Newsletter vom 29.08.2007, 10:34:00

Betreff:

Newsletter August

Banditreffen in Würzburg vom 14.09. bis 16.09. 2007

Unser diesjähriges Banditreffen findet in Würzburg statt und es haben sich schon viele Mitglieder angemeldet. Wir würden uns freuen, auch Euch in Würzburg begrüßen zu können. Das persönliche Kennenlernen und viel Spaß stehen im Vordergrund. Alle Infos zum Treffen findet Ihr im Forum "Stammtisch-Treffen"

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=20471

Also, los geht´s, wir warten auf Eure Anmeldung:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=20472

*********************************************************************************

RLS stark genetisch bedingt

MÜNCHEN (dpa). Ein internationales Forscherteam hat genetische Ursachen für das Restless-Legs-Syndrom (RLS) entdeckt, teilt die Max-Planck-Gesellschaft in München mit.

Das Team um Dr. Juliane Winkelmann vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München hatte das Erbgut von 401 RLS-Patienten und 1644 gesunden Kontrollpersonen verglichen. Insgesamt wurden 236 000 Genom-Bausteine untersucht. Die Forscher haben dabei drei Erbgut-Regionen aufgespürt, deren Veränderung das RLS-Risiko jeweils um über 50 Prozent erhöht.

Die Arbeit, an der auch Forscher aus Kassel, Marburg, Göttingen, Wien und Montréal beteiligt waren, wurde jetzt in "Nature Genetics" online vorab publiziert. Die neu entdeckten Gene kontrollieren auch die Embryonalentwicklung, so dass eine Entwicklungsstörung als RLS-Ursache diskutiert wird.


*********************************************************************************

Ärzte: Verbraucherzentrale kritisiert kostenpflichtige Angebote

Düsseldorf (ddp). Die Verbraucherzentrale NRW sieht eine zunehmende Verbreitung von so genannten «individuellen Gesundheitsleistungen» (IGeL). Immer häufiger böten Ärzte einen ganzen Katalog an zusätzlichen Beratungen und Präventionsmaßnahmen an, die nicht von den Krankenkassen, sondern von den Patienten selbst bezahlt werden müssten, kritisierten die Verbraucherschützer am 23.07.2007 in Düsseldorf. Hinzu komme, dass Patienten meist allein entscheiden müssten, welche der ärztlichen Angebote hilfreich seien und welche nicht.

Um beurteilen zu können, welche angebotene Leistung sinnvoll sei, sollten sich Verbraucher den Nutzen für ihre Gesundheit ausführlich vom Arzt erklären lassen, empfahl die Verbraucherzentrale. Zudem solle sich niemand zu einer raschen Entscheidung drängen lassen. Auf der sicheren Seite sei, wer einen anderen Mediziner, die Krankenkasse oder die Gesundheitsberatung der Verbraucherzentrale um Rat frage. Um erste Fragen zu klären, hat die Verbraucherzentrale eine Broschüre unter dem Titel «Patiententipps zu IGeL-Leistungen» zusammengestellt. Die achtseitige Kurzinfo ist kostenlos in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale oder im Internet unter vz-nrw.de/igel erhältlich.


*********************************************************************************

Venentraining: Knieguss entspannt für Stunden

Baierbrunn (ots) - Müde Blutgefäße, die sich mit schweren, schmerzenden Beinen bemerkbar machen, können zu Hause mit einfachen Mitteln wieder munter gemacht werden: Entweder mit "Kneippen" in der Badewanne oder mit einem kalten Knieguss, rät der Kurarzt und Kneippexperte Dr. Robert M. Bachmann im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".

Für den Kneipp´schen Storchengang lässt man so viel kaltes Wasser in die Badewanne, dass die Waden zu dreiviertel umflossen werden. Für den Knieguss schraubt man den Duschkopf von der Brause und führt das Wasser im sanften Schwall am rechten Fuß außen beginnend bis zum Knie hoch und innen wieder abwärts. Wichtig ist die Wassertemperatur. Sie soll 12 bis 18 Grad Celsius betragen. "Nach einem Knieguss kann der Kälte- und Spannungseffekt auf die Venen bis zu acht Stunden anhalten", sagt Bachmann.

Der Kältereiz zieht die Blutgefäße zusammen. Das trainiert die Gefäßmuskulatur. Beim Storchengang in der Wanne kommt die Bewegung hinzu, welche die "Muskelpumpe" aktiviert. Sie ist wichtig, um den Blutfluss in den Venen körperaufwärts anzutreiben.

*********************************************************************************

Augenkrankheiten: Neue Hoffnung für Patienten

Hamburg (ots) - 61 Prozent der Deutschen sehen nicht gut, viele von ihnen leiden an Augenkrankheiten, bei denen Brille oder Kontaktlinsen das Problem nicht lösen. Wie die Frauenzeitschrift FÜR SIE in ihrer Ausgabe (16/2007) berichtet, können eine verfeinerte Diagnose-Technik und neue Behandlungsmethoden in vielen Fällen helfen.

So gibt es inzwischen das erste 3-D-Computertomogramm vom Auge, bei dem die Netzhaut problemlos von allen Seiten betrachtet werden kann. Dies ist insbesondere wichtig für eine frühe Diagnose der altersbedingten Makula-Degeneration, die zur Erblindung führen kann. Auch bei der Behandlung der Krankheit selbst gibt es Fortschritte: Ein Wirkstoff aus der Darmkrebstherapie sorgt laut Studien bei 90 Prozent der Patienten für die Stabilisierung der Sehkraft. 40 Prozent verspüren sogar eine Besserung. Mussten Patienten mit grauem Star bislang auch nach einer Operation zur Nah- oder Fernsicht eine Brille tragen, ist dies in Zukunft unnötig. Wird die Augenlinse durch die neuartigen Multifokallinsen ersetzt, ist beides gleichermaßen möglich. Experten empfehlen sie sogar zur Korrektur starker Kurz- und Weitsichtigkeit ab dem 45. Lebensjahr. Auch bei einer angeborenen Hornhaut-Vorwölbung, die in schweren Fällen eine Netzhaut-Transplantation erforderlich macht, gibt es neue Behandlungsmöglichkeiten. Durch eine ambulante, rund 45-minütige OP, bei der die Hornhaut mit einer Vitamin-B2-Lösung betröpfelt und mit UVA-Licht bestrahlt wird, kann eine Transplantation heute hinausgezögert oder ganz vermieden werden.

*********************************************************************************

Übelkeit: Ingwer für die Reiselust

Baierbrunn (ots) - Übelkeit, Erbrechen und Schweißausbrüche verleiden so manchem Reislustigen den Start in den Urlaub. Synthetische Arzneimittel gegen Übelkeit helfen zwar gut, machen aber

oft müde. Eine nebenwirkungsarme Alternative seien Ingwerkapseln, berichtet die "Apotheken Umschau". Sie werden eine halbe Stunde vor Reisebeginn und dann alle vier Stunden eingenommen. Ob frischer Ingwer auch hilft, ist unklar.

*********************************************************************************

Mehrbelastung: VdK plant Verfassungsbeschwerde

Berlin (ddp). Der Sozialverband VdK will gegen die Mehrbelastung der Rentner durch die Gesundheitsreform 2005 vor dem Bundesverfassungsgericht klagen. Das kündigte VdK-Präsident Walter Hirrlinger im «Tagesspiegel» an.

Das Bundessozialgericht (BSG) hatte zuvor die Mehrbelastung von Rentnern durch die Gesundheitsreform 2005 höchstrichterlich abgesegnet. Sobald die Begründung des Gerichts vorliege, werde man diese ausgiebig prüfen, sagte Hirrlinger. «Wenn wir eine Chance sehen, werden wir auf jeden Fall Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht erheben», fügte er hinzu.

Die Kasseler Bundesrichter befanden am 18.07.2007, es verstoße nicht gegen die Verfassung, dass Rentner wie alle gesetzlich Versicherten seit 1. Juli 2005 mehr als die Hälfte ihrer Krankenversicherungsbeiträge allein tragen müssen. Der zusätzliche Beitrag in Höhe von 0,45 Prozent der Rente sei eine «gerechtfertigte Belastung».

*********************************************************************************

Hochdosiertes Vitamin E ist Arznei

Weil hochdosiertes Vitamin E eine therapeutische Wirkung hat, darf es nicht als Nahrungsergänzungsmittel frei verkauft werden. Vielmehr sei es wie ein Medikament zu behandeln, beschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.
(AZ: BVerwG 3 C 21.06 u.a.)

Zu Arzneimitteln müssen nach Ansicht des Gerichts all jene Produkte gezählt werden, die "die Funktionsbedingungen des menschlichen Körpers erheblich beeinflussen". Dies sei bei hochdosiertem Vitamin E der Fall, so die Richter.

*********************************************************************************

Krebs aus der Flasche

Alkohol ist nicht nur schlecht für die Leber – sein Genuss erhöht auch deutlich das Darmkrebsrisiko. Das bestätigt eine große europäische Studie.


Alkohol fördert Darmkrebs. Schon länger ist bekannt, dass der Konsum von Wein, Bier und anderen Alkoholika die Gefahr, an Darmkrebs zu erkranken, erhöht. Doch ab wann der Genuss riskant wird, darüber erbrachten verschiedene Untersuchungen unterschiedliche Ergebnisse. Als gesichert scheint, dass mit der Menge der Drinks auch die Krebsgefahr steigt. Das bestätigt auch die Auswertung einer großen Studie.
Die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken, liegt für Männer bei 1 : 20, für Frauen bei 1 : 18. Wer täglich mehr als 30 Gramm Alkohol konsumiert (ca. zweieinhalb Flaschen Bier à 330 ml), für den steigt das Risiko um 25 Prozent. Auch halb so viel ist schädlich: Die Untersuchung zeigt, dass die halbe tägliche Dosis von 15 Gramm Alkohol die Wahrscheinlichkeit, einen Darmtumor zu entwickeln, noch immer um rund zehn Prozent erhöht.

Im Rahmen der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC) hatten Forscher rund 480 000 gesunde Probanden aus verschiedenen europäischen Regionen nach ihren Ernährungs- und Trinkgewohnheiten befragt. Im Verlauf der folgenden sechs Jahre bekamen 1833 von ihnen Darmkrebs.

*********************************************************************************

Glycin stoppt Knorpeldegeneration
Arthrose und Osteoporose sind Volksleiden, die bislang nicht geheilt werden konnten. Dem soll eine Aminosäure Abhilfe schaffen.


Arthrose ist ausgesprochen schmerzhaftGlycin ist eine Aminosäure, die der Körper selbst aus Fleisch, Fisch oder Milchprodukten herstellen kann. Nicht in allen Fällen gelingt dem Organismus das aber ausreichend – degenerative Erkrankungen des Skelettapparats wie Osteoporose und Arthrose können die Folge sein. Das folgert Patricia de Paz Lugo vom Cellular Metabolism Institute in Tenerifa in ihrer Doktorarbeit.
Die heimliche Volkskrankheit. Sie verabreichte den 600 Studienteilnehmern zwischen vier und 85 Jahren, die alle von einer Erkrankung des Knochenapparates betroffen waren, zusätzliches Glycin. Das Durchschnittsalter lag bei 45 Jahren.In allen Fällen besserten sich die Symptome deutlich. „Wir schlussfolgerten daraus, dass viele degenerative Knochenerkrankungen wie Mangelerkrankungen behandelt werden können. Sogar Schmerzmittel wurden überflüssig“, sagte Patricia de Paz Lugo. Eine tägliche Dosis von je fünf Gramm morgens und abends führte zu einer allgemeinen Besserung innerhalb von zwei Wochen und vier Monaten.

Volksleiden Arthrose

Arthrose ist eine der häufigsten Erkrankungen in unserer Gesellschaft: Mehr als 50 Prozent der Bevölkerung ab dem 65. Lebensjahr leiden daran, unter Menschen über 75 sogar 80 Prozent. Bei der Arthrose degenerieren die Gelenksknorpel, bis der Knochen freiliegt. Dagegen existiert noch kein Heilmittel, Ärzte versuchen vielmehr, durch Schmerzmittel und sogenannte nichtsteroide entzündungshemmende Medikamente das Leiden zu lindern. Den Knorpelschaden reparieren oder den Verlauf der Krankheit beeinflussen können sie bislang aber nicht.
Cellular Metabolism Institute (Tenerifa)/hb


*********************************************************************************

Verspannungen erhöhen Blutdruck

Ein internationales Forscherteam hat die Erklärung gefunden, warum Probleme mit den Nackenmuskeln den Blutdruck in die Höhe treiben können.


Ein verspannter Nacken kann den Blutdruck nach oben treibenWas verspannte Nackenmuskeln mit dem Blutdruck zu tun haben, war Medizinern bislang ein Rätsel. Sie beobachteten allerdings immer wieder das Phänomen, dass der Blutdruck von Patienten sank, nachdem ein Chiropraktiker ihnen den Nacken eingerenkt hatte. Die Studie unter der Leitung von Ian Edwards von der Universität Leeds hat den Zusammenhang nun aufgedeckt: Die Nackenmuskeln sind mit einem Gehirnareal verbunden, das als eine der zentralen Kontrollstellen für Funktionen wie Blutdruck, Atmung und Herzschlag wirkt. Ungewöhnliche Signale von der Muskulatur, etwa aufgrund einer Verspannung oder einer Verletzung, wirken sich daher auf den Blutdruck aus.

Hypertonie:
Vorsicht, Bluthochdruck!Wissenschaftler kennen bereits seit 100 Jahren die Stelle im Gehirn, wo die Signale der Nackenmuskeln ankommen: Es handelt sich um einen kleinen Teil des sogenannten Nachhirns, also des Gehirnbereichs, der im Nacken in das Rückenmark übergeht. Wohin die Impulse von dort aus weitergeleitet werden, sei bisher kaum untersucht worden, erklärt Jim Deuchars, einer der Autoren der Studie.

Nackenverspannung stört den Nucleus tractus solitarii

In ihrer Arbeit analysierten die Wissenschaftler das Nachhirn von Ratten und Mäusen und entdeckten, dass es von dort Verbindungen zu einer Hirnregion namens Nucleus tractus solitarii (NTS) gibt. Den NTS hatten bereits frühere Untersuchungen als zentrale Stelle für die Steuerung von Atmung, Blutdruck und Herzschlag erkannt. Und damit erklärt sich die Verbindung zwischen Nackenmuskeln und Blutdruck.

Eine Regulierung des Blutdrucks über die Muskulatur des Nackens ist nach Ansicht der Wissenschaftler deswegen sinnvoll, weil der Blutfluss zum Gehirn stets gleich gehalten werden muss. Da die Nackenmuskeln im Liegen vollkommen anders belastet werden als im Sitzen oder im Stehen, eignen sie sich besonders gut dafür, dem Gehirn Veränderungen in der Körperhaltung mitzuteilen.

Störungen der Kommunikation könnten zum Beispiel viele der Beschwerden erklären, die nach einem Schleudertrauma auftreten. Ein Zeichen der Kommunikationsstörung kennt fast jeder aus dem Alltag: das Schwindelgefühl, das sich häufig nach schnellem Aufstehen einstellt.

Die Studie hat das „Journal of Neuroscience“ veröffentlicht.


*********************************************************************************

MIt der Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) ist echt nicht zu spaßen.

Eigentlich hat sie hier gar nichts zu suchen, sie wurde aus Nordamerika eingeschleppt. Durch ihre hoch aggressiven Pollen kann sie Allergikern gefährlich werden. Bereits ab sechs Pollen pro Kubikmeter Luft reagieren empfindliche Personen allergisch, ab elf Pollen je Kubikmeter wird von einer starken Belastung gesprochen (Vergleich: bei Gräserpollen wird ab 50 Pollen pro Kubikmeter von einer starken Belastung gesprochen). Auch Menschen, die sonst nicht allergisch reagieren, können betroffen sein. In der Landwirtschaft droht die Beifuß-Ambrosie zu einem üblen Unkraut zu werden.

Darauf weist die Biologische Bundesanstalt (BBA) in Braunschweig hin. Die Wissenschaftler haben jetzt ein Aktionsprogramm gegen die Monsterpflanze erarbeitet. Auf ihrer Internetseite kann man die Ambrosie verpetzen und melden, wenn man sie irgendwo entdeckt hat. Ziel ist es, die Verbreitung bundesweit zu kartieren und die Ausbreitung zu verhindern.

Denn die Pflanzen sollten(am besten vor Blühbeginn zwischen Juni und Oktober) mit Handschuhen ausgerissen und vernichtet werden. Grundstückseigentümer können sogar zur Beseitigung von Ambrosia-Pflanzen verpflichtet werden. Wegen ihres großen Allergiepotenzials wird die Pflanze auch in vielen anderen europäischen Ländern beobachtet und bekämpft, so die BBA.

Die oft auf Brachflächen oder an Straßenrändern wachsende Pflanze kann 20 Zentimeter bis 1,50 Meter hoch werden. Wegen ihrer unscheinbaren Blüten wird sie leicht mit dem Gemeinen Beifuß (A. vulgaris) verwechselt. Junge Pflanzen ähneln dem Möhrenkraut. Charakteristisch für die Beifuß-Ambrosie sind die gefiederten Blätter und die abstehend behaarten, oft rötlichen Stängel.

Quelle: Ärztezeitung, Bild: WDR

*********************************************************************************

Krebs durch mangelnde Zahnhygiene
Eine schlechte Mundhygiene kann möglicherweise auch Zungenkrebs auslösen.


BUFFALO - Für viele Menschen eigentlich selbstverständlich, doch immer wieder gibt es Menschen, die es nicht so ernst mit der tägliche Mundhygiene nehmen. Ein Forscherteam von der Universität von Buffalo in der USA stieß nun auf einen deutlichen Zusammenhang zwischen Zahngesundheit und dem Zungenkrebs. Es stellte sich nämlich heraus, dass die Zungenkrebspatienten weitaus häufiger eine chronische Zahnfleischentzündung (Parodontitis) hatten, als gesunde Menschen. Der Studienleiter Dr. Mine Tezal vermutet deshalb, dass die chronische Entzündung im Mundraum das Wachstum von Krebszellen fördere.

Quelle: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg


*********************************************************************************

Schmerzpatienten haben Recht auf Reha-Maßnahmen

In einem Urteil vom 21. Mai hat das Landessozialgericht Hamburg die Rechte von 11 Millionen Schmerzpatienten allein in Deutschland deutlich gestärkt. "Die Antragsgegnerin wird im Wege der einstweiligen Anordnung verpflichtet" - so die Urteilsbegründung -, "der Antragstellerin eine medizinische Rehabilitationsmaßnahme in einer Einrichtung zu gewähren, in der eine Schmerztherapie mittels spezieller Blockaden durchgeführt werden kann."

Gestützt durch die Stellungnahmen ihrer behandelnden Ärzte konnte die Antragstellerin vor Gericht glaubhaft machen, dass sie eine spezielle Therapieform in einer schmerztherapeutisch ausgerichteten Klinik benötige, um das bestehende chronische Schmerzsyndrom erfolgreich zu behandeln. Mit diesem Urteil wurde einer Beschwerde gegen einen Beschluß des Sozialgerichts Hamburg vom 6.11.2006 stattgegeben. Dieses hatte es abgelehnt, der Antragstellerin eine stationäre medizinische Rehabilitationsmaßnahme in einer angemessenen Klinik zu bewilligen.

Gesundheitsreform setzt eindeutige Rahmenbedingungen

Nicht nur dieses Urteil wird in Zukunft die Rechte von Schmerzpatienten weiter stärken. Fühlten sich bislang viele Patienten von den Krankenkassen im Stich gelassen, so hat die Gesundheitsreform hier für klare finanzielle Rahmenbedingungen gesorgt. So sind seit dem 1. April 2007 alle Leistungen der medizinischen Rehabilitation - wie Schmerztherapien - Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen im ambulanten wie im stationären Bereich. Die Kosten müssen von den Kassen dafür übernommen werden. Orientiert am Grundsatz "Reha vor Pflege" will die Gesundheitsreform Patienten mittels Rehabilitationsmaßnahmen unterstützen, schneller wieder ein selbständiges Leben führen zu können.

Seit dem 1. April liegt die Genehmigung sinnvoller Maßnahmen damit nicht mehr länger im Ermessen der Krankenkassen. Viele Rentenversicherungen und Krankenkassen hatten in der Vergangenheit den Patienten eine angemessene und gezielte Therapie verweigert. Dies hatte bei Schmerztherapie-Patienten oftmals zur Folge, dass sie aus Kostengründen an gewöhnliche, nicht adäquat spezialisierte Reha-Einrichtungen verwiesen wurden. Dabei kann erst "eine ausführliche Schmerzanalyse mit anschließender Individual-Therapie den betroffenen Patienten helfen, wieder in einen normalen Lebensalltag zurückzukehren", so Angelika Wicker-Leeser, Geschäftsführerin der Schmerzklinik Bad Mergentheim."

Quelle: pte

*********************************************************************************

Medizin zur richtigen Zeit nehmen

Für die optimale Wirkung von Medikamenten kann der Zeitpunkt der Arzneieinnahme entscheidend sein. Cortisonpräparate etwa sollten am besten früh morgens eingenommen werden, wenn das Gehirn dem Körper den Befehl gebe, das körpereigene Cortisol zu produzieren, berichtet die Landesvertretung Bayern der Techniker Krankenkasse.

Asthmapräparate dagegen sollten abends höher dosiert werden, da die meisten Anfälle in den frühen Morgenstunden auftreten. Auch Medikamente gegen Magenbeschwerden wirkten bei abendlicher Einnahme am besten, betont die Kasse.


*********************************************************************************

Fasten entlastet die Gelenke

Gelenkschmerzen lassen sich mit Heilfasten wirksam reduzieren. Bei ärztlich kontrolliertem Saftfasten gingen sie in einer Studie bereits nach 15 Tagen massiv zurück. Dieser positive Effekt halte auch noch drei Monate nach der Fastenkur an, erklärt die Medizinerin Christine Uhlemann vom Kompetenzzentrum Naturheilverfahren des Uniklinikums Jena.

In der Studie wurden 36 Patienten vor, während und nach der 15-tägigen Fastenkur untersucht. Bei jedem von ihnen seien die Schmerzen während des Heilfastens deutlich zurückgegangen.


*********************************************************************************

Schonhaltung erhöht Risiko

Viele Menschen mit schmerzhaften Bewegungsproblemen neigen zu einer Schonhaltung. Eine übertriebene Vorsicht kann allerdings das Verletzungsrisiko erhöhen. Das zeigt eine amerikanische Untersuchung. Die Forscher der Universität von Ohio untersuchten 36 Erwachsenen, die vorher Beschwerden an der unteren Wirbelsäule hatten.

Das Resultat belegt, dass die Gruppe der ängstlichen Teilnehmer eher bestimmte Schonhaltungen einnahmen. Dies könne auf Dauer dazu führen, dass die geschonten Muskeln geschwächt würden, mahnten die Forscher.


*********************************************************************************


Nach OP's: Alkoholmissbrauch erschwert Genesung

Berlin (ddp). Bei alkoholkranken Patienten besteht nach Operationen ein erhöhtes Risiko, dass Komplikationen auftreten.

Laut einer Untersuchung der Berliner Charité entwickeln sich bei Alkoholkranken häufiger Blutungen, Infektionen, Herzrhythmus- und Wundheilungsstörungen. Wie die Klinik am 28.08.2007 mitteilte, können die Risiken durch Stress mindernde Schmerzmittel gesenkt werden. Laut Studie ist jeder sechste Patient, der sich in der Charité einer Operation unterzieht, alkoholkrank. Diese Personen litten nach den Eingriffen an deutlich mehr Stress. «Wir können dies bis zu drei Tage nach der Operation an dem hohen Anteil des Stresshormons Cortisol im Blut der Patienten sehen», sagte die Direktorin der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, Claudia Spies. Cortisol schwäche das Immunsystem und führe nach Eingriffen zu Komplikationen. Zudem schwäche chronischer Alkoholkonsum von 1,5 Litern Bier am Tag bereits das Immunsystem. «Die behandelnden Ärzte müssen Alkohol als Risikofaktor in der operativen Medizin künftig noch stärker berücksichtigen», forderte Spies.

Details der Studie will Spies am 4. September auf einer Pressekonferenz anlässlich des Hauptstadtkongresses der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin vorstellen, der vom 13. bis 15. September im Berliner Congress Center stattfindet.

*********************************************************************************

Migräne: Schmerzmittel können Kopfschmerzen auslösen

Berlin (ots) - Einer von hundert Bundesbürgern nimmt so häufig Schmerzmittel ein, dass diese Kopfschmerzen verursachen. Betroffen sind vor allem Patienten mit Migräne, wenn sie die Häufigkeit der Einnahme ihrer Schmerzmittel erhöhen. Werden diese Schmerzen wiederum mit Medikamenten behandelt, kann ein Teufelskreis entstehen. Die Wirkstoffe an sich sind nicht gefährlich. Die Einnahmehäufigkeit ist entscheidend dafür, ob Schmerzmittel Kopfschmerzen auslösen.

"Arzneimittel sind keine Bonbons. In der Selbstbehandlung ist die Beratung durch den Apotheker unentbehrlich", sagt Magdalene Linz, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. Als Faustregel gilt: Schmerzmittel nicht an mehr als zehn Tagen pro Monat und nicht länger als drei Tage hintereinander einnehmen.

Wer häufiger Schmerzen hat, sollte einen Arzt aufsuchen. Sind Schmerzmittel die Ursache von Kopfschmerzen, sollten diese unter ärztlicher Begleitung abgesetzt werden. Die Erfolgsaussichten sind sehr gut.

*********************************************************************************

50 Cent gegen Alzheimer: Hoppe fordert Abgabe

50 Cent gegen Alzheimer: Hoppe fordert Abgabe

Passau (ddp). In der Debatte um eine bessere Bekämpfung von Demenzerkrankungen fordert die Bundesärztekammer eine «Alzheimer-Abgabe» auf Medikamente. «Schon jetzt gibt es eine Unterversorgung von Demenzkranken. Deshalb halte ich die Idee, beim Kauf von Medikamenten eine 50-Cent-Abgabe für die Alzheimer-Forschung zu zahlen, wie sie derzeit in Frankreich diskutiert wird, für sehr sinnvoll», sagte der Präsident der Ärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, der «Passauer Neuen Presse» (Ausgabe 23.082007).

Bei einer moderaten Steigerung der Lebenserwartung müsse man bis 2040 mit einer Erhöhung um etwa 120 Prozent oder 2,2 Millionen Fällen von Demenz rechnen. «Sollte es einen Durchbruch in der Behandlung von Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen geben, könnte diese Zahl auf drei Millionen anwachsen», sagte Hoppe.

Die bisher veranschlagten Mittel in der öffentlich geförderten Forschung reichten nicht aus. Notwendig sei eine gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung.

*********************************************************************************

Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat August alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

*********************************************************************************

Daten und Fakten:
6107 Mitglieder
169.170 Beiträge im Forum, davon 17084 Themen

*********************************************************************************