Unterschiede PRT - Facettenblockade Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 03. Dezember 2009 um 00:00 Uhr


Unterschiede zwischen PRT und Facettenblockade


PRT – periradikuläre (um die Nerven herum) Therapie

 

Facettenblockade - Facetten nennt man die kleinen Wirbelgelenke

 

 

Periradikuläre Therapie

Facettenblockade

Indikationen

  • Bandscheibenvorfall, der auf eine Nervenwurzel drückt
  • Nervenschmerzen mit Ausstrahlungen in die Beine
  • Narbengewebe, nach vorangegangener OP, welches auf die Nervenwurzel drückt
  • Arthrose der kleinen Wirbelgelenke = Facetten

Durchführung

Unter CT oder Röntgenkontrolle wird eine dünne Nadel an die betroffene Nervenwurzel geschoben

Dies wird meist in 3-6 Sitzungen im Abstand von jeweils 1-2 Wochen durchgeführt um ein maximales Ergebnis zu erreichen.

Ebenfalls unter CT oder Röntgenkontrolle wird eine Nadel in das Facettengelenk geschoben.

Wichtig dabei ist, wenn die Beschwerden von mehreren Facetten auf der gleichen Seite auszugehen scheinen, immer nur eine Höhe z.B. L4 und in einer anderen Sitzung dann z.B. L5 zu spritzen. Nur so ist sichergestellt, dass man sagen kann, von wo der Schmerz genau kommt.

Medikamente

Meist wird ein lokales Anästhetikum in Kombination mit Cortison gespritzt.

Cortison soll die Entzündung, die durch den BSV an der Nervenwurzel entstanden ist mindern, das Lokalanästhetikum nimmt die Schmerzen.

Auch bei der Facettenblockade wird wie bei der PRT ein Lokalanästhetikum und Cortison gespritzt.

Risiken

  •   Blutungen, vor allem wenn im Vorfeld gerinnungshemmende Medikamente (Aspirin, Marcumar) genommen wurde.
  • Verletzung der Nervenwurzel
  • Entzündungen
  • Allergische Reaktionen auf die Medikamente
  • Die gleichen Nebenwirkungen wie bei einer PRT

Nebenwirkungen

Es kann zu einem Schmerzanstieg direkt nach der Infiltration kommen, der bis zu zwei Tagen anhalten kann, da die Medikamente in einen sehr kleinen Raum gespritzt werden und sich erst verteilen müssen.

Auch bei einer Facettenblockade kann es zu einer Erstverschlechterung kommen. Sehr häufig merken die Patienten aber schon direkt nach der Infiltration eine Besserung der Schmerzen.


Bei beiden Verfahren wird eine lokale Betäubung durchgeführt, so dass sich die Schmerzen in Grenzen halten. Manche Kliniken und Schmerzpraxen machen diese Therapien ambulant, andere stationär.

 

Sollte man schmerzarm oder sogar schmerzfrei sein, setzen beide Verfahren im Anschluss  ein konsequentes = tägliches Rückentraining voraus, um die kleinen Muskeln, die die Wirbelsäule stützen, zu stärken.

 

Wichtig ist zu wissen:

Eine Facettenarthrose ist sehr häufig eine Begleiterscheinung eines Bandscheibenvorfalls. Durch den Vorfall verschmälert sich die Höhe des Bandscheibenfaches und der Druck auf die Facetten nimmt zu.

Wer trotz zahlreicher PRT´s nicht schmerzfrei resp. schmerzärmer wird und unter einem Druckgefühl im Rücken leidet „Das Gefühl der Rücken bricht auseinander“ sollte gemeinsam mit seinem Doc auch an eine Facettenarthrose denken.

Bringt eine Facetteninfiltration Besserung, wenn auch nur kurzfristig, ist an eine Denervierung der Nervenenden im betroffenen Gebiet zu denken.

 

Quelle: Patienten-Informationen; Quellennachweis
Autor: joggeli; diebandscheibe.de

 

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 23. Januar 2010 um 12:52 Uhr