Newsletter vom 16.02.2008, 10:20:54

Betreff:

Newsletter Februar

Banditreffen in Zwickau vom 03.10. bis 05.10.2008

Liebe Bandis,

wie schon angekündigt, findet unser Banditreffen 2008 vom 03.10. (Feiertag!) bis 05.10. 2008 in Zwickau statt.

Die Planung und Durchführung haben Ursel und Uwe übernommen und wir möchten uns schon mal für die Planungsphase bedanken!

Die wichtigste Nachricht zuerst: Wir freuen uns über jede Anmeldung!!

Einzelheiten und evtl. Änderungen/Ergänzungen zum Banditreffen findet Ihr hier:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=25899

Anmeldungen, Kommentare etc. in diesem Thread:

http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=25900

Programmablauf:

Freitag:

Am Freitag haben wir ein gemütliches Beisammensein ab ca. 18.00 Uhr im mexikanischen Restaurant "Enchilada" http://www.enchilada.de geplant,

welches lediglich 3 Gehminuten vom Hotel entfernt liegt. Somit können später Eintreffende zwanglos dazustossen. Ende offen!

Samstag:

Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Reisebus nach Dresden, wo wir eine Stadtrundfahrt machen. Die Stadtrundfahrt wird von einem Reiseführer

begleitet.

Nach der Stadtrundfahrt besichtigen wir gemeinsam die Frauenkirche. Danach ist eine Pause zur Stärkung vorgesehen.

Nach der Besichtigung der Semperoper fahren wir wieder mit dem Reisebus nach Zwickau zurück.

An dieser Stelle: Die Besichtigungen und der Reisebus sind für Euch kostenlos und werden vom Forum finanziert.

Ca. 19.30 Uhr machen wir uns dann im Brauhaus http://www.brauhaus-zwickau.de/index.php breit. Das Brauhaus liegt ebenfalls ca. 3 Gehminuten

vom Hotel entfernt. Hier wollen wir dann gemeinsam einen gemütlichen Abend verbringen.

Sonntag:

Frühstück und geselliges Beisammensein - und Abschied.


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Hautkrebs im Solarium: Geräte lassen die Haut altern

Hamburg (ddp). Besuche im Solarium erhöhen nicht nur die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Die künstlichen Sonnenbäder lassen die Haut auch

stark altern: «Wer als junger Mensch regelmäßig ins Solarium geht, ist vielleicht für einen Abend hübsch. Mit 35 wird er aber in etwa so

aussehen, als sei er 50 bis 60 Jahre alt», warnt Rüdiger Greinert, Generalsekretär der Europäischen Gesellschaft zur Hautkrebsprävention

(Euroskin).

Grund ist die schädliche UVA-Strahlung, deren Anteil beim Licht auf der Sonnenbank stark erhöht ist. «Die Strahlung dringt ins Bindegewebe

ein und zerstört das Strukturprotein Kollagen», erläutert Greinert. Das setzt die Spannkraft der Haut herab und macht sie schon in jungen

Jahren schlaff und faltig. Wer unbedingt seinen blassen Teint loswerden möchte, dem empfiehlt der Biophysiker die Anwendung eines

Selbstbräuners. «Diese Mittel dringen nur in die äußersten Hautschichten ein und sind unschädlich», sagt Greinert. Nach zwei bis drei Tagen

werden die selbstgebräunten oberen Hautzellen vom Körper abgestoßen und fallen ab.

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Reisethrombose: Bordgymnastik für die Venen

Frankfurt/Main (ddp). Lange Flugreisen sind mit stundenlangem Sitzen verbunden. Aber selbst bei engen Platzverhältnissen sollte man hin und

wieder aufstehen und ein paar Schritte gehen. «Auf Langstreckenflügen besteht ein erhöhtes Thromboserisiko in den Beinen», warnt Professor

Thomas Wendt, Wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Herzstiftung. Wegen der geringen Muskelaktivität über den Wolken fließt das Blut

langsamer durch den Körper und kann in einer Vene im Bein verklumpen. «Wenn sich dieser Pfropfen löst und zur Lunge wandert, droht eine

lebensgefährliche Lungenembolie», erläutert Wendt. Die Lunge nimmt in diesem Fall nicht mehr genügend Sauerstoff auf, die Atmung ist

schmerzhaft behindert und das Herz kann aussetzen. Im Flugzeug ist die Gefahr am größten, weil die Luftfeuchtigkeit dort sehr gering ist.

Dies führt zu einer zusätzlichen Austrocknung des Körpers.

Aber auch bei langen Reisen mit dem Auto, Bus oder Zug sind Thrombosen möglich. Neben gelegentlicher Bordgymnastik lässt sich eine

Reisethrombose mit ausreichend Flüssigkeitszufuhr vorbeugen. Die Krankheit kann auch gesunde Menschen treffen. Übergewichtige Personen sowie

solche mit einer Herzschwäche sind besonders gefährdet und sollten vor einer langen Reise gegebenenfalls ihren Arzt um Rat fragen.

Nähere Informationen gibt eine Broschüre der Deutsche Herzstiftung, die über die Geschäftsstelle angefordert werden kann: herzstiftung.de.

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Prostatakrebs: Warum Therapien nicht immer helfen

Bonn (ct) - Prostatakrebs ist der häufigste bösartige Tumor beim Mann. Bei der Behandlung dieser Tumorform stehen die Operation, die

Strahlen- und die Hormontherapie im Vordergrund. Manche Prostatatumoren sprechen jedoch nicht ausreichend auf die Behandlung an. Im Rahmen

des von der Deutschen Krebshilfe geförderten nationalen Forschungsverbundes "Zelladhäsion, Invasion und Metastasierung" ist es

Wissenschaftlern in Freiburg und Bonn nun gelungen, Grundlagen für neue Therapieoptionen insbesondere bei fortgeschrittenem Prostatakrebs zu

erarbeiten. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin "Nature Cell Biology" (07. Januar) veröffentlicht.

Bei der Entstehung von Prostatakrebs spielen die männlichen Geschlechtshormone eine wichtige Rolle. Diese sogenannten Androgene fördern die

Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale des Mannes. Das wichtigste Androgen ist das Testosteron. Prostatakrebszellen besitzen in ihrem

Zellkern Hormonbindungsstellen (Rezeptoren), an welche die Androgene andocken. Dadurch erhalten die Krebszellen das Signal, sich zu

vermehren. Dieses Wachstum kann durch "Antihormone" medikamentös gehemmt werden. Dabei blockieren die Antihormone die Rezeptoren, sodass die

Androgene nicht mehr daran binden. Manche Prostatatumoren können sich dieser antiandrogenen Wachstumsblockade jedoch entziehen. Wie dies auf

molekularer Ebene geschieht, war bisher weitgehend unklar. Die deutschen Forscher konnten dieses Phänomen nun aufklären: Die Tumorzellen

aktivieren stimulierende Enzyme - auch 'Hilfsfaktoren' oder Co-Aktivatoren genannt. Damit verstärken sie massiv die Aktivität der

Androgenrezeptoren. Zugleich werden bestimmte Gene, die für das Krebswachstum notwendig sind, verändert. Dies führt dazu, dass die

Tumorzellen trotz der Behandlung mit antiandrogenen Medikamenten überleben und wachsen. Die Krebszellen werden also gegenüber der

Krebstherapie resistent. Ein Ansatz der Wissenschaftler ist es nun, auch die Hilfsfaktoren chemisch zu hemmen. Im Labor ist es den

Wissenschaftlern so bereits gelungen, das Wachstum von resistenten Prostatakrebszellen zu stoppen. Auf dieser Grundlage wollen die Forscher

nun diese chemischen Hemmstoffe systematisch weiterentwickeln, um neue Medikamente gegen fortgeschrittene Prostatatumoren zu erhalten.

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Erkältung: Wann der Arztbesuch unumgänglich ist

Berlin (ots) - Erkältungskrankheiten werden anfangs fast immer in der Selbstmedikation behandelt. "Bei rezeptfreien Arzneimitteln ist die

Beratung durch den Apotheker unverzichtbar - deshalb sind Arzneimittel apothekenpflichtig. Nur der Apotheker kann beurteilen, ob ein

Arztbesuch nötig ist", sagt Magdalene Linz, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. Im individuellen Beratungsgespräch werden Apotheker einem

Patienten zum Arztbesuch raten, wenn die Symptome, wie plötzliches, hohes Fieber und starkes Krankheitsgefühl, den Verdacht auf eine

Influenza ("echte Grippe") nahe legen.

Aber auch bei den meist als harmlos angesehenen grippalen Infekten kann in einigen Fällen ein Arztbesuch unumgänglich sein. Dazu gehören zum

Beispiel Schmerzen in der Stirn oder im Augenbereich, die auf eine Beteiligung der Nebenhöhlen hinweisen können. Weitere Verdachtszeichen

sind eitriger oder blutiger Auswurf, wenn beim Atmen oder Husten Schmerzen entstehen, Fieber über 39 Grad oder wenn das Fieber länger als

zwei bis drei Tage besteht.

Auch wenn der Husten oder andere Beschwerden länger als drei Wochen andauern, sollte der Arzt aufgesucht werden.

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Ärzte in Zeitdruck: Fachwörter vertreiben Patienten

Bochum (ddp). Wenn das Wartezimmer voll ist, drängen Ärzte Patienten gerne mit unverständlichen Fachwörtern oder belehrenden Vorträgen aus

dem Behandlungszimmer. Das hat Tim Peters, Magister Artium der Germanistischen Linguistik an der Ruhr-Universität Bochum, mittels einer

verdeckten Studie in 52 Düsseldorfer Hausarztpraxen aufgedeckt.

Da für langwierige Überzeugungsarbeit etwa für eine bestimmte Therapie keine Zeit sei, müssten sich Ärzte anders durchsetzen. Diese

Machtausübung erfolge über sprachliche Abläufe und Kommunikationsprozeduren zwischen Arzt und Patient, teilt die Hochschule mit. Für seine

Magisterarbeit analysierte Peters 100 versteckt aufgezeichnete Gespräche von Hausärzten mit als Patientinnen geschulten Studentinnen.

Die Ärzte hatten sich einige Monate vor den Besuchen schriftlich bereit erklärt, sich zu Studienzwecken heimlich aufzeichnen zu lassen. Jeder

Arzt bekam zwei fingierte Patientenbesuche, einen von einer ängstlich-drängenden Kopfschmerzpatientin und einen von einer neutral-

akzeptierenden.

In den meisten Konsultationen ließen sich Machtmanifestationen finden. So ließ der Arzt in einem exemplarischen Fall seine Patientin häufig

nicht ausreden. Anstatt ihre Ausführungen anzuhören, unterbrach er sie mehrfach und klopfte ihr Gesundheitsproblem mittels Ja/Nein-Fragen ab.

Als sie die von ihm favorisierte Therapie - eine Spritze - ablehnte, fragte er lauter werdend immer wieder nach, warum sie sie ablehnte. Die

Spritze pries er ihr unter Nennung für sie unverständlicher Fachwörter und Wirkstoffbezeichnungen wiederholt an. So verdeutlichte er seine

Fachkompetenz und setzte sie verbal unter Druck, um seine Therapiewahl durchzusetzen.

Als Gründe für die Machtausübung durch Ärzte macht Peters vor allem Zeit- und Aufwandsersparnis aus. Würde der Arzt den Patienten in die

Entscheidungs- und Therapiefindung einbeziehen, würde das länger dauern. Der Arzt müsste den Patienten im Falle unterschiedlicher

Auffassungen, welche Therapie die richtige ist, argumentativ von seiner Wahl überzeugen. Wählt er aber einen paternalistischen, eher

unkooperativen Ansatz, der die psychosozialen Wünsche des Patienten ausblendet und rein an den Symptomen orientiert ist, spart er Zeit und

Energie.

«Die heute oft geforderte kooperative Entscheidungsfindung findet oft nicht statt», betont Peters. Der Linguist will das Thema in seiner

Dissertation weiter vertiefen.

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Pollenflug hat begonnen
Allergiker leiden schon unter Hasel- und Erlenpollen


FREIBURG (dpa). Für Pollen-Allergiker hat die Leidenszeit bereits begonnen, sagt der Medizin- Meteorologe Dr. Klaus Bucher vom Deutschen

Wetterdienst.

Entdeckt wurden bereits Pollen von Hasel und Erle. Sie seien dieses Jahr vier Wochen früher unterwegs als im langjährigen Mittel. Als

nächstes machen sich die Pollen der Birke auf den Weg. Normalerweise beginnt die Saison Anfang April.

Aufgrund der Witterung könnten die Pollen aber früher zirkulieren. Pollenallergien haben nach Buchers Angaben zugenommen. Ein Grund dafür

könnte sein, dass sich die Dauer des Pollenflugs verlängert habe.

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BSE wird offenbar nicht maternal übertragen
Nachkommen von infizierten Kühen sind gesund


GÖTTINGEN (pid). Die Rinderkrankheit BSE wird offenbar nicht von Muttertieren auf die Nachkommen übertragen. Das haben Studien des

Tierärztlichen Instituts der Universität Göttingen gezeigt. Die Forscher um Institutsleiter Professor Bertram Brenig haben in den vergangenen

sieben Jahren insgesamt über 100 Nachkommen von BSE-positiv getesteten Rindern untersucht.

Ungefähr 50 Tiere waren in speziell präparierten Quarantäne-Ställen der Universität Göttingen untergebracht. Die bisherigen Untersuchungen

hätten gezeigt, dass die so genannte maternale Übertragung bei BSE offenbar nicht von Bedeutung ist, sagte Brenig.

Die Forscher haben über Generationen verfolgt, ob die BSE-auslösenden Erreger von erkrankten Muttertieren auf die Nachkommen übertragen

werden. Bislang sei dies bei keinem Tier der Fall gewesen, sagte Brenig. Keines der Tiere habe Krankheitssymptome gezeigt, und auch die BSE-

Tests hätten keinen Hinweis auf eine Infektion erbracht. Diese Ergebnisse müssten allerdings noch statistisch abgesichert werden.

Damit unterscheidet sich die Rinderkrankheit von der Schafkrankheit Scrapie, die ebenso wie BSE und die bei Menschen auftretende Creutzfeldt

-Jakob-Krankheit zu den Prionkrankheiten zählt. Bei Scrapie wird die Infektion um den Geburtszeitraum vom Mutterschaf auf die Nachkommen

übertragen.

Gleichzeitig erhärtet sich damit die Vermutung, dass infiziertes Tierfutter der Auslöser für die meisten BSE-Fälle gewesen ist. Seit Anfang

2001 ist die Verfütterung von Tiermehl an Rinder verboten. Seitdem wurden außerdem alle über 24 Monate alten Rinder nach der Schlachtung auf

BSE getestet. Auch wenn aufgrund des Verfütterungsverbotes kaum noch Neuinfektionen auftreten dürften, seien BSE-Tests auch in Zukunft weiter

nötig, sagt Brenig. Es gebe inzwischen Hinweise auf so genannte Spontanerkrankungen, die nicht auf die Fütterung zurückgeführt werden

könnten. Bei diesen sporadischen Fällen liege ein anderes Muster vor als bei den sonstigen BSE-Erkrankungen. Möglicherweise gebe es auch Gen

-Mutationen, die zu BSE führen.

Insgesamt ist die Zahl der infizierten Rinder in Deutschland weiter rückläufig. In diesem Jahr wurden nach Angaben des

Verbraucherschutzministeriums bis Ende Oktober vier Rinder positiv auf BSE getestet, ein Tier kam aus Niedersachsen. Im vergangenen Jahr gab

es bundesweit 16 Fälle, davon fünf in Niedersachsen.

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Gentherapie gegen chronische Schmerzen

WASHINGTON (dpa). Mit einer Gentherapie haben US-Forscher Versuchsratten von chronischen Schmerzen befreit. Eine einzige Spritze half den

Tieren mehr als drei Monate lang (PNAS 105, 2008, 1055).

Die Forscher injizierten die Gene, ein Endorphin und Interleukin-10, direkt in den Rückenmarkkanal der Tiere. Ausschließlich dort

produzierten die Gene dann langfristig die schmerzstillenden Wirkstoffe. Verhaltenstests zeigten, dass die Tiere tatsächlich schmerzfrei

waren. Erweisen sich Sicherheit und Wirksamkeit der Therapie auch beim Menschen, könnten etwa Krebspatienten davon profitieren, so die

Autoren.

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Nachtpille soll Rheumapatienten Linderung bringen

Für viele Menschen mit Rheuma ist offenbar Erleichterung in Sicht: Eine neuartige Tablette kann nach Darstellung der Berliner Charité die

üblichen Gelenkschmerzen am Morgen lindern. Sie wird vor dem Schlafengehen eingenommen und wirkt mit Verzögerung am frühen Morgen, wie eine

Charité-Studie belegt habe.
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Rheuma-Patienten leiden oft darunter, dass ihre Gelenke morgens steif und geschwollen sind und besonders weh tun. Entzündungshemmende

Medikamente wirken jedoch erst nach längerer Reaktionszeit, wie das Universitätsklinikum erläuterte. Deshalb sei nun eine Pille mit

Verzögerungsmechanismus entwickelt worden. Sie soll gegen 22.00 Uhr genommen werden und wirkt dann vier Stunden später, wenn gegen 02.00 Uhr

der morgendliche Entzündungsschub einsetzt. Die Verzögerung wird durch eine besondere Ummantelung der Pille erreicht.

Die neue Tablette sei in einer Studie mit 288 Patienten getestet worden. Ein Teil der Probanden bekam die neue Pille über einen Zeitraum von

drei Monaten, ein anderer Teil das herkömmliche Kortisonpräparat Prednison morgens. «Mit der Abendtablette klang die Morgensteifigkeit

deutlich früher ab als bei der herkömmlichen Einnahme», betonte die Klinik. Auch das neue Präparat enthält den Wirkstoff Prednison.

«Am richtigen Timing haben wir lange gefeilt», erklärte Studienleiter Frank Buttgereit. «Es könnte nicht nur vielen Rheumapatienten

Erleichterung bringen - möglicherweise sind unsere Erkenntnisse auch Gewinn bringend für andere Erkrankungen wie zum Beispiel Asthma.» Hier

träten ebenfalls nächtliche und morgendliche Symptome auf, gegen die Kortisonpräparate wirksam seien.

Die Studienergebnisse wurden nach Angaben der Charité in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift «Lancet» veröffentlicht.

http://www.charite.de/


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Weiter versichert bei Jobwechsel

Freiburg - Wenn Arbeitnehmer ihren Job wechseln und pflichtversichert waren, haben sie noch einen Monat lang Anspruch auf die Leistungen

ihrer Krankenkasse. In diesen vier Wochen müssen sie sich nicht freiwillig versichern, wie die Techniker Krankenkasse (TK) Baden-Württemberg

mitteilt. Allerdings dürfen sie in diesem Zeitraum weder einen Minijob haben noch selbstständig tätig sein. Nur dann gilt der sogenannte

nachgehende Leistungsanspruch auch für mitversicherte Familienangehörige.

Leistungen der Pflegeversicherung dürften in diesem Zeitraum jedoch nicht in Anspruch genommen werden. Jene, die im alten Job freiwillig

versichert waren, bleiben dies nach TK-Angaben auch während der Übergangszeit und zahlen demzufolge den entsprechenden Beitrag. Besteht die

Möglichkeit, beim Partner familienversichert zu werden oder wird Arbeitslosengeld bezogen, entfällt der Leistungsanspruch der Kranken kasse.

ARD-Videotext

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Vorentscheidung am EuGH in Streit über Urlaubsabgeltung

n einem Rechtsstreit um die Abgeltung von Jahresurlaub ist beim Europäischen Gerichtshof eine Vorentscheidung gefallen. Die Generalanwältin

am Europäischen Gerichtshof Verica Trstenjak teilte am 24.01.2008 in Luxemburg mit, dass nach ihrer Auffassung der Jahresurlaub zu einer

späteren Zeit gewährt werden müsse, wenn er wegen Krankheit nicht genommen werde konnte (Az.: C-350/06).

Generalanwältin geht von Anspruch auf Vergütung nicht genommenen Urlaubs aus

In ihrem Schlussantrag schrieb Trstenjak, «dass Arbeitnehmern bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses auf jeden Fall ein Anspruch auf

finanzielle Vergütung als Ersatz für erworbenen und nicht genommenen Urlaub zusteht». Der Beschäftigte habe Anspruch auf Urlaub oder eine

entsprechende finanzielle Entschädigung, auch wenn er während des gesamten Jahres entschuldigt krank war. Der EuGH wird erst in einigen

Monaten sein Urteil fällen, orientiert sich aber häufig an der Ansicht des Generalanwalts.

Verfahren liegt dem EuGH nach Vorlage des LAG Düsseldorf vor


Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf hatte sich per Vorlagefrage an das Luxemburger Gericht gewandt. Die Frage lautete, ob der Jahres-

Urlaubsanspruch wirklich am 31. März des Folgejahres erlöschen darf. In dem vor dem LAG Düsseldorf anhängigen Verfahren will ein früherer

Beschäftiger von seinem damaligen Arbeitgeber eine Urlaubsabgeltung von gut 14.000 Euro für zwei Jahre erstreiten. Der Arbeitgeber ist der

Ansicht, dass der Urlaub des Mannes wegen Arbeitsunfähigkeit verfallen sei.

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Anti-Raucher-Gesetz: Vermieter fürchten Mietminderung

München (ddp). Das Anti-Raucher-Gesetz könnte Vermieter in Deutschland teuer zu stehen kommen. Der Präsident des Eigentümerverbandes Haus &

Grund, Rolf Kornemann, sagte dem Nachrichtenmagazin «Focus», er befürchte eine Welle von Mietminderungen wegen Ruhestörung.

«Wenn sich Raucher nachts vermehrt vor Restaurants auf der Straße aufhalten, führt das zu einer erhöhten Lärmbelästigung für die Anwohner.»

Dann «könnten die Mieter in unmittelbarer Nachbarschaft die Miete prinzipiell um 5 bis 25 Prozent mindern». Eine solche Kürzung ist auch dann

rechtens, wenn der Vermieter einen Schaden nicht selbst verursacht hat oder beheben kann.

In Städten wie München und Stuttgart mehren sich die Beschwerden von Anwohnern über Raucher vor dem Haus, schreibt das Magazin.

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Seelischer Kummer: Psychiater nicht scheuen

Aachen (ddp). Krank ist nicht gleich krank, das macht sich im Alltag immer wieder bemerkbar. Einer gestürzten Person mit gebrochenem Arm wird

meist von allen Seiten zur Hilfe geeilt. Um einen Trauernden, dem die Tränen fließen, machen viele Menschen dagegen einen großen Bogen.

«Seelische Leiden stoßen häufig auf Unverständnis oder gar Ablehnung», sagt Frank Bergmann, Psychiater in Aachen und Vorsitzender des

Berufsverbands der Deutschen Nervenärzte. Dies hat zur Folge, dass viele Betroffene sich scheuen, mit psychischen Problemen einen Arzt

aufzusuchen - obwohl man weiß, dass das Gehirn ebenso krank werden kann wie das Herz oder die Nieren. «Die Betroffenen fühlen sich

stigmatisiert», beklagt Bergmann. Seelischer Kummer gilt als Zeichen von Schwäche und wird lieber verschwiegen. Doch unbehandelt können sich

beispielsweise Depressionen chronifizieren und die Lebensqualität des Betroffenen immer weiter einschränken.

«Psychische Probleme haben nichts mit Verrücktsein zu tun», betont Bergmann. Sie können sogar organisch bedingt sein, wie etwa endogene

Depressionen, die auf Stoffwechselstörungen basieren. Entzündungen, ein Tumor oder Stress im Beruf können das Nervensystem ebenfalls negativ

beeinflussen. Auch die Angst, in eine Nervenheilanstalt zu kommen, hält Bergmann für unbegründet und ein Relikt aus früheren Zeiten. «Das

sind Klischees der Vergangenheit», betont der Mediziner. 90 Prozent der Patienten in psychiatrischer Behandlung würden heute ambulant betreut

und nicht etwa in geschlossenen Stationen. Möglich machen dies moderne Behandlungskonzepte und Medikamente, die Menschen ein weitgehend

normales Leben trotz ihres psychischen Leidens ermöglichen.

«Man sollte deshalb nicht zögern, bei einem seelischen Problem einen Psychiater aufzusuchen», rät Bergmann. Dabei muss nicht jede Verstimmung

krankhaft sein. «Man sollte immer dann zum Arzt, wenn man unter seinem Problem spürbar leidet», fügt Bergmann hinzu. Einen guten Arzt erkenne

man übrigens daran, dass er sich Zeit nimmt und gut zuhört. Und seinen Patienten in den Behandlungsplan mit einbezieht, also mit ihm

beispielsweise über den Einsatz von Medikamenten oder den Beginn einer Psychotherapie berät.

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Kostenerstattung bei Zahnarztfehler

Bei einem fehlerhaft eingesetzten Zahnersatz kann ein Patient den behandelnden Zahnarzt wechseln und Schadenersatz vom Verursacher verlangen.

Das Amtsgericht Sondershausen in Thüringen gab der Klage eines Patienten aus dem Kyffhäuserkreis statt. (Az: 1C374/06)

Der Patient hatte die mangelhaften dritten Zähne von einem anderen Dentisten durch eine Neuanfertigung ersetzen lassen. Der Arzt, der den

Kläger fehlerhaft behandelt hatte, muss ihm die Kosten ersetzen. "Es liegt ein schuldhaft vertragswidriges Verhalten durch den beklagten

Zahnarzt vor", hieß es.

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Rheuma hängt vom Wetter nur wenig ab

BALTIMORE (hub). Der Einfluss des Wetters auf rheumatische Erkrankungen ist geringer als oft angenommen.

So haben hoher Luftdruck und hohe Luftfeuchte einen negativen Einfluss auf Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA), bei Fibromyalgie ist es

nur der Luftdruck, bei Arthrose die Luftfeuchte. Allerdings sind die Beziehungen nicht stark genug, um vom Wetter auf die Krankheitsaktivität

zu schließen. Das hat eine Studie mit 150 Patienten in Argentinien mit RA, Arthrose und Fibromyalgie ergeben, teilt die Johns Hopkins Uni in

Baltimore mit.

Eine zweite Studie aus Florida mit über 150 Patienten mit Arthrose in Hand, Schulter oder Knie fand keine Beziehung zwischen Krankheit und

Wetter. In beiden Studien zeichneten die Teilnehmer ihre Beschwerden auf, die dann mit den meteorologischen Daten korreliert wurden.

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Studie: Rückenleiden versuchen die meisten Krankentage

Rückenleiden sind einer Studie zufolge für die meisten Krankentage in Deutschland verantwortlich. Fast jeder vierte Krankentag (24 Prozent)

sei in Schmerzen und Erkrankungen des Rückens begründet, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung der Kaufmännischen

Krankenhasse (KKH). Nach Infekten der Atemwege stünden diese Beschwerden bei der Arbeitsunfähigkeit auf Platz zwei der häufigsten Diagnosen.

Für die Wirtschaft bedeute das Produktionsausfälle von jährlich knapp neun Milliarden Euro.
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Am stärksten unter Rückenschmerzen leiden der KKH-Studie zufolge Bürokräfte, Warenkaufleute und Arbeitslose, am seltensten sind Manager

betroffen: Bei arbeitslosen Männern liegt der Anteil um das 8,5-fache und bei Bürokräften sogar um das 22-fache höher als bei Managern. Bei

der regionalen Verteilung stellte die Krankenkasse eine Häufung in Sachsen-Anhalt und Brandenburg fest. Dort sind im Bundesvergleich fast

doppelt so viele Menschen betroffen wie in Baden-Württemberg und Hamburg.

Allein im Jahr 2005 sei bei fast 1,5 Millionen Versicherten die Diagnose Rückenschmerzen gestellt worden, erklärte der KKH-

Vorstandsvorsitzende Ingo Kailuweit. «Das bedeutet, dass etwa jeder fünfte Arztbesuch darauf zurückzuführen ist.

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Haushalt: Beim Einsatz von Sprays Atemwege schützen

Hannover (ddp). Bei hartnäckigen Verunreinigungen in Bad oder Küche helfen Haushaltsreiniger. Allerdings setzen diese mitunter nicht nur dem

Schmutz, sondern auch der Lunge zu: «In Sprayform können Haushaltsreiniger - je nach Konzentration und Art der Inhaltsstoffe - die Atemwege

angreifen», warnt Professor Harald Morr, Vorsitzender der Deutschen Lungenstiftung. Anzeichen sind Hustenreiz und Atemnot. Besonders anfällig

sind Menschen, die unter Asthma leiden. Ihre Atemwege sind besonders empfindlich. Ursache für die Beschwerden sind flüchtige organische

Verbindungen, die beim Einsatz der Sprays in der Luft schweben und eingeatmet werden. Diese Aerosole können nicht nur in Haushaltsreinigern,

sondern auch in Deodorants, Haarspray oder Parfums enthalten sein.

«Um die Konzentration dieser Verbindungen in der Luft zu mindern, sollte man die Sprays möglichst bei geöffnetem Fenster anwenden», empfiehlt

Morr. Zusätzlich kann man sich schützen, indem man den Kopf beim Sprühen abwendet oder einen Mundschutz trägt. Eine Alternative sind Produkte

ohne Aerosole, zum Beispiel flüssige Reiniger oder Deo-Roller.

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Taschentücher: Pflegeextrakte können Allergien auslösen

Wiesbaden (ddp). Bei einem hartnäckigen Schnupfen wird die Nase vom vielen Putzen schnell wund.

Sanfte Pflege versprechen Taschentücher mit Pflegextrakten wie Kamille oder Ringelblume. Doch Experten halten nicht viel von solchen

Produkten: «Zur Beruhigung der gereizten Haut tragen sie nichts bei», sagt Professor Ludger Klimek, Leiter des Zentrums für Rhinologie und

Allergologie in Wiesbaden. Schlimmstenfalls könnten Ringelblume und andere pflanzliche Zusätze sogar Allergien auslösen.

Der Allergologe rät, wunde Naseneingänge mit fetthaltigen Babycremes zu behandeln. «Das hat den gleichen schützenden Effekt wie beim wunden

Baby-Popo», sagt Klimek.

Taschentücher entsorgt man bei einer Erkältung am besten direkt nach dem Gebrauch. Denn in der sogenannten Rotzfahne entwickelt sich eine

Keimflora, mit der man die virusinfizierten Nasennebenhöhlen nicht noch zusätzlich belasten sollte. Stofftaschentücher wäscht man bei

mindestens 60 oder noch besser bei 90 Grad Celsius.

Die ausgeschnäuzten Viren stellen indes praktisch keine Gefahr dar. «Man ist ja eh schon infiziert und an andere Personen weitergeben wird

man das benutzte Taschentuch wohl kaum», sagt Klimek.

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Ballaststoffe: Schutz für Darm und Herz

Baierbrunn (ots) - Wer schon zum Frühstück auf Ballaststoffe aus Vollkornprodukten achtet, zum Beispiel mit einem Müsli, schützt nicht nur

den Darm, sondern auch sein Herz, berichtet das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".

Um ein Drittel kann das Risiko, eine Herzschwäche zu entwickeln, sinken. Das errechneten Forscher um Professor Luc Djoussé an der US-

Universität Harvard in einer Langzeitstudie, die seit 1982 mit 21000 Ärzten läuft.

Warum Hafer, Weizen, Dinkel und Co. das Herz schützen, ist noch unklar. "Vollkorngetreide vermindert die Gefahr von Übergewicht,

Bluthochdruck und Diabetes - und damit mögliche Ursachen einer Herzschwäche", meint Djoussé. Bei Fertigprodukten ist es ratsam, auf den

Zuckergehalt zu achten.

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Amt warnt vor Schlankmacher "Therma Power"

Hamburg - Hamburgs Gesundheitsbehörde hat Verbraucher vor der Einnahme des Schlankheitsmittels "Therma Power" gewarnt. Das ephedrinhaltige

Nahrungsergänzungsmittel werde im Internet als Appetitzügler und als Mittel zum Abnehmen in Packungen mit je 60 Kapseln angeboten, teilte die

Behörde mit. Hintergrund der Warnung sei ein Todesfall durch Herzstillstand in Dänemark, der mit der Einnahme eines solchen Mittels in

Verbindung gebracht wird. "Therma Power" enthalte Bestandteile des Ephedra-Krauts. Dessen Inhaltsstoffe wirken gefäßverengend, stimulierend

auf den Kreislauf und blutdrucksteigernd. Therma Power enthalte Inhaltsstoffe, die die Wirkung von Ephedrin noch verstärken.
Die Gesundheitsbehörde riet generell vom Verzehr ephedrinhaltiger Nahrungsergänzungsmittel ab. Das Bundesinstitut für Risikoforschung habe

deutlich gemacht, dass die Einnahme Ephedrin- und Ephedra-Kraut-haltiger Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel schwere Nebenwirkungen

haben kann.

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Blutdruckwerte beider Arme vergleichen

Bonn - Beim Messen des Blutdrucks sollte man anfangs die Werte beider Arme miteinander vergleichen. Der Grund dafür ist, dass viele Menschen

im rechten und linken Arm unterschiedliche Blutdruckwerte haben. Liegt die Differenz bei mehr als zehn Einheiten, so sollte die Messung stets

am Arm mit den höheren Werten erfolgen, wie die Deutsche Seniorenliga betont.

Die Unterschiede zwischen beiden Oberarmen können durch eine unterschiedliche Muskeldichte oder Spannung der Muskulatur der Oberarme bedingt

sein. Größere Messunterschiede zwischen den Armen können aber auch auf anatomische oder pathologische Besonderheiten hinweisen. So können

etwa Arterien auf der Seite mit den niedrigeren Werten verengt sein. In diesem Fall sollten Patienten einen Arzt aufsuchen und die Ursachen

abklären, rät die Seniorenliga.

Da der Blutdruck im Laufe eines Tages stark schwankt, sollten die Messungen immer zur gleichen Zeit und unter ähnlichen Bedingungen erfolgen.

Vor dem Messen sollte man einige Minuten entspannen, denn jede Anstrengung oder Aufregung treibt den Blutdruck kurzfristig in die Höhe.

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Alkohol-Konsum: Erhöhtes Risiko bei Operationen

Berlin (netdoktor.de). Menschen, die regelmäßig Alkohol trinken, gehen bei Operationen das Risiko erheblicher Lungen-Komplikationen ein. Das

haben Forscher der Berliner Charité jetzt herausgefunden.

Wie die Wissenschaftler um Prof. Claudia Spies von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, in der aktuellen Ausgabe des

Magazins "Alcoholism: Clinical and Experimental Research" berichten, trägt Alkohol erheblich zur Schwächung des Immunsystems bei. Sie wiesen

diese Reaktion bei Mäusen nach, die sie zunächst an Alkohol gewöhnten. Dann führten sie an ihnen einen kleinen Eingriff durch und setzten sie

einem sehr häufigen Lungenentzündungs-Erreger aus. Das Ergebnis: Im Blut der Alkohol-Mäuse fanden sich große Mengen der Abwehr-Botenstoffe

Interleukin 6 und 10. Trotzdem waren sie deutlich häufiger lungenkrank als ihre Artgenossen.

"Ähnliches haben wir auch bei Menschen festgestellt, die vor der Operation häufig Alkohol tranken", erläutert Prof. Spies. Verhältnismäßig

geringe Mengen genügen, um den Effekt zu erzeugen. "Wir beobachten diese schweren Lungen-Komplikationen bereits bei Patienten, die in den

drei Monaten vor der Operation jeden Tag drei Gläser Bier oder zwei Gläser Wein getrunken haben. Derartige Trinkgewohnheiten gibt es bei etwa

20 Prozent der Bevölkerung", sagt Spies.

Sie plant jetzt, Medikamente zu entwickeln, die später auch das Immunsystem frisch operierter Patienten bei der Abwehr gefährlicher Erreger

unterstützen sollen. "Mit ersten Ergebnissen rechnen wir Anfang nächsten Jahres", meint sie optimistisch. Die Forschergruppe um Prof. Spies

ist die einzige in Deutschland, die sich mit den Folgen von Alkohol für das Immunsystem befasst. Dabei ist das Problem in Kliniken

alltäglich: "Etwa 50 Prozent aller Patienten, die als Notfall eingeliefert werden, haben Alkohol im Blut", schätzt sie.

Menschen, die ihre Operation planen können, sollten in den Monaten zuvor ihren Alkoholkonsum zwar einschränken, aber nicht völlig darauf

verzichten. "Auch der Schock eines Entzugs kann nachteilig wirken." Besonders eindringlich ist ihr Appell an die Ärzte: "Sie müssen alle

Patienten vor der Operation eingehend nach ihren Trinkgewohnheiten fragen. Es kann Leben retten, wenn man auf Komplikationen vorbereitet

ist."

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Deutschland: immer mehr ohne Kranken- Versicherung

(Wiesbaden - 08.02.2008) Die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung steigt. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden

mitteilte, waren im ersten Quartal 2007 insgesamt 211.000 Menschen in Deutschland nicht krankenversichert und besaßen auch keinen sonstigen

Anspruch auf Krankenversorgung. Damit lag die Quote laut dem alle vier Jahre erhobenen Zusatzprogramms «Angaben zur Krankenversicherung» im

Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa, bei knapp 0,3% der Gesamtbevölkerung.
Quote steigt
1999 war eine Quote von knapp 0,2% und 2003 etwas über 0,2% ermittelt worden. 1999 besaßen in Deutschland danach 145.000 Menschen keinen

Krankenversicherungsschutz, 2003 waren es 177.000 Personen. Zu den Personen mit einem sonstigen Anspruch auf Krankenversorgung zählen

beispielsweise Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten, sowie Grundwehrdienst- und Zivildienstleistende.
Männer häufiger ohne Schutz
Zu dieser Entwicklung trugen nach Angaben der Statistiker vor allem die Männer bei: Im Jahr 1999 betrug die Zahl der nicht

krankenversicherten Männer 79.000. Vier Jahre später stieg sie auf 104.000 und im Jahr 2007 auf 142.000. Damit stellten Männer 1999

deutschlandweit gut die Hälfte (55%) aller Personen ohne Krankenversicherungsschutz. 2003 lag ihr Anteil bei knapp drei Fünfteln (59%) und

2007 bei rund zwei Dritteln (67%).

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Beipackzettel

Verbraucher oft überfordert

(Bonn - 24.01.2008) «Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage...». Dieser Satz ist jedem Patienten aus Presse, Funk und

Fernsehen allzu bekannt. Wenn der kleine Zettel falsch oder gar nicht genutzt wird, kann das die Gesundheit gefährden. Doch die

Packungsbeilage ist für viele Patienten nicht oder nur begrenzt brauchbar, wie eine Studie des Wissenschaftlichen Institutes der AOK (WIdO)

in Bonn ergeben hat.
Senioren haben mehr Schwierigkeiten
«42% der Befragten gaben an, der Text sei zu lang. 20% bezeichneten ihn als unverständlich. Und für 17% war er zu klein gedruckt», zählt

WIdO-Experte Helmut Schröder auf. Einen Unterschied nach Medikamentengruppen haben die Wissenschaftler nicht beobachtet, wohl aber nach dem

Alter der Patienten: «Mit zunehmendem Alter nehmen die Probleme in der Handhabung zu. Das ist ein doppeltes Dilemma, weil gleichzeitig die

Zahl der eingenommenen Medikamente steigt.»
Wechselwirkungen und falsche Dosierungen
Wer jedoch mit einem Beipackzettel nur mühsam oder gar nicht zurecht kommt, nutzt ihn nicht richtig. Bei einer unbekannten Zahl von Patienten

beeinträchtigen nicht beachtete Wechselwirkungen, falsche Dosierungen und unsachgemäße Lagerung die Wirkung des Präparates. «Das kann in

verschiedene Richtungen gehen», sagt Wolf-Dieter Ludwig, Pharmakologe und Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

in Berlin. «Wirkungen können verstärkt oder abgeschwächt oder auch unerwünschte Nebenwirkungen ausgelöst werden.» In jedem Fall wird die

Therapie beeinflusst. Bei einer Selbstmedikation werden die Wirkungen gar nicht erst fachgerecht beobachtet.
Nebenwirkungen werden überschätzt
Häufig interpretieren Patienten die Angaben in den Packungsbeilagen falsch - zum Beispiel wenn bei möglichen Nebenwirkungen nicht die

Häufigkeit ihres Auftretens beziffert wird. «Jeder dritte Patient nimmt ein Medikament, das ihm verordnet wurde, nicht ein, weil er durch die

Packungsbeilage massiv verunsichert wurde», erläutert WIdO-Experte Schröder. Damit ist die Behandlung fehlgeschlagen, Millionen werden

vergeudet. Die Medikamente werden zudem weggeworfen und verursachen Umweltprobleme.
Es gibt auch gute Packungsbeilagen
Auch wenn sie für den Verbraucher schwer nutzbar ist - die Packungsbeilage ist letztlich für ihn ein Schutz, indem sie ihn etwa auf alle

möglichen Nebenwirkungen hinweist. Was in welcher Reihenfolge in einer Packungsbeilage stehen muss, schreibt die Zulassungsbehörde vor. Diese

Vorgaben müssen die Hersteller erfüllen. «Dennoch gibt es gute und schlechte Packungsbeilagen», urteilt Pharmakologe Ludwig. So bemühten sich

einzelne Hersteller gezielt um eine differenzierte, tabellarische Darstellung von Nebenwirkungen mit Häufigkeitsangaben, Hervorhebung von

Warnhinweisen oder auch verständliche Formulierungen. «Das häufig ins Feld geführte Argument, Packungsbeilagen dienten der Information sowohl

der Ärzte als auch der Patienten und müssten deshalb umfangreiches Fachvokabular enthalten, ist schlichtweg falsch. Für Mediziner gibt es die

sogenannten Fachinformationen.»
Verbraucherschutz fordert Verbesserungen
Zwar gibt es diverse Vorschläge von Verbraucherschutzorganisationen zur Gestaltung eines patientenfreundlichen Beipackzettels, doch bis dahin

ist es noch ein weiter Weg. Für die Patienten heißt das: Sie müssen sich die vorhandenen Dokumente nutzbar machen.
Beratung durch Apotheker um so wichtiger
«Zunächst sind der Arzt und der Apotheker die wichtigsten Ansprechpartner. Ihre Aufgabe ist es, über die Wirkung eines Medikamentes, über die

Einnahme und auch über Nebenwirkungen aufzuklären», sagt Barbara Keck von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO)

in Bonn. Gerade wenn es um die Einnahme mehrerer Arzneimittel, die richtige Reihenfolge und mögliche Wechselwirkungen geht, liefert die

Packungsbeilage ohnehin nur Anhaltspunkte.
Tipps für Verbraucher
«Darüber hinaus hat jedoch jeder Patient eine Mitverantwortung für seine Gesundheit», sagt Keck. Wenn es nicht gerade um akute Notfälle geht,

kann man die Packungsbeilage für sich lesbarer machen: Ist die Schrift zu klein, so lässt sie sich vergrößert kopieren. Verliert sich das

Auge in der Buchstabenwüste, so helfen Markierungen mit einem Textmarker. Sind Informationen wie «mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen» zu

vage, so können konkretere Angaben des Arztes oder Apothekers handschriftlich ergänzt werden.

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Altern, bis der Arzt (nicht) kommt

Weil die Deutschen immer älter werden, ist der Mangel an Haus- und Fachärzten ein gravierendes Problem - vor allem im Osten. Die falsche

Bedarfsplanung vor 15 Jahren räche sich heute, meint die Kassenärztliche Vereinigung.

In Deutschland fehlen nach Berechnungen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Sachsen rund 5000 Fach- und Hausärzte. Der Mangel resultiere

aus einer 15 Jahre zurückliegenden Bedarfsplanung, bei der die zunehmende Überalterung der Bevölkerung unberücksichtigt geblieben sei,

erklärte der KV-Gesundheitsexperte Klaus Heckemann am Dienstag im ARD-Magazin «Plusminus» laut einer Vorabmeldung.

Anfang der 90er Jahre habe der Anteil der über 60-Jährigen an der Gesamtbevölkerung rund 20 Prozent betragen. Derzeit liege er jedoch vor

allem in den neuen Bundesländern weit höher, in Sachsen zum Beispiel bei knapp 30 Prozent. Weil Ältere häufiger einen Arzt benötigten, müsse

auch ein höherer Bedarf ermittelt werden. Pro 100.000 Einwohner müssten in den neuen Bundesländern 13 Ärzte zusätzlich zugelassen werden, im

alten Bundesgebiet und Berlin fünf.

Unter Einbeziehung der aktuellen Demographie gibt es den größten Ärztebedarf im Verhältnis zur Bevölkerung dem Bericht zufolge in Sachsen-

Anhalt. Hier müssten zusätzlich 456 Ärzte eingestellt werden. Das entspricht einer Bedarfsquote von 19 Ärzten je 100.000 Einwohner. Dann

folgt Sachsen mit zwölf, Thüringen sowie Brandenburg mit je elf und Mecklenburg-Vorpommern mit einem Bedarf von zehn zusätzlichen Ärzten.

Einen geringeren Mehrbedarf von bis zu vier Ärzten je 100.000 Einwohner gibt es demnach im Saarland, in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen,

Baden-Württemberg und Berlin. Ein Sprecher des Gemeinsamen Bundesausschusses, der für die Maßstäbe der Bedarfsermittlung zuständig ist,

erklärte auf Anfrage der «Plusminus»-Redaktion, es werde an einer Neufassung der Richtlinie gearbeitet. Die Sendung soll am Dienstag 19.2.08

um 21.50 Uhr in der ARD ausgestrahlt werden.(AP)

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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat März alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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