Newsletter vom 21.10.2008, 10:05:00

Betreff:

Newsletter Oktober

Banditreffen in Zwickau vom 03.10. bis 05.10.2008

Liebe Bandis,

endlich war es so weit und unser Banditreffen fand am 3.10.-05.10.2008 in Zwickau statt.

Für die Planung und Durchführung möchten wir uns recht herzlich bei Ursel und Uwe bedanken!

Einen Bericht über das Banditreffen findet Ihr hier:

http://www.diebandscheibe.de/Banditreffen2008/banditreffen.php



Unser nächstes Banditreffen findet vom 25.09.-27.09.2009 in Rheinfelden statt.

Nähere Infos folgen.

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Grippe-Schutz: Neugeborene werden mitgeimpft

München (netdoktor.de) - Eine Grippeschutzimpfung während der Schwangerschaft scheint nicht nur der Mutter zu helfen. Auch das Kind hat nach der Geburt ein niedrigeres Risiko sich mit Influenza zu infizieren. Das ergab nun erstmals eine Studie der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health, die auf der Tagung der National Vaccine Advisory Committee in Washington vorgestellt wurde. Die Daten erscheinen am 9. Oktober im renommierten "New England Journal of Medicine".

Kinder selbst können erst in einem Alter ab sechs Monaten gegen die Virusgrippe geimpft werden. Das Forscherteam um den Arzt Mark Steinhoff stellte nun fest, dass Infektionen bei Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft geimpft wurden, um 63 Prozent seltener auftraten als bei Nachwuchs von nicht geimpften Frauen. Zu schweren Atemwegserkrankungen kam es ebenfalls seltener: Das Risiko sank für Mutter und Kind um rund ein Drittel.

"Es ist praktisch ein Zwei-zum-Preis-von-Einem-System", sagte Steinhoff. Dies sei vor allem deshalb eine gute Nachricht, weil Kinder in den ersten Lebensmonaten besonders häufig wegen einer Grippe behandelt werden müssten - noch häufiger als Senioren.

Die Mediziner hatten 340 schwangere Frauen und ihre Kinder über mehrere Monate begleitet. Während der Schwangerschaft wurden die Frauen entweder gegen Grippe oder zum Vergleich gegen Pneumokokken geimpft. Bei beiden Impfungen kommen Totimpfstoffe zum Einsatz, die keine vollständigen Krankheitserreger enthalten und auch in der Schwangerschaft verwendet werden können. Generell gilt jedoch: Nur dringende Impfungen sollten während der Schwangerschaft durchgeführt werden.

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Patientengeheimnis in Gefahr

Um Behandlungskosten beurteilen zu können, versuchen Krankenkassen immer wieder von Patienten Informationen über ihre Krankheiten zu bekommen. Das ist ungesetzlich.
Von FOCUS-Online-Autorin Dr. Frauke Höllering

Das Interesse der Krankenkassen an der Diagnose ist groß
Teil meiner Arbeit als Hausärztin ist der Kampf mit der Bürokratie. Manche Formulare fülle ich schnell aus, damit sie von meinem Schreibtisch verschwinden. Mit anderen verfahre ich nicht so gefällig.

Heute besuchte ein junger Mann meine Praxis, der gerade aus dem Krankenhaus kam. Er musste dort eine Zeitlang klinisch überwacht werden, weil seine Leberwerte nach Gabe eines Antibiotikums ins Unermessliche geschossen waren. Und auch nach dem Absetzen des Medikaments erholten sie sich nur zögerlich. Nun saß er vor mir, noch etwas matt, aber schon wieder temperamentvoll: „Schauen Sie mal, was meine Krankenkasse mir alles geschickt hat“, sagte er und legte mir einen Stapel Seiten auf den Tisch. Ich traute meinen Augen nicht. Unter dem Vorwand, man „wolle den Patienten optimal betreuen“, stellte die Kasse ihm Dutzende von Fragen. Sie wollte wissen, an welchen Symptomen er genau leidet, welche Diagnose ihm gestellt wurde, welche Therapien stattgefunden hatten oder geplant wären, wie die Zukunft einzuschätzen sei. Die Antworten sollte er an die Sachbearbeiter direkt schicken, keineswegs an den Medizinischen Dienst.

„Das geht die gar nichts an“, sagt ich. Wir waren uns schnell einig, dass er sich morgen bei den Kassenmitarbeitern melden würde, um ihnen genau dieses mitzuteilen. „Immerhin gibt es noch das Patientengeheimnis“, bestärkte ich ihn. „Wenn die Krankenkassen Informationen brauchen, dann gehen diese nur an die Kollegen vom Medizinischen Dienst.“ Es wäre ja noch schöner, wenn jeder Sachbearbeiter Einblick in die Krankengeschichte der Patienten bekäme.

Aber genau das scheint sich hier einzuschleichen: Das Patientengeheimnis wird ausgehebelt, indem man die Patienten überrumpelt. Wie viele wissen nicht, dass sie ungesetzlich ausgefragt werden und alles brav beantworten? Ich wüsste auch nicht, warum unsere ärztliche Betreuung besser sein sollte, wenn die Mitarbeiter am Krankenkassen- PC die medizinischen Details nachlesen könnten. Überhaupt: Die Betreuung ist doch immer noch meine urärztliche Aufgabe. Da lasse ich mir doch nicht von den Krankenkassen reinreden. Oder muss ich das bald auch noch?

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Rheinländer sitzen am kürzesten im Wartezimmer

Nirgendwo in Deutschland kommen Patienten so schnell beim Arzt dran wie im Rheinland. Das besagt eine am Mittwoch veröffentlichte bundesweite Umfrage unter 6.000 Menschen.

Demnach müssen im Kassenärzte-Bezirk Nordrhein 14 Prozent der Patienten gar nicht erst im Wartezimmer Platz nehmen, bundesweit waren es nur 11 Prozent. 32 Prozent der Rheinländer hatten höchstens 15 Minuten zu warten, in ganz Deutschland waren es 30 Prozent.

Weitere 29 Prozent (bundesweit: 30) saßen spätestens nach einer halben Stunde vor dem Arzt. Die Forschungsgruppe Wahlen hatte die Studie im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung durchgeführt.

Düsseldorf (dpa)

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Bei Muskelkater helfen keine Massagen
Massagen sollten bei Muskelkater vermieden werden.

MÜNCHEN - Als Muskelkater bezeichnet man einen Schmerz, der nach körperlicher Anstrengung, besonders bei hohen Belastungen oder untrainierten Muskelpartien auftritt. Meistens macht sich dieser erst Stunden nach der jeweiligen Tätigkeit bemerkbar. Doch was kann man dagegen tun? Mediziner warnen davor, sich den Muskelkater „wegmassieren“ zu lassen. Denn Massagen in den betroffenen Bereichen führen zu kleinen Muskelrissen, was die Symptomatik nur verschlimmern würde. Leidet man unter Muskelkater kann man die Beschwerden zum Beispiel mit einem Gang in die Sauna oder einem heißen Bad mit Arnika, Eukalyptus, Fichtennadeln oder Rosmarin lindern. Wichtig bei der Behandlung von Muskelkater ist, dass die Durchblutung gefördert wird. So kann zum Beispiel eine Wärmflasche auf der betroffenen Region Wunder wirken.

Quelle: AOK

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Aspergillus fumigatus schützt sich mit einem Biofilm

Schimmelpilze:
Versteckspiel in der Lunge

08.10.08 - Schimmelpilze, die in menschliche Lungen eingedrungen sind, können sich mit Biofilmen gegen Angriffe des Immunsystems schützen. Von Bakterien und Hefepilzen war dieser Mechanismus bereits bekannt - nun wiesen ihn Heidelberger Wissenschaftler auch bei Aspergillus fumigatus nach.

Biofilm mit fadenförmigen Hyphen des Schimmelpilzes Aspergillus fumigatus auf einer Bronchialepithelzelle.

Medikamente, die Patienten mit einer geschwächten Immunabwehr vor einer Infektion mit dem Schimmelpilz Aspergillus fumigatus schützen sollen, sind zunächst wirksam, doch plötzlich scheinen die Wirkstoffe zu versagen. Innerhalb weniger Tage erkranken die Patienten schwer, mitunter ist der Verlauf sogar tödlich. "Die Pilze halten sich an keinerlei anatomische Barriere mehr, können invasiv in das Lungengewebe wachsen", beschreibt Prof. Frank-Michael Müller vom Universitätsklinikum Heidelberg.

Seine Arbeitsgruppe konnte kürzlich zeigen, wie sich Aspergillus fumigatus den Bekämpfungsmaßnahmen entzieht: Der Schimmelpilz umgibt sich mit einem schleimartigen Biofilm, in dem er ungestört existieren kann. Von Bakterien und Hefepilzen war dieses Versteckspiel bereits bekannt.

Nun zeigten die Forscher in Versuchen mit menschlichen Lungenzellen, dass auch Schimmelpilze diese Biofilme, die einer Schleimschicht ähneln und hauptsächlich aus Wasser bestehen, in dem Nährstoffe wie Zuckermoleküle und Eiweiße gelöst sind.

Aspergillus fumigatus

Der Schimmelpilz gehört zu den am weitesten verbreiteten Arten auf der Erde: er kommt sowohl in der Antarktis als auch in der Sahara vor. Für gesunde Menschen ist er in der Regel harmlos.

Bei einigen Menschen löst Aspergillus jedoch Asthma aus, selten kann es auch zu einem Aspergillom kommen, einem Pilzball, der sich in der Lunge oder in den Nasennebenhöhlen einnistet.


Gefährlich wird der Pilz vor allem für Patienten mit geschwächtes Immunsystem - oder auch bei chronischen Lungenerkrankungen. Jährlich sterben in Deutschland etwa 2.500 Menschen an einer Aspergillus-Infektion.

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Exotische Haustiere im Kinderhaushalt: Vorsicht!

Haustiere können durchaus positive Effekte auf Kinder haben - doch allzu exotisch sollten die tierischen Mitbewohner nicht sein. Denn Schildkröten, Echsen oder Hamster übertragen häufig infektiöse Erreger.

Interessant, aber nicht ungefährlich: gerade Reptilien übertragen häufig Samonellen.
In Haushalten, in denen kleine Kinder oder Personen mit geschwächter Immunabwehr leben, sollten keine exotischen Haustiere angeschafft werden, empfehlen Dr. Larry Pickering und das Komitee für Infektionskrankheiten der American Academy of Paediatrics. Die gesundheitlichen Risiken von Echsen, Schildkröten, Igeln, Hamstern und Küken würden von vielen Personen unterschätzt.

Dabei seien Infektionskrankheiten und allergische Reaktionen häufig zu beobachten, denn viele Exoten bringen Krankheitserreger mit ins Haus. Rund elf Prozent der Salmonellen-Erkrankungen bei Kindern seien auf Kontakt mit Reptilien oder Hamstern zurückzuführen, schreiben die Autoren. Die kleinen Besitzer streicheln und küssen ihre Tiere häufig, so dass einer Infektion Tor und Tür geöffnet werden.

Probleme ergeben sich vor allem durch den häufig illegalen Import der Tiere - und damit oft mangelnde hygiensiche Verhältnisse. Zudem sei die Gefahr, dass exotische Kleintiere zubeißen und dabei infektiöse Erreger übertragen, höher als bei "traditionellen" Haustieren wie Hund und Katze. Doch auch Igel sind nicht ganz ungefährlich: Die harten Stacheln dringen leicht in die Haut ein und so gelangen infektiöse Erreger in die Blutbahn.

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Alkohol lässt nicht nur bei Säufern
das Gehirn schrumpfen


Gewusst haben wir es eigentlich schon immer - doch nun konnten es Wissenschaftler auch in Zahlen belegen: Je höher der Alkoholkonsum, desto kleiner das Hirnvolumen.

Carol Ann Paul und Kollegen vom Wellesley College in Massachusetts (USA) werteten die Daten von 1.839 Personen aus der Framingham Offspring Study aus. Zwischen 1999 und 2001 wurden verschiedene gesundheitliche Aspekte der Teilnehmer erfasst - unter anderem auch MRT-Aufnahmen gemacht. Zudem gaben die Probanden Auskunft über ihren Alkoholkonsum.

Generell wurde in der Studiengruppe relativ wenig Alkohol getrunken, wobei sich bei Männern mit größerer Wahrscheinlichkeit als bei Frauen ein moderater bis starker Konsum zeigte.

Die Forscher stellten einen eindeutigen linearen Zusammenhang zwischen dem Gehirnvolumen und der Menge an getrunkenem Alkohol fest. Bei Frauen war dieser Verbindung noch stärker ausgeprägt - vermutlich aufgrund ihrer durchschnittlich geringeren Körpergröße und einer erhöhten Sensibilität gegenüber Alkohol.

Die Ergebnisse wiesen eindringlich auf die Gefahren von Alkohol hin, betonen die Forscher. Weitere Studien müssten die Resultate nun bestätigen und funktionelle Konsequenzen untersuchen.

fs / Quelle: Arch Neurol. 65 [2008] 1363-1367

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Bandscheibenvorfall bleibt manchmal unbemerkt

Bei starken Schmerzen im unteren Rücken vermuten Betroffene häufig einen Bandscheibenvorfall. Doch das ist nicht immer der Fall. "Ein Bandscheibenvorfall macht sich durch ganz typische Schmerzen bemerkbar", sagt Wolfgang Bolten, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klaus Miehlke Klinik für Rheumatologie in Wiesbaden.

Die Schmerzen entstehen, wenn die Bandscheibe auf einen Nerv drückt. Doch das geschieht nicht immer: "Bei rund 40 Prozent der über 35-Jährigen wird ein Bandscheibenvorfall bei einer anderen Untersuchung zufällig entdeckt", berichtet Bolten. Das bedeute auch, dass so ein Bandscheibenvorfall nicht immer problematisch sei und in der Regel nur bei dem Auftreten von Schmerzen behandelt werden müsse. "Dann ist es wichtig, bei den Betroffenen mit Medikamenten für Schmerzfreiheit zu sorgen und anschließend mit Krankengymnastik den Rücken zu stärken." Zudem sei Rückengymnastik die beste Vorbeugung gegen einen Bandscheibenvorfall.

Wird ein Nerv vollständig abgeklemmt, führt das zu schwerwiegenden Symptomen. Da Nerven die Beinmuskeln mit Impulsen versorgen, kann es laut Bolten zu Motorikstörungen kommen. Und auch innere Organe wie die Blase können betroffen sein. In solchen Fällen wird häufig eine Operation notwendig.

Quelle ARD Videotext

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Deutscher Schmerzkongress: Patienten profitieren von zweifach wirksamer Schmerztherapie

Gleichgewicht von Wirkung und Nebenwirkung wichtig / Neue Studie belegt effektive Schmerzlinderung mit Oxycodon/Naloxon bei Langzeitanwendung / Überlegene Verträglichkeit erhöht Lebensqualität

Berlin, 9. Oktober 2008 (dk) - In Deutschland haben fünf bis acht Millionen Menschen behandlungsbedürftige chronische Schmerzen. Diese Schmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität. Denn wenn jede Bewegung weh tut, ist es nicht möglich zu arbeiten, Sport zu treiben oder sich mit Freunden zu treffen. Damit es nicht passiert, müssen starke Schmerzen, zum Beispiel bei Rückenleiden, bei Verschleißerscheinungen der Gelenke oder bei Knochenschwund, mit einem hochwirksamen Opioid gelindert werden. Opioide wirken direkt im Rückenmark und verhindern dort, dass der Schmerz an das Gehirn weitergeleitet wird. Bewährt haben sich vor allem Retardpräparate, weil sie ihren Wirkstoff über zwölf Stunden kontinuierlich an die Blutbahn abgeben und so für eine Schmerzlinderung rund um die Uhr sorgen. Im Gegensatz zu frei verkäuflichen Schmerzmitteln schädigen starke Opioide die Organe auch bei einer dauerhaften Einnahme nicht.

Bei manchen Opioiden können mit der Wirkstärke für Opioide typische Nebenwirkungen wie Übelkeit, Verstopfung oder Schwindel zunehmen. "Doch das muss nicht sein", sagt Professor Esther Pogatzki-Zahn auf dem deutschen Schmerzkongress in Berlin, "Denn inzwischen gibt es ein Schmerzmittel, das aus dem starken Opioid Oxycodon und dem Opioid-Gegenspieler Naloxon besteht". Dass diese Fixkombination die Schmerzen effektiv lindert und sogar bei einer Langzeitanwendung sehr gut verträglich ist, bestätigt eine neue Studie mit 379 Patienten: Die Schmerzstärke gaben die Patienten auf einer Schmerzskala (0 = keine, 10 = stärkste Schmerzen) mit einem dauerhaft niedrigen Wert von 3,8 an. Auch die Verstopfung nahm deutlich ab. "Dadurch traten andere Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Übelkeit seltener auf", sagt Pogatzki-Zahn. Weil die Patienten das Schhmerzmittel gut vertrugen, schliefen sie besser. Ihre Lebensqualität nahm dadurch deutlich zu. Eine weitere große Studie mit 7.836 Patienten belegt diese effektive Schmerzlinderung und überlegene Verträglichkeit.

Quelle: mundipharma

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Psychopharmaka: Die meisten machen nicht abhängig

Krefeld (ddp). Tabletten gegen Kopfschmerzen oder Bluthochdruck nehmen die meisten Menschen ohne große Bedenken ein. Bei seelischen Problemen gibt es dagegen weitaus größere Vorbehalte gegenüber einer medikamentösen Behandlung, etwa aus Furcht, die Psychopharmaka könnten abhängig machen oder die Persönlichkeit verändern. «Das Thema Psychopharmaka ist mit großen Irrtümern und Vorurteilen verbunden», beklagt Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte in Krefeld.

Zwar hätten beispielsweise bestimmte Tranquilizer tatsächlich ein hohes Abhängigkeitspotenzial. «Solche Medikamente werden heute aber nur noch sehr gezielt und zeitlich begrenzt verordnet», betont Bergmann. Die meisten Psychopharmaka, darunter Antidepressiva und Neuroleptika, machten weder abhängig noch veränderten sie die Persönlichkeit. «Es ist vielmehr die Erkrankung, die die Persönlichkeit verändern kann, wenn sie nicht behandelt wird», sagt Bergmann.

Der Mediziner wirbt für mehr Verständnis gegenüber Menschen mit einer seelischen Erkrankung. Depressionen etwa seien kein Zeichen von Schwäche oder Verrücktheit, sondern eine Erkrankung wie jede andere. Antidepressiva können den gestörten Neurotransmitter-Haushalt im Gehirn wieder in Ordnung bringen. Häufig empfiehlt sich eine Psychotherapie als Therapieergänzung.

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Erkältung: Frische Luft hält Nasenschleimhaut intakt

Wiesbaden (ddp). Mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit erliegen viele Menschen früher oder später dem Ansturm von Viren und Bakterien. Eine wichtige Schutzfunktion vor Infekten nimmt neben einem starken Immunsystem die Nasenschleimhaut ein: «Wenn sie intakt ist, haben es Erreger deutlich schwerer, in den Körper einzudringen», sagt Professor Ludger Klimek, Leiter des Zentrums für Rhinologie und Allergologie in Wiesbaden.

Pflegen kann man seine Nasenschleimhaut mit viel Bewegung an frischer Luft. Auch Nasenduschen, Spülungen und Inhalationen tragen laut Klimek dazu bei, die Nase feucht zu halten. Bei trockener Heizungsluft kann die Nasenschleimhaut dagegen rasch austrocknen. Sie wird spröde und es bilden sich Mikrorisse, durch die Erreger leichter eindringen können. Zudem ist die angegriffene Nasenschleimhaut nicht mehr in der Lage, feine Staubpartikel abzufangen. «Diese gelangen so ungefiltert in die Lunge und können Atemwegserkrankungen auslösen», erläutert Klimek.

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Mundhygiene: Gurgellösungen schaden dem Magen

München (ddp). Desinfizierende Wässerchen für Mund und Rachenraum sorgen für einen frischen Atem. Dem Magen könnten solche Gurgellösungen aber schaden, sagt Martin Strauch, Facharzt für Innere Medizin in München. Denn die Bakterien im Speichel, die durch die Mittel abgetötet werden, spielen für die Durchblutung der Magenschleimhaut eine wichtige Rolle.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben laut Strauch jüngst gezeigt, dass die Bakterien im Mund Nitrate in Nitride umwandeln. Aus diesen Nitriden wird im Magen Stickoxid gebildet. Dieser Botenstoff reguliert den Blutfluss, der die Erneuerung der Magenschleimhaut fördert und die Magenwand vor der aggressiven Magensäure schützt.

Werden die Mundbakterien durch die desinfizierenden Lösungen abgetötet, wird die Nitrid-Bildung und die Regeneration der Magenschleimhaut offenbar beeinträchtigt. Das könnte nach Angaben von Strauch insbesondere bei solchen Patienten ein Problem werden, bei denen die Magenschleimhaut häufig bereits angegriffen ist: Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen etwa, die regelmäßig Medikamente mit Aectylsalicylsäure (ASS) einnehmen. ASS erhöht das Risiko von Blutungen in der Magenwand.

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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat November alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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