Dabei fanden die Probanden rund um den Globus die gleichen Bilder am abstoßendsten. Das galt für die Forscher als Beleg, dass Menschen zum Schutz vor Krankheiten einen eingebauten Ekel-Modus haben, wie sie in der Online-Ausgabe des Fachmagazins Proceedings of the Royal Society veröffentlichten.

Panik ist allerdings übertrieben, denn Erreger gehören zu unserem Leben. „Wie gefährlich sie sind, hängt von der Art, der Menge sowie der Art der Aufnahme ab. Von Salmonellen beispielsweise müssen Sie etwa 1000 schlucken, um krank zu werden. Bei Legionellen reicht es, nur zehn bis 100 einzuatmen“, sagt Wolfgang Dott, Direktor des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin der RWTH Aachen. Unbelastete Luft enthält 100 bis 1000 Bakterien und Pilze pro Kubikmeter.

Für den Umgang mit Alltagskeimen reichen einfache Mittel aus. „Händewaschen ist die Hygienemaßnahme Nummer eins“, rät Wolfgang Dott. „Desinfektionsmittel haben in Haushalten dagegen bei aller Vorsicht nichts verloren – normale Reinigungsmittel genügen völlig.“

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Diagnosefehler führt nicht immer zu Schadenersatz

KOBLENZ (dpa). Patienten haben bei Diagnosefehlern von Ärzten nicht zwangsläufig einen Anspruch auf Schadenersatz. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz hervor.

Im konkreten Fall hatte der Arzt auf einer Computertomografie einen Tumor in der Nase des Klägers nicht erkannt. Der Patient vertrat die Ansicht, der Mediziner müsse für die darauf beruhende Fehldiagnose einstehen. Das Gericht sah dies anders und erklärte, in einem Diagnose- stets einen Behandlungsfehler zu sehen.

Oft seien die Symptome einer Erkrankung nicht eindeutig und könnten auf verschiedene Ursachen hinweisen. Dies gelte auch für medizinische Aufnahmen wie Computertomografien. Zudem ist die vorliegende Krankheit nach Angaben eines Sachverständigen sehr selten.

Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz, Az.: 5 U 209/06

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Borreliose-Gefahr durch Zecken ist wesentlich größer als FSME-Risiko
Auch wer gegen FSME geimpft ist, sollte sich vor Zecken schützen


MÜNCHEN (wst). Wie FSME wird auch die Borreliose von Zecken übertragen, aber an Borreliose erkranken - zumindest in Bayern - 50 bis 100 Mal mehr Menschen. Auch wer gegen FSME geimpft ist, sollte sich deshalb vor den kleinen Blutsaugern schützen.

Nach Streifzügen durch die Natur sollten Eltern ihre Kinder gleich nach Zecken absuchen. Die Infektionsgefahr steigt mit der Saugdauer. Foto: Baxter
Darauf wies Bayerns Minister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Dr. Werner Schnappauf bei einer Pressekonferenz in München hin. Um den Spinnentieren den Weg zur Haut zu erschweren, sollten Spaziergänger geschlossene Schuhe, lange Ärmel und Hosen tragen. Abwehrmittel verstärken diesen mechanischen Schutz. Wer außerdem helle Kleidung trägt, sieht die Zecken mit ihrem dunklen Chitinrücken besser und kann sie dann abwehren.

Besonders Kinder sollten nach Aufenthalt im Freien auf wandernde oder bereits angesaugte Zecken abgesucht werden. Da die Infektionsgefahr mit der Saugdauer steigt, ist es ratsam, gefundene Exemplare so schnell wie möglich mit einer Zeckenzange oder Pinzette zu entfernen. Aufträufeln von Öl oder Klebstoff auf das noch saugende Tier ist nicht zweckmäßig, weil dadurch verstärkt Keime in den Körper gelangen.

Auch wenn Zecken immer häufiger Krankheiten übertragen, ist Panik nicht angebracht, wenn man ein Tier an sich entdeckt. Das hat der Impf- und Infektionsexperte Dr. Nikolaus Frühwein aus München betont. Nach wie vor bleiben die meisten Zeckenbisse folgenlos. Eine Antibiotika-Therapie gegen Borreliose ist erst dann indiziert, wenn sich um die Biss-Stelle ein Erythema migrans von mindestens 5 cm Durchmesser gebildet hat.

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Jungs brauchen mehr Bewegung als Mädchen, um nicht dick zu werden
Täglich 15 Minuten mäßig intensive Bewegung halbiert das Adipositas-Risiko


BRISTOL (mut). Wer öfter mal mit seinen Kindern flott eine Runde läuft, statt sie überall hinzufahren, der kann schon ihr Risiko für Übergewicht drastisch reduzieren. Das gilt vor allem für Jungs: Bei ihnen genügen schon täglich 15 Minuten mäßig intensive Bewegung, um die Gefahr von Speckröllchen zu halbieren. Bei Mädchen hat Sport dagegen weniger Einfluss auf das Gewicht.

ist vor allem für Jungen wichtig, um Übergewicht zu vermeiden. Foto: dpa
Die Deutschen sind nach Daten einer neuen Studie die dicksten EU-Bürger - das sieht man zum Teil auch schon bei den Kindern. Glaubt man britischen und irischen Forschern, dann liegt es bei Jungs aber weniger an der Ernährung als vielmehr am Bewegungsmangel, wenn sie zu viel Fett ansetzen. So lassen sich zumindest die Daten zweier Studien interpretieren.

In der einen Studie gaben Forscher aus Bristol 5500 zwölfjährigen Kindern für etwa eine Woche eine Art Schrittzähler. Damit konnten die Forscher messen, wieviel und vor allem wie intensiv sich die Kinder bewegten.

Zudem wurde bei allen Kindern die Fettmasse per Röntgenabsorption bestimmt. Aufgrund unklarer Richtwerte für Adipositas bei Kindern wurden Kinder mit Fettmasse-Werte über der 90igsten Perzentile als adipös bezeichnet. Die Forscher schauten nun, wie viele Minuten täglich die Kinder mäßig bis stark körperlich aktiv waren. Darunter verstanden sie eine Leistung, die bereits beim flotten Gehen erreicht wird.

Die Ergebnisse: Von den Jungs, die sich mindestens 40 Minuten täglich mäßig bis stark bewegten, war praktisch keiner adipös. Mädchen können dagegen nach diesen Studiendaten durch Bewegung allein eine Adipositas nicht ganz vermeiden. Sie können das Risiko dafür um höchstens zwei Drittel reduzieren.

Wie die Forscher weiter berechneten, können Jungs bereits mit 15 Minuten mäßiger Aktivität pro Tag ihr Risiko für Übergewicht um 55 Prozent reduzieren, Mädchen um 38 Prozent (PLoS Medicine 4, 2007, e97).

Auch nach Resultaten einer Studie von Ärzten aus Dublin hilft Bewegung vor allem Jungs, dünn zu bleiben. Sie machten bei 224 sieben- bis zehnjährigen Kindern einen Fitness-Test und maßen vier Tage lang ihre körperliche Aktivität. Der Bauchumfang war bei Jungs dabei umso größer, je weniger sie sich bewegten und je weniger fit sie waren. Bei Mädchen gab es dagegen keinen klaren Zusammenhang zwischen Bewegung, Fitness und Bauchumfang (BJSM 41, 2007, 311).

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Bei Rauchern mit Arthrose schwindet Knorpel schneller

ROCHESTER (hub). Nun gibt es ein gutes Argument, zumindest Raucher mit Gonarthrose zum Aufhören zu animieren: Der Nikotinmissbrauch fördert den Verlust von Gelenkknorpel. Die Krankheit verläuft dann schneller und schmerzvoller als bei Nichtrauchern.

Bei 159 Männern mit Knie-Arthrose - darunter 19 Raucher - hatte eine Arbeitsgruppe um Dr. Shreyasee Amin die Knorpelmorphologie im Kniegelenk mit MRT bestimmt. Außerdem bewerteten die Wissenschaftler von der Mayo Klinik Rochester die Knorpeldichte mit einer Sechs-Punkte-Skala.

15 und 30 Monate später kontrollierten sie die Befunde: In der Rauchergruppe war der Knorpel stärker zurückgegangen als bei den Nichtrauchern: zwischen Femur und Tibia um das 2,3-fache, zwischen Femur und Patella sogar um das 2,5-fache (Ann Rheum Dis 66, 2007, 18)

Zugleich hatten die Raucher stärkere Schmerzen im Gelenk: Auf einer visuellen Analog-Skala von 0 bis 100 (100 = stärkster Schmerz) gaben Raucher im Mittel 60, Nichtraucher 40 an. Dabei waren die Raucher mit durchschnittlich 62 Jahren jünger als die Nichtraucher (69 Jahre). Zudem wogen sie weniger (BMI 28,9 versus 31,3).

Als Grund für den verstärkten Schmerz vermuten die Forscher, dass durch Rauchen Schmerzrezeptoren im Gelenk angeregt werden oder die Schmerzschwelle sinkt. Den stärkeren Knorpelverlust erklären sie damit, dass Rauchen den Kohlenmonoxidgehalt im arteriellen Blut erhöht. Das bewirkt Hypoxie im Gewebe, was die Reparatur im Knorpel hemmt.

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Heizungskosten müssen erstattet werden

Ein "Hartz-IV"-Empfänger hat Anspruch auf die Erstattung der tatsächlichen Heizkosten. Dies entschied das Sozialgericht Dortmund in einem am Freitag bekannt gewordenen Urteil und gab damit der Klage einer 48-jährigen Langzeitarbeitslosen aus Meschede statt. Die Stadt hatte nur eine Pauschale bewilligt. Dagegen hatte die Frau erfolglos Widerspruch eingelegt und dann auf Übernahme ihrer wirklichen Kosten geklagt. Dem entsprach das Gericht nun und bestätigte einen Anspruch auf Übernahme der real entstandenen Heizkosten.
AS S 29 AS 498/05

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Hartz-IV-Empfänger darf Zusatzverdienst behalten

Das Einkommen eines Hartz-IV-Empfängers aus einer geringfügigen Beschäftigung darf nachträglich nur mit dessen Zustimmung auf das Arbeitslosengeld II angerechnet werden. Dies geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil des Sozialgerichts Koblenz hervor. Ausgenommen seien lediglich Fälle, in denen der Leistungsempfänger vorsätzlich oder grob fahrlässig falsche Angaben gemacht habe.

Im vorliegenden Fall war ein Hartz-IV-Empfänger im Juli und August 2006 einer geringfügigen Beschäftigung nachgegangen. Diese meldete er ordnungsgemäß bei der zuständigen Arbeitsgemeinschaft (ARGE) aus Kommune und Arbeitsagentur an. Nachdem der Mann nach Ende seiner Beschäftigung der ARGE die Lohnabrechnung vorlegte, forderte diese von dem Arbeitslosen 160 Euro zurück und kündigte an, diesen Betrag mit laufenden Leistungen zu verrechnen. Gegen diesen Bescheid zog der Betroffene vor Gericht und hatte Erfolg.

Die Koblenzer Richter entschieden, der Mann habe zwar zu viel Arbeitslosengeld II für die Monate Juli und August erhalten. Dieses dürfe jedoch nachträglich nur mit laufenden Leistungen verrechnet werden, wenn der Betroffene zustimme. Die Gesetzeslage schließe alles andere aus. Der Gesetzgeber habe der aktuellen Sicherung des Lebensunterhalts Vorrang eingeräumt.

(Aktenzeichen: Sozialgericht Koblenz S 11 AS 635/06)

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Sehschärfe kann bei Schwangeren schwanken

SENDEN (ddp). Durch die veränderte Hormonsituation in der Schwangerschaft verändert sich der Wasserhaushalt. Dadurch kann sich auch die Augen-Hornhaut leicht verändern, was zu Problemen beim Sehen führen kann, sagt Dr. Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands.

Die Sehschärfe könne dabei um eine viertel bis eine halbe Dioptrie schwanken. "Da die Veränderungen nach der Schwangerschaft wieder verschwinden, sollte möglichst die Geburt abgewartet werden, bevor eine neue Brille angepasst wird. Bei dauerhaften oder starken Sehproblemen sei aber zur ärztlichen Untersuchung geraten werden. Ebenso, wenn Hypertonie in Kombination mit Augenproblemen auftritt.

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Patienten dürfen Behandlungsakten einsehen

FRANKFURT AM MAIN (dpa). Ein Patient hat grundsätzlich Anspruch auf Einsichtnahme und Herausgabe der Protokolle seiner psychotherapeutischen Behandlung. Das berichtet die "Monatsschrift für Deutsches Recht" unter Berufung auf ein Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main.

Von dieser Pflicht zur Gewährung der Einsichtnahme und Herausgabe der Unterlagen seien lediglich die Notizen ausgenommen, die rein subjektive Eindrücke des Therapeuten wiedergeben würden, entschieden die Richter.

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Klage eines Patienten gegen einen Diplom-Psychologen statt. Der Kläger wollte die Unterlagen, die der Therapeut anlässlich der Behandlung angelegt hatte, einsehen. Der Psychologe verweigerte das mit der Begründung, die Einsichtnahme oder Herausgabe wäre für die persönliche Entwicklung des Klägers nachteilig.

Das Landgericht ließ den Einwand nicht gelten. Die Richter verwiesen darauf, dass es mit dem Selbstbestimmungsrecht des Patienten und seiner Würde nicht vereinbar sei, wenn ihm Dokumente vorenthalten würden, die ihn persönlich betreffen. Insoweit gelte im Wesentlichen der gleiche rechtliche Maßstab wie bei anderen Krankenunterlagen. Wieso der Kläger beim Lesen der Protokolle Schaden nehmen solle, habe der Therapeut nicht näher begründet.

Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main, Az.: 2-24 S 127/06.

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Spaziergänge im Grünen helfen bei Depressionen

Britische Wissenschafter haben herausgefunden, dass ein Spaziergang im Grünen deutlich gegen Depressionen wirkt und das Selbstwertgefühl verbessert.

Millionen Menschen könne durch eine "Ökotherapie" geholfen werden, erklärte der Wohlfahrtsverband "Mind" gestern bei der Veröffentlichung einer Studie zur "Ökotherapie". Es handle sich um eine glaubwürdige, klinisch äußerst wirkungsvolle Methode. Sie sollte von den Ärzten viel häufiger verschrieben werden, forderte die Organisation, die sich für psychisch Kranke einsetzt.

Wissenschafter untersuchten die Wirkung eines halbstündigen Spaziergangs an der frischen Luft auf 20 Menschen mit psychischen Problemen. 71 Prozent gaben an, ihre Depression habe abgenommen, 90 Prozent hatten ein besseres Selbstwertgefühl. Ein Spaziergang in einem Einkaufszentrum zeigte dagegen deutlich schlechtere Resultate. Eine zweite Studie mit 108 Probanden kam zu dem Ergebnis, dass die "Ökotherapie" das psychische Befinden fast aller Teilnehmer (94 Prozent) verbesserte.

(ARD-Video-Text)

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Nicht nur der Rücken tut weh

Patienten mit chronischen Rückenschmerzen haben häufig zusätzliche Erkrankungen / Studie der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg
Patienten, die an chronischen Rückenschmerzen leiden, haben besonders häufig weitere Erkrankungen. Je länger ihr Leiden besteht, desto mehr zusätzliche Beschwerden treten auf. Dazu gehören vor allem psychische Störungen, Kreislauf- sowie Augenerkrankungen, die jeweils bei mindestens 30 Prozent der Patienten auftreten.

Dies ist das Ergebnis einer Studie der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg, die jetzt in der Zeitschrift "Schmerz" veröffentlicht worden ist. "Ärzte, die diese Patienten behandeln, sollten sich bewusst sein, dass chronische Rückenschmerzen nur selten ein isoliertes gesundheitliches Problem sind", erklärt Professor Dr. Marcus Schiltenwolf, Leiter der Sektion Schmerztherapie der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg, der gemeinsam mit M. Buchner, E. Neubauer und A. Barié die Studie durchgeführt hat.

Rückenschmerzen sind weit verbreitet: Rund 30 Millionen, also mindestens jeder dritte Bundesbürger, klagen einmal im Jahr über einen akuten Rückenschmerz. Vom akuten zum chronischen Leiden ist der Weg oft nicht weit. Der volkswirtschaftliche Ausfall liegt schätzungsweise bei 20 Milliarden Euro pro Jahr.

Eingeschränkte Mobilität der Patienten kann andere Organe beeinträchtigen

Bei der Studie wurden insgesamt 102 Männer und Frauen befragt und mit standardisierten Fragebögen getestet: 51 litten an chronischen Rückenschmerzen, bei den anderen Testpersonen handelt es sich um eine vergleichbare "rückengesunde" Gruppe. Die Teilnehmer waren im Durchschnitt 51 Jahre alt. Die Rückenschmerz-Patienten hatten ihr Leiden seit durchschnittlich seit fast sieben Jahren. In ihrer Gruppe traten zusätzliche Erkrankungen mehrfach häufiger auf als in der Vergleichsgruppe. So litten 30 Rückenschmerz-Patienten an psychischen und Verhaltensstörungen im Vergleich zu sechs Personen in der Vergleichsgruppe.

"Warum diese zusätzlichen Erkrankungen auftreten, ist unklar", sagt Professor Schiltenwolf. Bei depressiven Verstimmungen könnte es sich um eine Folge des chronischen Leidens handeln. Die eingeschränkte Mobilität der Patienten kann Organsysteme direkt beeinträchtigen. Gemeinsame Risikofaktoren wie Übergewicht können mehrere Beschwerden zugleich auslösen. "Ein weiterer Erklärungsansatz ist die hohe Bereitschaft zur Somatisierung, der körperlichen und somit medizinischen Zuordnung und Erklärung von Körperbeschwerden, der Rückenschmerz-Patienten, die durch häufiges Aufsuchen des Arztes verstärkt wird", so Professor Schiltenwolf.

Quelle: Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg

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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat Mai alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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