Newsletter vom 23.07.2009, 10:59:48

Betreff: Newsletter Juli



Banditreffen in Rheinfelden vom 25.09. bis 27.09.2009

Liebe Bandis,

Unser nächsten Banditreffen findet vom 25.09.-27.09.2009 in Rheinfelden statt.

Das Programm sieht folgendermassen aus:

Freitag, 25.09. Ankunft in Rheinfelden (D) bis ca. 17.00 Uhr

Mit dem Flieger geht es am Besten nach Basel (CH), von dort wird es einen Fahrdienst nach Rheinfelden geben.

Gegen 17.30 Uhr wird ein Fahrdienst eingerichtet, der uns Bandis vom Hotel abholt und zu schwarzhex und Christian bringt, wo wir dann einen gemütlichen Grillabend verbringen werden. Natürlich bringt uns der Fahrdienst auch wieder ins Hotel zurück. Den Abend werden wir in einem großen Zelt verbringen. Da die Abende auch im Sommer recht kühl werden können, bitte etwas Warmes zum Anziehen mitbringen!

Samstag, 26.09.

Nach dem Frühstück geht es ca. gegen 10.00 Uhr mit dem Reisebus nach Badenweiler, wo wir gegen 11.00 Uhr das Schloss Bürgeln besichtigen.

Anschließend geht es mit dem Bus weiter in die Schweiz nach Basel. Bitte gültigen Personalausweis nicht vergessen!

Von 14.00 - 15.30 Uhr kommentierte Stadt- und Hafenrundfahrt mit dem Schiff von/bis Basel Schifflände.

Von 15.30 - 18.00 Uhr Stadtbesichtigung Basel, bzw. zur freien Verfügung

18.00 - 18.30 Uhr Rückfahrt mit dem Bus zum Hotel.

Ab 19.00 werden wir den Abend gemütlich beim Italiener verbringen. (Nähere Infos werden nachgereicht) - Ende offen!

Sonntag, 27.09.

Gemütliches Beisammensein nach dem Frühstück bis zur Heimreise. Optional kann für 10 Euro ein Brunch bestellt werden.

Abschied und Heimreise

Kosten:

Die Kosten für den Reisebus, Schlossbesichtigung, Schiff und Grillabend werden vom Forum getragen

Der Informationsbeitrag ist hier nachzulesen: http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=34275

Anmeldungen nehmen wir in diesem Thema entgegen: http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=34276

Wir freuen uns jetzt schon auf Eure Anmeldungen.

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Ärzte Zeitung, 19.06.2009 05:00

Bei Lippenherpes an Sonnenschutz denken!

Patienten, die regelmäßig mit Lippenherpes zu tun haben, sollte man raten, sich spätestens jetzt mit Sonnenschutzmitteln einzudecken

Herpes an der Oberlippe: als Klassiker für die Selbstmedikation gelten Aciclovir- und Penciclovir-haltige Cremes.

Denn außer der Behandlung mit topischen Externa kann man Herpesattacken mit einigen Maßnahmen vorbeugen wie mit Sonnenschutz, Lippenpflege und möglichst wenig Stress. Was genau den Ausbruch der Herpes-simplex-Viren immer wieder auslöst, ist nach wie vor nicht genau bekannt. Jedoch gehört besonders die ultraviolette Sonnenstrahlung zu den Risikofaktoren.

Diese kann man meiden, indem man Gesicht und Lippen mit Sonnenschutzprodukten mit hohem Lichtschutzfaktor, am besten mit Sun-Blockern, schützt. Ebenfalls wichtig ist die regelmäßige Lippenpflege, damit die Lippen nicht aufreißen. Denn auch das fördert offenbar den Ausbruch von Herpes labialis.
Verschiedene Wirkstoffe mit nachgewiesenem Effekt

Als weitere Risikofaktoren gelten körperlicher und emotionaler Stress, virale Infektionen wie Erkältungen oder Grippe, kaltes Wetter und bei Frauen die Menstruation oder Hormonschwankungen. Empfehlenswert sind auch in diesem Fall ganz allgemein immunstimulierende Verhaltensweisen wie gesunde Ernährung und sportliche Betätigung.

Ist es zum Ausbruch gekommen, steht eine Palette von rezeptfreien Arzneimitteln zur Selbstmedikation zur Verfügung. Die Klassiker sind Aciclovir- und Penciclovir-haltige Cremes. Stets sollten diese Produkte beim Auftreten der ersten typischen Symptome wie Jucken und Kribbeln aufgetragen werden. Penciclovir scheint jedoch auch noch im Bläschenstadium eine krankheitsverkürzende Wirkung zu haben, wie eine Studie ergeben hat.

Als weiterer Wirkstoff ist der langkettige Alkohol Docosanol für diese Indikation auf dem Markt. Er verhindert, dass die Viren in die Zellen eindringen. Symptome wie Schmerzen, Brennen und Jucken lassen schneller nach als unter Placebo, die Heilungsdauer wird verkürzt. Melissenextrakt und Zinksulfat sollen ebenfalls positive Wirkungen entfalten.

So enthält Melissenextrakt Gerbstoffe, die das Eindringen der Viren in die Zellen behindern sollen, indem sie relevante Rezeptoren blockieren. In-vitro-Versuche mit Zellkulturen an der Universität Heidelberg haben kürzlich die antiviralen Effekte von Zitronenmelisse bestätigt. Zinksulfat wirkt adstringierend und fördert die Wundheilung.

Relativ neu ist ein transparentes Herpesbläschen-Lippenpflaster. Es enthält keinen antiviralen Wirkstoff, sondern wirkt nach dem Prinzip der feuchten Wundbehandlung: Hydrokolloide nehmen die Blasenflüssigkeit auf, es bildet sich ein Polster über der Läsion. Die Bläschen trocknen demzufolge nicht aus, und es entsteht kein Schorf. Der Patch darf sogar überschminkt werden.
Jeden Kontakt mit der Wundstelle vermeiden

Weil die Viren äußerst infektiös sind, sollten Betroffene immer wieder über einige Vorsichtsmaßnahmen während des Herpesausbruchs aufgeklärt werden. So sollten Kontaktlinsenträger sich vor Einsetzen der Linsen stets gründlich die Hände waschen und sie mit einem frischen, unbenutzten Handtuch abtrocknen.

Das vermeidet ein Verschleppen der Viren in die Augen. Allerdings ist nicht ganz klar, ob der relativ seltene Hornhaut-Herpes nicht ausschließlich auf endogenem Infektionswege ausgelöst wird. Dennoch raten Dermatologen, nicht mit den Fingern in die Augen zu fassen und beim Waschen des Gesichts getrennte Handtücher für Augen- und Lippenbereich zu benutzen.

Weitere Präventionsmaßnahmen: Jeden Kontakt mit der Wundstelle meiden, schon gar nicht die Bläschen und Krusten aufkratzen; zum Auftragen der Cremes Applikatoren benutzen, Trinkgefäße, Essbestecke und Teller nicht mit anderen teilen! Und natürlich gilt: Küssen verboten!

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Ärzte Zeitung online, 19.06.2009 14:49

Erster Hochseilpark für Rollstuhlfahrer

SCHÖNBERG (dpa). Im Bayerischen Wald können erstmals in Deutschland auch Rollstuhlfahrer in einem Hochseilpark Nervenkitzel erleben. Der neue Handicap-Parcours in Schönberg sei bundesweit die erste Einrichtung dieser Art, teilten die Betreiber mit. Der Parcours wird an diesem Samstag eröffnet.

Die Rollstuhlfahrer können ebenerdig in die 70 Meter lange Erlebnisanlage gelangen. Der Hochseilpark wurde in einen Hang gebaut, sodass sich die Besucher in bis zu zwölf Metern Höhe bewegen können. Für die Rollstühle wurden in verschiedenen Höhen statt eines Hochseils etwa 80 Zentimeter breite Platten zwischen den Bäumen montiert. Neben den äußeren Reifen bleiben dann nur noch etwa fünf Zentimeter Platz. "Das macht auch den Kick aus", erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Zudem wurden Hindernisse wie Wippen, Rundhölzer und eine Hängebrücke eingebaut.

Die 35.000 Euro teure Anlage wurde neben einem bereits bestehenden herkömmlichen Naturhochseilpark gebaut. Das neue Angebot ist nicht nur für Rollstuhlfahrer gedacht: Auch andere Menschen mit Einschränkungen können den Parcours nutzen. Nicht-Behinderte können sich einen Rollstuhl ausleihen, um nachzuempfinden, wie es ist, sich auf Rädern voranzubewegen. Um Unfälle zu vermeiden, werden die Nutzer und die Rollstühle jeweils mit einem Seil gesichert.

www.die-erlebnis-akademie.de

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Ärzte Zeitung online, 18.06.2009 18:02

Bundestag schafft Rechtssicherheit bei Patientenverfügungen
Gesetz betont Selbstbestimmungsrecht in der Endphase des Lebens / Bestehende Verfügungen bleiben gültig


BERLIN (dpa). Ärzte müssen künftig Patientenverfügungen befolgen, auch wenn dies den Tod der Erkrankten bedeuten kann. Nach einem sechsjährigen Streit verabschiedete der Bundestag am Donnerstag einen Gesetzentwurf, der erstmals Rechtssicherheit bringen soll.


Die neue Regelung verschafft dem vorab formulierten Willen eines Patienten für den Fall weitgehend Geltung, dass er sich nicht mehr selbst äußern kann. Die Gültigkeit der bisher formulierten neun Millionen Patientenverfügungen stellt das neue Gesetz nicht infrage. Sie müssen nicht neu gefasst werden.

Der Vorschlag einer Abgeordneten-Gruppe um den SPD-Abgeordneten Joachim Stünker erhielt 317 der insgesamt 555 abgegebenen Stimmen. 233 Parlamentarier votierten dagegen. Fünf enthielten sich. Gegenmodelle von anderen Gruppen um die stellvertretenden Unions-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Bosbach (CDU) und Wolfgang Zöller (CSU) fanden keine Mehrheit.

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) begrüßte die Entscheidung: "Endlich gibt es mehr Rechtsklarheit und Rechtssicherheit im Umgang mit Patientenverfügungen." Oberster Grundsatz werde künftig die Achtung des Patientenwillens sein.

Nach dem Entwurf können Volljährige in einer schriftlichen Verfügung im Voraus festlegen, ob und wie sie später behandelt werden wollen, wenn sie am Krankenbett ihren Willen nicht mehr selbst äußern können. Betreuer oder Bevollmächtigte müssen gegenüber den Ärzten dafür sorgen, die Verfügung durchzusetzen. Voraussetzung ist aber, dass die Erklärung auch die tatsächliche Behandlungssituation überhaupt erfasst. Dazu müssen die Patientenverfügungen möglichst konkret gefasst sein.

Sind sich Arzt und Betreuer beziehungsweise der Bevollmächtigte über den Patientenwillen einig, bedarf es keiner Anrufung des Vormundschaftsgerichts. Bei Meinungsverschiedenheiten muss hingegen der Richter eingeschaltet werden. Im Gegensatz zu dem Entwurf von Unions-Vize Bosbach muss nach der nun beschlossenen gesetzlichen Regelung ein entsprechender Wille auch dann durchgesetzt werden, wenn die Erkrankung noch keinen tödlich irreversiblen Verlauf genommen hat.

In der Aussprache hatten die Initiatoren und Unterstützer der verschiedenen Anträge noch einmal engagiert um das Pro und Kontra der verschiedenen Regelungen gerungen. Der SPD-Abgeordnete Stünker verwies auf das grundgesetzlich garantierte Selbstbestimmungsrecht, das auch für die Endphase des Lebens gelten müsse.

Bosbach betonte, dass die Verfassung den Gesetzgeber auch zum Lebensschutz auffordere. Somit müsste wenigstens eine ärztliche Beratung stattgefunden haben, wenn aufgrund einer Patientenverfügung bei möglicherweise heilbarer Erkrankung eine Behandlung abgebrochen werden solle. Zöller meinte, es dürfe durch eine Verfügung keinen Automatismus zum Abschalten von Maschinen geben.

Vor allem die Union war in der Parlamentsdebatte, in der es keinen Fraktionszwang gab, gespalten. Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) hatte einen Antrag des Abgeordneten Hubert Hüppe unterstützt, von vornherein auf eine Regelung zu verzichten. Diesem Antrag hatte das Plenum aber eine klare Absage erteilt. Hüppe, dessen Ansicht von der Bundesärztekammer geteilt wird, hatte erklärt: "Das Sterben kann man nicht bis zur letzten Minute regeln, schon gar nicht mit Gesetzen." Der SPD-Abgeordnete Christoph Strässer hatte erklärt: Nach jahrelangem Ringen warteten Millionen von Menschen darauf, "dass wir endlich zu Potte kommen".

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Entwarnung für Millionen Krankenversicherte

Weniger Krankenkassen als erwartet werden zum 1. Juli einen Zusatzbeitrag erheben müssen. "Es sind nur zwei oder drei kleine Krankenkassen davon betroffen", sagte der Präsident des Bundesversicherungsamtes, Josef Hecken, der "Berliner Zeitung".
Ende April hatte Hecken noch von 16 Kassen gesprochen, die einen Zusatzbeitrag erheben müssten. Damit wären auf insgesamt 4,5 Millionen Versicherte höhere Kosten zugekommen. Auf Drängen des Bundesversicherungsamtes hätten nun aber viele der betroffenen Versicherer Fusionsgespräche mit finanzstärkeren Partnern aufgenommen, sagte Hecken.

Seit Januar bekommen die fast 200 gesetzlichen Krankenkassen ihr Geld aus dem Gesundheitsfonds zugewiesen. Auf diese Weise verteilt der Fonds in diesem Jahr insgesamt fast 168 Milliarden Euro. Kommen die Kassen mit diesem Geld nicht aus, können sie von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag erheben. Dieser Beitrag darf maximal ein Prozent vom Bruttoeinkommen eines Mitglieds betragen. Wer den Zuschlag nicht zahlen will, hat ein Sonderkündigungsrecht und kann zu einer anderen Kasse wechseln.

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Deutsche essen vergleichsweise wenig Obst und Gemüse

— Die Verbraucher in Deutschland essen im Vergleich zu Konsumenten in anderen Ländern deutlich weniger Obst und Gemüse. 2008 seien in Deutschland pro Haushalt rund 157 Kilogramm Früchte verzehrt worden, teilte der Deutsche Fruchthandelsverband (DFHV) in Bonn mit. Dies sei "im europäischen Vergleich ein sehr niedriger Wert". In Italien und Spanien etwa kauften Verbraucher doppelt so viel Obst und Gemüse. Auch liege der deutsche Wert deutlich unter den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation, die einen Verzehr von 240 Kilogramm pro Jahr und Person anregt.

Dennoch rechnet der DFHV in den kommenden Jahren mit einem steigenden Obst- und Gemüse-Konsum in Deutschland. Bei Verbrauchern wachse der Wunsch nach gesunder Ernährung und Natürlichkeit. Daneben sei der Verzicht auf Fleisch und andere tierische Produkten zugunsten von Gemüse auch ein Beitrag zu "den klimapolitischen Zielen unserer Zeit". Der Anbau von Obst und Gemüse sei deutlich weniger energie- und flächenintensiv als bei anderen Frischeprodukten. Sogar unter Berücksichtigung der Abgase beim Transport hätten Obst und Gemüse die "beste Klimabilanz".

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Studie: Mehr Austausch zwischen Hausärzten und Orthopäden nötig

Kommunikation ist verbesserungswürdig

Rückenschmerzen sind der Grund für ein Drittel aller Überweisungen vom Hausarzt an Orthopäden. Die Kommunikation zwischen Hausärzte und Orthopäden lässt einer Studie von Göttinger Forschern zufolge allerdings zu wünschen übrig: Nur selten machten die Hausärzte auf dem Überweisungsformular konkrete Angaben oder gaben Arbeitsaufträge, und nur in einem Drittel der Fälle kam vom Orthopäden ein Befundbrief zurück ? ein Hinweis auf die schlechte Strukturierung der Versorgung, unter der die Behandlungsqualität leidet. Die Studie ist veröffentlicht in ?Der Schmerz?, dem offiziellen Organ der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V.

In zwei Dritteln der Fälle Patientenwunsch

Die Göttinger Forscher um PD Dr. Jean-Francois Chenot analysierten die Überweisungen eines Quartals von zwölf Hausarztpraxen. Ein Drittel der Überweisungen gingen zum Orthopäden, wobei in zwei Dritteln dieser Fälle der Wunsch vom Patienten ausging ? ein möglicher Grund dafür, dass nur in den seltensten Fällen konkrete Angaben oder Arbeitsaufträge auf dem Überweisungsformular notiert wurden. Ein weiterer Grund könnte die Gestaltung des Formulars sein, die nur sehr wenig Raum für Erläuterungen bietet. In ihrer Selbsteinschätzung, die mittels Fragebögen abgefragt wurde, schätzten die Hausärzte ihre eigenen Angaben allerdings viel ausführlicher ein.

Trotz Berichtspflicht nur wenige Arztbriefe

Auch in die andere Richtung sah es mit der Kommunikation nicht gut aus: Trotz Berichtspflicht erhielten die Hausärzte nur in einem Drittel aller Fälle später einen Bericht des Orthopäden. Nur selten machten die Fachärzte Angaben zum Befund. Therapieempfehlungen fanden sich häufiger. Besonders bedenklich stimmt es die Autoren der Studie, dass Begleiterkrankungen und psychologische Faktoren kaum Eingang in die Korrespondenz zwischen den Ärzten finden, denn gerade diese Faktoren sind für die Prognose und für den Behandlungsplan von großer Bedeutung.

Überweisungsschein überarbeiten

?Der Befundaustausch zwischen Hausärzten und Orthopäden ist verbesserungsbedürftig?, folgern die Autoren. ?Das übliche Überweisungsformular scheint eine effektive Kommunikation zu verhindern.? Der jetzige Überweisungsschein (Muster 61) bietet nur 100 Zeichen für Text. Den größten Teil nehmen Abrechnungsfelder ein, die heute wegen der elektronischen Abrechnung keine Rolle mehr spielen. ?Es wäre sinnvoll, diesen Platz zu nutzen und den Überweisungsschein etwas zu strukturieren?, so Chenot. Zwar sei ein krankheitsspezifisches Überweisungsformular angesichts der vielfältigen in der Hausarztpraxis zu behandelnden Erkrankungen nicht wünschenswert, aber eine Verbesserung des Formulars könnte helfen. Die Informationsbedürfnisse der Orthopäden und Hausärzte müssen genauer untersucht werden um eine optimale leitliniengerechte Patientenversorgung sicherzustellen. In orthopädischen Praxen wäre auch die Verbreitung des Deutschen Schmerzfragebogens sinnvoll, da sie zu ca. 50 Prozent chronische Rückenschmerzen behandeln.
Quelle: www.medaustria.at

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QISA zeigt Qualität in der Arztpraxis

(17.06.09) Der AOK-Bundesverband und das Göttinger Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (AQUA) haben am Mittwoch (17. Juni) mit QISA das bundesweit erste umfassende System von Qualitätsindikatoren für Arztpraxen vorgestellt. QISA, das QualitätsIndikatoren-System für die Ambulante Versorgung, enthält über 100 systematisch ausgewählte und sorgfältig begründete Indikatoren zur Darstellung der Versorgungsqualität. Die ersten fünf von insgesamt 15 QISA-Bänden wurden im Rahmen einer Fachtagung in Berlin präsentiert.

Das Indikatorensystem richtet sich vorrangig an Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten, mit speziellen Themen aber auch an andere Fachärzte. Vor allem aber ist QISA ein Angebot für das Qualitätsmanagement oberhalb der Ebene einzelner Praxen. Qualitätszirkel und Arztnetze, Medizinische Versorgungszentren und Hausarztverträge - alle neuen Versorgungsformen können sich bei ihrer praxisübergreifenden Arbeit an der Versorgungsqualität auf QISA stützen. Das Indikatorensystem berücksichtigt neben Praxis- und Arzneimitteldaten auch Informationen aus anderen Leistungsbereichen.

Die QISA-Indikatoren beleuchten wichtige Versorgungs-bereiche wie die Prävention, Pharmakotherapie und häufige Erkrankungen wie Asthma bronchiale oder Rückenschmerz. "QISA bietet Orientierung, wo eine Praxis oder eine Region im Hinblick auf wichtige Qualitätsaspekte der Versorgung steht", erklärt Prof. Dr. Joachim Szecsenyi, Leiter der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung des Universitätsklinikums Heidelberg und einer der Herausgeber von QISA. Das Indikatorensystem verbindet die evidenzbasierte Herleitung der Indikatoren mit Erfahrungen aus der praktischen Arbeit und ermöglicht einen Blick auf die Qualität der Gesundheitsversorgung in ihrer gesamten Breite.

"Mit QISA macht sich die AOK für innovative und pragmatische Ansätze zur Verbesserung der Versorgungsqualität stark", betont Dr. Herbert Reichelt, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. "Die Indikatoren helfen, die Umsetzung von Leitlinien und Behandlungspfaden nachvollziehbar zu machen." Weil sie Qualität greifbar, transparent und praktisch umsetzbar machten, könnten sie auch die Grundlage für weitergehende Innovationen wie öffentliche Qualitätstransparenz oder qualitätsorientierte Vergütung von Ärzten bilden.

Das Göttinger AQUA-Institut und der AOK-Bundesverband haben schon im Jahr 2002 einen Prototyp von QISA entwickelt. Die seinerzeit erstellten Indikatoren wurden in Pilotprojekten mit Ärztegruppen getestet. Dabei haben Ärzte, AOK und AQUA-Institut wichtige Erfahrungen gesammelt, die in die Gestaltung von QISA eingeflossen sind. Aktuelle Themen wie die Palliativversorgung oder die Behandlung von multimorbiden Patienten, die in der Praxis eine immer größere Rolle spielen, werden ergänzt.
Quelle:www.aok-bv.de

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Ärzte reden offen über Behandlungsfehler

Hamburg – Die Fehlerkultur innerhalb der Ärzteschaft wandelt sich: Immer mehr Ärzte diskutieren über unerwünschte Behandlungsverläufe (critical incidents). Das ist ein Ergebnis der Studie „Qualitätsmanagement in der ärztlichen Praxis 2009", die die Stiftung Gesundheit am Freitag veröffentlicht hat.

An der Studie haben 985 Ärzte teilgenommen; 935 Responder (94,3 Prozent) haben zu den Themen „Fehler“ und sogar „Fehler mit Patientenschaden“ Auskunft gegeben. „Dass nahezu alle Ärzte bereit sind, über das ehemalige Tabu zu sprechen, zeigt, dass eine neue, bessere Fehlerkultur heranwächst“, sagt Stiftungsvorstand Peter Müller.


Behandlungsfehler kommen vor. Das gibt der Großteil der Ärzte laut Studie zu. Fast die Hälfte der Mediziner (41 Prozent) macht demnach „einmal pro Jahr“ einen Fehler, bei knapp einem Drittel (31 Prozent) kommen critical incidents „einmal pro Woche“ bis „einmal pro Monat“ vor. Fehler, die zu einem Patientenschaden führen, vermelden die Ärzte dagegen seltener: „Einmal im Jahr“ sagen 36 Prozent, „einmal im Monat“ und „einmal pro Woche“ geben insgesamt 29 Prozent der Befragten an.

Uneinig ist sich die Ärzteschaft, inwiefern das Qualitätsmanagement (QM) die Patientensicherheit beeinflusst. Während 42 Prozent der Befragten verneinen, dass QM-Maßnahmen die Patientensicherheit verbessern, erkennen ebenso viele Ärzte einen positiven Effekt.
Quelle.www.aerzteblatt.de

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CLOTS-Studie stellt Leitlinien in Frage
Kompressionsstrümpfe nach Schlaganfall: Schluss damit!


02.06.09 - Die auch in den deutschen Leitlinien enthaltene Empfehlung, Schlaganfallpatienten mit medizinischen Kompressionsstrümpfen zu versorgen, wird durch die Ergebnisse der CLOTS-Studie nicht bestätigt. Experten mahnen die rasche Revsion der Empfehlungen an.

Studien mit chirurgischen Patienten haben gezeigt, dass medizinische Kompressionsstrümpfe das Risiko tiefer Venenthrombosen verringern können. Hierauf stützen sich die Empfehlungen, auch Schlaganfall-Patienten mit solchen Strümpfen zu versorgen. Eine aktuelle Studie kommt zur Erkenntnis, dass man damit schleunigst aufhören sollte.

Die randomisierte kontrollierte CLOTS (Clots in Legs Or TEDs after Stroke)-Studie unter Leitung von Prof. Martin Dennis, Universität Edinburgh, analysierte 2.518 Patienten aus 64 Zentren in Großbritannien, Italien und Australien. Die bettlägerigen Patienten waren binnen einer Woche nach akutem Schlaganfall stationär aufgenommen worden.
Schutz vor Thrombosen nicht bestätigt ...

1.256 Patienten wurden zusätzlich zur Standardbehandlung mit oberschenkellangen medizinischen Kompressionsstrümpfen versorgt, die übrigen 1.262 nicht. Bei jedem Patienten wurden Ultraschalluntersuchung beider Beine nach 7 bis 10 Tagen und nochmals 25 bis 30 Tage nach Aufnahme in die Studie durchgeführt.

Tiefe Beinvenenthrombosen traten bei 10,0 Prozent der mit Strümpfen versorgten Patienten und bei 10,5 Prozent der Vergleichsgruppe auf. Der Unterschied war somit statistisch nicht signifikant.
... aber mehr Ulzera, Blasen und Nekrosen

Hautschäden, beispielsweise Ulzera, Blasen und Nekrosen, waren jedoch in der mit Kompressionsstrümpfen versorgten Gruppe signifikant häufiger zu registrieren (5 vs. 1 Prozent).

Kommentar von Dr. Philip Bath und Dr. Timothy England, Stroke Trials Unit der Universität Nottingham: "Medizinische Kompressionsstrümpfe können tiefe Venenthrombosen oder generell venöse Thromboembolien bei Patienten mit kürzlich erlittenen Schlaganfällen nicht verringern. Tatsächlich schädigen sie die Haut und könnten eine Mangeldurchblutung des Schenkels sogar fördern. Sie sollten nach Schlaganfällen keinen Einsatz finden."

Quelle www.ärztlichepraxis.de

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Patientensicherheit: Kliniken setzen auf Risikomanagement-Systeme

Berlin – Jedes fünfte Allgemeinkrankenhaus in Deutschland verfügt heute über ein klinisches Risikomanagementsystem. Das ist das Ergebnis einer Bestandsaufnahme des Deutschen Krankenhausinstituts.

„Die Krankenhäuser haben forciert Fehlervermeidungs- und Risikominimierungsstrategien entwickelt, um Fehler oder Risiken der Patientenversorgung zu verhindern und die Patientensicherheit zu erhöhen“, sagt Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der
Deutsche Krankenhausgesellschaft(DKG). Ziel dieser Fehlermeldungssysteme zu denen auch sogenannte Critical-Incident-Reporting-Systeme (CIRS) gehören, sei es, menschliche Versagensfehler durch strukturierte und kontrollierte Abläufe so weit wie möglich auszuschließen.

Laut DKG nehmen die deutschen Krankenhäuser zudem in großem Umfang an allgemeinen Qualitätssicherungsmaßnahmen teil. Bei fast 25 Prozent aller Fälle würden die Behandlungsergebnisse einschließlich Infektionsereignisse erfasst, zentral ausgewertet und bei Auffälligkeiten in den Kliniken besprochen. Mehr als 700 Kliniken beteiligen sich an Zertifizierungsverfahren, die helfen sollen, Fehler systematisch zu verhindern und Krankenhausinfektionen zu reduzieren.
Quelle:www.aerzteblatt.de

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29.06.09
Myom: Frankfurter Mediziner entwickeln neue Therapie


Frankfurt/Main (ddp).
Mediziner des Frankfurter Uniklinikums haben eine weniger belastende Behandlungsmethode gegen gutartige Gebärmuttertumore (Myome) entwickelt. Bei der Myomembolisation handelt es sich um einen ambulanten, minimalinvasiven Eingriff ohne Vollnarkose, wie das Klinikum am Montag mitteilte. Bisherige Therapien hätten sich vor allem auf chirurgische Eingriffe konzentriert, bei denen das Myom oder die gesamte Gebärmutter entfernt wurde, hieß es.

Bei der Myomembolisation werde die Gebärmutter zunächst mit dem Magnetresonanztomographen ohne Röntgenstrahlen untersucht und dabei Lage und Größe des Myoms genau ermittelt. Bei der neuen Behandlungsmethode werden über einen Katheter kleine Partikel in die Gebärmutterarterie injiziert, um ihre Seitenäste zu verstopfen. Dadurch wird die Blutzufuhr unterbrochen. Das Myom stirbt mangels Blutzufuhr ab.

Die Strahlenbelastung bei der Myomembolisation liegt der Klinik zufolge um 62 Prozent unter der einer herkömmlichen Behandlung. Die benötigte Kontrastmittelmenge ist um 42 Prozent geringer. An der Studie des Klinikums der der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität nahmen 40 Patientinnen teil. Die erhobenen Daten seien statistisch geprüft und deren Signifikanz bestätigt worden, hieß es.

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Herzschwäche: Bewegung hilft besser als Medikamente

Göttingen/Frankfurt (ddp). Regelmäßige körperliche Bewegung hilft Menschen mit Herzschwäche oft besser als die Einnahme von Medikamenten. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Medizinern der Universitätsklinik Göttingen. Für die Untersuchung erhielten die Forscher jetzt den Wilhelm P. Winterstein-Preis der Deutschen Herzstiftung, wie die Hochschule am Montag mitteilte.


Bei der Studie absolvierten Patienten mit sogenannter diastolischer Herzinsuffizienz über drei Monate ein regelmäßiges kombiniertes Ausdauer- und Krafttraining. Anschließend diagnostizierten die Mediziner bei den Probanden eine Verbesserung ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit um 20 bis 30 Prozent. «Die Studie hat gezeigt, dass körperliches Training ein gutes Mittel sein kann, um den Symptomen der diastolischen Herzschwäche zu begegnen und die Erkrankung nicht nur aufzuhalten, sondern auch zu bessern», sagte Studienleiter Frank Edelmann.
Die diastolische Herzinsuffizienz betrifft den Angaben zufolge rund jeden zweiten der schätzungsweise 1,4 Millionen Deutschen mit chronischer Herzschwäche. Ursache der Erkrankung ist eine Störung der Dehnbarkeit der linken Herzkammer. Obwohl das Herz normal pumpt, wird es nicht ausreichend mit sauerstoffreichem Blut aus der Lunge gefüllt, um dieses in den Körperkreislauf weiterzuleiten. Dadurch kommt es zu Wassereinlagerungen in Beinen und Lunge, Atemnot sowie langfristig einer Einschränkung von Lebensqualität und Lebenserwartung.

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Gesunde Spielerei: Gehirnjogging von NetDoktor.de

München (netdoktor.de) - Wer seine Gehirnzellen nicht regelmäßig trainiert, baut geistig schneller ab - das stellte schon Gedächtnisexperte Dr. Siegfried Lehrl im NetDoktor.de-Gespräch ( http://www.netdoktor.de/Magazin/Denken-ist-Arbeit-5886.html ) fest. Nun können Sie Gehirnjogging direkt auf dem Gesundheitsportal von NetDoktor.de betreiben: Bringen Sie die richtigen Bilderpaare zusammen - und das möglichst schnell.


Im Bereich Service bringen Sie Ihre grauen Zellen spielerisch auf Trab: Zum Gehirnjogging ( http://www.netdoktor.de/Service/Gehirnjogging/ )
Sie haben das Spiel bereits blitzschnell gemeistert? Dann schicken Sie uns doch Ihre Highscore über den Kurznachrichtendienst Twitter zu: http://twitter.com/NetDoktorDE

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Schmerzmedizin soll in die Approbationsordnung

Oberursel/Göppingen/München – Die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) und die Deutsche Schmerzliga (DSL) appellieren an den Bundesrat, neben der Palliativmedizin auch die Schmerzmedizin zum verpflichtenden Lehr- und Prüfungsfach für Ärzte zu machen. Anfang Juli will die Ländervertretung das „Gesetz zur Regelung des Assistenzpflegebedarfs im Krankenhaus“ verabschieden, dass unter anderem eine Änderung der Approbationsordnung für Ärzte vorsieht.

„Bitte tragen Sie dazu bei, dass in unserem Lande Menschen nicht weiterhin unnötig zu chronischen Schmerzpatienten werden, weil wir es uns immer noch leisten, Ärzte in diesem wichtigen Fachgebiet nicht auszubilden“, so DGS-Präsident Gerhard Müller-Schwefe. Bei etwa 85.000 Palliativpatienten jährlich sei es eminent wichtig, dass die Palliativmedizin als verpflichtendes Fach für Studierende der Medizin in die Approbationsordnung aufgenommen werde. „Doch hinzu kommen neun bis elf Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen, die oft ein Leben lang leiden“, erklärt der Verbandspräsident.

Als Skandal bezeichnet es die DSL, dass die Schmerzmedizin bei der geplanten Änderung der Approbationsordnung nicht berücksichtigt werden soll. „Würde das Gesetz um dieses eine Wort – Schmerzmedizin – ergänzt, könnte dies die Zukunft von Millionen Patienten mit chronischen Schmerzen entscheidend verbessern“, sagte DSL-Präsidentin Marianne Koch. Und auch die Gesellschaft würde davon profitieren: So zeige eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung, dass alleine Rückenschmerzen die deutsche Volkswirtschaft mit jährlich 48 Milliarden Euro belasten. Das seien 2,2 Prozent des Bruttosozialprodukts, so Koch.
Quelle: www.aerzteblatt.de

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Blasenentzündung:
Wie Cranberrys schützen
Bestimmte Inhaltsstoffe der Beeren verhindern, dass sich Bakterien an die Schleimhaut in den Harnwegen heften


Cranberrys: Leckere Früchte aus Nordamerika

Es kommt nicht auf die Säure im Cranberrysaft an, sondern auf bestimmte Inhaltsstoffe: die Proanthocyanidine. Diese Substanzgruppe verhindert, dass sich Keime wie Escherichia coli an Schleimhautzellen in den Harnwegen heften. Wie die Stoffe vor Harnwegsinfekten schützen können, haben Forscher des Worcester Polytechnic Institute in Worcester, Massachusetts (USA) nun herausgefunden.

E. coli-Bakterien sind die Hauptverursacher einer Blasenentzündung und können auch zu einer Entzündung des Nierenbeckens und der Nieren führen. Gelangen diese Keime in die Harnwege, heften sie sich dort an Schleimhautzellen. Die Folge: Das Gewebe entzündet sich.

Heilpflanzen Naturmedizin Blase

Die Proanthocyanidine beeinflussen die Oberflächeneigenschaften der E.coli-Bakterien, wodurch sich diese nicht mehr an die Schleimhautzellen heften und so keinen Infekt hervorrufen können. Das Team um Paola Pinzón-Arango hat zudem in einem Laborversuch beobachtet: Je länger die Bakterien dem Cranberrysaft ausgesetzt waren, desto schlechter konnten sich die Keime an eine – in diesem Fall – künstliche Oberfläche heften.

Cranberryprodukte können so helfen, häufig wiederkehrenden Harnwegsinfekten vorzubeugen.

Quelle:www.gesundheitpro.de


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Internetportal der schwäbischen Zeitung: SZON

Paradigm Spine

Neues Zervikalimplantat der Firma, dem DCI System (Dynamic Cervical Implant),

Bereits 400 Patienten

Das dynamische Implantat ermöglicht statt einer Fusionsoperation, bei der zwei oder mehr Halswirbelkörper stabilisiert und versteift werden, eine Stabilisierung der betroffenen Bewegungssegmente unter Erhalt der Beweglichkeit.
In den vergangenen zwölf Monaten wurden allein in Deutschland mehr als 400 Patienten mit dem System versorgt.
Guntmar Eisen ist sich sicher, dass das DCI System bereits zum Ende des Jahres 2009 das erfolgreichste Einzelprodukt in Deutschland zur Behandlung degenerativer Halswirbelsäulenerkrankungen sein wird. "Aufgrund seines einfachen funktionalen Designs kann das Produkt wesentlich günstiger als eine Bandscheibenprothese angeboten werden und ist damit auch wirtschaftlich eine äußerst attraktive Lösung im Rahmen der deutschen Kostenerstattung nach Fallpauschalen (DRG)", meint Eisen.

Aktuell arbeitet Eisen mit seinem Entwicklungsteam unter anderem an einer Implantatmodifikation des DCI Systems für den amerikanischen Markt.
In den USA werden jährlich 300 000 Patienten mit Implantaten an der Halswirbelsäule versorgt. "Unsere Stärke besteht darin, Nischen zu kreieren und als Marktführer zu besetzen", so Eisen. "Durch unsere Spezialisierung und enge Kooperation mit unseren internationalen klinischen Beraterteams können wir mit unseren Produkten durchaus mit den Global-Playern konkurrieren.
Wir versuchen ständig, unsere Ideen noch schneller und effektiver umzusetzen. Geschwindigkeit ist unser größter Wettbewerbsvorteil."

(Erschienen: 21.03.2009)

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Medizin: Auf Alkoholgehalt achten

Alkohol ist für Kinder besonders schädlich. Alkoholische Zusätze sind aber in vielen flüssigen Arzneimitteln enthalten, vor allem als Lösungs- oder Konservierungsmittel.

Kleinkinder sollten nach Ansicht der Apothekerin Schlenk, Vorstandsmitglied der Bayerischen Landesapothekerkammer, nur einen sehr geringen Alkoholanteil einnehmen. Arzneien, bei denen die Einzeldosis mehr als 3 Gramm Alkohol enthalte, seien für Kinder nicht geeignet. Ab einer Konzentration von 0,05 Gramm pro Einzeldosis muss der Hersteller auf den Alkoholgehalt hinzuweisen.

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Blaue Flecken: Am besten schnell kühlen

Es ist schnell passiert: Man stößt sich an der Tischkante und schon nach wenigen Sekunden erscheint ein blauer Fleck auf der Haut. Durch den kurzen Stoß reißen kleinste Gefäße, Blut läuft in das Hautgewebe und die bläulichen Flecken entstehen. Kühle man die betroffene Hautstelle rasch mit kaltem Wasser oder in Stoff verpackten Eiswürfeln, werde der hässliche Fleck nicht ganz so groß, erläutert die Laupheimer Hautärztin Madeleine Schunter vom Berufsverband Deutscher Dermatologen. Heparinhaltige Salben ließen den Bluterguss zudem rascher wieder verschwinden.

Vor allem ältere Menschen neigen laut Schunter besonders zu blauen Flecken, da ihre Gefäße empfindlicher sind. «Wenn sich allerdings bei jedem kleinen Stoß sofort eine größere blaue Stelle auf der Haut bildet, sollte man sich vorsichtshalber von einem Arzt untersuchen lassen», empfiehlt die Hautärztin. Denn dahinter könnten sich zum Beispiel auch krankhafte Störungen der Blutgerinnung wie eine Hämophilie (Bluterkrankheit) verbergen. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente könne die Entstehung von Blutergüssen begünstigen. Eine eher seltene Ursache sei dagegen Vitaminmangel.

Quelle: ddp

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Grillen - Krankenkasse warnt vor Anstieg von Salmonelleninfektionen

Beim Grillen ist Vorsicht geboten

Die Techniker Krankenkasse (TK) rechnet für die kommenden Wochen mit einem Anstieg der Salmonelleninfektionen. Wie die Frankfurter TK-Sprecherin Nadine Müller am Donnerstag mitteilte, «vermehren sich die Bakterien in den Lebensmitteln bei Temperaturen um die 30 Grad besonders stark». Gerade beim Grillen müsse man aufpassen: «Zwar werden beim Garen die Salmonellen abgetötet, allerdings können die Keime auch über die Hände in Salate oder Marinaden gelangen.»

Dieses Jahr seien in Hessen bislang 700 Fälle der gefährlichen Magen-Darm-Infektion verzeichnet worden, sagte Müller. In jedem vierten Fall sei ein Kind unter zehn Jahren betroffen gewesen. Die Salmonellose sei die häufigste durch Lebensmittel übertragene Infektionskrankheit in Deutschland. Bundesweit seien im vorigen Jahr knapp 43 000 Fälle erfasst worden, wobei die Zahl der tatsächlichen Erkrankungen 10 bis 20 Mal höher geschätzt werde. In Hessen sei die Zahl der Infektionen zwischen 2007 und 2008 von rund 4500 auf rund 2900 gesunken.

Salmonellose äußert sich den Angaben zufolge durch starke Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Kopfschmerzen und Fieber. Bei Kindern, kranken und alten Personen könne sie tödlich verlaufen. Die Krankenkasse empfiehlt als Vorsorge penible Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln, ordentliche und durchgehende Kühlung von Nahrung und ausreichende Erhitzung von Fleisch und Wurst beim Grillen (über 70 Grad).

(ddp)

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Mittwoch, 1. Juli 2009
Verschärftes Rauchverbot in Griechenland in Kraft getreten

Athen – In Griechenland ist am Mittwoch ein verschärftes Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden in Kraft getreten. Von nun an ist Rauchen in Krankenhäusern, Schulen, öffentlichen Verkehrsmitteln und anderen öffentlichen Räumen verboten. Laut einer in letzter Minute aufgenommenen Klausel dürfen Unternehmen und Behörden mit mehr als 50 Mitarbeitern aber bei einer entsprechenden Einigung zwischen Belegschaft und Führungsebene einen Raucherraum einrichten. Lokale, die größer sind als 70 Quadratmeter, dürfen einen gesonderten Raucherraum haben. Kleinere Lokale müssen sich entscheiden, ob sie reine Raucherkneipe sein wollen oder das Rauchen vollständig verbieten.

Griechenland ist der zweitgrößte Tabakproduzent in Europa, 42 Prozent der Bevölkerung rauchen. An den Folgen des Rauchens sterben in dem Mittelmeerland jährlich 20.000 Menschen. Zwei Rauchverbotsgesetze aus den Jahren 2002 und 2003 waren weitgehend missachtet worden. Gesundheitsminister Dimitris Avramopoulos kündigte nun an, er werde für eine strikte Umsetzung des neuen Gesetzes sorgen. Ab September soll in Griechenlands Straßen zudem jegliche Werbung für Zigaretten und andere Rauchwaren verboten werden.

Vor Griechenland führten bereits viele andere europäische Länder Rauchverbote ein, darunter Irland, Frankreich und Italien. Auch in Deutschland gilt ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen, wobei die Regelungen für Gaststätten in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich sind.
Quelle:www.aerzteblatt.de

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Vitamin D-Mangel verdoppelt Opioid-Bedarf

Vitamin D entpuppt sich immer mehr als Multitalent. Aus einer aktuellen Studie gibt es nun Hinweise darauf, dass ein Mangel die Opioid-Einnahme bei chronischen Schmerzen deutlich erhöht.

Vitamin D-Mangel führt zu einem erhöhten Opioid-Bedarf. Diese Schlussfolgerung beruht auf einer retrospektiven Analyse der Daten von 267 Patienten einer Rehaklinik für Schmerzkranke. Geprüft wurde die Korrelation des bei der Aufnahme bestimmten Vitamin D-Serumspiegels mit verschiedenen Parametern, darunter auch der Dosis und Dauer der Einnahme von Opioid-Analgetika. Als Grenzwert für einen Vitamin D-Mangel galt 20 ng/ml. Danach war ein gutes Viertel der Reha-Schmerzpatienten unterversorgt.

Um die Symptome adäquat zu lindern, war bei den mit Vitamin D mangelhaft versorgten Patienten eine fast doppelt so hohe Opioiddosis erforderlich, und zwar 133,5 mg versus 70 mg Morphin-Äquivalent pro Tag. Mit Vitamin D unterversorgte Patienten hatten zudem im Durchschnitt bereits länger, nämlich 71,1 Monate versus 43,8 Monate lang, Opioide erhalten.

Die Autoren vermuten, dass der Vitamin D-Mangel einerseits dazu beiträgt, dass chronische Schmerzen überhaupt entstehen; andererseits, so die Wissenschaftler unterhält der Vitaminmangel die chronische Schmerzerkrankung auch. Es könnte sich also lohnen, den Vitamin D-Spiegel bei Patienten mit chronischen Schmerzen zu messen. Bevor aber eine klare Empfehlung ausgesprochen werden kann, sollten prospektive Studien zum Effekt einer Vitamin D-Gabe bei dieser Zielgruppe abgewartet werden.

Quelle: Orthopädie&Rheuma

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Schutz auf den letzten Drücker
Übersicht über Last-Minute-Impfungen


Dienstreisen sind nicht immer langfristig planbar. Doch selbst wenn die Zeit knapp ist, sollten Reiseimpfungen nicht unterbleiben. Innerhalb von vier Wochen lässt sich ein guter Impfschutz aufbauen.
Impfung gegen Hepatitis A macht noch am Abreisetag Sinn

In Saudi-Arabien geht eine Maschine kaputt und ein Techniker des Herstellers muss einfliegen, um sie zu reparieren. In den USA gerät ein Autobauer ins Straucheln und der Personalvertreter der deutschen Tochterfirma will sich vor Ort ein Bild machen. Oder in Indonesien ereignet sich eine Flutkatastrophe und die Mitarbeiter einer deutschen Hilfsorganisation eilen ins Land: Nicht immer lässt sich ein Aufenthalt im Ausland von langer Hand planen. Trotzdem sollten Arbeitgeber die Gesundheit von Beschäftigten nicht leichtsinnig riskieren und auf deren Impfschutz verzichten – zumal sich einige Impfungen sogar noch am Abreisetag verabreichen lassen.

Bis kurz vor dem Aufbruch ist eine Immunisierung gegen Hepatitis A sinnvoll, auch wenn eine zuverlässige Wirkung erst zirka zwei Wochen nach der ersten Dosis eintritt, da die Inkubationszeit etwa 2 bis 7 Wochen beträgt. Auch Impfungen gegen Gelbfieber, Typhus, Meningokokken und Grippe entfalten ihren vollen Schutz erst nach 10-14 Tagen, sind aber ebenfalls anzuraten, wenn der Arbeitnehmer länger als ein paar Tage im Ausland bleibt. Auffrischimpfungen, z.B. gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, wirken sofort.
Wann erfolgt welche Impfung?

Ideal ist es, wenn noch 6-8 Wochen Zeit sind, um den Impfschutz für eine Geschäftsreise zu planen und aufzubauen. Denn gegen einige Erreger - wie Tollwut und FSME - sind mehrere Impfungen nötig, damit der Körper einen Komplettschutz entfaltet. Dazu zählen:

* Cholera: 2-3 Dosen
* FSME: 3 Dosen
* Hepatitis A: 1 Dosis für kurzfristigen Schutz (2. Dosis nach 6-12 Monaten für lang anhaltenden Schutz)
* Tollwut: 3 Dosen
* Typhus, oral: 3 Dosen


Vier Wochen reichen aber auch aus, um einen Impfschutz zu erzeugen. Zudem kann der Reisende Schluckimpfungen, z.B. gegen Cholera und Typhus, auch ohne Aufsicht des Arztes einnehmen – das erspart dem Arbeitnehmer Zeit. Er muss aber vorher das Rezept für den Impfstoff beim Arzt abholen und in einer Apotheke einlösen. Die neue Impfung gegen die japanische Enzephalitis müsste bereits fünf Wochen vor Abflug beginnen, was dann nicht mehr Last Minute ist.

Gerade wenn bis zur Abreise nur wenig Zeit bleibt, ist es sinnvoll, dass sich der Arzt bei einem reise- oder tropenmedizinischen Institut oder von einem versierten Apotheker beraten lässt, welche Vakzine und Kombinationsimpfstoffe am besten für den Patienten geeignet sind, damit notwendige Zeitabstände zwischen Impfungen eingehalten werden, aber trotzdem möglichst viel Schutz erreicht wird. Hier eine Übersicht, wann Impfungen möglichst erfolgen sollten:

Impfschutz vor Reisen

1. Die Schluckimpfung gegen Cholera besteht bei Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren aus zwei Dosen. Kinder von 2 bis 6 Jahren sollten zur Grundimmunisierung 3 Dosen erhalten. Die Dosen sind in Abständen von mindestens einer Woche zu verabreichen.

2. Grundimmunisierung gegen FSME nach dem sogenannten Schnellschema: Impfungen an den Tagen 0, 7, 21. Wobei Tag 0 der 1. Impftag ist, die nächsten Impfungen sind immer ab Tag 0 zu sehen.
3. Die Gelbfieberimpfung muss mindestens 10 Tage vor Einreise in Gelbfiebergebiete erfolgen. Bitte beachten Sie die gültigen Gebrauchsinformationen der Hersteller.

4. Für einen kurzfristigen Last-Minute-Schutz gegen Hepatitis A für den Urlaub ist eine Impfung ausreichend. Für lang anhaltenden Hepatitis-A-Schutz reicht schon eine weitere Impfung nach 6-12 Monaten.

5. Zum Schutz gegen Meningokokken C reicht eine Impfung mit einem Konjugatimpfstoff bei allen Personen ab dem vollendeten 12. Lebensmonat. Für Impfungen gegen Meningokokken der Serogruppen A+C bzw. A, C, W135, Y mit sogenannten Polysaccharid-Impfstoffen beachten Sie bitte die gültigen Gebrauchsinformationen der Hersteller.

6. Die Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie muss alle 10 Jahre aufgefrischt werden. Ebenso muss die Impfung gegen Polio vor einer Reise in ein Risikogebiet aufgefrischt werden, wenn die letzte Impfung länger als 10 Jahre zurückliegt. Bei vollständig dokumentierter Grundimmunisierung reicht in diesen Fällen eine Impfung zur Auffrischung.

7. Die Impfungen gegen Tollwut erfolgen an den Tagen 0, 7, 21. Wobei Tag 0 der 1. Impftag ist, die nächsten Impfungen sind immer ab Tag 0 zu sehen. Alternativ kann auch an den Tagen 0, 7, 28 geimpft werden.

8. Die Schluckimpfung gegen Typhus erfolgt durch die Einnahme von 3 Kapseln in 5 Tagen mit je einem Tag Abstand zwischen den einzelnen Impfungen. Impfungen an den Tagen 1, 3, 5: wobei Tag 1 der 1. Impftag ist. Die Impfung sollte mindestens 10 Tage vor Reisebeginn abgeschlossen sein.

Quelle: Mit Informationen der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG), des Centrums für Reisemedizin und Novartis Behring

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Datenbank über Medikamente in Schwangerschaft online

Datenbank zur Arzneimittelsicherheit in der Schwangerschaft. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat im Internet eine Datenbank zur Therapiesicherheit von Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit öffentlich zugänglich gemacht. Ärzte, Pharmazeuten, Interessierte und Patienten können sich auf den Seiten von www.arzneimittel-in-der-schwangerschaft.de zu über 400 Medikamenten informieren.

Das neue Beratungsangebot des BMG soll Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und stillende Mütter dabei unterstützen, gesundheitliche Risiken für sich und das Kind zu erkennen und zu vermeiden. Das Portal soll unnötigen Ängsten oder Fehlentscheidungen vor allem im Zusammenhang mit medikamentöser Behandlung während der Schwangerschaft und der Stillzeit entgegenwirken. Es hat daher vor allem eine wichtige präventivmedizinische Bedeutung, wie das Ministerium betont.
Bei Unsicherheiten immer den Arzt befragen

Medizinischen Laien soll die Website eine erste Orientierungshilfe bieten - keinesfalls ersetze es jedoch das Gespräch mit dem Arzt, der im Zweifelfall immer konsultiert werden sollte. Darüber hinaus können schwangere und stillende Mütter auch aktiv dazu beitragen, dass sich das Angebot verbessert. So stehen Online-Fragebögen zur Verfügung, durch die eine individuelle Anfrage zu Medikamenten in Schwangerschaft oder Stillzeit ermöglicht wird.

Die Datenbank erreichen Sie über diesen Link: www.arzneimittel-in-der-schwangerschaft.de

Die Datenbank hat das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie zusammen mit dem Labor für Online-Learning der Technischen Fachhochschule in Berlin erstellt. Den Aufbau hat das BMG als eine Maßnahme des Aktionsplanes zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit 2008/2009 gefördert.
Quelle: www.frauenärzte-im-netz.de

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08.07.09

Kiefer: Knackendes Gelenk ist nicht normal

Berlin (ots) - Auch wenn dies vom Volksmund, allerdings auch manchen Zahnärzten als harmlos angesehen wird: "Ein knackendes Kiefergelenk ist keineswegs normal, sondern ein Zeichen, dass etwas aus der Ordnung ist", sagt Dr. Gundi Mindermann, 1. Bundesvorsitzende des Berufsverbandes der Deutschen Kieferorthopäden/BDK. Das Kiefergelenk sei gewissermaßen eine Kreuzung von Körper und Seele: "Bei Stressbelastung knirschen viele Menschen mit den Zähnen oder pressen sie unbewusst kraftvoll zusammen, was zu 'Ausweichmanövern' der Zähne und damit der Kiefer führt und das Gelenk unnatürlich belasten kann."

Grund für das "Knacken" als hörbares Symptom sind Veränderungen in den räumlichen Verhältnissen im Kiefergelenk, weiß Prof. Ralf J. Radlanski (Charité/Berlin), wissenschaftlicher Berater des BDK: "Nicht jedes Knacken im Kiefergelenk stellt gleich ein großes Problem dar: Eine kleine Gelenkscheibe (discus articularis) ist bei der Fehlbelastung des Kiefergelenks etwas verschoben und rutscht bei entspannter Kieferposition wieder zurück an seine eigentliche Position, das ist mit einem kleinen Klick-Geräusch verbunden." Auch bei Kindern können es zum Kiefergelenkknacken kommen, wenn vorübergehend Zähne und Kiefer ungleiches Wachstum zeigen, so der Kieferorthopäde.

Problematisch hingegen ist oft die Ursache des Knackens: "Neben Stress-Belastungen können auch bestimmte Zahnfehlstellungen wie zum Beispiel ein Deckbiss das fein austarierte bewegliche System des Gelenkes stören," erklärt der Experte. Der natürliche Bewegungsraum des Unterkiefers sei dann beispielsweise nach vorne eingeengt. Kiefergelenkknacken sollte jedenfalls frühzeitig überprüft und je nach Ursache und damit verbundenen belastenden Folgen auch therapiert werden.

Allerdings gibt es auch Fälle, in denen keine Therapie notwendig ist, sagt Mindermann: "Das kann aber nur ein Spezialist entscheiden, der auch fundiert eine Ausschlussdiagnostik leisten kann, also ein weitergebildeter Fachzahnarzt für Kieferorthopädie. Der ist die richtige Adresse, wenn man Kiefergelenkknacken feststellt."

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Kühlkettenpflicht

Mehr Sicherheit für den Patienten

In Deutschland sind zurzeit etwa 250 Arzneimittel kühlkettenpflichtig. Viele Verantwortliche sind sich nicht bewusst, mit welchen Risiken eine auch nur kurzfristige Unterbrechung der Kühlkette verbunden ist. Verunreinigungen oder Wirkungsverlust des Medikamentes können die Sicherheit des Patienten erheblich gefährden.

Allzu oft wird die Bedeutung der Kühlkette verkannt - mit teilweise gefährlichen Folgen für den Patienten. Die Zahlen beunruhigen: Eine Studie aus Irland ergab, dass 37,8 Prozent der Hausärzte ihre Impfstoffe außerhalb des vorgegebenen Temperaturbereiches lagerten (1). Andere Untersuchungen kamen zu ähnlichen Ergebnissen. »Menschen sind eine gefährliche Sicherheitslücke in der Kühlkette«, schreiben die beiden Wissenschaftlerinnen Erica Weir und Kathy Hatch (2).

Dabei gibt es zahlreiche Medikamente, die durchgängig in einem Temperaturbereich zwischen 2 und 8 °C transportiert und gelagert werden müssen. In Deutschland sind zurzeit circa 250 Arzneimittel kühlkettenpflichtig (3). Zumeist sind die Wirkstoffe reich an Proteinen. Hierzu gehören beispielsweise Impfstoffe, Antibiotika, Insuline, Blutprodukte, verschiedene Augentropfen oder Botulinum-Toxin-Präparate (4).

Der Anteil kühlkettenpflichtiger Arzneimittel nimmt stetig zu. Seit der Aufklärung des humanen Genoms steigt die Zahl der bekannten Targets körpereigener Proteine rasch an, wie zum Beispiel Antikörper, Zytokine oder Hormone. Viele von ihnen kann man gentechnisch herstellen, um sie therapeutisch zu nutzen - beispielsweise Insulin und seine zahlreichen Varianten. Eine Besonderheit haben die rekombinanten Proteine mit ihren natürlichen Vorbildern gemeinsam: eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen (5).

Temperaturschwankungen, die über die zulässige Spanne der Lagerungs- und Transporttemperatur nach oben oder unten hinausgehen, führen oftmals zu irreversiblen Veränderungen von Wirkstoffen, oder auch von Hilfsstoffen. So müssen biologisch aktive Proteine in der Regel in der natürlichen aktiven Konformation verfügbar sein. Aminosäurensequenz und deren räumliche Anordnung legen die Konformation fest. Physikalische (zum Beispiel zu hohe Temperaturen) und chemische Faktoren (zum Beispiel extreme pH-Werte) führen oftmals zur Denaturierung. Diese ist in der Regel irreversibel (5).

Die Denaturierung kann das pharmakologische und pharmakokinetische Profil des Präparates verändern, schlimmstenfalls auch zu einem vollständigen Verlust der Wirksamkeit führen. Die Sicherheit des Patienten ist gefährdet, ohne dass dieser es weiß: Diabetiker spritzen sich zu wenig wirksames Insulin und geraten in eine Überzuckerung, die bis hin zum hyperglykämischen Schock führen kann. Kinder erhalten keinen ausreichenden Impfschutz. Besonders Früh- und Mangelgeburten sind gefährdet.

Doch noch eine andere Gefahr droht bei unsachgemäßer Kühlung: Starke Temperaturschwankungen oder tiefe Temperaturen können zu Haarrissen in Ampullen oder Spritzen führen, durch die Verunreinigungen in das Arzneimittel gelangen können, beispielsweise Toxine oder Infektionserreger. Es kann zu zahlreichen und völlig unvorhersehbaren unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Daher sollte der Apotheker immer kontrollieren, ob gekühlte Spritzen oder Ampullen nicht beschädigt sind, und dem Patienten raten, das Gleiche zu tun (6).


Gesetzliche Regelungen

Der Gesetzgeber hat die mit der Kühlkette verbundenen Schwierigkeiten erkannt und in der im November 2006 in Kraft getretenen Arzneimittel- und Wirkstoffherstellungsverordnung (AMWHV) grundlegende Anforderungen an Lagerung und Transport festgelegt (7). Die Forderungen der AMWHV stehen in Übereinstimmung mit den bereits 1994 veröffentlichten »Leitlinien für die gute Vertriebspraxis von Humanarzneimitteln (94/C 63/03)« der Europäischen Kommission (Validierung der Kühlkette) (8).

Von hoher Bedeutung sind dabei die in den vorgeschriebenen Stabilitätsuntersuchungen ermittelten Daten. Diese liegen der Kennzeichnung der zugelassenen Arzneimittel zugrunde. Ist auf dem Arzneimittel eine Transporttemperatur nicht angegeben, sind Qualitätsmängel, sogar bei kurzfristigen Temperaturspitzen bis zu 40 °C, nicht zu erwarten. Medikamente, die mit dem Hinweis »Im Kühlschrank lagern (2 bis 8 °C)« versehen sind, sollten kurzfristige Abweichungen bis zu maximal 25 °C ebenfalls ohne Schaden überstehen. Dies ist nicht der Fall bei Arzneimitteln, die mit dem Vermerk »Kühl lagern und transportieren (2 bis 8 °C)« gekennzeichnet sind. Abweichungen vom geforderten Temperaturbereich sind im Falle dieser sogenannten kühlkettenpflichtigen Arzneimittel in der Regel problematisch. Äußerst kritisch ist auch ein Einfrieren pharmazeutischer Produkte, was insbesondere bei unsachgemäßer passiver Kühlung (Verwendung von Kühlakkus) nicht ausgeschlossen werden kann. So können zum Beispiel einmal eingefrorene Insuline nur noch unvollständig redispergiert werden und es kommt somit zu Unterdosierungen.

Zu beachten ist: Falls die Richtlinien nicht berücksichtigt werden, kann der Hersteller die Haftung für mögliche Folgeschäden ablehnen. Die wissentliche Abgabe eines in der Apotheke falsch gelagerten kühlpflichtigen Arzneimittels oder seine Retournierung verstoßen gegen verschiedene Gesetze. Strafrechtlich gesehen handelt es sich um vorsätzlichen Betrug. Auch gegen das Arzneimittelgesetz (AMG) wird verstoßen. Schädlich wirken denaturierte Proteine wohl nur in Ausnahmefällen; denkbar sind allerdings allergische Reaktionen auf die nun körperfremden Strukturen und Proteinfragmente. Eine Qualitätsminderung ist dann nicht unerheblich, wenn die Wirksamkeit des Arzneimittels so herabgesetzt ist, dass der Behandlungserfolg bei Beachtung der vorgeschriebenen Art der Anwendung nicht erwartet werden kann (5).


Menschen begehen Fehler

Verschiedene Studien ergaben, dass Apotheker, Ärzte oder Pflegepersonal Medikamente des Öfteren falsch lagern oder transportieren. Einer kanadischen Studie zufolge zählen falsch bediente oder defekte Kühlschränke, in denen es zu warm oder zu kalt ist, zu den häufigsten Ursachen für den Verfall zu kühlender Medikamente (2). Die Pharmaka sollten nicht in einem gewöhnlichen Kühlschrank gelagert werden, sondern in einem speziell für diese Zwecke ausgerüsteten. Ein Maximum-Minimum-Thermometer ist die einzige Möglichkeit, um herauszufinden, ob im Kühlschrank die richtige Temperatur herrscht, das heißt in einem Bereich zwischen 2 und 8 °C. Maximum-Minimum-Thermometer zeigen die tiefste und höchste Temperatur an, die im Kühlschrank seit der letzten Rückstellung herrschte. Die Temperaturen müssen kontinuierlich aufgezeichnet und das Thermometer täglich zurückgesetzt werden (2).

Niemals darf man ein zu kühlendes Medikament in einem Ablagefach der Tür lagern. Denn hier wird das Medikament jedes Mal, wenn man die Tür öffnet, warmer Luft ausgesetzt. Man sollte vielmehr das Präparat in ein mittleres Ablageflach im Innern des Kühlschranks legen und darauf achten, dass immer genügend Platz für eine ausreichende Luftzirkulation vorhanden ist. Wasserbehälter am Boden, oben und in den Türablagen sorgen für eine gleichmäßige Temperatur. Eine zusätzliche Verriegelung sorgt dafür, dass die Tür verschlossen bleibt und sich nur dann öffnet, wenn dies auch beabsichtigt ist. Mehr als 1 cm Eis im Gefrierfach zeigt an, dass es Zeit ist, den Kühlschrank abzutauen. Während dieser Zeit müssen die zu kühlenden Medikamente in einem anderen Kühlschrank aufbewahrt werden. Es darf nicht der häufig beobachtete Fehler gemacht werden, zu kühlende Medikamente zu lange außerhalb eines Kühlschranks aufzubewahren (2).

Ein Apotheker sollte bei einer Bestellung immer daran denken, dass die zu kühlenden Medikamente innerhalb eines Zeitraums von 1 bis 3 Monaten aufgebraucht sein müssen. Er sollte auch den Patienten darauf hinweisen und ihm zeigen, wie die Medikamente richtig zu lagern sind (2, 9).

Zu beachten ist, dass das Risiko, eine Kühlkette zu unterbrechen, bei Reimporten erhöht ist. Zwar werden Importarzneimittel in Deutschland nur aus den Ländern der EU eingeführt, jedoch kann es hier leicht zu einer Unterbrechung der Kühlkette kommen, da viele verschiedene Transportwege und Lagerstationen durchlaufen werden müssen, bis das Arzneimittel den Patienten erreicht.

Quelle.www.pharmazeutische-zeitung.de

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Protonenpumpenhemmer könnten süchtig machen

Kopenhagen – Der Einsatz von Protonenpumpenhemmern birgt möglicherweise die Gefahr der Abhängigkeit. Dies geht aus einer Untersuchung am Klinikum der Universität zu Kopenhagen hervor. Die Arbeitsgruppe publiziert diese Ergebnisse im Fachblatt der American Gastroenterological Association (Gastroenterology 2009; 137: 80-87).

Die Verwendung von Protonenpumpenhemmern ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Hierzu trägt vor allem der gestiegene Anteil von Langzeitverschreibungen bei. Die dänischen Wissenschaftler untersuchten die Auswirkungen einer Daueranwendung von Protonenpumpenhemmern in einer randomisierten Doppelblindstudie.

120 gesunde Teilnehmer erhielten entweder täglich 40 mg Esomeprazol über acht Wochen oder zwölf Wochen lang ein Placebo. Im Anschluss erhielten beide Gruppen jeweils über vier Wochen ein Placebo. Die Probanden machten wöchentlich Angaben zur Erfassung des GSRS-Scores (Gastrointestinal Symptom Rating Scale).

Bei den Probanden, die Protonenpumpenhemmer erhielten, traten in den ersten Wochen nach Absetzen der Medikation gehäuft Symptome wie Sodbrennen, saures Aufstoßen oder Dyspepsie auf. 44 Prozent der Studienteilnehmer aus dieser Gruppe gaben an, an mindestens einem dieser Symptome zu leiden. In der Kontrollgruppe litten 15 Prozent der Teilnehmer unter säurebezogener Symptomatik.

„Die Beobachtung, dass über 40 Prozent der gesunden Freiwilligen, die niemals unter Sodbrennen, saurem Aufstoßen oder Dyspepsie litten, solche Symptome nach dem Absetzen von Protonenpumpenhemmern entwickeln, ist bemerkenswert und hat möglicherweise wichtige klinische und auch ökonomische Folgen“, betont Christina Reimer, Erstautorin der Studie: „Wir halten es für sehr wahrscheinlich, dass die hier beobachteten Symptome durch eine reflektorische Hypersekretion von Säure entstanden sind. Wenn diese reflektorische Sekretion tatsächlich säurebedingte Symptome verursacht, würde das eine Abhängigkeit von Protonenpumpenhemmern zur Folge haben.

Demzufolge bestätigen unsere Ergebnisse die Annahme, dass eine Abhängigkeit von Protonenpumpenhemmern zum rasanten Anstieg in der Verwendung von Protonenpumpenhemmern geführt hat.“
Quelle: www.aerzteblatt.de

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Neue Leitlinien sollen für mehr Organspenden sorgen

ddp

Berlin – Neue Leitlinien zur Organspende sollen die Zusammenarbeit aller beteiligten Mediziner verbessern. Ziel ist eine Steigerung der Organverpflanzungen. Dazu sollen eine stärkere Vernetzung bei der Erkennung und Meldung potenzieller Spender, bei notwendigen Untersuchungen sowie der Koordination der Organentnahme beitragen, wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag in Berlin erläuterte. Die Leitlinien wurden von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) mit dem Ministerium verabschiedet.

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sprach von einer wichtigen Grundlage für eine engere Zusammenarbeit zwischen Krankenhausmitarbeitern und DSO. Die beiden Organisationen gingen mit dem Konzept zusätzliche Verpflichtungen ein. Nun sollten die Leitlinien „schnell und effektiv“ in den einzelnen Krankenhäusern und bei der DSO umgesetzt werden.

2008 ging die Zahl der Organspenden in Deutschland deutlich zurück. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation spendeten bundesweit 1.198 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe für Schwerkranke, 8,8 Prozent weniger als 2007. Das verstärkte die Debatte über die rechtlichen Regelungen zur Organspende. So forderte die FDP eine Ausweitung von Lebendspenden.


Die jetzt verabschiedeten Leitlinien sehen unter anderem eine bundesweit einheitliche hausinterne Koordination in Kliniken mit Intensivstationen sowie die Bestellung von Transplantationsbeauftragten für diese Stationen vor. Thomas Beck, Kaufmännischer Vorstand der DSO, erklärte, es sei nicht länger zu akzeptieren, dass in jedem Jahr über tausend Menschen stürben, weil für sie kein Organ für eine rechtzeitige Transplantation zur Verfügung stehe. Angesichts der Warteliste an Patienten seien alle Beteiligten verpflichtet, „noch konsequenter als bisher zusammenzuarbeiten“.
Quelle: www.aerzteblatt.de

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Verhaltenstherapie lindert chronische Schmerzen

Seit vierzig Jahren werden Verfahren der (kognitiven) Verhaltenstherapie eingesetzt, um den Umgang mit chronischen Schmerzen zu erleichtern. Ein aktueller Cochrane Review überprüfte nun die Evidenz für dieses Vorgehen.

Nicht nur die klinische Erfahrung zeigt, dass Verfahren der Verhaltenstherapie (BT) für Patienten, die unter chronischen Schmerzen leiden, einen Benefit bringen. Auch die Cochrane-Reviewer um Prof. Dr. Christopher Eccelston, kommen anhand ihrer systematischen Literaturrecherche zu dem Schluss, dass Verhaltenstherapie und kognitive Verhaltenstherapie (CBT) hinsichtlich der Stimmung, der Beeinträchtigungen und der Schmerzen an sich einen gewissen Effekt haben.

In ihren Review flossen die Ergebnisse aus 40 Studien zur BT und CBT an insgesamt 4.781 Schmerzpatienten ein. Die Schmerzen hatten verschiedene Ursachen, durften aber keine Migräne, Kopf- oder Tumorschmerzen sein. Die meisten Studien untersuchten die Wirksamkeit der CBT und wiesen einen leicht positiven Effekt auf Schmerz, Stimmung und Behinderung/Erwerbstätigkeit auf. Insgesamt gab es weniger Evidenz zur BT, die sich zusammengenommen als nicht effektiv in den Dimensionen Stimmung und Behinderung erwies.

Nach Ansicht der Autoren verspricht die CBT demnach einen gewissen Nutzen bei Patienten mit chronischen Schmerzen. Da aber Assessment und konkrete Interventionen nicht unerheblich variieren, könne man keine Aussage dazu machen, welche spezifischen Interventionen für den Erfolg verantwortlich sind. Das sei nur möglich, wenn zukünftige Studien zu BT und CBT nur gezielte Einzelschritte prüfen würden.
Quelle: www.medizin-online.de

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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat August alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.

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