Newsletter vom 24.11.2008, 12:42:05

Betreff:

Newsletter November

Wir wünschen unseren Mitgliedern und Besuchern eine schöne Adventszeit, verbunden mit dem Wunsch, daß die Zukunft viel Glück und Gesundheit bereithält.
Bedanken möchten wir uns bei unseren Mitgliedern, die nicht nur die Zeit finden, Informationen aus dem Forum zu ziehen, sondern auch den Ratsuchenden mit Rat und Tat helfen.

Unser Adventskalender ist wieder online http://www.diebandscheibe.de/weihnachten.php , der zur Weihnachtszeit wieder schöne Geschichten und Rezepte bereithält.

Das Team von www.diebandscheibe.de

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Banditreffen in Rheinfelden vom 25.09. bis 27.09.2009

Liebe Bandis,

Unser nächsten Banditreffen findet vom 25.09.-27.09.2009 in Rheinfelden statt.

Nähere Infos folgen.

Wir freuen uns jetzt schon auf Eure Anmeldungen.


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Durchschnittlich 4,30 Euro sollen Finanzierungslücke schließen
Kassen rechnen für 2009 mit Zusatzbeiträgen


Die Kassen hatten 15,8 Prozent Beitragssatz zum Gesundheitsfonds gewollt, die Regierung legte 15,5 Prozent fest. Nun geht der Spitzenverband Bund davon aus, dass bereits nächstes Jahr im Schnitt 4,30 Euro zusätzlich von den Versicherten eingesammelt werden werden.
Der "Rheinischen Post" liegt ein internes Papier des Spitzenverbandes Bund der gesetzlichen Krankenkassen vor, dass die Beteuerungen der Bundesregierung Lügen straft. Diese hatte behauptet, der Beitragssatz von 15,5 Prozent könne auf Jahre stabil bleiben, ohne dass die Kassen in großem Stil Zusatzbeiträge von den Versicherten erheben müssten.

Der GKV-Spitzenverband hatte dagegen von Anfang an darauf hingewiesen, dass die Finanzspritzen für Vertragsärzte und Kliniken den Bedarf weit in die Höhe getrieben haben. Bei der Prognose der Ausgaben vor allem im Klinikbereich sei die Regierung zweckoptimistisch gewesen, um ihre Beitragsvorstellungen durchzudrücken.

Der Zusatzbeitrag als einziger Ausweg
Nun gehen die Krankenkassen von einer Finanzierungslücke von 2,6 Milliarden Euro aus. Der von der Regierung festgelegte Beitrag wird 2009 gemäß dem internen Papier nur 98,5 Prozent der Kosten decken. Als einzigen Ausweg sehen die Kassen Zusatzbeiträge, die sie im neuen System direkt von ihren Versicherten erheben dürfen - aber eigentlich vermeiden wollen. Rechnerisch ergebe sich ein Durchschnitt von 4,80 Euro pro Versichertem.

Jede Kasse kann selbst entscheiden, wie hoch der Zusatzbeitrag ausfällt. Geht es ihr wirtschaftlich gut, kann die Assekuranz sogar Geld an die Versicherten ausschütten. Zusatzbeiträge bis 8 Euro können ohne Weiteres erhoben werden. Braucht die Kasse noch mehr, gilt eine Maximalbelastung für jeden Versicherten von 1 Prozent des Bruttoeinkommens.

Das Ministerium ist empört über die Kassen-PR
Im Bundesgesundheitsministerium reagierte man gereizt auf die "Enthüllungen" - schließlich ist es unwahrscheinlich, dass die "Rheinische Post" das interne Papier gegen den Willen der Kassen in die Finger bekommen hat. Die Kassen sollten "diesen Unfug" sein lassen, sagte Ulla Schmidts Sprecher Klaus Vater.

Immerhin bekämen die Kassen 2009 mehr als 10 Milliarden Euro zusätzlich. Angesichts dieser Tatsache seien weitere Forderungen reine Verunsicherung der Beitragszahler.

chy

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Mittel gegen Altersbeschwerden Therapeutische Wirksamkeit vieler Produkte nicht erwiesen

Bei vielen Mitteln gegen Altersbeschwerden ist der therapeutische Nutzen fraglich. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Novemberausgabe der Zeitschrift test, für die sie eine Reihe von Geriatrika auf ihre Wirksamkeit überprüft hat.

Eine breite Produktpalette solcher, meist rezeptfreier Mittel soll der Vor- und Nachsorge dienen und Hirn, Herz und Kreislauf in Schwung bringen. Doch die Wirksamkeit vieler Präparate ist oft unzureichend oder wissenschaftlich gar nicht erwiesen. Außerdem können auch klassische Geriatrika ungeahnte Nebenwirkungen haben oder gefährliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auslösen.

Zum Beispiel enthalten ginsenghaltige Mittel, die als Leistungsverstärker eingesetzt werden, häufig Alkohol. Das kann die Wirkung vieler anderer Arzneimittel, zum Beispiel von Schmerzmitteln, verstärken. Auch die Wirksamkeit von Fischöl gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Möglicherweise werden Herzrhythmusstörungen durch Fischöl eher gefördert als verhindert. Außerdem kann das Öl gerinnungshemmend wirken, so dass Wunden länger bluten oder sogar innere Blutungen entstehen.

Quelle ARD-Videotext

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Vitamin C- und Zink-Tabletten
nicht zu empfehlen


Dauerhaft Vitamin-C- oder Zinkpräparate einzunehmen, ist nicht zu empfehlen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hin. Eine präventive oder therapeutische Wirksamkeit gegen grippale Infekte sei wissenschaftlich nicht bewiesen.

Die Wirksamkeit von Vitamin- und Mineralstoffsupplementen zur Prävention von Krankheiten ist vielfach unklar. Dennoch nimmt mehr als ein Viertel der Bevölkerung Supplemente ein. Vitamin C wird von etwa der Hälfte derer konsumiert, die Supplemente einnehmen. Zink wird von etwa einem Fünftel der Konsumenten eingenommen.

Ein Cochrane Review analysierte im Jahr 2007 Studien zur Wirkung einer Vitamin-C-Supplementation in einer Dosis von mindestens 200 mg pro Tag auf Prävention sowie Dauer und Schwere von Erkältungen.

Effekte nur unter Extrembedingungen
Die Erkältungsinzidenz wurde in der Gesamtpopulation nicht beeinflusst. In einer Untergruppe mit Marathonläufern, Skifahrern und Soldaten unter subarktischen (!) Bedingungen war das Risiko jedoch um 50 Prozent reduziert.

Die Erkältungsdauer war bei prophylaktischer Vitamin-C-Einnahme um 8 Prozent bei Erwachsenen und 14 Prozent bei Kindern reduziert. Wurde mit Vitamin C nach dem Einsetzen der Symptome behandelt, zeigten sich im Vergleich zu Placebo keine signifikanten Unterschiede bezüglich Dauer und Schwere der Erkältung.

Der fehlende Effekt der Vitamin-C-Supplementation auf die Inzidenz von Erkältungen in der allgemeinen Bevölkerung legt der DGE zufolge nahe, dass eine routinemäßige Hochdosis-Prophylaxe nicht gerechtfertigt ist. Allenfalls könnte sie bei Personen unter schwerer körperlicher Belastung oder in kalter Umgebung gerechtfertigt sein.

Auch ein Cochrane Review zum Einfluss der Vitamin-C-Supplementation auf Lungenentzündungen kommt zu dem Schluss, dass die aktuelle Beweislage nicht ausreicht, um Vitamin C als breitflächige Prophylaxemaßnahme zu empfehlen.

Mängelzustände hierzulande sehr selten
Zum Effekt von Zink-Lutschtabletten in der Behandlung einer Erkältung liegt ein Cochrane Review aus dem Jahr 2007 vor, das sieben randomisierte kontrollierte Studien integriert. Insgesamt legen die Ergebnisse nahe, dass eine Behandlung mit Zink-Lutschtabletten die Dauer von Erkältungssymptomen nicht reduziert.

Auch die Autoren weiterer Reviews kommen zu dem Schluss, dass die Studienergebnisse zur Rolle der Zinksupplementation bei Erkältung inkonsistent und nicht schlüssig sind.

Derzeit ist die Supplementation mit Vitamin C und Zink zur Prophylaxe und Therapie von Erkältungen aus Sicht der DGE nicht zu empfehlen. Anders stellt sich die Situation bei unzureichender Nährstoffversorgung dar. Doch Mangelzustände an Vitamin C und Zink kommen in Deutschland nur selten vor.

Normale Ernähgung genügt
Eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen ist bei uns in der Regel über die Ernährung realisierbar. Die DGE empfiehlt Erwachsenen, 100 mg Vitamin C über Lebensmittel aufzunehmen - bei Rauchern sollten es sogar 150 mg sein. Bereits eine halbe rote Paprika, eine Kiwi und eine Tomate oder ein Glas Orangensaft und eine Portion gegarter Brokkoli liefern 150 mg des Vitamins.

Auch Zink ist ausreichend in normaler Kost enthalten.
Gute Zinklieferanten sind Rind- und Schweinefleisch, Geflügel, Ei, Milch, Käse, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Die von der DGE empfohlene Zinkzufuhr von täglich 7 mg für Frauen beziehungsweise 10 mg für Männer ist mit einer abwechslungsreichen Mischkost kein Problem. Sie steckt beispielsweise in zwei Scheiben Vollkornbrot mit Käse und fünf Esslöffeln Haferflocken oder in einer Portion (150 g) Rindfleisch und einem Glas Milch.

me / Quelle: DGE

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Eincremen trocknet Haut aus

Je mehr man die Haut mit ölhaltigen Cremes einreibt, desto trockener wird sie langfristig. Was viele schon immer subjektiv empfunden haben, konnte eine Forscherin nun auf molekularer Ebene nachweisen.
Für ihre Dissertation an der Uppsala University in Schweden untersuchte Izabela Buraczewska Hautproben, die zuvor über einen Zeitraum von sieben Wochen mit verschiedenen Cremes eingerieben worden waren. Sie zeigte, dass zuvor gesunde Haut nach der Behandlung deutlich trockner war, sobald die Anwendung gestoppt wurde. Zudem war die Haut weniger resistent gegenüber Umwelteinflüssen.

Dabei machte es keinen Unterschied, ob die Produkte aus mineralischen oder aus pflanzlichen Ölen hergestellt worden waren. Auch der pH-Wert spielte offenbar keine Rolle. Die gestörte Barrierefunktion war mit einer Veränderung bestimmter Genaktivitäten verknüpft - und zwar mit solchen, die für die Produktion von Hautfetten verantwortlich sind.

Lediglich komplexere Creme-Präparate trockneten die Haut nicht aus und beeinträchtigten deren Schutzfunktion nicht. "Es kommt also offenbar auf die einzelnen Komponenten in den Produkten an", folgert Buraczewska. Weitere Forschungsarbeiten müssten nun zeigen, welche Zutaten für Patienten mit trockener Haut - beispielsweise bei Ekzemen oder Ichthyosen - geeignet seien.

fs / Quelle: The Swedish Research Council

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Jeder 2.Berufstätige hat Probleme

Mehr als die Hälfte der Berufstätigen haben wegen ihrer Arbeit gesundheitliche Probleme. Das ergab eine Umfrage
des Instituts GfK im Auftrag der "Apotheken Umschau". Die meisten leiden demnach an Verspannungen im Schulter-
Nacken-Bereich (36,6 %) oder klagen über Rückenschmerzen (32,6 %).

An dritter Stelle werden Kopfschmerzen genannt: Knapp jeder Siebte (13,5 %) gab das an. Es folgen Muskel- und Ge-
lenkbeschwerden, Schlaflosigkeit und Nervosität sowie Augenbeschwerden.
Knapp 5 % der Berufstätigen klagten über psychische Beschwerden.

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Fachleute schlagen Alarm: Überall gefälschte Medikamente

Immer wieder warnen Mediziner und Experten vor gefälschten Medikamenten. Diese ständig wiederkehrenden Warnungen sind notwendig, denn Medikamentenfälschungen, die an den Grenzen der EU sichergestellt werden konnten, sind innerhalb der letzten zwei Jahre um 570 Prozent angestiegen.

Die kriminellen Aktivitäten der Arzneihändler nehmen in erschreckendem Maß zu. Mehr als vier Millionen gefälschte Medikamenten-Packungen konnten vor ihrer Einfuhr in die EU im Jahr 2007 beschlagnahmt werden. Diese Medikamente können lebensbedrohliche Auswirkungen haben. Die Wirkstoffe sind häufig falsch dosiert, es gibt giftige Bestandteile, oder aber die Wirkstoffe fehlen gänzlich. Zudem sind die Bedingungen und Verhältnisse bei der Herstellung solcher Präparate alles andere als hygienisch. Bisher waren vor allem sogenannte “Lifestyle-Produkte” wie Schlankheits- und Potenzmittel oder Anabolika Ziel solcher Fälschungen.

Fälschungen auch in Europa

Doch inzwischen gibt es für die kriminellen Hersteller dieser Kopien kein Halten mehr. Es werden ohne jede Skrupel auch Antibiotika, Schmerzmedikamente oder Mittel gegen Aids oder Krebs gefälscht. Alarmierend auch die Aussagen von Harald Schweim, Professor für Arzneimittelzulassung an der Universität Bonn. Bisher waren die Arzneimittelfälschungen vorrangig in den Ländern der Dritten Welt zu finden, doch inzwischen sind die Industriestaaten ebenfalls betroffen. 30 Prozent der falschen Arzneimittel werden in diesen Ländern sichergestellt, auch in Deutschland.

Gefahr aus dem Internet

Das Internet ist offensichtlich ein “Einfallstor” für jegliche Art von solchen Plagiaten. Dort scheinen die meisten Fälschungen in Umlauf gebracht zu werden. Dagegen sind die klassischen Apotheken in Deutschland nur in sehr geringem Maße von diesen kriminellen Machenschaften betroffen, nämlich zu weniger als einem Prozent. Probleme können auch legale Internet-Apotheken bereiten. Professor Schweim bezeichnet die Zulassung dieser Apotheken als Fehler. In den Vereinigten Staaten verkauft ein großer Anteil dieser Apotheken verschreibungspflichtige Arzneimittel unbesehen an jeden, der sie haben will.

EU-Kommission uneinig

In den letzten Tagen hat die Europäische Kommission die Vorstellung eines “Arzneimittelpaketes” wegen offensichtlicher Differenzen verschoben. Dieses Richtlinienpaket sollte die Sicherheit der Arzneimittel in der Europäischen Union verbessern. Es soll aus drei Gesetzen geschnürt werden. Dabei geht es um effektives Vorgehen gegen Arzneimittelfälschungen, den Abbau des Informationsverbotes für rezeptpflichtige Medikamente, und um die “Pharmakovigilanz”. Das bedeutet die ständige und systematische Überwachung der Sicherheit, der Nebenwirkungen und des Risikos einer Arznei.

Parallel-Händler gegen Sicherheits-Siegel

Widerstand sollen vor allem die Vorschläge des EU-Industriekommissars Günter Verheugen ausgelöst haben. Er will eine Sicherheitskennzeichnung einführen, mit deren Hilfe der Weg einer Medikamenten-Packung lückenlos zurückverfolgt werden kann. Zusätzlich soll ein Siegel verhindern, dass eine Verpackung unberechtigt geöffnet werden kann. Dagegen laufen Parallelhändler Sturm. Ihre Tätigkeit war in der Vergangenheit von der EU-Kommission unterstützt worden, denn sie trug zum Wettbewerb und zur Belebung des europäischen Binnenmarktes bei. Parallelhändler nutzen die Preisunterschiede in den verschiedenen Ländern. Dazu müssen Medikamente oft umverpackt werden.

Seriennummer gegen Pillen-Fälscher

Größere Aussicht auf Realisierung hat wohl ein Sicherheitssystem, das der Verband der europäischen Pharmahersteller (EFPIA) erproben will. Ein Barcode auf jeder Medikamentenpackung soll mehr Fälschungssicherheit bringen. Er soll unter anderen Informationen eine eindeutige Seriennummer enthalten, die zentral gespeichert wird. Auf diesem Weg kann dann der Apotheker die Echtheit eines Arzneimittels relativ einfach und ohne großen Aufwand überprüfen.

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Frühstücksei rehabilitiert

Eier standen lange Zeit wegen ihres hohen Cholesteringehalts im Verdacht, die Entstehung koronarer Herzkrankheiten zu begünstigen. Mittlerweile ist
dieser Zusammenhang umstritten, und der regelmäßige Verzehr von Eiern wird von vielen Experten weit weniger kritisch gesehen.

"Gegen das tägliche Frühstücksei ist sicherlich nichts einzuwenden. Im Gegenteil, es ist im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung zu empfehlen", sagt Prof.Grashorn von der Universität Hohenheim. So enthält das Eiweiß wichtige Aminosäuren sowie Vitamin E.

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Vorhofflimmern wegen Medikamenten

Gängige Medikamente gegen Osteoporose erhöhen das Risiko für schwere Herzprobleme. Wie eine Übersichtsstudie zeigt,
können zwei Wirkstoffe aus der Gruppe der Bisphosphonate schwere Herzrhythmusstörungen bis hin zu Vorhofflimmern
hervorrufen. Die in mehreren verschiedenen Medikamenten enthaltenen Stoffe Alendronsäure und Zoledronsäure erhöhen
demnach das Risiko für schweres Vorhofflimmern um fast das Doppelte.

Bei Osteoporose-Patienten mit Vorhofflimmern sollten Ärzte daher Vor- und Nachteile der Medikamente sorgfältig
gegeneinander abwägen.

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Bundessozialgericht: Kein Geld für rezeptfreie Arznei

Kassel.
Gesetzlich Versicherte können keine Übernahme der Kosten für rezeptfreie Medikamente von ihrer Krankenkasse verlangen. Die entsprechenden Regelungen seit der Gesundheitsreform 2005 sind mit dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes vereinbar, wie das Bundessozialgericht (BSG) am Donnerstag entschied. Damit können Kassenpatienten nur in besonderen Fällen die Kosten für solche Arzneimittel erstattet bekommen.

Im verhandelten Fall wollte der 77-jährige an einer chronischen Bronchitis leidende Kläger die Kosten für ein Medikament von der Krankenkasse weiter erstattet bekommen. Die Kasse hatte die Arzneikosten seit 1983 zwar bezahlt. Wegen der gesetzlichen Neuregelung sei dies aber nicht mehr möglich gewesen, argumentierte sie.

Der Kläger machte geltend, dass der Ausschluss nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gegen den Gleichheitssatz des Grundgesetzes verstoße. So müssten Patienten, die Arzneimittel auf Rezept erhalten, nichts zahlen, andere, die bei denselben Erkrankungen ein nicht verschreibungspflichtiges Medikament bekommen, müssten die Kosten dagegen übernehmen.

Es könne auch nicht sein, dass die Erstattung an der Gefährlichkeit eines Arzneimittels geknüpft werde. So sei ein neues Medikament automatisch fünf Jahre verschreibungspflichtig und werde von der Krankenkasse bezahlt. Werde die Arznei danach entsprechend eingestuft, gebe es keine Verschreibungspflicht mehr. Dann müsse der Patient die Kosten aus eigener Tasche bezahlen.

Außerdem widerspreche das Gesetz gegen die Transparenz-Richtlinie der EU, argumentierte er. Danach ist ein Ausschluss der Kostenerstattung für Arzneimittel nur möglich, wenn dies nach objektiven und überprüfbaren Kriterien begründet worden ist.

Die Kasseler Richter gaben jedoch der Krankenkasse recht: Die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Leistungsanspruch des Klägers seien nicht erfüllt, entschieden sie. Der grundsätzliche Ausschluss nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel verstoße auch nicht gegen Verfassungsrecht. Es sei für den Patienten zumutbar, solche Arzneimittel selbst zu kaufen. Diese lägen fast immer im unteren Preissegment.

Der Gesetzgeber habe einen großen Gestaltungsspielraum und die Ausschlussvorschrift etwas abgemildert. So könnten nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel auch als Standardtherapie bei schweren Erkrankungen bezahlt werden. Eine Leistungspflicht der Kassen bestehe auch bei Kindern bis zum zwölften Lebensjahr. Gegen EU-Recht werde ebenfalls nicht verstoßen.
Az.: Bundessozialgericht B 1 KR 6/08 R

Quelle: (AP)

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Darm: Antibiotika können Darmflora monatelang stören

San Francisco (ddp). Die Behandlung mit Antibiotika verändert die Anzahl von etwa einem Drittel aller Darmbakterien. Zwar erholen sich die meisten Bakterienarten nach Abschluss der Therapie innerhalb von vier Wochen, bei einigen Arten ist jedoch auch nach sechs Monaten noch nicht wieder der Ausgangszustand erreicht. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler um Mitchell Sogin vom Marine Biological Laboratory in Woods Hole (USA), nachdem sie eine neue, besonders genaue genetische Analysemethode verwendet hatten. Die veränderte Zusammensetzung der Darmbakterien könnte die Gesundheit in bisher noch unbekannter Weise über lange Zeit hinweg beeinflussen, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift «PLoS Biology» (Ausgabe 18. November, DOI: 10.1371/journal.pbio.0060280).

In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Stanford University (USA) analysierten die Biologen die Zusammensetzung der Darmbakterien von drei gesunden Erwachsenen, die fünf Tage lang das Antibiotikum Ciprofloxacin einnahmen. Mithilfe einer speziellen Methode zur Genanalyse konnten sie 3300 bis 5700 genetisch verschiedene Bakterienarten identifizieren. Mindestens ein Drittel dieser Arten wurde durch Ciprofloxacin dezimiert. Außerdem änderte sich auch die Zusammensetzung der Bakterienarten. «Bakterien, die vor der Behandlung in geringer Menge vorhanden waren, können häufiger anzutreffen sein, und Bakterien, die vorher am häufigsten vorkamen, können seltener vorhanden sein», erklärt Sogin.

Dies könnte sich möglicherweise auch längerfristig auf die Darmflora auswirken, vermuten die Wissenschaftler. Auch wenn die meisten Bakterienarten innerhalb von vier Wochen wieder ihren Ausgangszustand erreicht hatten, zeigten sich bei einigen Arten auch nach sechs Monaten noch Auswirkungen der Behandlung. Bei Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmbakterien könnte es leichter zu Krankheiten kommen, vermutet Sogin. Denn der menschliche Darm, in dem sich die größte bekannte Dichte von Bakterien findet, spielt eine wichtige Rolle bei der Ernährung, der Beseitigung von Krankheitserregern und der Steuerung des Immunsystems.

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Krebs: Obst und Gemüse beugen vor

Eschborn (ots) - Mehr Obst - weniger Krebs. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke bei der Zwischenauswertung einer großen Ernährungsstudie. Mehr als eine halbe Million Menschen in Europa nehmen daran teil, berichtet die »Neue Apotheken Illustrierte extra - Richtig ernähren«.

»Nach ersten Daten besitzt derjenige, der täglich Obst und Gemüse isst, zum Beispiel ein geringeres Risiko, an Mund-, Rachen-, Kehlkopf- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken«, weiß Professor Dr. Heiner Boeing, der die Studie betreut. »So sinkt das Risiko für diese Krebsarten pro 80 Gramm täglich verzehrtem Obst und Gemüse um durchschnittlich neun Prozent.« Allerdings scheint es einen Schwellenwert zu geben. Wer bereits mehr als 300 Gramm verzehrt, kann sein Risiko - zumindest für Mund-, Rachen-, Kehlkopf- und Speiseröhrenkrebs - nicht weiter senken.

Ein besonders schnell zum Tode führender Krebs - der an der Bauchspeicheldrüse - lässt sich womöglich durch faserreiche Pflanzenkost vermeiden. Eine amerikanische Studie bestätigt das verringerte Risiko bei entsprechender Ernährung. Dies liege an den sogenannten Flavonolen, sagt Studienleiter Dr. Laurence Kolonel vom Cancer Research Center of Hawaii. Diese Pflanzenstoffe finden sich besonders reichlich in Zwiebeln, Äpfeln, Beeren, Grünkohl und Brokkoli.

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Klimawandel: Forscher befürchten Infektionskrankheiten

Stuttgart (ddp). Aufgrund des Klimawandels werden einem aktuellen Forschungsbericht zufolge auch in Baden-Württemberg neue Infektionskrankheiten erwartet. Gleich zwei Infektionserkrankungen aus dem Mittelmeerraum, das Mittelmeerfleckfieber sowie die Leishmaniose, könnten demnach eingeschleppt und durch die Ausbreitung von Überträgern heimisch werden, sagte Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) am Dienstag bei einer Ministerratssitzung in Stuttgart.

Zudem sei zu erwarten, dass sich in Baden-Württemberg bereits etablierte Krankheitserreger durch die milde Witterung stärker vermehren. So würden etwa bei Hanta-Viren, die zu einer Niereninfektion führen, jährlich landesweit rund 50 bis 70 Erkrankungsfälle gemeldet. Nach dem milden Winter 2006 sei die Zahl auf 1200 gemeldete Erkrankungsfälle angestiegen. Auch Zecken könnten sich in einem milden Winter besser vermehren, und in der Folge könne es verstärkt zu Hirnhaut- und Gehirnentzündungen kommen. «Der Klimawandel ist in Baden-Württemberg angekommen», sagte Gönner.

Grundlage der Erkenntnisse sind erste Ergebnisse eines vor zwei Jahren begonnenen und vom Land mit 2,8 Millionen Euro geförderten Forschungsprogramms «Herausforderung Klimawandel». Ziel des Projekts ist es, die globalen Auswirkungen des Klimawandels auf das Land und einzelne Regionen herunterzubrechen, um auf dieser Grundlage zielgerichtete Anpassungen vornehmen zu können. Bis Ende kommenden Jahres sollen die wissenschaftlichen Arbeiten dazu abgeschlossen sein.

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Unser Award

Es gibt viele gute Seiten im Netz, die sich mit der Problematik der Bandscheiben befassen. Besonders interessante Seiten im Netz werden wir in der Zukunft mit unserem Award auszeichnen und auf der Award-Seite http://www.diebandscheibe.de/award.php vorstellen. Somit wird es bald ein gutes Infopool geben, wo Ihr Euch zusätzlich informieren könnt.

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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat Dezember alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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Daten und Fakten:
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Einige Beiträge sind der Quelle: http://www.netdoktor.de entnommen.