Newsletter vom 29.10.2007, 11:29:36

Betreff:

Newsletter Oktober

"Die Bandscheibe feierte das 5-jährige Bestehen

am 13.10.2002 ging unser Netzwerk www.diebandscheibe.de online. Vor 5 Jahren machten wir uns zur Aufgabe, Informationen rund um unser Leiden einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Was lag da näher, als ein Forum bereitzustellen, wo sich Besucher unserer Seite zu ihren persönlichen Problemen Informationen und Ratschläge aus erster Hand, nämlich von Betroffenen selbst zu holen und auch mal Kummer abzuladen und Trost zu bekommen.

Das Thema Bandscheibenleiden ist nach wie vor Gesundheitsproblem Nr. 1 und die Nachfrage nach Behandlungsvorschlägen ungebrochen. Daher können wir nach 5 Jahren auf ein Werk von über 175.000 Beiträgen zurückgreifen, welches von ca. 6200 Mitgliedern zu einem sehr wertvollen Nachschlagewerk gewachsen ist. Wer einmal Abstand von der Krankheit braucht, findet Themenbereiche zu fast allen Lebenslagen.

Ungebrochen ist die Hilfsbereitschaft der Mitglieder, viele haben hier Freundschaften geknüpft, oder tauschen sich per PM oder Mail aus. Hervorzuheben sind die vielen Stammtischtreffen und auch unser jährliches Banditreffen, wo ebenfalls viele persönliche Freundschaften entstanden sind.

wir möchten unser fünfjähriges Jubiläum zum Anlass nehmen, Euch zu danken für 5 Jahre aktive Mithilfe, denn nur so können wir ein lebendiges Forum führen. In den Dank möchten wir natürlich unsere Betreuer und Moderatoren mit einschließen, die durch unermüdlichen Einsatz und viel Engagement ihre Freizeit hier einbringen.

Unser Jubiläum nahmen wir zum Anlass, die örtliche Presse darüber zu informieren und die Ruhrnachrichten nahmen den Hinweis auf und gestalteten diese Artikel, wovon der kleinere Beitrag sogar auf der Titelseite erschien:

http://www.diebandscheibe.de/jubilaeum/5/Seite1_5.jpg

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Wir wünschen Euch weiterhin viel Erfolg und Spass im Forum und natürlich recht viel Gesundheit.

Zum Jubiläum gibt es eine Sonder-CD mit den Inhalten von der Versorgungsamt- und Erwerbsminderungsrenten-CD. Obendrauf gibt es ein T-Shirt und eine kleine Überraschung.

http://www.diebandscheibe.de/xt/index.php

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Banditreffen in Zwickau vom 03.10. bis 05.10.2008

Liebe Bandis,

wie schon angekündigt, findet unser Banditreffen 2008 vom 03.10. (Feiertag!) bis 05.10. 2008 in Zwickau statt.

Die Planung und Durchführung haben Ursel und Uwe übernommen und wir möchten uns schon mal für die Planungsphase bedanken!

Die wichtigste Nachricht zuerst: Wir freuen uns über jede Anmeldung!!

Einzelheiten und evtl. Änderungen/Ergänzungen zum Banditreffen findet Ihr hier:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=25899

Anmeldungen, Kommentare etc. in diesem Thread:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=25900

Programmablauf:

Freitag:

Am Freitag haben wir ein gemütliches Beisammensein ab ca. 18.00 Uhr im mexikanischen Restaurant "Enchilada" http://www.enchilada.de geplant, welches lediglich 3 Gehminuten vom Hotel entfernt liegt. Somit können später Eintreffende zwanglos dazustossen. Ende offen!

Samstag:

Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Reisebus nach Dresden, wo wir eine Stadtrundfahrt machen. Die Stadtrundfahrt wird von einem Reiseführer begleitet.

Nach der Stadtrundfahrt besichtigen wir gemeinsam die Frauenkirche. Danach ist eine Pause zur Stärkung vorgesehen.

Nach der Besichtigung der Semperoper fahren wir wieder mit dem Reisebus nach Zwickau zurück.

An dieser Stelle: Die Besichtigungen und der Reisebus sind für Euch kostenlos und werden vom Forum finanziert.

Ca. 19.30 Uhr machen wir uns dann im Brauhaus http://www.brauhaus-zwickau.de/index.php breit. Das Brauhaus liegt ebenfalls ca. 3 Gehminuten vom Hotel entfernt. Hier wollen wir dann gemeinsam einen gemütlichen Abend verbringen.

Sonntag:

Frühstück und geselliges Beisammensein - und Abschied.

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MHH entwickelt "Pain Gun" gegen Rückenschmerzen

Medizinische Hochschule Hannover

Infiltrationspistole soll größere Präzision in der navigierten Schmerztherapie ermöglichen
In Deutschland sind Rückenschmerzen eine Volkskrankheit - 64 Millionen Deutsche leiden zeitweise daran, etwa fünf Millionen Menschen haben chronische Rückenschmerzen. Eine Therapieoption zu den herkömmlichen Spritzen von Orthopäden sind minimal-invasive, CT-gestützte Eingriffe, bei denen Schmerzmittel oder Kortison direkt im Bereich des Wirbelgelenks platziert werden. Der Nachteil: Die Methoden sind entweder sehr strahlenintensiv, nicht präzise genug oder kosten- und zeitaufwändig. Dr. Musa Citak, Leiter des Labors für computerassistierte Chirurgie und Robotik an der Klinik für Unfallchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), hat gemeinsam mit Professor Dr. Tobias Hüfner, leitender Oberarzt in der Unfallchirurgie, eine Infiltrationspistole entwickelt. Damit kann eine Nadel unter Navigationskontrolle auf dem Computerbildschirm präzise eingeführt werden. Die "Pain Gun" befindet sich zur Zeit in der Erprobungsphase. "Für die Therapie chronisch rückenkranker Patienten kann die Pain Gun einen großen Fortschritt bedeuten", betont Dr. Citak. "Weil die Nadel mir sehr hoher Präzision zum Ziel geführt werden kann, ist es möglich, die Schmerzlinderung zu optimieren". Die Methode wird voraussichtlich 2009 zum ersten Mal am Patienten angewendet werden können.

Dr. Citak und Professor Hüfner entwickelten zunächst die Infiltrationspistole, in die eine herkömmliche Spritze eingefügt wurde. Mit dem Abzug der Pistole kann die gewünschte Menge des Medikaments direkt am Wirbelgelenk injiziert werden. Wie bei herkömmlichen Navigationssystemen wird die Position der Nadel über eine Kamera im Körper ermittelt. So kann die aktuelle Position in Echtzeit am Computerbildschirm beobachtet werden.
Allerdings erreichten die Mediziner damit noch nicht die gewünschte Präzision, obwohl die Pistole die Spritze ruhiger und genauer setzen konnte als eine nur mit der Hand geführte Nadel. Aber die Nadel verbog sich: ein Problem, dass die Mediziner mit der Entwicklung einer konischen, also immer schmaler werdenden Nadel, deutlich reduzieren konnten. Schließlich war es mit Hilfe einer neu entwickelten Parallelführung möglich, die Infiltrationspistole am Behandlungstisch zu befestigen: Die Pistole kann nach der Ausrichtung der Kanüle nur parallel vorgeschoben werden und bleibt so exakt in der vorgegebenen Richtung. Mit Hilfe dieser Entwicklungen ist es möglich, Kanülen mit einem Durchmesser von nur 0,8 Millimeter präzise am Gelenk zu platzieren. Außerdem ist die Methode weitaus kostengünstiger als die CT-gesteuerte Schmerztherapie.

Die Pain Gun wurde in den MHH-eigenen Forschungswerkstätten unter der Leitung von Dipl.-Ing- Jörg Viering, Leiter der Abteilung Gerätebau, entwickelt, die TUI-Stiftung unterstützte das Projekt finanziell. Die Entwicklungen wurden durch die MHH zum Patent angemeldet.

Für die Abbildung, bitte auf nachfolgendem LINK schauen: http://idw-online.de/pages/de/newsimage54729.jpg

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Rückenschmerzen
Akupunktur hilft am besten


Massagen und Wärmetherapie sind zwar angenehm, helfen aber nicht annähernd so gut gegen Schmerzen im unteren Rücken wie Akupunktur, zeigt eine Studie der Universität Regensburg.


Die Akpunktur soll die Energien wieder frei durch den Körper fließen lassenDie deutschen Forscher untersuchten dafür die therapeutischen Erfolge bei 1162 Patienten. Sie wiesen sie dafür drei verschiedenen Gruppen zu: Die erste Gruppe ließ sich konventionell mit Schmerzmitteln, Krankengymnastik und Rückentraining behandeln. Die zweite ging regelmäßig zur Akupunktur. Eine weitere Gruppe wurde unwissentlich nur zum Schein behandelt: Ärzte setzten ihnen zwar Akupunkturnadeln, jedoch führten sie die Nadeln nicht so tief ein wie für die „echte“ Behandlung und platzierten sie zudem an Stellen, die nicht als Akupunkturpunkte gelten.

Nach sechs Monaten verspürte fast die Hälfte der Akupunktierten eine deutliche Besserung, verglichen mit 44 Prozent der Plazebogruppe und 27 Prozent der konventionell therapierten Patienten. Die positive Wirkung der Akupunktur hielt über Monate an.

„Die Überlegenheit beider Formen von Akupunktur legt nahe, dass es einen Mechanismus gibt, der sich auf die Schmerzentwicklung und die Übertragung und Weiterleitung von Schmerzsignalen im zentralen Nervensystem auswirkt“, folgern die Autoren um Michael Haake.

Volksleiden Kreuzschmerzen

Akupunktur basiert auf der alten chinesischen Theorie, dass Nadeln dazu dienen können, Vitalenergie des Körpers freizusetzen. Wie genau sie ihre heilsame Wirkung entfalten, ist bislang noch nicht bekannt. Doch gibt es verschiedene Erklärungsansätze – beispielsweise, dass der konkurrierende Reiz, den die Nadeln auslösen, die Schmerzsignale vom Rücken ans Gehirn blockiert.

Rückenschmerzen sind ein Volksleiden. 80 Prozent der Deutschen erleben mindestens einmal im Leben heftige Schmerzen zwischen Nacken und Steißbein. Jede fünfte Frau und jeder siebte Mann leiden nach dem Gesundheitsbericht des Robert-Koch-Instituts für das Jahr 2006 an chronischen Schmerzen entlang der Wirbelsäule.

Quelle Focus


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Anästhesie
Betäubung mit Bewegungsfreiheit


Ein neu entwickeltes Mittel für örtliche Betäubungen schaltet nur den Schmerz aus. Alle anderen Empfindungen sowie die Beweglichkeit bleiben erhalten.

Ein neues Mittel lähmt den Schmerz, nicht die Muskeln
Normalerweise legen örtliche Betäubungsmittel alle Nervenzellen in dem Gebiet lahm, wo das Medikament unter die Haut gespritzt wird – unabhängig davon, ob die Nervenzellen Schmerzen weiterleiten oder die Bewegung der Muskeln steuern. Die Patienten fühlen dann zwar keine Schmerzen mehr, sie nehmen aber auch Berührungen nicht mehr wahr, fühlen sich oft benommen und leiden unter Lähmungen. Das kennt jeder, der nach einer Zahnarztspritze schon einmal ein paar Stunden nicht richtig sprechen konnte.

Der neue Stoff, den Mediziner der Universität Harvard entwickelt haben, blockiert dagegen ausschließlich die Nervenzellen, die für die Schmerzempfindung zuständig sind. Verantwortlich dafür ist die Zusammenarbeit zweier Komponenten: Ein Molekül namens QX-134 schaltet die Zelle aus, sodass sie keine Schmerzimpulse mehr weiterleiten kann. Dazu muss QX-134 allerdings in das Innere der Zelle vordringen, was es wegen seiner Größe alleine nicht schafft. An dieser Stelle springt der zweite Bestandteil des Betäubungsmittels ein: Capsaicin, normalerweise für die Schärfe von Chilischoten verantwortlich, macht die Nervenzellen für QX-134 durchlässig. Dabei öffnet es aber einzig Nervenzellen, die für Schmerzen verantwortlich sind. Alle anderen Zellen bleiben verschlossen und das Betäubungsmittel ohne Effekt auf sie.

Für Zahnarztpraxis und Kreißsaal

Um die Wirkung des Betäubungsmittels zu überprüfen, spritzten die Wissenschaftler das Medikament in das Hinterbein einer Ratte. Anschließend setzten sie die Rattenpfote Hitze aus. Die Versuchstiere spürten die Hitze nicht, liefen aber normal umher und reagierten auf Berührungen am betäubten Bein.

Falls sich die Ergebnisse aus dem Tierversuch auf Menschen übertragen lassen, könnten Ärzte das Medikament für die Schmerzbekämpfung bei Geburten, in der Zahnmedizin oder zur Behandlung chronischer Schmerzen einsetzen. Da aber noch unklar ist, ob die Wirkstoffkombination an Menschen überhaupt funktioniert, wird bis zum Einsatz in der Praxis noch viel Zeit vergehen.

Ihre Ergebnisse stellten die Forscher um Alexander Binshtok im Fachmagazin „Nature“ vor.
pap/dpa, Harvard Medical School


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Ohne Dokumentation keine Leistungspflicht

Arbeitsunfälle müssen von Arzt und Arbeitgeber bestätigt werden / Sozialgerichtsurteil


GIESSEN (dpa). Ein Arbeitsunfall muss sowohl beim Arbeitgeber als auch beim Arzt dokumentiert werden. Ist das nicht der Fall, erhält ein Arbeitnehmer keine Entschädigungsleistungen, entschied das Sozialgericht Gießen in einem Urteil.

Nach Auffassung der Richter ist es Sache des Beschäftigten, den Unfall nachzuweisen. Erst dann könne geprüft werden, ob eventuelle Gesundheitsbeeinträchtigungen mit dem Unfall in Zusammenhang stehen. Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage eines Bauarbeiters gegen die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft ab. Der Mann war angeblich mit seinem linken Auge gegen ein Brett gestoßen.

Er habe seinen Hausarzt aufgesucht, der sich das Auge angeschaut, aber keine Verletzung festgestellt habe. Etwa fünf Jahre später diagnostizierte ein Augenarzt eine Beschädigung der Netzhaut des linken Auges. Der Kläger behauptete nun, dies sei eine Folge des Unfalls. Die Berufsgenossenschaft weigerte sich jedoch, einen Arbeitsunfall anzuerkennen.

Das Sozialgericht schloss sich dem an. Die Richter betonten, weder habe der Arbeitgeber bestätigt, dass es an dem fraglichen Tag überhaupt zu einem Arbeitsunfall gekommen sei, noch könne sein Hausarzt eine entsprechende Untersuchung bestätigen. Eine Leistungspflicht der Berufsgenossenschaft bestehe nur, wenn feststehe, dass ein Arbeitsunfall vorgelegen habe. Die bloße Möglichkeit genüge nicht. Den Nachweis müsse der Arbeitnehmer erbringen.

Urteil des Sozialgerichts Gießen, Az.: S 3 U 226/06


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Warnung vor Potenzmitteln aus dem Web
BONN (dpa). Das Bundesinstitut für Arzneimittel (BfArM) warnt vor drei chinesischen Potenzmitteln, die über das Internet vertrieben werden.


Die Produkte "Libido Forte" und "Libido Extention" seien als rein pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel deklariert, teilte das Bundesinstitut in Bonn mit. Sie enthielten aber zwei chemische Abkömmlinge des verschreibungspflichtigen Wirkstoffs Sildenafil. Beide Substanzen seien noch nicht in klinischen Studien untersucht worden und hätten ein besonderes Gesundheitsrisiko. Ein weiteres illegales Produkt namens "Scilla Oral Jelly" enthalte ebenfalls den Wirkstoff Sildenafil.

Das Bundesinstitut empfahl, "Präparate oder Arzneimittel nicht aus unsicheren Quellen über das Internet zu erwerben". Das treffe besonders für rezeptpflichtige Arzneimittel zu. Das Risiko, über eine unseriöse Quelle Produkte von mangelhafter Qualität oder gefälschte Produkte zu kaufen, sei hoch.


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EU-Gesundheitskommissar will Patienten die Behandlung im Ausland erheblich erleichtern

Von Petra Spielberg

EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou will Patienten, die sich im EU-Ausland behandeln lassen wollen, rechtlich besser absichern. Dies geht aus dem bislang unveröffentlichten Entwurf einer Richtlinie hervor. Demnach sollen Bürger künftig ein Recht auf qualitativ hochwertige Leistungen, Informationen über Versorgungsangebote sowie die Erstattung von Behandlungskosten haben.

Versorgungsniveaus sollen angeglichen werden
Ziel des Entwurfs ist es, nicht nur verbindliche Regeln für grenzüberschreitende Behandlungen zu schaffen. Kyprianou will zudem verstärkt Druck auf die EU-Regierungen ausüben, ihre Gesundheitssysteme zu reformieren und die Versorgungsniveaus anzugleichen. Eine gemeinschaftliche Regelung könne zudem dazu beitragen, die demografischen Herausforderungen für die gesundheitliche Versorgung zu meistern und somit auch die finanzielle Stabilität der Gesundheitssysteme zu sichern, heißt es. Bekräftigt wird aber auch, dass die Planung und Steuerung der einzelstaatlichen Gesundheitsversorgung in der Hand der Mitgliedstaaten bleiben soll.

Rechtlich absichern will Kyprianou dabei zum einen die Bezahlung von Auslandsbehandlungen. Der Richtlinienentwurf sieht vor, dass Krankenkassen ihren Mitgliedern künftig für ambulante und stationäre Leistungen die Summe erstatten sollen, die bei derselben Behandlung im Inland angefallen wäre. Ambulante Behandlungen sollen die Versicherten dabei grundsätzlich zustimmungsfrei in Anspruch nehmen dürfen. Für grenzüberschreitende Klinikleistungen müssten sie aber eine Vorabgenehmigung des Kostenträgers einholen.

Vorschreiben will Kyprianou zudem, dass nationale Kontaktstellen über Leistungsangebote, Qualität und Preise der Versorgung sowie datenschutzrechtliche Bestimmungen informieren sollen. Auch sollen die Stellen die Patienten bei Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen nach möglichen Behandlungsfehlern unterstützen. Ärzte und Zahnärzte müssten sich ausreichend gegen derartige Ansprüche aus dem In- und Ausland absichern.

Der Kommissar will die Mitgliedstaaten auch verpflichten, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Beispiel durch den Einsatz der Telemedizin oder den Austausch von Ärzten, Zahnärzten oder Pflegekräften zu fördern. Zudem sollen die Länder neue Techniken künftig nach gemeinsamen Verfahren bewerten und Rezepte gegenseitig anerkennen. Einrichtungen wiederum, die sich auf die Behandlung von Patienten mit seltenen Erkrankungen spezialisiert haben, sollen ihr Know-how in Netzen bündeln.

Bislang machen die EU-Bürger von den Möglichkeiten, sich im Ausland behandeln zu lassen, nur wenig Gebrauch. Der Anteil der Kosten für grenzüberschreitende Behandlungen an den öffentlichen Gesundheitsausgaben beträgt derzeit schätzungsweise ein Prozent. Das entspreche etwa zehn Milliarden Euro, heißt es in einer Analyse zu den Auswirkungen der geplanten Richtlinie.

Eine Regulierung des Binnenmarktes für Gesundheitsdienstleistungen könnte die Patientenmobilität jedoch beträchtlich steigern. Von den Vorschriften profitieren könnten vor allem Patienten, die in ihrer Heimat, beispielsweise wegen hoher Zuzahlungen oder langer Wartezeiten, keine angemessene Versorgung erhalten. Der Analyse zufolge würden sich jährlich voraussichtlich mindestens 780 000 Versicherte mehr als bisher im Ausland behandeln lassen.

Richtlinie könnte frühestens 2009 umgesetzt werden
Die Kosten, die den EU-Ländern durch die Regulierung des Binnenmarktes für Gesundheitsdienstleistungen entstünden, werden auf jährlich etwa 400 Millionen Euro beziffert. Ursächlich hierfür seien vor allem die prognostizierte Zunahme an Auslandsbehandlungen sowie der Verwaltungsaufwand für die Erfüllung der Vorschriften, so die Studie.

Dem stünde jedoch ein volkswirtschaftlicher Nutzen durch eine verbesserte Lebensqualität der Bürger und somit auch gesteigerte Erwerbsfähigkeit in Höhe von etwa 585 Millionen Euro pro Jahr gegenüber, heißt es in der Analyse weiter. Ein abgestimmter Kommissionsvorschlag soll am 20. November vorliegen. Über diese Vorlage müssten erst noch das EU-Parlament und der Ministerrat entscheiden, bevor die Richtlinie endgültig in Kraft treten könnte. Damit ist frühestens 2009 zu rechnen.

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Brustkrebs-Gefahr unterschätzt!

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen über 50. Trotzdem gehen immer noch zu wenige Frauen zur Vorsorge.


BERLIN - Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen über 50 Jahre. In Deutschland erkranken etwa 55.000 Frauen pro Jahr neu und rund 18.000 sterben daran. Trotz dieser erschreckenden Zahlen nehmen aber nur relativ wenige Frauen die kostenfreie Vorsorgeuntersuchung durch das Mammographie-Screening, zu dem jede persönlich eingeladen wird, in Anspruch. In Berlin zum Beispiel gehen nur die Hälfte aller Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zu der regelmäßigen Kontrolle, trotz vier Zentren, die das Screening dort anbieten. Durch das Mammographie-Screening kann der Brustkrebs in einem Stadium entdeckt werden, in dem er noch gut zu behandeln ist. Im Zusammenhang mit den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt und dem angeleiteten Abtasten der Brüste werden so kleinste Veränderungen besser erkannt.

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Trauben: "Einzigartige" Wirkung gegen Zellschädigung

Baierbrunn (ots) - Weintrauben sind viel zu schade, um nur zu Wein verarbeitet zu werden. Sie sind ein wahrer Gesundbrunnen in mehrfacher Hinsicht.

"Weintrauben sind einzigartig in ihrer Wirkung. Es gibt kein anderes Lebensmittel, das so stark antioxidativ wirkt und gleichzeitig entzündliche Prozesse in Körperzellen hemmt", sagt Professor Markus Metka, Präsident der Österreichischen Anti-Aging-Gesellschaft in der "Apotheken Umschau".

Antioxidativ bedeutet, dass gefährliche "freie Radikale", die durch Stoffwechselvorgänge im Körper entstehen, neutralisiert werden. Der Nutzen: Schutz für Herz und Gefäße und weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch den Zellen der Haut tun die Inhaltsstoffe der Trauben gut.

Wellness-Institute nutzen dies mittlerweile sogar für "Vinotherapien". Dazu gehören etwa Peelings mit zerstoßenen Traubenkernen, Packungen und Wickel, Massagen mit Traubenkernöl und sogar ein Vollbad in Rotwein.

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Verdacht auf Rheuma: Steife Gelenke am Morgen

Bad Bramstedt (ddp). Nach einem schweren Umzug mit sperrigen Möbeln können die Gelenke empfindlich schmerzen. Wem die Knie oder Handgelenke auch ohne derartige Belastungen über längere Zeit weh tun, sollte einen Arzt aufsuchen.

«Hinter den Gelenkbeschwerden kann eine rheumatische Erkrankung stecken», sagt Professor Wolfgang Rüther, Direktor der Orthopädie in der Rheumaklinik Bad Bramstedt und im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Vor allem unter Arthritis, einer entzündlichen Gelenkerkrankung, leiden viele Menschen. Meistens tritt sie im mittleren Lebensalter auf, treffen kann sie alle Gelenke. Wie es zu der Entzündung kommt, ist unklar.

Mediziner vermuten, dass es sich um einen Defekt im Immunsystem handelt, dessen Fresszellen die Gelenkknorpel angreifen. Anzeichen für eine Arthritis sind geschwollene Gelenke, Morgensteifigkeit und eine deutliche Verzögerung beim Bewegen der Gliedmaßen, beispielsweise der Finger. «Betroffene können sich nur schwer rühren und kommen morgens kaum aus dem Bett. Manche haben so steife Finger, dass ihnen die Zahnbürste aus der Hand fällt», erläutert Rüther. Die Gelenkschwellungen können, müssen aber nicht mit Schmerzen verbunden sein. «Manche Patienten bemerken eher zufällig, dass sie ein dickes Knie oder Sprunggelenk haben«, sagt der Facharzt.

Je weiter die Entzündung fortschreite, desto eher träten dann auch Schmerzen auf. Patienten mit schwerer Arthritis sind Rüther zufolge massiv in ihrem Alltag beeinträchtigt. Sie könnten kaum laufen und litten unter starken Schmerzen. Der Mediziner rät, bei Rheuma-Symptomen rasch einen Arzt aufzusuchen - möglichst gleich einen Spezialisten. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (rheumanet.org) führt einen entsprechenden Praxis- und Klinik-Wegweiser.

»Bei Arthritis hängt sehr viel von der Früherkennung ab", betont Rüther. Wenn die Krankheit frühzeitig behandelt werde, seien die Heilungschancen gut. Neben physiotherapeutischen Maßnahmen gibt es eine Reihe wirksamer Medikamente, darunter die sogenannten TNF-alpha-Blocker. Diese Biologica werden Rüther zufolge seit etwa fünf Jahren erfolgreich in der Rheuma-Therapie eingesetzt und hemmen den körpereigenen Botenstoff TNF-alpha. Er spielt bei der rheumatischen Gelenkzerstörung eine entscheidende Rolle.

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Schlaf: Zu wenig schadet, aber zu viel auch

München (netdoktor.de) - Schlafmangel erhöht das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben um mehr als das Doppelte.

Aber auch Menschen, die zu viel schlafen, haben ein höheres Todesrisiko - wenn auch hier selten das Herz die Ursache ist.

Über diese Studienergebnisse seines Forschungsteams berichtete Professor Francesco Cappuccio von der University of Warwick am Montag auf einer Konferenz der "British Sleep Society". Er hatte gemeinsam mit Kollegen des University College London den Zusammenhang zwischen Schlafgewohnheiten und Sterblichkeitsrate bei 10.308 Beamten untersucht.

Die Forscher berücksichtigten dabei zahlreiche weitere Faktoren, die die Lebensdauer beeinflussen können wie beispielsweise Alter, Geschlecht, Familienstatus, Dienstgrad, Rauchgewohnheiten, Alkoholkonsum, Blutdruck, Cholesterinspiegel und Gewicht.

Für ihre Studie verwendeten die Forscher die aufgezeichneten Daten zum Schlafverhalten der Teilnehmer im Zeitraum von 1985 bis 1992.

Diese Angaben verglichen sie mit der Sterblichkeitsrate der Beamten im Jahr 2004. Das Ergebnis: Teilnehmer, welche die empfohlenen sieben Stunden Schlaf auf fünf Stunden oder weniger reduzierten, hatten allgemein ein 1,7-fach erhöhtes Todesrisiko. Die Wahrscheinlichkeit, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, stieg bei ihnen sogar auf das Doppelte. Doch auch, wer mehr als die empfohlenen sieben Stunden schläft, scheint gefährlich zu leben: Bei Beamten, die acht Stunden oder mehr pro Nacht im Bett verbrachten, war das Todesrisiko um mehr als das Zweifache erhöht. Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren hier allerdings eher selten die Todesursache.

Nach Ansicht von Cappuccio erhöht mangelnder Schlaf das Risiko für Gewichtszunahme, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes – Faktoren, die die Sterberate beeinflussen können.

Im Unterschied dazu gäbe es bislang noch keine Untersuchungen darüber, warum auch zu viel Schlaf das Sterberisiko steigert. "Mögliche Gründe sind Depressionen, ein niedriger sozioökonomischer Status sowie krebsbedingte Erschöpfungszustände", vermutet Cappuccio. Am besten für die Gesundheit sei es, dauerhaft etwa sieben Stunden pro Nacht zu schlafen, empfiehlt der Experte.

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Folgekrankheiten: Erkältungssymptome ernst nehmen

Freiburg (ddp). Von einer Erkältung bleiben in der trüben Jahreszeit nur wenige Menschen verschont. Meist handelt es sich um virale Infekte, deren Symptome nach zwei bis drei Tagen wieder abklingen.

«Allzu sorglos sollte man mit banalen Erkältungen aber nicht umgehen», sagt Berthold Dietsche vom Deutschen Hausärzteverband. Aus einem verschleppten Infekt der Atemwege könne sich rasch eine schwerwiegende Lungenentzündung entwickeln.

Bei einer eitrigen Mandelentzündung bestehe das Risiko rheumatischer Folgeerkrankungen. Der Allgemeinmediziner rät insbesondere Patienten mit chronischen Erkrankungen, bei Erkältungssymptomen frühzeitig einen Arzt aufzusuchen. Ihr Immunsystem reagiert besonders empfindlich auf Infekte. Aber auch kerngesunde Menschen sollten eine Erkältung nicht ignorieren. Sie macht sich mit Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen, laufender und verstopfter Nase bemerkbar.

Im Zweifelsfall sei es besser, sich vom Arzt krankschreiben zu lassen, anstatt sich zur Arbeit zu quälen: «Dies gilt vor allem für Berufstätige, die anstrengende körperliche Arbeiten verrichten», betont Dietsche. Auch Sport ist während einer Erkältung tabu.

«Wer bei fieberhaften Infekten joggen geht, riskiert eine gefährliche Herzmuskelentzündung», warnt der Mediziner. Mit strikter körperlicher Ruhe lasse sich eine Erkältung am schnellsten auskurieren.

Symptome wie Schnupfen und Husten lassen sich mit schleimlösenden Medikamenten, erhöhte Temperatur mit fiebersenkenden Mitteln behandeln.

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Angst vor Jobverlust: Viele gehen krank zur Arbeit

Hamburg (ddp). Rund ein Drittel aller Arbeitnehmer geht nach eigenen Angaben krank zur Arbeit. Eine aktuelle repräsentative Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der Ortskrankenkassen (WIDO) habe ergeben, dass viele Arbeitnehmer im vergangenen Jahr trotz Anraten des Arztes bei Krankheit nicht zu Hause geblieben seien, berichtete das NDR-Politmagazin «Panorama» (Donnerstag, 27. September, 21.55 Uhr, ARD).

In einer weiteren Frage der Studie zu den Motiven gaben rund 77 Prozent der Befragten an, dass sie aus Angst um ihren Arbeitsplatz auf eine Krankmeldung und einen Arztbesuch verzichteten. «Bei den Beschäftigten ist eine große Angst vorhanden, ihren Arbeitsplatz zu verlieren», erklärte WIDO-Mitarbeiter Helmut Schröder. Diese Situation habe sich in den vergangenen Jahren noch verschärft.

Arbeitnehmer und Krankenkassen würden die Zeche zahlen müssen, weil an dieser Stelle Raubbau mit dem Körper betrieben werde.

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Brandverletzungen: Kaltes Wasser und steriles Pflaster

Rödermark (ddp). Eine Brandwunde hat man sich schnell eingehandelt. Eine kleine Unaufmerksamkeit an Herdplatte oder Backofen reicht aus. Selbst wer seine Hand blitzschnell zurückzieht, kann die Schäden an der Haut nicht mehr vermeiden: «Wenn es weh tut, ist es schon zu spät», sagt Erik Senger, Hautarzt in Rödermark. Jetzt lassen sich nur noch die Folgeschäden begrenzen.

Die akuten Schmerzen lindert man am besten mit kaltem Wasser. Bei leichten Verbrennungen klingen die Beschwerden nach einer Weile ab.

«Schwerere Brandverletzungen mit Blasenbildung sollte man nach der Kühlung mit einem sterilen Pflaster abdecken», rät der Mediziner. So können keine Keime in die Wunde eindringen. Aloe-Vera-Gel wirkt entzündungshemmend und unterstützt die Wundheilung. «Die Brandblase sollte man möglichst in Ruhe lassen und nicht vorzeitig aufstechen», rät Senger.

Lebensgefahr besteht, wenn größere Flächen des Körpers verbrannt sind. Der Verlust von Gewebeflüssigkeit kann einen lebensgefährlichen Schock auslösen. «Schwere Verbrennungen sind ein Fall für den Notarzt», betont Senger.

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Verbraucherschützer: Abzocke am Kliniktelefon

Baierbrunn (ots) - Verbraucherschützer sind empört über die Telefonkosten, die viele Kliniken ihren Patienten aufbürden. Diese wissen meist nicht, dass sie über Service-Nummern, deren Kosten schwer durchschaubar sind, aus dem Krankenhaus heraus telefonieren. "Wir beanstanden vor allem die ungenügende Aufklärung über entstehende Verbindungsgebühren", kritisiert Dr. Evelin Voß von der Verbraucherzentrale Sachsen in der "Apotheken Umschau".

Kliniken sollten Patienten Infozettel über konkret entstehenden Gebühren geben, die auch beinhalten, was es kostet, angerufen zu werden.

Florian Mair vom Online-Verbraucherschutz nennt als Beispiel das Zehn-Minuten-Gespräch eines Kindes vom Kindergarten aus per Prepaid-Handy mit der Mutter im Krankenhaus für 7,90 Euro. "Das liegt schon an der Grenze zur Sex-Hotline", empört er sich. Die 01805-Nummern seien "eine Frechheit". Rund 800 Kliniken setzten diese ein.

"Normales Telefonverhalten vorausgesetzt bedeutet das, dass allein Angehörige mit ihren Klinik-Anrufen 100 Millionen Euro im Jahr mehr zahlen." Das Handyverbot in vielen Kliniken erscheint dadurch in einem ganz neuen Licht. Sachlich begründet ist es nach etlichen Studien ohnehin nicht.

Die Unikliniken in Frankfurt, Kiel, Lübeck und Hannover haben es bereits aufgehoben. Ausgenommen sind nur OP-Bereiche und Intensivstationen.

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Herzinfarkt: Nicht zögern, gleich handeln

Frankfurt/Main (ddp). Anzeichen für einen Herzinfarkt sind starke Schmerzen im Brustbereich, die in Arme, Hals und Oberbauch ausstrahlen können. Hinzu kommen Luftnot, Schwächegefühl, blasse Gesichtsfarbe und kalter Schweiß. Bei solchen Symptomen sollte man sofort den Rettungsdienst rufen. Der Notarzt ist mit einem Defibrillator ausgerüstet, mit dem er lebensbedrohliche Herzrhythmus-Störungen beenden kann. Die schnelle Weiterbehandlung in der Klinik bewahrt das Herz vor Folgeschäden.

Viele Patienten zögern vor allem in der Nacht und am Wochenende, den Rettungsdienst zu rufen. Dies ist genauso falsch wie darauf zu warten, dass die Beschwerden wieder von alleine verschwinden. Auch machen Menschen immer wieder den Fehler und lassen sich bei Verdacht auf einen Herzinfarkt von Verwandten in die Klinik fahren oder setzen sich selbst ans Steuer. Dabei kann nur der Rettungsdienst mit moderner Notfallmedizin helfen, wenn der Herzschlag plötzlich aussetzt.

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Keine Missverständnisse: Mit Spickzettel zum Arzt

Zimmersrode (ddp). Patienten sollten sich bei einem Arztbesuch nicht scheuen, ihre Beschwerden ausführlich zu schildern. «Sinnvoll ist ein kleiner Spickzettel, auf dem man die wichtigsten Aspekte notiert», sagt Dieter Conrad vom Deutschen Hausärzteverband. So verliert man auch bei längeren Gesprächen nicht die Übersicht.

Darüber hinaus schadet es Conrad zufolge nicht, sich bei komplizierteren Erläuterungen des Arztes die eine oder andere Notiz zu machen. Wenn mehrere Medikamente eingenommen werden müssen, könne der Mediziner dem Patienten mit einem speziellen Verordnungsplan helfen. Nützlich seien auch sogenannte Inforezepte: Sie geben bestimmte Regeln in schriftlicher Form und senken das Risiko von Verhaltensfehlern. Allerdings sind solche Hilfen nicht als Ersatz für die ausführliche ärztliche Beratung in der Praxis gedacht.

«Einen guten Hausarzt erkennt man daran, dass er sich Zeit für seinen Patienten nimmt und dessen Beschwerden ernst nimmt - auch wenn das Wartezimmer voll ist», sagt Conrad.

Hat der Patient viel auf dem Herzen, sollte ein Zusatztermin vereinbart werden.


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Hautpflege: Herbstkur nach dem Sonnenstress

Köln (ddp). Die Sonnenbäder des Sommers machen sich jetzt bei vielen Menschen mit trockener Haut bemerkbar. Doch das sind nur die kurzfristigen Auswirkungen.

«Die UV-Strahlung der Sonne schädigt die obere und mittlere Schicht der Haut auch auf längere Sicht», sagt der Kölner Hautarzt Johannes Gutwald. Die Sonne beeinträchtigt die Elastizität der Haut und lässt sie vorzeitig runzlig und alt aussehen. Zudem sind Pigmentstörungen möglich. Es verändern sich zum Beispiel Muttermale oder es entstehen Sommersprossen oder Melasma. «Letztere sind hormonell bedingt und treten meist bei erwachsenen Frauen auf, zum Beispiel in der Schwangerschaft oder bei Einnahme der Pille», erläutert Gutwald.

Man kann versuchen, einige dieser Folgen durch eine kosmetische Behandlung auszugleichen. Trockene Haut etwa lässt sich mit pflegenden und rückfettenden Produkten behandeln. «Diese müssen dem Hauttyp angepasst sein», empfiehlt Gutwald. Besonders reichhaltige Cremes und Bodylotions sollten aber nur Menschen mit sehr trockener Haut benutzen, denn sonst entstehen Hautunreinheiten und Pickel. Wer seiner Haut bei der Regeneration helfen will, kann auch ein sanftes Peeling anwenden. Dies geht etwa mit kosmetischen Produkten, die Fruchtsäuren enthalten, oder durch die Massage mit einem Schwamm oder einer Bürste. Dadurch wird die oberste Hautschicht abgeschilfert und das Wachstum der Haut angeregt. Dabei hofft man, dass die erneuerten Zellen keine sonnenbedingte Schädigung mehr aufweisen.

Hautärzte können intensivere Peelings durchführen, die auch tiefere Hautschichten zur Regeneration anregen. Dies ist zum Beispiel die Behandlung mit Fruchtsäuren oder die sogenannte Mikrodermabrasion, bei der die Haut mit Mikrokristallen gereinigt wird. Für diese Verfahren sind meist mehrere Sitzungen nötig. Die Kosten müssen selbst übernommen werden.

Einige der durch die UV-Strahlung entstandenen Braunfärbungen der Haut lassen sich durch intensive Peelings ausgleichen oder blassen im Winter ab. Ganz werden sie aber nicht verschwinden. Da sich aus einigen dieser Pigmentstörungen Hautkrebs entwickeln kann, ist Vorsicht geboten.

«Man sollte die Flecken unbedingt einmal im Jahr vom Hautarzt untersuchen lassen», sagt Gutwald.

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Arthrose: Knorpelkuren bei schwerem Verlauf unwirksam

Berlin/Göttingen (ots) - "Der Einsatz von Knorpelaufbau-Pillen zur Behandlung der schweren Arthrose kann nicht empfohlen werden. Es liegen keine verlässlichen Daten für ihre Wirksamkeit vor", erklärt Dr. Martin Scherer von der Universität Göttingen. Zu diesem Ergebnis ist eine internationale Forschergruppe nach zusammenfassender Auswertung alter und neuer Studien der vergangenen vier Jahrzehnte gekommen.

Die Analyse von 20 Studien mit insgesamt mehr als 3.800 Patienten zeigt, dass die in Hochglanzdruck und TV-Spots angepriesenen Knorpelkuren bei der schweren Arthrose etwa von Hüft- oder Kniegelenken nicht helfen.

Die Wirkung von Chondroitin bei Gelenkverschleiß ist seit vielen Jahren umstritten. Denn immer wieder hatten Fachleute widersprüchliche Untersuchungen veröffentlicht, die den Knorpelvitaminen entweder einen positiven Effekt oder Wirkungslosigkeit bescheinigten.

Ob das Präparat bei schwachen Arthroseformen im Anfangsstadium wirksam ist, müssen weitere qualitativ hochwertige Studien zeigen. Die gute Nachricht ist: Die Knorpelkur ist ungefährlich, denn das Präparat verursacht nicht mehr Nebenwirkungen als ein Placebo. Patienten, die trotzdem ihre Pillen weiter einnehmen wollen, entsteht lediglich ein finanzieller Schaden.

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Neue Betreuerin

Liebe Bandis,

wir freuen uns, Euch mitteilen zu können, daß ab dem 24.10. 2007 Hermine als Betreuerin das Team unterstützt. Wir hoffen, daß Hermine für Euch eine gute Ansprechpartnerin war, ist und wird.

Das Team von www.diebandscheibe.de freut sich auf eine angenehme Zusammenarbeit!

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Neue Seite auf der Homepage

Liebe Bandis,

da wir öfter schon angesprochen wurden, wie wir uns finanzieren und warum wir kein Spendenkonto anbieten, haben wir uns nun entschlossen, diesen Schritt zu begehen.

Das Netzwerk "diebandscheibe.de" ist eine werbefreie Plattform, die von Privatleuten unterhalten und finanziert wird. Wir verzichten bewusst auf werbefinanzierte Einnahmen, einerseits, um unser Angebot unabhängig anbieten zu können, andererseits möchten wir Euch Werbebanner und Pop-Up-Fenster ersparen.

Wir freuen uns über jede noch so kleine Spende, trägt sie doch dazu bei, dieses Angebot weiter fortzuführen. Natürlich werden wir auch in der Zukunft alles daransetzen, dieses Angebot kostenlos bereitzustellen.

http://www.diebandscheibe.de/spende.php

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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat Oktober alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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Daten und Fakten:
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Einige Beiträge sind der Quelle http://www.netdoktor.de entnommen